Hello, Guest the thread was called3.4k times and contains 26 replays

last post from Gerrit at the

Chaosaktion [1541 kein Anlaufen] Commodores retten angelaufen.

  • Hallo Forum :D


    Nachdem ich jetzt hier dank etlichen Flohmarkt-Bummeltouren neben funktionsfähiger Hardware auch ein paar Teile tote Hardware gesammelt habe, bin ich jetzt auf die grandiose Schnappsidee gekommen: " Da könnte man doch vielleicht was retten =D"


    Genauer gesagt, habe ich hier 2 C64 Brotkästen und ein C64C welche nicht mehr tun. Außerdem eine 1541, welche nicht mehr tut. Meine Idee ist jetzt, vielleicht aus den 2 Brotkästen einen funktionierenden zu machen (sofern nicht bei beiden das selbe Teil hinüber sein sollte) und evtl. die 1541 zu reparieren.


    Bisher habe ich keine praktische Erfahrung mit Elektrotechnik und höchstens ein paar Brocken Grundkenntnisse in der Theorie. Aber mehr als kaputt geht ja nich, von daher stürze ich mich einfach mal blauäugig ins Abenteuer ;P


    An Equipment habe ich neben Schraubendrehern ein altes Multimeter sowie einen Logiktester. Eine billige Lötstation samt Zubehör nebst IC-Sockeln habe ich mir grade bei Reichelt geordert.


    Jetzt zu den Fehlerbilder:


    Brotkasten 1: zeigt nur ein schwarzes Bild und reagiert nicht auf Floppyload

    EDIT by FXXS: die Brotkästen haben jetzt jeweils eigene Threads, bitte der Verlinkung folgen.
    Brotkasten 2: zeigt ein dunkelblaues Hintergrundbild mit hellblauen Rand, jedoch keinerlei Text oder Cursor. Ebenfalls keine Reaktion auf Floppyload.

    In beiden C64 habe ich bisher die Versorgungsspannungen gemessen (OK) sowie nach einer Anleitung aus dem I-Net (SAMS Reperatur Guide osä) mit einem Logiktester herumgestochert. Da wäre in der Anleitung laut den Ergebnissen der nächste Schritt, die linke CIA zu ersetzen (keine Ahnung ob ich das alles richtig gemacht habe).


    1541: Beim Einschalten gehen beide LED an, kein Motor dreht sich. Die LEDs bleiben an und gehen nicht mehr aus.


    Hier habe ich nachdem ich zunächst erfolglos die beiden VIAs getauscht hatte (sind gesockelt), ebenfalls mit Logiktester und Multimeter herumgestochert. Meine Laiendiagnose: Einer der Brückengleichrichter muss hin sein. Da gehen über 10 Volt Wechselspannung rein und hinten kommen nur um die 3 Volt als Gleichspannung raus. Habe mir hier jetzt ein Ersatzteil bei Reichelt mitbestellt. Mal sehen ob der Austausch was bringt.


    Wie ihr seht, ich habe nicht wirklich Ahnung von der Materie und begebe mich da auf einen ziemlichen Blindflug, aber wie schon gesagt. Kaputt sind die Dinger schon *gg* Kann nur besser werden und ich habe Spaß dabei. Was ich mir nun von Euch erhoffe, dass Ihr mich ein wenig begleiten könnt mit Tipps und Tricks sowie der richtigen Fehlerfindung. Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, ihr als Profis und ich als ausführender Volllaie :P , da doch noch was funktionierendes rauszubekommen ^^


    Was haltet ihr von meinen naiven Diagnosen? Klingt das plausibel oder bin ich total auf dem Holzweg? :?:

  • Klingt doch schonmal gut, ICs tauschen kann ja nicht schaden. Am besten vorher an was unwichtigem das Auslöten üben, z.B. alte ISA-Grafikkarte oder so.


    Mit den 3V am Ausgang vom Gleichrichter könnte auch daher kommen, daß der Ausgang zu stark belastet wird, also irgendwo ein Kurzschluß ist, oder zumindest was recht niederohmiges. Der wird in so einem Fall wahrscheinlich auch recht warm.

  • EDIT by FXXS: durchgestrichenes in die Threads des jeweiligen Patienten ausgelagert.
    Zum ersten, hatte auch einen mit schwarzen bild nach pla austausch lieferte er wieder bild, laut berichten fällt bei den alten c64ern die pla häufig aus.


    Hab die http://www.c64-wiki.de/index.php/SuperPLA verwendet im forum gibst auch diskussion über die eeprom lösung (http://petersieg.kilu.de/pla/pla.html).
    Bzw. gibst auch die realpla die genau so als Ersatz dient jedoch soweit ich weiß grad nicht lieferbar ist.


    Beim zweiten scheint der VIC-II zu gehen daher vermute ich das es probleme mit den roms bzw. evtl. cpu gibt, daher vielleicht die roms vom andern mal dort testen.


    würde fast alle auslöten und sockeln, ist aber eher haglich auf alle vorher üben.

    mit VIAs meinst du die VIC-II oder? VIAs kommen nur beim VC20 zum Einsatz.


    Viel Glück noch beim Retten, wäre interessant was es dann wirklich war..


    Grüße,

  • Aber mehr als kaputt geht ja nich, von daher stürze ich mich einfach mal blauäugig ins Abenteuer ;P


    :abgelehnt
    Aber mehr kaputt als jetzt kaputt ist geht ;) Gib sie doch einfach in die Hände von jemandem, der weiss was er tut. Solche Menschen haben in der Regel auch einige Ersatzteile, sodass am Ende nicht nur ein vielleicht laufendes Gerät und ne Menge Schrott bei raus kommt, sondern 2 funktionsfähige Geräte....


  • :abgelehnt
    Aber mehr kaputt als jetzt kaputt ist geht ;) Gib sie doch einfach in die Hände von jemandem, der weiss was er tut. Solche Menschen haben in der Regel auch einige Ersatzteile, sodass am Ende nicht nur ein vielleicht laufendes Gerät und ne Menge Schrott bei raus kommt, sondern 2 funktionsfähige Geräte....


    Siehs mal so: Wenn das niemand mehr selber lernt und sich alle nur auf die "Spezialisten" verlassen, ist in 20-30 Jahren keiner übrig, der die Dinger reparieren kann. Der Preis für diesen Wissenserwerb (ein potentiell vollständig geschrotteter C64) mag hoch erscheinen, ist es aber, glaube ich, wert. Und außerdem klingt das gar nicht so unvernünftig, was der Herr 6502 hier vorschlägt.


    Von daher :dafuer: und viel Erfolg!

  • Danke für Eure Anworten :thumbsup:


    gartenzwerg: Ahh ok, und wenn der Gleichrichter fast kalt bleibt?


    EDIT by FXXS: durchgestrichenes in die Threads des jeweiligen Patienten ausgelagert.
    xeniter: Also sollte ich nicht zunächst die linke cia tauschen? Ich komme darauf, da in diesem SAMS-Dokument die Vorgehensweise mit dem Logic Probe war: CPU-Pins 30-37, 7-12, 22, 23 auf Pulse testen (hatte hier pulse nicht auf allen Leitungen), dann pin 40 beim Einschalten messen, ob 2 Sekunden low danach high (war ok). Wenn die logic probe readings nicht korrekt waren, sollte man zunächst den Timer IC checken (war ok laut logic probe) und danach CPU-Pins 3 und 4 auf pulse checken. wenn reading 3 nicht ok, dann CIA1 durch Ersatz checken, wenn reading 4 nicht ok, dann CIA2 durch Ersatz checken. An der Stelle wäre ich jetzt quasi. Von PLAs und ROMs steht da nix. Was meinst Du bzw. was meint Ihr dazu? :)


    Mit VIAs meinte ich die 6522 Chips in der 1541, die werden doch als VIA bezeichnet, oder? Die hatteich zunächst gegeneinander getauscht, weil ich das iregendwo im Netz aufgeschnappt hatte, dass das helfen könnte.


    Lt.Dan: Vielleicht sollte ich die wertvolle Commodorehardware mehr respektieren und in gute Hände legen, aber hey, dann entgeht mir der Spaß an der Herausforderung das selbst zu schaffen und etwas dabei zu lernen. Ich verspreche auch, ich bin ganz vorsichtig :P :thumbsup:


    utz: Danke :) Genau das meine ich auch ^^

  • 3V nach dem Gleichrichter aber kalt, könnten dann kaputte Elkos sein (ausgetrocknet). Am besten mit einem Oszilloskop mal nachschauen, dein Multimeter könnte da was falsches anzeigen. Wenn du mehr mit Elekotronik machen willst, dann lohnt sich das sowieso zu kaufen. Ich habe gute Erfahrung mit einem USB Oszilloskop von Picoscope gemacht, aber die sind recht teuer, und mit meinem Agilent Scope, unbezahlbar :) Gibt aber auch preiswerte. Keine Ahnung wie gut das ist, aber von der Samplefrequenz her sollte das z.B. für alle Sachen ausreichen, die man am C64 messen kann:


    http://www.ebay.de/itm/2CH-Han…chnik&hash=item5d42b4d3fb


    Kannst die Elkos aber auch einfach so mal prophylaktisch austauschen, irgendwann gehen die sowieso kaputt.

  • Also ganz ehrlich es hat sich in der Vergangenheit bewährt nur einen Patienten pro Thread zu behandeln, weil eben manche hier nur ein-, bis zweimal die Woche mitlesen und die können dem Reparaturverlauf dann nur schwer folgen und geben womöglich unpassende Tipps.


    Desweiteren hat es sich bewährt den Fragenkatalog abzuarbeiten, insbesondere ist die "Assy-Nummer" entscheidend da die verscheidenen Platinene auch (teilweise) verschiedene Bauteile verwenden.


    8 Informationen die ich haben sollte bevor ich frage.


    Ich splitte das mal in drei Threads.


    sl FXXS

  • Siehs mal so: Wenn das niemand mehr selber lernt und sich alle nur auf die "Spezialisten" verlassen, ist in 20-30 Jahren keiner übrig, der die Dinger reparieren kann. Der Preis für diesen Wissenserwerb (ein potentiell vollständig geschrotteter C64) mag hoch erscheinen, ist es aber, glaube ich, wert. Und außerdem klingt das gar nicht so unvernünftig, was der Herr 6502 hier vorschlägt.


    Siehs mal so: in 20-30 Jahren will sich eh niemand mehr damit beschäftigen. Jetzt ist es schon Leichenfledderei - in 20-30 Jahren ist es sinnlos, da nahezu alle Menschen die sich heut damit beschäftigen wohl hoffentlich entlich ein vernünftiges Hobby haben, und außerdem keine Ersatzteile mehr existieren werden.
    Und wenn dieses Vorhaben erfolgsversprechend währe hätte ich nix gesagt, aber so: ....

    Bisher habe ich keine praktische Erfahrung mit Elektrotechnik und höchstens ein paar Brocken Grundkenntnisse in der Theorie.


    ... ist das schonmal ein schlechter Anfang.
    Grundkenntnisse sammeln indem man einen Computer repariert - Ja,ne, is klar :)


    Nungut, er verspricht vorsichtlig zu sein, und wenn irgendwelche minimalen Grundkenntnisse da sind wirds schon nicht total schief gehen. Ich geh mal davon aus, dass die Reperatur nicht gelinkt, aber zumindest nicht noch mehr schrott geht weil die grundlegende Funktion eines Multimeters und Pinbelegung von irgendwas lesen wohl noch klar sein sollte.


    Ansonsten bin ich immernoch dafür dusselige Fragen an die Profis zu stellen und sich einfach mal zeigen zu lassen wie man's macht. Da kapiert man so manche Zusammenhänge i.d.R. eh schneller als mit Learning-by-Doing

  • Naja, ich sags mal so: Was soll denn groß schiefgehen. Theoriewissen hilft primär bei der Suche nach dem Fehler. Dafür hoffe ich ja auf Eure Hilfe. Praktische Erfahrung ist sicherlich der hauptsächliche Gefahrenpunkt, wenn es darum geht, die wertvolle Hardware nicht bei der Reparatur selbst vollends zu zerstören. Aber auch ich weiß soviel, dass ich nicht mit dem Lötzinn auf der Platine Kreise malen darf und ICs auf zu lange / zu hohe einwirkende Hitze schon mal empfindlich reagieren können ;)


    Klar, werde ich vorher insbesondere das Auslöten von Chips und Einlöten von Sockeln an irgend einer alten Platine üben. Irgendwo muss man ja mal anfangen. Und klar, ein Profi mit teurem Equipment und reichlich Erfahrung geht sicherlich ein ganz anderes (fast kein) Risiko ein, die Hardware zu schrotten, als ich mit ohne jeglicher Erfahrung und Billiglötstation, aber hey, wie schon gesagt, mir geht es nicht primär darum, um jeden Preis hinterher funktionierende Rechner zu haben, die Hauptmotivation besteht darin, selbst daraus einen lauffähigen Rechner zu machen ;) Als Hobbyprojekt sozusagen ;)


    Heute oder morgen müsste mein Zeug von Reichelt ankommen, d.h. vielleicht werde ich dann am Wochenende mal rangehen an die Teile ^^

  • So, Zeug ist da und ich hab mal erste Erfahrungen gesammelt indem ich mir ein Video/Audio/Chroma DIN auf Chich Kabel gelötet habe. Und es funktioniert *gg* An die Rechner und die 1541 hab ich noch nicht Hand angelegt. Zur 1541 ist zu sagen, dass der Brückengleichrichter, welchen ich mir bestellt habe, wohl etwas überdimensioniert ist *fg* Ich muss mal schauen, ob ich den sinnvoll eingebaut bekomme, oder doch besser ein kleineres Teil mit den Leistungsdaten suchen sollte. :thumbsup:

  • Ich würde den Gleichrichter an dem Metallchassis ankleben, die Anschlüsse mit Drähten verlängern und mit Schrumpfschlauch isolieren. Dann das ganze steckbar machen, mit einem Powerstecker für ein 3,5" Zoll Diskettenlaufwerk und einem 4er-Block Stiftleisten, oder die zugehörige Power-Stiftleiste von einem Floppylaufwerk. Die Power-Stiftleiste vom Floppy hätte den Verpolungsschutz als Vorteil.