Bester Audio-Ausgang (MOS 6581): Experimente, Erfahrungen, Versuche

Es gibt 215 Antworten in diesem Thema, welches 40.477 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. August 2015 um 13:30) ist von INPUT.

  • und hier die spannung am virtuellen ground an V- zu wirklichem ground
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    Und jetzt schau dir mal deine Messung genau an und denk mal scharf nach: Du sagtest, dass du mit dem Spannungsteiler die negative Versorgung gewissermassen nachbilden wolltest, weil im C64 keine direkt verfügbar ist. Deinem Messgerät nach ist die Spannung am gemessenen Punkt aber positiver als GND - wie passt das damit zusammen, dass es die negative Versorgung des Opamps sein soll?

    Und zur Sicherheit, da du "virtueller GND" schreibst: Damit bezeichnet man normalerweise etwas vollkommen anderes, was die Berechnung der Ausgangsspannung eines Opamps vereinfacht und das hat nichts mit den V-/V+-Pins des Chips zu tun. Man sollte ggfs. auch darauf achten, dass ein typischer Opamp wie der TL072 gar keinen Pin hat, der mit GND bezeichnet ist - selbst wenn er in einer Schaltung mit dualer Spannungsversorgung (positiv, GND, negativ) verwendet wird.

    richtig > "Belastet", deshalb sollte, wenn es denn auch ein Eingang ist, max. nur die halbe UB anliegen, also 6V maximum und nicht 10,5V oder irgendwas über 6V.


    Vielleicht solltest du dir das ganze nochmal auf Papier aufmalen und dabei den Opamp durch ein einfaches Ersatzschaltbild ersetzen, welches nur aus einem Widerstand zwischen den Pins V+ und V- besteht und den kompletten Rest ignoriert. Die genaue Grösse dieses Ersatzwiderstands ist zwar unklar, aber um die resultierende Spannung am Spannungsteiler abzuschätzen würde ich bei der vorhandenen Schaltung davon ausgehen, dass der Ersatzwiderstand einen Wert hat, der in der Grössenordnung der Spannungsteiler-Widerstände liegt.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • mir ist klar das es keine negative versorgungsspannung ist. V- an GND hat nicht funktioniert, also habe ich das so gelöst um einen bezugspunkt zu erzeugen der einen offset von GND hat.

    das ist mir einfach so eingefallen ohne in einem buch darüber zu lesen, ohne es zu berechnen. ich hab es eingebaut, es hat funktioniert. ich habe mir dann später den arsch abgegoogelt und die kompetentesten leute die ich kenne gefragt ob man es so machen kann, im netz findet man nicht viel und meine leute sagten es geht schon. für mich war das dann genug um es so zu lassen, und entscheidend war letzendlich ob irgendwas abbrennt und ob es gut klingt, nicht wie man es richtig macht oder machen sollte.

    zufällig habe ich es eben mal "virtuellen GND" genannt, der mir auch schon beim googeln untergekommen ist wo ich auch schon gesehen habe das diese bezeichnung nichts mit versorgungsspannung zu tun hat.

  • ja richtig. einen "virtuellen GND" gibt es nur am invertierenden opamp mit rückkoppelwiderstand. da wo der eingangsstrom und rückkoppelstrom zusammentreffen (die beide immer gleich gross sind),
    entsteht eine virtuelle masse

    ich werde mich gleich an die sache ran machen. geb euch dann bescheid

  • es funktioniert immernoch nicht. absolut kein ton. vcc- ist jetzt auf GND.

    muss mir das mit dem oszilloskop mal anschauen. ich hoffe nur ich hab jetzt meinen SID nicht geschossen.

  • Die Schaltung mit der sehr hochohmigen virtuellen Masse ist ziemlicher Unsinn.
    Nimm diese hier:

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    soll ich auch den r2 bei mir lieber 1k machen anstatt 10 k ?

  • Fehler gefunden. mit dem oszi habe ich gesehen, dass der op korrekt arbeitet, jedoch NACH dem entkoppelkondensator am ausgang also, kein signal mehr war.

    der smd widerstand nach dem ausgangselko, welcher auf masse (gnd) geht, hatte einen dünnen zinnfaden und das signal am ausgang auf gnd gezogen.

    diesen fehler nun beseitigt und schon habe ich den besten klang !!! sorry jungs, war mein fehler..

    schaltplan sieht also wie folgt aus: 470k spannungsteiler entfernt und vcc- direkt auf GND gelegt. eingangswid. wie mein vorredner schon sagte , ist egal da der op ja sowieso theoretisch unendlich hochohmig am eingängen ist.

    also hab den bei 10k gelassen.

    jedoch habe ich jetzt einen anderen fehler und der hängt mMn mit dem VIC zusammen. aber dazu werde ich gleich ein anderes thema aufmachen weil hier offtopic wäre

  • naja wenigstens wurde nichts geschossen...

    es kann schon sein das es so funktioniert auf den ersten blick, aber mit irgendwas war ich dann unzufrieden (habe immer testaufnahmen gemacht und die wellenformen des tunes mit der originalschaltung verglichen), da das ganze bald zwei jahre her ist weiss ich nicht mehr ganz genau welches problem ich da hatte, aber es war der grund diese hochohmige floating "lösung" zu verwenden.

    iirc war das problem grundsätzlich das ich nicht zufrieden mit dem ausgangssignal war wenn opamp versorgung und signal den selben GND bezugspunkt hatten, es kann sein das im ausgangssignal zuviel noise war, der dc offset eigenartig aussah oder das wellenformen verzerrt wurden.

  • oneBitman,

    ich habe auch so den eindruck, dass das signal nach dem op etwas "kantiger" ist als vor dem op... also auf dem oszi konnte ich das sehen.

    das beste wäre halt wenn man dem SID sagen könnte, mache einen einfach Sinus von z.b. 1khz und dann kann ich definitiv sagen, ob der verzerrt oder nicht

    kann man da nicht mit pokes dem brotkasten sagen, dass er nen dauerton von z.b. 1-10 khz machen soll. dann könnte man sich den ganzen frequenzgang abklappern und messung für messung
    durchführen. in z.b. 1khz-schritten

    auf der anderen seite verstehe ich nicht, warum denn der op verzerren sollte. er ist doch absolut korrekt beschalten und muss nichtmal verstärken.... also wenn der wirklich verzerren sollte, dann fange ich nochmal mit dem 1. lehrjahr an.....

  • auf der anderen seite verstehe ich nicht, warum denn der op verzerren sollte. er ist doch absolut korrekt beschalten und muss nichtmal verstärken.... also wenn der wirklich verzerren sollte, dann fange ich nochmal mit dem 1. lehrjahr an.....


    OpAmps sind nunmal keine Idealen Bauteile, ein TL072 kann mit seiner Ausgangsspannung z.B. weder ganz nach VCC noch nach GND, es bleibt eine Differenz von ca. 3V auf jeder Seite. Wenn du also den TL072 mit VCC=12V betreibst und der Eingang eine Spannung von >9V oder <3V sieht wird die Ausgangsspannung nicht mehr grösser oder kleiner. Dann beginnen die Verzerrungen.
    Da der SID ja schon einen DC Offset von 6V hat und Peaks von 3V ist da schnell mal die Grenze erreicht.
    Lösung wäre ein besser geeigneter OpAmp der Rail2Rail kann und für Single Supply ausgelegt ist wie z.B. der TS922.


    EDIT: Wer sich mit dem Thema ausführlich befassen möchte: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • und wenn man das signal vom SID kleiner macht ? z.b. mit spannungsteiler am Eingang des opamps , dann ist der hub nicht so gross ??

    ach ne das geht ja auch nicht, weil ja dann der offset auch mit runter geht... und dann kommt er schneller an die untere grenze und verzerrt da

  • warum realisieren wir dass dann mit dem Tl072 und nicht gleich mit dem TS922 ?

  • z.b. mit spannungsteiler am Eingang des opamps , dann ist der hub nicht so gross ??


    Ja, aber auch der Offset wird dann kleiner und das ganze wird nur verlagert. Aber eigentlich sollte es für den C64 reichen da der SID eh nie ganz aussteuert.

  • der SID ist schon so ein eigenbrötler und schwer zu kopieren :DDDDDD

    Bob Yannes der Schurke hat da echt gute Arbeit geleistet.... :D

    ich finde den Klang so wie Bombjack sich grad bei mir totdudelt genial.

    aber vllt sollten wir uns mal überlegen dem SID einen Dauer sinus zu entlocken, damit wir das eingang mit ausgang verifizieren können

  • aber vllt sollten wir uns mal überlegen dem SID einen Dauer sinus zu entlocken, damit wir das eingang mit ausgang verifizieren können


    Der SID kann kein Sinus. Aber Dreieck würde auch gehen.

    Guck dir das hier mal an: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • was !?!? der kann keinen sinus ?!?! ok ich nehm alles zurück was ich über Bob Yannes gesagt habe :drunk:

  • ich hab mal gehört dass mit dem SID soundtechnisch immer viel getrickst wurde... hängt das damit vllt zusammen ?

  • Keine Ahnung ich bin kein SID Sound Tüftler.
    Nebenbei hat für mich ein Verstärker keinen "Klang" sondern er gibt die Wellenform die reingeht genauso wieder raus, ansonsten nennt sich das Verzerrung. Wenn er also "klingt" dann verzerrt er schon... Einige Leute mögen das ja.