div. Umbauten an einem C116

Es gibt 33 Antworten in diesem Thema, welches 6.916 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (17. Mai 2014 um 10:56) ist von colaholiker.

  • Die beiden, die du nicht gefunden hast sind im Schaltplan beim Tapeport zu finden

    Aha! Wären in meinem Fall trotzdem übrig ;)

    Denke mal wenn schon 384 KB oder? Eprom-Erweiterung oder sRAM?

    Eprom. Hab die krummen Zahlen nicht im Kopf. Und sollten sogar 768Kb sein (Eproms. Bei Solders sRAM- Experimenten bin ich nicht mehr mitgegangen).

    Du kannst beim 264er nicht ohne größere Umbauten SRAM anbauen

    Meines Wissens hat Solder die Eproms durch sRAM ersetzt. Die Bedeutung dürfte klar sein: Modulsoft am laufenden Rechner wechseln. Kein Eprommer mehr.

    Hans

  • Meines Wissens hat Solder die Eproms durch sRAM ersetzt. Die Bedeutung dürfte klar sein: Modulsoft am laufenden Rechner wechseln. Kein Eprommer mehr.

    Ja, aber damit die SRAMs per Programm beschreibbar sind braucht es einiges an extra Logik. Erstmal will man sicherstellen, daß die DRAMs nicht mitbeschrieben werden (Da steht u.U. eigener Code drin) und dann muss man die gesamte _CS-Logik die TED enthält extern nachbilden da _CSO und _CS1 nur bei Lesezyklen aktiv werden. Dabei den I/O-Bereich und die TED-Register nicht vergessen. Das ganze noch per Portbit umschaltbar machen (normal und SRAM beschreibbar/DRAM schreibgeschützt)

    Die Logik für die DRAMs ist einfach, _CAS auftrennen und ein OR-Gatter einschleifen. Solange der zweite Eingang HIGH ist bleibt es der Ausgang auch und solange _CAS am RAM HIGH ist fühlt es sich nur im Bezug auf Refresh angesprochen. Die Logik für die SRAMs hingegen dürfte aufwendiger werden, auch mit Hilfe eines 74LS133 (NAND mit 13 Eingängen).

  • Ja, aber damit die SRAMs per Programm beschreibbar sind braucht es einiges an extra Logik. Erstmal will man sicherstellen, daß die DRAMs nicht mitbeschrieben werden (Da steht u.U. eigener Code drin) und dann [...]

    Zu den weiteren Punkten kann ich nichts sagen, aber den ersten Punkt sehe ich nicht als Problem an, denn man kann das Problem ja durch Software umgehen: Da man zum Beschreiben der neuen Chips eh ein eigenes Programm hernehmen wird, kann dieses auch das DRAM sichern und restaurieren.
    Im U36-Sockel meines 128ers habe ich auch beschreibbare Chips drin (FlashROM, EEPROM, SRAM nach der Methode von Richard Curcio). Das Schreibsignal für diese Chips wird durch Extra-Logik erzeugt, aber das von der PLA automatisch erzeugte Schreibsignal für das RAM wird nicht unterdrückt, d.h. dass Schreibzugriffe auf den Chip in U36 gleichzeitig auch ins RAM gehen. Die Software zum Neuschreiben von FlashROM/EEPROM sichert also erst den entsprechenden DRAM-Block, schreibt dann den U36-Block und restauriert anschließend das überschriebene DRAM. Die Blockgröße beträgt - je nach Chip - 64 bis 128 Byte. Das Programm selbst liegt natürlich außerhalb des problematischen Adressbereichs - oder ist dies beim 264er nicht möglich?

    Yes, I'm the guy responsible for the Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. cross assembler. And some Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

  • Solder hat das gemacht. Die Schaltung läßt sich evtl. bei ihm downloaden.
    Mir war das nix mit Stützbatterie und so. Und bei dem Eprom- Platz >700KB und etwas Sorgfalt habe ich immer die für mich wichtigsten Programme auf Knopfdruck. Auch heute noch.
    Und naja, der ganze Rest ist bald auf SD-Karte ebenfalls on Board, wenn auch fast mit Tape- Ladezeiten ;)

    Hans

  • C116 mit eingebauter Software:

    An die Schaltung des erweiterten Plus/4 angelehnt, entstand dieses Feature in meinem C116: ein internes Modul!

    Da die Schaltung der im Plus/4 entspricht und lediglich einige Sachen weggelassen wurden, sind auch die Anschlüsse für das interne Modul zu finden. Nur eben nicht beschaltet.
    Was zunächst fehlt ist der Platz für die Modul- ICs.

    Anno Dingsda baute Commodore das 32KB Betriebssystem oder Modul noch in je ein Low- und ein High- ROM zu je 16KB.
    Das paßt inzwischen schon längst in ein einzelnes IC, in unserem Fall ein EPROM 27256.
    Wenn also das Betriebssystem auf nur einem IC Platz findet, bleibt der andere ROM- Platz frei für das interne Modul.

    Die Cip-Select- Leitungen für High und Low werden zusammengefaßt an nur ein Eprom geleitet, je für das Betriebssystem und das Modul (Bild 8). Damit entsteht das "3+1"- Feature des Plus/4 im C116!

    Man sollte Hexfiles bearbeiten und Eproms brennen können bzw. jemanden kennen der,,,
    Für Ersteres macht sich ein PC mit Hex-Editor gut.
    Dank der SD2IEC- Nutzung entsteht ja eine einfache Verbindung vom 264'er zum PC.

    Los gehts.
    Vorbereitung: Floppy dran, leere Disk rein, alles einschalten, in den Monitor wechseln und von $8000-FFFF abspeichern. Das sind Basic plus Kernal, ca. 130 Blocks. Dieses File kommt später ins Betriebssystem-EPROM (Platz U3). Ruhig 2-3x speichern. Alles ausschalten, Kabel ab!.
    Dann C116 öffnen und alle gesockelten IC's herausnehmen und sicher aufbewahren.

    Nächster Schritt: Anpassen der Steckplätze U3 / U4:

    Sollten die ROMs U3 und U4 nicht gesolckelt sein heißt es jetzt diese zu entfernen und durch Fassungen zu ersetzen. Das geht leicht wenn man die einzelnen Pins mit einem klainen Seitenschneider abknipst. Diese IC's könnten im Ernstfall wieder durch EPROMs 27C128 ersetzt werden.

    Wichtiges Detail: bevor die Fassung U4 eingesetzt wird sollte eine Leiterbahn aufgetrennt werden.
    Meine ROMs waren gesockelt. Daher habe ich als kleinstes Übel den vorderen Plast- Steg der U4-Fassung weggeschnitten. Bild 10 oben rechts zeigt die offene Stelle wenn der Steg ab ist und die relevante Leiterbahn. Achtung! Feinarbeit!

    An U4, Pin 1 gehören +5V, ein Draht unten sorgt dafür (Bild 11)

    Unten müssen an den Sockeln noch die PINs 27 freigekratzt werden (Leiterbahnen), sie liegen original an +5V.
    Dabei sind an U3 zwei Trennungen nötig und dessen Pin 28 verliert seinen Zugang zu +5V. Den müssen wir nachlöten (dicke gelbe Linie in Bild 11: kleines Stück nicht isolierter Draht).

    Jetzt unten noch die Adresse A14 an die Pins 27 beider Fassungen nach Bild 11 verlegen.

    Dann werden oben die CS_Low- und -High-Leitung -dicht an der Baustelle U103- getrennt (s.Bild 9).

    Wie Gerrit schon schrieb werden die CS_Low- und CS_High- Leitungen mit einem TTL-IC "74LS08" verknüpft.
    Bei diesem IC werden alle Pins bis auf Nr.7 und 14 zur Seite gebogen und bei Pin 3,6,8,9,10,11,12 und 13 die dünnen Teile abgezwackt.
    So wird das IC huckepack auf U104 gelötet. Das betrifft die beiden Pins 7 (GND) und 14 (+5V), die auf die entsprechenden Pins des U104 gelötet werden.
    Der neue IC heißt somit U104a!

    Die IC's U104a und U103 werden jetzt entspr. der Tabelle (Bild 10) mit dünnem Schaltdraht verbunden (s.a. Bild 9). Zwei Drähte führen auch zu den CS-Leitungen der Epromfassungen (über U103). Dadurch wird U3 zum Betriebssystem und U4 zum internen Modul $05.

    Nicht vergessen, unbenutzte Eingänge Pins 1,2,4,5 des U104a an GND zu löten (an Pin7).

    Das war's auch schon mit dem Bauen! Zur Kontrolle sollte man nochmal und alle Verbindungen mit einem Durchgangsprüfer und optisch prüfen (Lupe).

    Jetzt ist es Zeit ein Eprom 27C256 zu brennen. Aus dem Basic- und Kernalbereich ist ja ein einziges File entstanden. Das sollten wir aber nochmal prüfen. Es ist 32KB groß. Es kommt darauf an, daß es mit "4c 19 80 4c 0a 80..." beginnt, sodaß die Bytes nicht verschoben sind.

    Gibt das keine Probleme kann das fertige Betriebssystem- Eprom eingesteckt werden und der Rechner ausprobiert werden.

    Läuft er?
    Dann hat man erstmal seinen alten Rechner wieder :wink:
    Bei mir hat's länger gedauert, weil ein TTL-IC defekt war:-(

    Damit ist das innere Modul vorbereitet.

    Der Plus/4 und seine Brüder kennen 3 Modulplätze: $05, $0A und $0F.
    Das Erste ist für den internen Einbau gedacht und beinhaltet original die "3+1"-Software.

    Wichtig ist daß die Software eines Moduls auf diesem Platz $05 auch diese Kennung haben muß.

    Wenn man sich da (wie ich) nicht einarbeiten möchte, sollte man sich nach fertiger Software umsehen (Leute haben schon früher z.B. Script+ statt der 3+1- Soft eingebaut), oder Solders Modulgenerator (downloadbar) benutzen.

    Den nehme ich auch und kann damit jedes Programm, auch mehrere, in das Modul packen bis -in diesem Fall- 32KB voll sind. Auch gepackte Programme gehen!
    Der Modulgenerator lädt dann den richtigen Modulkopf von der Diskette dazu. Keine Kopfschmerzen!

    Fertig, EPROM gebrannt und eingesteckt: beim Druck auf F1 erscheint dann ein Menü mit den Programmnamen und einem Zeichen davor (Zahl/ Buchstabe). Mit dem startet man das eigentliche Programm.
    Gibt's Probleme, erkennt der Rechner das Eprom nicht? Ich hab mir zur Sicherheit die 3+1- Software ebenfalls Low und High zusammen auf ein 27C256 gebrannt. Das muß der Rechner erkennen wenn der Hardwareumbau stimmt.

    Naja, man sollte sich jetzt spätestens Gedanken machen was man an Programmen schnell parat haben will. Das wäre z.B. der Filebrowser des SD2IEC, ein Copy- Programm...mal sehen ob ich ein Bild 12 fabrizieren kann...

    Beim Bauen sind bei mir noch zwei Wünsche entstanden:

    1. Eine einzige Steckverbindung zwischen Ober- und Unterteil, 40-polig wie das Parallelkabel im PC.
    Die Buchse des Unterteils wird auf das Expansionsport- Blech geschraubt, der Stecker des Oberteils paßt genau darauf ohne Kabel dazwischen.
    Mein Plus/4 bekommt später genauso eine, kompatible Verbindung.
    Für Testzwecke kann man so ein IDE-PC-Kabel dazwischenstecken.
    2. Das Betriebssystem. Ich habe einen Sockel für ein Eprom 27C1001 gefunden, der sogar schon -von Hannes- für den Ersatz einer 28'er Fassung vorbereitet wurde. Auf so ein Eprom passen 4 Betriebssysteme drauf.
    Mit einem Schalter an den Adressleitungen und einigen Verknüpfungsdioden kann das was werden.

    Wenns soweit ist werde ich dieses Thema (wieder...) "einige Zeit später" fortsetzen.

    Fragen zu den bisherigen Umbauten beantworte ich natürlich gerne!
    Bei PN schicke ich auch gern mal ein Brennfile :smile:


    Hans

  • Und "Merge-Rouine" klingt auch etwas seltsam :)

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    Nichts hält länger als ein Provisorium

  • Waaa!
    Danke für den 2. Tip!

    ( Gerrit: schon erledigt, Eprom V2 läuft... leider also V3 in Aussicht!)

    aber alles startet und läuft. Leider paßt das Copy-Prg. nicht mehr rein (60 Blocks). Das kann zwischen 1551 und SD2IEC kopieren. Wird dauern bis ich was Schlankes finde.

    Hans

  • Auch solltest du langsam über einen Schaltregler statt dem 7805 nachdenken wenn da noch mehr Hardware reinsoll. Da gibt es einen Typ von RECOM der 1.5A bringt, also genug Reserven hat und deutlich weniger heiss wird.

  • C116 mit vier Betriebssystemen:

    Dieser Umbau setzt die Zusammenführung von High- und Low- ROMs durch die Umbauten vom letzten Teil voraus.

    Man sollte wieder in der Lage sein, an Platinen zu löten, Eproms zu brennen und zu löschen und Hex- Files zu bearbeiten und zu testen.

    Da insgesamt 4 einzelne Betriebssysteme erstellt werden sollen ist es gescheit, sie erstmal einzeln auf 27C256'er Eproms zu brennen und auf dem hoffentlich

    noch laufenden C116 einzeln zu testen.

    Ich brenne folgende BS in das Eprom:

    - das Originale CBM BASIC 3.5
    - das Basic 3.5 (startet im Kleinbuchstabenmodus)
    - OS96 mit seinen Innovationen
    - Jiffy DOS

    Zutaten für einen C116 mit 4 Betriebssystemen:

    - 32-polige Eprom- Präzisionsfassung
    - ein Eprom 27C1001
    - ein Schalter 1x4
    - zwei Dioden (1N4001 z.B.)
    - 2 Widerstände etwa 5-10 KOhm
    - dünnen Draht

    Für 2x oder 8xBS sind die Bauteile selbst anzupassen, die Schaltbeispiele sieht man im Bild1.

    Aufbau

    Zu Anfang werden wieder alle steckbaren IC's entfernt.

    Man sollte jetzt schon überlegen, was für einen Schalter man nimmt und wo der hinkommen soll, und sehen ob man Dioden und Widerstände gleich an die

    Schalter- Pins anlöten könnte. Das ist kompakt und spart einige Kabel.
    Ich habe den Schalter gleich (mit Bauteilen und angelöteten Drähten) als erstes eingebaut.

    Da man später nicht mehr alles auseinanderbauen möchte sollte man sorgfältig vorgehen. Polung der Dioden beachten, aufpassen, daß keine Kurzschlüsse

    entstehen, die richtigen Teile aber Kontakt haben usw.

    Das muß jeder selbst sehen. Mein Schalter (Bild4) scheint inzwischen was Seltenes zu sein, daher sind die Montagezeichnungen nur ein Beispiel.
    Ich habe für meinen Schalter den Platz ganz oben rechts im Gehäuseunterteil des C116 gewählt, neben der Powerbuchse (Bild2).
    Dabei hab ich den Schalter hochkant eingesetzt um noch die Befestigungsschraube für das Board nutzen zu können.

    Aber ich mußte das Board trotzdem für den Schalter ausschneiden um ihn tiefer zu setzen, weil er oben zu dicht an den SD-Slot gekommen wäre sowie der

    Schalthebel evtl. in die obere Schräge des Gehäuses geragt hätte.
    Das Abschirmblech unter dem Board hab ich in dieser Ecke ausgeschnitten.
    So konnte ich ihn ca.3 mm tiefer legen! Befestigt hab ich ihn, indem ich ihn rechts und links an die Masseflächen des Boards gelötet habe (er hat ja ein

    Metallgehäuse). Die 2 Widerstände konnte ich daher auch direkt von den Schalter- Pins ans Schaltergehäuse löten (GND-Seite). Auf der Platinenoberseite

    sollten die ersten Schalterpins nicht gegen die dortigen Leiterbahnen kommen (evtl. isolieren).

    Ich hatte es also nicht ganz leicht mit meinem Schiebeschalter. Kodierschalter oder Drehschalter haben mir aber nicht gefallen. Im Plus/4 liegt der Schalter

    waagrecht vor dem Einschalter, aber diesen Platz möchte ich mir im C116 aufheben.

    Wie im Bild zu sehen ist habe ich den Schalter so eingesetzt daß er bis an die Außenwand des Gehäuses kommt. Dadurch kann die Platine zum

    Herausnehmen nicht mehr seitlich verschoben werden. Der Anschluß des Tuners klemmt.
    Abhilfe: über der Tunerbuchse habe ich das Gehäuse nach oben teilweise ausgesägt. Das fällt kaum auf und ich kann das Board jetzt links direkt nach oben

    abheben.

    Die 3 Drähte vom Schalter können recht kurz bleiben. Der für +5V kommt an einen Lötpunkt "CP +" neben dem Einschalter (s. Board Oberseite).

    Jetzt das andere Kapitel: die IC- Fassung auf U3.

    Zuerst muß (wenn vh.) die 28-polige Fassung entfernt werden.
    Ich hab die Plasteteile erstmal mit einem scharfen Seitenschneider zerstückelt, so daß ich die Pins einzeln auslöten konnte. Das schont die Platine am

    besten.

    Sind alle Federn und Plastereste der alten Fassung entfernt spannt man die Platine am besten senkrecht in einen Schraubstock o.ä., erhitzt ein Lötauge mit

    dem Lötkolben von der Unterseite her und schiebt einen Stift von der Bauteilseite durch das Lötauge, sobald das Lötzinn flüssig ist. Ich benutzte einen 0,8

    mm- Bohrer (mit der Schaft- Seite ins Loch). Dieser "Stahlstift" läßt sich dann noch herausziehen wenn das Lot schon wieder hart ist, und man kann das

    Lötauge wieder nutzen.Zuviele Lötreste entferne ich vorher mit Entlötlitze.

    Sind alle Lötaugen frei (ins Licht halten) wird ein Stück Isolierband auf das Lötauge Nr.1 geklebt. Das könnte sonst evtl. die neue Fassung kurzschließen.

    Die neue Fassung ist für Eproms mit 32 Pins vorgesehen. Sie muß erstmal vorbereitet werden (Bild3):
    Pins 1-3: der dünne Teil der Pins (remember: Präzisionsfassung!) wird entfernt, und der restliche Stumpf, der noch aus dem Plastteil ragt, glattgefeilt (nur

    glätten, nicht bis auf die Plast- Ebene wegfeilen!).

    Pins 31,32: auch diese 2 Pins werden wie No.1-3 gekürzt.
    Jetzt werden mit dünnem (!) Draht die Pins 30,31 und 32 verbunden und verlötet (Draht um die Pins herumlegen). Man hat also einen Kurzschluß von Pin 30

    (nicht gekürzt) zu Pins 31 und 32 (gekürzte Pins) gebaut.

    Uff. Jetzt wirds Zeit, die Adressdrähte vom Schalter an die Fassung zu löten. An Pin3 kommt die Leitung für A15, an Pin2 der Draht für A16. Schön "flach" und

    gut anlöten, nachher kommt man nicht mehr ran.

    Alles nochmal checken, und dann die Fassung einsetzen. Sie ragt mit den abgebrochenen Pins über den Platz für U3 hinaus und stößt gegen den

    Kondensator C5. Das sollte aber gerade noch passen, evtl. mit wegbiegen (vgl.Bild2).
    Zeit zum Prüfen, ob die Isolierung über dem Pin 1 (jetzt Pin 3 der neuen Fassung) an der richtigen Stelle sitzt.

    Jetzt geht's ans Löten der Fassung. Erst 2 Pins diagonal einlöten (Fassung dabei auf das Board drücken) und dann den Rest der 28 (!) Pins.

    Zur Prüfung kann man jetzt die Fassung auf Durchgang testen. Die Adress- und Datenleitungen (des Boards) müssen Durchgang zu den entsprechenden Pins

    von U4 haben.

    Alles klar? Jetzt was Gutes:

    Der alte Eprom 27C256 mit dem Betriebssystem (High/Low hatte ich ja schon zusammen) läßt sich weiterhin verwenden, wenn man ihn einfach so wie vorher

    einsteckt (obere 4 Pins der neuen Fassung bleiben leer).
    Das zum ersten Testen unter Spannung.

    Läuft der Rechner kann das große Eprom eingesetzt werden. Wenn nichts verwechselt ist sollten die 4 Betriebssysteme in der richtigen Reihenfolge auf dem

    Schalter liegen. Wenn nicht, müssen evtl. die Adressleitungen getrennt und getauscht werden oder das Eprom neu erstellt werden.

    Ich habe noch die Schaltung des Umschalters vom Plus/4 ins Bild1 dazukopiert. Die Pulldown- Widerstände dort sind mit LED's kombiniert (und entspr.

    dimensioniert). Diese LED's befinden sich im Plus/4- Gehäusedeckel und zeigen an welches Betriebssystem aktiv ist.

    Nach dem Umschalten des BS muß natürlich resettet werden, klaro?

    Beim Bauen sind bei mir noch drei Wünsche entstanden:
    1. Eine einzige Steckverbindung zwischen Ober- und Unterteil, 40-polig wie das Parallelkabel im PC.
    Die Buchse des Unterteils wird auf das Expansionsport- Blech geschraubt, der Stecker des Oberteils paßt genau
    darauf ohne Kabel dazwischen.
    Mein Plus/4 bekommt später genauso eine, kompatible Verbindung.
    Für Testzwecke kann man dann ein IDE-PC- Kabel dazwischenstecken und hat alles schön nebeneinander.
    Edit: Steckverbindung paßt hochkant nicht in den C116. Heißt warscheinlich doch "mit Kabel".
    2. Eingebaute Joysticks. Ich habe SMD- Joystickschalter (sowas für Handys?) bekommen.
    Irgendwo/ irgendwie ins Gehäuse??? Mal sehen.

    Wenn das was wird werde ich dieses Thema (wieder...) "einige Zeit später" fortsetzen.

    Fragen zu den bisherigen Umbauten beantworte ich natürlich gerne!

    Hans