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Amiga 500 Netzteil

  • Mein Amiga 500 Netzteil funktionierte auf einmal nicht mehr und ich habe es ans Retropulsiv treffen in Augsburg mitgenommen. Da war rausgekommen das die Elkos hinüber sind. Also habe ich die nun ausgetauscht. Fehlanzeige... Es kommt nicht mal Strom aus dem Stecker der in den Amiga geht. Keine 12 V Keine 5 V nichts.... Was kann das noch sein? Wohnt jemand im Süden von Baden - Württemberg der eine ahnung von solchen Netzteilen hat oder eines zu Verkaufen hat.... Das wäre super. Der Amiga selbst ist ok:)

  • Hi,
    Bring dein Netzteil auf die Retropulsiv 3 mit, oder schick es mir per Post, dann schaue ich in Augsburg mal nach.
    Wie auf der Retropulsiv bereits erwähnt bringen Tote Kondensatoren meistens noch weiterer Bauteile um.


    Die Kiste bringen wir schon zum Laufen, aber bitte nicht alleine im schaltnetzteil rumstochern wenn man keine passende Ausbildung dazu hat.


    Schreib mich ggf. mal über PN an.

  • Anders kann ich mir diese willkürliche Elkotauscherei ohne Plan jedenfalls nicht erklären.


    Wenn sich der Deckel wölbt, brauchst Du ohne Elkotausch gar nicht erst an eine weitergehende Fehlersuche zu denken- und wenn Du schonmal dabei bist, tauschst Du gleich den ganzen Satz. Wer hat, kann natürlich auch jeden einzelnen mit dem ESR-Meter durchmessen, sich über den gesparten Aufwand freuen- und in drei Monaten den nächsten Elko beerdigen (samt ggf. mitgerissener Halbleiter)


    So teuer sind Elkos nicht, daß man an der Ecke sparen sollte. Erst recht wenn man sein eigenes Zeugs repariert und keine Technikerstunden zahlen muß.

  • Es kann auch sein, das ein Elko austrocknet. Das kann man auf den ersten Blick nicht erkennen.




    Diese Netzteilplatine von einem TFT hatte defekte Elkos gehabt.
    Da hat man ein rythmisches Knacken hören können. Hier war lediglich ein Elko aufgequollen. Dennoch habe ich alle getauscht.


    Kapazitäten misst man am besten im ausgelöteten Zustand. Bei meiner Beispielplatine sind mehrere Kondensatoren parallel geschaltet. Wenn ich hier bei einem Kondensator die Kapazität messen wollte, würde sich durch die Parallelschaltung der Messwert durch die anderen Kondensatoren verfälschen.


    Ich weiss jetzt nicht aus dem Kopf, ob das Amiganetzteil auch parallel geschaltete Kondensatoren besitzt.





    Ich hatte bereits bei mehreren Amiganetzteilen einen defekten Schaltregler ( L296 ) vorgefunden. Evtl. solltest du den auch mal überprüfen.


  • Diese Netzteilplatine von einem TFT hatte defekte Elkos gehabt.
    Da hat man ein rythmisches Knacken hören können. Hier war lediglich ein Elko aufgequollen. Dennoch habe ich alle getauscht.


    Bei dem Aufbau auf dem Bild ist wieder mal gut zu sehen, dass die Hersteller "absichtlich" die Verschleissteile (Elkos) neben bzw. ÜBER Wärmequellen platzieren, damit die Lebensdauer herabgesetzt ist.
    Man soll ja schliesslich nach der Gewährleistungszeit gleich einen neuen Monitor kaufen... :anonym

  • Huch. Jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch auf...... ;)


    Hab vorsorglich ein paar mehr Elkos eingekauft. Wenn die jetzigen auch nochmal 9 Jahre halten, dann hab ich noch ein paar Elkos in Reserve...... :D


  • Können ja auch andere Bauteile defekt sein, z.B. eine Spule (miss da mal den Widerstand) oder die Spannungsregler.


    richtig, bei meinem Schaltnetzteil war ein Widerstand und ein Transistor defekt. Ausserdem braucht das Schaltnetzteil eine Grundlast, da es ohne nicht startet und somit nichts zum Messen da ist. Da mir ein Amiga zum Testen zu schade war, hab ich eine 10W Lampe genommen. :whistling:

  • Bis jetzt habe ich ja auch Hilfe gehabt von Leuten die sich mit solchen Sachen auskennen. Nur jetzt stehe ich an einem Berg. Alle Elkos ausgetauscht und trotzdem kommt kein Strom:( So ein Netzteil bekommt man leider nicht so auf die schnelle...


    Evtl. eine bloede Frage, aber wenn Du Dich sonst nicht auskennt....bist Du sicher alle Kondensatoren in der richtigen Richtung plus minus eingeloetet zu haben?

  • Das hätte man beim Einschalten gehört und gerochen..... ;)


    Ist mir mal als Auszubildender passiert, als ich fertig gelötete Spannungsversorgungsplatinen für die Aufzugskabinenbeleuchtung prüfen sollte. Elko falsch drin. Krach, Bum. Das Gesiffe geht nicht mehr aus der Hose heraus..... :evil:

  • Es kann auch sein, das ein Elko austrocknet. Das kann man auf den ersten Blick nicht erkennen.


    Diese Netzteilplatine von einem TFT hatte defekte Elkos gehabt.
    Da hat man ein rythmisches Knacken hören können. Hier war lediglich ein Elko aufgequollen. Dennoch habe ich alle getauscht.


    Hatte hier genau das gleiche: Auf einmal schwarzes Bild, nichtmal Power-LED noch am leuchten. Dann aufgemacht, auf der Netzteilplatine war ein aufgeblähter Elko. Getauscht, immer noch nix, hatte aber für andere Elkos keinen Ersatz zur Hand. Also mal gegooglet und festgestellt, dass die dort verwendeten C(R)APXON Elkos wohl nicht gerade für ihre Vertrauenswürdigkeit bekannt sind. Dann erstmal Elkos bestellt und auch einen baugleichen gebrauchten Monitor für wenig Geld. Und dann beim bestellten Monitor sofort die Elkos gewechselt. Der andere ging auch nach Elkotausch nicht, aber laut einigen Foren gehen da wohl auch gerne mal ein paar MOSFETs kaputt, wenn ein Elko versagt.


    Die Netzteilplatine war übrigens eine AI-0088, welche wohl recht verbreitet ist und somit viele verschiedene TFT-Typen und -Hersteller das selbe Problem automatisch haben. Der aufgeblähte Elko war übrigens der in der Ecke von dem Kühlkörper rechts unten, eingekesselt von Kühlkörper und etlichen anderen Elkos. Ein Schelm wer...

  • Das einen der FETs zerFETzen kann habe ich auch gelesen. Ich hatte da großes Glück gehabt. Aber die FETs gibt es bestimmt auch nachzukaufen. Allerdings habe ich die bei Reichelt z.B. nicht gefunden.



    Was vielleicht noch erwähnenswert ist:



    Meine gezeigte Platine wird ebenfalls in einer Vielzahl von Monitoren verwendet. Das Problem mit den Elkos ist so bekannt, das es von verschiedenen Anbietern sogenannte Repair-Kits für diese Platine gibt. Da gibt es alle Elkos in einem Paket zum Austauschen. Unter anderem auch zu finden auch auf IHBÄH. Die sollen 12 €uro kosten, was ich als eine Frechheit empfinde.


    Ich habe die Elkos bei Reichelt bestellt. Ich habe jeden benötigten Elko 10 mal bestellt und liege bei einem Warenpreis von 10 €uro....

  • Elko falsch drin. Krach, Bum. Das Gesiffe geht nicht mehr aus der Hose heraus..... :evil:


    Wenn bei uns auf der Arbeit mal ein Elko falsch bestückt und hochgegangen ist habe ich den Siff i.d.R. mit Sidolin abbekommen. Dazu muß der Platzer aber ganz frisch (nicht schon eingetrocknet!) sein. Die Platine über den Mülleimer gehalten, solange oben mit Sidolin eingesprüht und die Suppe in den Eimer laufen lassen bis unten nur noch sauberes Sidolin ankommt. Dann gut trocknen.
    Ob das geht hängt aber von der Bestückung und Bauart der Platine ab, dann hilft es aber Wunder. Inzwischen kontrolliere ich die dicken Brummer immer noch mal optisch vor dem ersten Einschalten. ;-)


    Das Problem bei den werksseitigen Sollbruchstellen in modernen Netzteilen in Form von Elkos ist auch deswegen ärgerlich weil die eingesetzten Elkos oft nur schwer zu bekommen sind, zumindest für den gemeinen Endverbraucher. Gelegentlich ist es auch quasi unmöglich Elkos mit den passenden Abmessungen zu finden.
    Fertig zusammengestelte Kits für diverse Geräte gibt´s auch hier: elko-verkauf


    Sleepy

  • Inzwischen kontrolliere ich die dicken Brummer immer noch mal optisch vor dem ersten Einschalten. ;-)


    Hihi. Das war mein Lerneffekt bei der Sache. Mein Meister und der Geselle hatten sich natürlich beömmelt..... ^^

  • Das einen der FETs zerFETzen kann habe ich auch gelesen. Ich hatte da großes Glück gehabt. Aber die FETs gibt es bestimmt auch nachzukaufen. Allerdings habe ich die bei Reichelt z.B. nicht gefunden.


    Deswegen hab ich mir einfach nen funktionierenden Gebraucht-TFT geholt. Sinnlos irgendwelche FETs bestellen ohne Garantie, dass es auch was bringt, wollte ich nicht. Und der TFT hat auch nur 35€ gekostet. Demnächst bestell ich mir noch nen Satz langlebiger Elkos. Meine hier sind nicht unbedingt für den Netzteil-Betrieb gedacht und deswegen haben einige nur 2000h Lebensdauer bei 105°.