Eigene Ordner und Bibliotheken

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 2.818 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Oktober 2013 um 10:17) ist von 1ST1.

  • Unter Windows Vista wurden ja seinerzeit Bibliotheken als Quasi-Verwaltung der eigenen Dateien eingeführt. Hier rudert Microsoft offensichtlich zurück, jedenfalls sind die Bibliotheken unter Win8.1 nur noch per Option im Explorer verfügbar und tauchen in den Laden-/Speichern-Dialogen überhaupt nicht mehr auf. An sich wäre das kein Thema, da eigentlich die neue Integration der eigenen Ordner auch übersichtlicher ist.

    Allerdings ist dort nicht weiter vorgesehen, dass man sich selbst eine Struktur aufbaut. Oder hat hier jemand eine Idee, wie das doch geht oder zumindest vergleichbar flexibel?

    Bei mir hatte ich unter Win7 sämtliche Ordner auf einem NAS abgelegt, welche mit den Notebooks synchronisiert werden. Es gibt dabei Ausnahmen, wie alle Ordner, die über SVN laufen (da wird ja eh unabhängig synchronisiert). Weshalb ich auch eine komplett eigene Kategorie 'Eigene Projekte' verwende, um diese Bereiche sauber zu trennen. Aus dem Grund hätte ich gerne eben das mit in den Bereich der Systemordner stehen, wie man es bei den Bibliotheken ja problemlos konnte. Gibt es da ein Tool für sowas, oder kann man das per Registry einbinden??

  • Wenn ich auf den Desktop gehe (unter Favoriten):
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    finde ich da den Punkt Bibliotheken/Libraries noch vor:
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    Dort kann man auch noch eigene Bibliotheken anlegen. ;)
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    Sorry für das englische Windows. ;)

  • @seritools: danke. war wohl etwas missverständlich, denn das ist nicht ganz das problem, um was es mir geht.

    die bibliotheken funktinierten eigentlich ja immer wie ordner, zumindest in anwendungen. unter win8.1 kann man die ja auch noch unterm explorer einblenden.
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    allerdings sind die auch nur noch hier zu sehen (die bibliothek 'projekte' mal im blick behalten)...

    befindet man sich in einer anwendung, und versucht von dort aus an die bibliothek heranzukommen, wird man feststellen, dass diese dort nicht sichtbar sind...
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    was sich über den explorer sicher noch öffnen lässt, macht spätestens beim speichern keinen sinn mehr, denn 'projekte' wäre so ja nicht mehr sichtbar.

    ms hat als alternative jetzt diese verknüpfungen unter dem punkt 'dieser pc' geschaffen. nur sind die leider nicht anpassbar... oder doch? bzw was macht man unter win8.1, wenn man so wie ich, über die bibliotheken ja nicht alleine lokale dateien, sondern auch noch einen mischmasch aus synchronisierten offline-, lokalen und svn-ordnern hat?

  • Diese ganzen Sachen wie "(Eigene) Dokumente", "(Eigene) Bilder" usw. unter "Dieser Compute" (Früher: Arbeitsplatz) lassen sich seit Windows Vista einzeln verschieben.

    Beste Vorgehensweise: Auf dem Zielordner einen Ordner "Eigene Dateien" anlegen, dem optional passende Zugriffsberechtigungen geben (Benutzer selbst: Vollzugriff, alle anderen: Nix) und darunter Unterordner Dokumente, Bilder, Musik, ... usw. anlegen, und dann wie im Screenshot bei den Originalordnern unter Pfad auf Verschieben gehen. Es wird der ganze Inhalt der Original-Ordner verschoben, man muss nichtmal selbst händisch die Dateien verschieben.

    Vorteile:
    - Daten vom Betriebssystem und den Anwendungen getrennt
    - "Speichern unter" in Anwendungen zeigt automatisch auf diese Ordner
    - Datenbackup ganz einfach, da Quelle fürs Backup schonmal ein anderes Laufwerk
    - Falls man den PC mal austauschen will, und das Datenlaufwerk eine eigene Platte ist: Datenmigration ganz einfach, einfach die Datenplatte in den neuen Rechner hängen und wie oben die Originalordner unter Pfad wieder ändern.

    Man kann für jeden einzelnen Originalordner auch unterschiedliche Laufwerke verwenden, meinen Musik-Ordner habe ich auf allen Desktop-PCs auf ein Share auf meinem Server verbogen, wo alle mp3, mods usw. liegen.

  • 1ST1: es geht vor allem darum, dass ich hier 3 rechner habe, die teilweise mit dem nas synchronisiert werden, teilweise aber nicht. gerade auf dem surface ist ja speicherplatz knapp, in sofern sind die datenbereiche strikt aufgeteilt. bei projekten, die über subversion laufen, das selbe nochmal, weil es dort immer probleme gibt, wenn man die files nochmal über eine andere funktion synchronisiert. will sagen - es reicht nicht aus, wie unter windows xp einfach die standardpfade neu zuzuordnen. nein, ich werde wohl wieder zurück auf start gehen und die ordnerstruktur im gesamten netzwerk neu überdenken müssen..

  • Mit diese Bibliotheken habe ich mich nie richtig beschäftigt, weil ich den Sinn dahinter nicht sehe. Soweit ich aber sehe, kann ich nicht steuern, auf welchem Laufwerk diese Bibliotheken liegen, oder? Das heißt, sie liegen irgendwo Windows-verwaltet auf C:. Und das ist für mich ein "No Go".

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  • 1ST1: es ist genau umgekehrt. man kann die bibliotheken eigentlich genau wie die eigenen dateien verwalten. mehr noch - aus beliebigen quellen unter einer kategorie zusammenfassen oder auch eigene definieren. im prinzip ist es so, als würdest du für eigene bilder nicht nur einen pfad hinterlegen, sondern eine pfad-liste. warum ms da jetzt wieder zu der weniger flexiblen standard-ordner zurückrudert erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht (edit: der einzige nachteil, der mir bei den bibliotheken einfällt, ist, dass man netz-laufwerke erst offline verfügbar machen muss, bevor man sie in der bibliothek aufnehmen kann).

  • Zum einen wird es wohl nur wenige User geben, die das nutzen, was Microsoft über die Statistiken, die sie von den Windows-Installationen über die Win-Updatefunktion so erhalten, mitbekommen, zum anderen eben das es eben auf Netzlaufwerken nicht richtig funktioniert (nur nach Offline-Verfügbarkeit).

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  • 1ST1: schwer zu sagen. denn eigentlich hat ja unter win vista und win 7 jeder die bibliotheken benutzt, im standard waren die quasi 1:1 ersatz der eigenen dateien von xp. vermute mal eher, man sah da schlicht einen ansatz für eine vereinfachung, war nicht genügend bekannt oder irgendwas in der art. nur offenbar wussten die entwickler von win8 selbst nichts damit anzufangen, sonst hätte man ja nicht eine option für den explorer zugelassen, die in anwendungen nutzlos ist.

  • Ich kenne eigentlich niemanden, der diese Bibliotheken händisch nutzt und erweitert. Der Mediaplayer und das Mediacenter nutzen diese Funktion aber, um weitere Musik- und Video-Bibliotheken im Netz anzusprechen.

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  • 1ST1: wenn du zb in word dokumente speicherst, jetzt unter win7, dann waren die bibliotheken im speichern-dialog direkt sichtbar (bzw verhalten sich ja auch sonst genauso wie die eigenen dateien). verglichen mit winxp war das neu, weil man so direkt die eigenen dokumente ansteuern konnte und dort auch gleich in einen default-ordner gespeichert wurde, wenn man das darüber gemacht hat. das die ordner kaum jemand erweitert hat, glaube ich gerne, genutzt vermutlich aber schon.

    bei uns in der firma (ca 50 arbeitsplätze) hatte ich bei der umstellung auf win7 bestimmte netzlaufwerke in bibliotheken eingebunden, weil mir das praktisch erschien (naja, und ja auch thematisch zb näher am user ist, wenn er bilder unter eingene bilder hat und nicht im firmennetz erst je nach nutzerfreigabe sich durch verschiedene pfade hangeln muss, die sich an völlig unterschiedlichen orten befinden). das ganze hatte den positiven nebeneffekt, dass relativ schnell, ohne irgendwelches zutun, die daten plötzlich nicht mehr auf irgendwelchen ordnern auf dem desktop, sondern auf dem server gespeichert wurden - wo im gegensatz zum lokalen rechner die daten auch gesichert werden. da hatte man sich vorher den mund fusselig geredet, aber bequemlichkeit siegt halt immer.

    was du beschreibst halte ich typisch. werden einem nicht die neuerungen anhand von beispielen erklärt, werden die eh brach liegen und man sucht nur den gewohnten weg. kann man die bibliotheken nicht mehr nutzen, läuft das halt wieder komplett über die alten ordner-freigaben. ist zwar nicht so elegant, macht aber auch seinen dienst.

  • Ich bin ja in dem Bereich tätig, und Bibliotheken werden da nicht benutzt. Die Eigenen Dateien werden da auf zumindestens auf den Desktops auf das persönliche Netzlaufwerk umgebogen, so dass lokal nichts gespeichert werden kann. Projektbezogene Daten landen in den dafür vorgesehenen Netzlaufwerken, sonst können die Teamkollegen ja nicht zugreifen, das ist den Leuten klar. Bei den Notebookbenutzern ist ein Dienst installiert, der bei Netzwerkkontakt die eigenen Dateien auf das persönliche Netzlaufwerk synct. Anwendungen schlagen bei neuen Dateien per Default eigentlich immer den Eigene Dateien Ordner zum Sichern vor. Das kann man auch alles per Policy steuern.

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  • 1ST1: ja, wenn wir (irgendwann in fünf jahren vielleicht) auf eine andere windows-version umsteigen, werde ich das wohl auch (wieder) machen. bei meiner arbeit hat die erfahrung nur halt gezeigt, dass die meisten anwender sich nicht um die in der firmenstruktur vorgesehenen ordner scheren, so lange es sich nur um ihren eigenen schreibtisch dreht. zum umdenken braucht es da meist einen festplattencrash oder etwas in der art. in sofern mag ich es ziemlich gerne, wenn ich sowas über zusätzlichen komfort lösen kann.

    edit: bzw die regulären wege nutze ich auch so. es geht da halt nur darum, um die ordnerstrukturen dem workflow nahezubringen. wenn man aus den allgemeinen ordnern diejenigen in die eigenen dateien einbindet, bekommt man quasi nicht die flut aus den anderen abteilungen zu sehen. es gibt zwar auch mitlerweile geschlossene teampfade, das hilft aber nur teilweise. es gibt hier so eine 'jeder-soll-alles-können-philosophie', wobei das nicht auf die rechner-nutzung gemünzt ist. was nützen einem strikte geplante strukturen, wenn die alle zwei wochen eigentlich wieder hinfällig sind? da braucht man was, dass die anwender 'tendenziell' die richtigen pfade nutzt und dort sind die bibliotheken wirklich hilfreich.

  • Bei uns ist das eher so, dass neue Anwender erstmal garnichts dürfen. Und dann gibt es ein Tool, welches alle Netzwerkpfade kennt, und darin schaltet man dann User- oder Gruppenbasiert für jeden einzelnen User jeden einzelnen Pfad frei. Es gibt einen extra Compliance Mitarbeiter der diese Rechte prüft und auch nach einer angemessenen Weile beim jeweiligen Projektleiter nachprüft, ob alle derzeit berechtigten User noch dürfen, oder ob welche rausgenommen werden müssen. Die Leute unterschreiben auch dafür, dass sie keine wichtigen Daten auf dem eigenen PC speichern. Wenn sie es doch tun und es wegen Plattencrash verloren geht oder so, entweder Pech gehabt oder wenn es sehr wichtig war, bekommen die Leute auch Besuch vom Compliance-Manager, das kann unangenehm werden. Bei den Notebooks sind die Platten doppelt verschlüsselt, zum einen über die Funktion bim BIOS der Notebooks, welche die Platteninterne Verschlüsselung einschaltet, zum anderen noch über eine Betriebssystem-Erweiterung (Nicht Bitlocker, obwohl das auch gehen würde). Die Offline-Dateien-Funktion ist per Gruppenrichtlinie ausgeschaltet.

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