4-Bit Digitizer (64'er 6/93)

Es gibt 238 Antworten in diesem Thema, welches 31.692 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Juli 2019 um 21:03) ist von DerSchatten.

  • Ist aber eine ziemlich gestrickte Schaltung und erzeugt bestimmt viele Störgeräusche, weil der frei laufende Takt nicht synchron zur C64 Leseroutine ist.


    Der Takt ist für den internen Komparator und hat mit der C64 Leseroutine wenig zu tun. Der Takt bestimmt, wie schnell der Komparator einzelne Bits erzeugt. Üblicherweise muss bei so einem IC erst das Samplen anstossen, dann ein paar Takte warten und kann danach entsprechend viele Bits abholen.

  • Wie auf Seite 19 des Datenblattes im Blockdiagram zu sehen, gibt es ein Output Latch, was schonmal besser ist, als wenn der Wandlerausgang direkt anliegen würde. Wenn der C64 aber gerade zufällig liest, wenn dieses Latch durch den frei laufenden Takt aktualisiert wird, dann kann es sein, daß für manche Bits die falschen Werte gelesen werden. Besonders schön wenn es z.B. von 0111 nach 1000 umschaltet und das MSB falsch gelesen wird, sodaß dann 1111 statt 1000 gelesen wird. Aber kann prinzipiell bei jedem Bit auftreten. Daher würde ich mit einige Störgeräuschen rechnen. Fallen aber bei der generell schlechten 4-Bit Qualität wahrscheinlich nicht groß ins Gewicht :D

  • Cool, dass du das gefunden hast , denn mein Scanner ist hin !!

    Folgende Probleme habe ich gefunden :

    die Widerstände R7-R16 sind im Schaltplan mit 2,2K Angegeben - in der Liste mit 220R !!!
    Der Kondensator C11 ist im Schaltplan mit 150pF angegeben - in der Liste mit 47pF

    Ich habe es mit 47pF und 220R gebaut. Ein Oszi habe ich leider nicht.

    Ich bekomme den Abgleich nicht hin, der im Artikel beschrieben ist, bzw. verstehe nicht, was da gefordert ist !?
    Ich schalte ein und alle LED leuchten bei drücken des Tasters. Die LED glimmen immer leicht, auch bei S1= AUS.
    Verdrehen der Trimmer bringt nichts.

    LG
    cat

  • wenn ich das Teil Anschliesse und dann "A" für Adjust Digitizer + KO drücke,
    erscheint auch keine "grüne" Linie...!?

    LG
    Cat

  • Ohne Oszilloskop wird das schwierig. Wenn du nicht viel Geld ausgeben willst, dann reicht für alles was mit dem C64 zu tun hat, sowas hier:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Ich würde mal versuchen, den Kondensator zu erhöhen, z.B. 1nF. Wird dann zwar langsamer schwingen, aber könnte sein, daß es bei dem niedrigen Wert nicht anschwingt. Oder 100nF nehmen, dann könntest du das Schwingen sogar mit einem hochohmigen Kopfhörer (oder Soundkarteneingang) hören, falls es denn schwingt und der ADC nicht kaputt ist.

    Die Widerstände zu den Joystickportpins sind eigentlich nicht nötig und wohl nur drin, damit man nicht durch falsches Programmieren am C64 die Ausgänge gegeneinander schaltet. 220 Ohm sollte funktionieren.

    Die Widerstände für die LEDs würde ich aber höhere für nehmen, besonders wenn du moderne LEDs drin hast, da die erfahrungsgemäß sehr hell leuchten (nervt mich zumindest immer). Vielleicht 1k. Laut Datenblatt liefern die Ausgänge des ADC0804 auch nur 6 mA, wenn die gegen Masse schalten. Wenn also an der LED z.B. 2 V abfällt, dann würden mit 220 Ohm dort 13 mA fliessen, sodaß der Ausgang nicht mehr ganz auf high schaltet und der C64 das nicht mehr sicher als 1 lesen kann.

    Die beiden Potis sind für die Verstärkung und Referenzpunkteinstellung. Wenn der ADC läuft und alle LEDs an sind, dann könnte die Referenzeinstellung nicht funktionieren (liegt z.B. auf Masse, sodaß jede Spannung am analogen Eingang einen Vollausschlag erzeugt und alle LEDs brennen). Am besten mal an Pin 9 des ADC0804 mit einem Multimeter die Spannung messen. Wenn du das 50 k Poti drehst, dann sollte sich da die Spannung von fast 5 V bis auf 0 V regeln lassen. An Pin 6 wohl von 0,5 V bis 0 V, wenn du das 100 Ohm Poti drehst, wenn ich das richtig sehe. Zum Testen einfach mal versuchen, an Pin 6 Spannungen zwischen 0 V und 5 V anzulegen (z.B. per 50 k Poti zwischen +5 V und Masse, mit Mittenabgriff an Pin 6 und das andere Poti temporär auslöten), wobei an Pin 9 das andere Poti so eingestellt sein muß, daß dort 2,5 V anliegt. Siehe dazu Seite 26 des ADC0804 Datenblattes, im Abschnitt "Testing the A/D converter".

    Ansonsten natürlich das üblich vorher: per Durchgangsprüfer die Platine auf Kurzschlüsse oder Unterbrechungen testen und per Multimeter Versorgungsspannungen usw. testen.

  • Also gegengecheckt hatte ich alles schon x-Mal , sogar mit abhaken an einem Extraausdruck des Layouts, usw.
    Ich weis nicht was es war, aber jetzt geht es - ich habe die Rückseite mal mit einer Bürste vorsichtig abgebürstet,
    offenbar war da ein Häärchen oder sonstwas !? Scheint ja super empfindlich zu sein... Der Abgleich geht nun, aber
    auch das ist super schwierig und empfindlich. Ich bin schon froh, dass ich Spindeltrimmer mit 25-Gängen statt normaler
    Trimmer genommen habe - nicht auszudenken, wie ätzend der Abgleich sonst zu regeln wäre !!

    Ich nehme gleich mal was auf...

    LG
    Cat

  • Die Widerstände für die LEDs würde ich aber höhere für nehmen, besonders wenn du moderne LEDs drin hast, da die erfahrungsgemäß sehr hell leuchten (nervt mich zumindest immer). Vielleicht 1k. Laut Datenblatt liefern die Ausgänge des ADC0804 auch nur 6 mA, wenn die gegen Masse schalten. Wenn also an der LED z.B. 2 V abfällt, dann würden mit 220 Ohm dort 13 mA fliessen, sodaß der Ausgang nicht mehr ganz auf high schaltet und der C64 das nicht mehr sicher als 1 lesen kann.

    Werde ich noch machen - es wurde eh schon zu beginn des Threads gesagt, 470R statt 220R wäre besser...
    Ich habe grade mal erfolgreich den Titel "Shout" über den linken Kanal meines Handy's aufgenommen (10 Sek.)
    - es geht ,klingt aber sehr kratzig. Würde sich dies auch evtl. verbessern mit den Widerständen ?

    Mal eine Frage zum Anschluss :

    der Diggi ist ja Mono - wie bekomme ich denn nun eine moderne Stereo-Aufnahme dort rein ?
    Kann ich einfach die beiden Kanäle L/R verbinden , sowie die Massen zusammenlegen ? Oder erfordert
    dies eine zusätzliche Schaltung ?

    LG
    Cat

  • PS:
    ist es eher schlecht oder gut , dass ich mir das Layout zur Schaltung mit einer Automasse versehen habe ?
    Oder spielt das keine Rolle ?

    LG
    Cat

  • Könnte besser werden, wenn die Widerstände zu den LEDs höher sind, da dann die Signale zum C64 sauberer sind. Möglicherweise kommt das Kratzen aber auch wegen dem frei laufenden Takt und den dadurch manchmal falsch ausgelesenen Bits, wie ich weiter oben beschrieben habe. Dann würde es nicht viel helfen.

    Ich verstehe nicht ganz, wie die rote LED verschaltet ist. Scheint eine Art Übersteuerungsanzeige zu sein. Kann also besser klingen, wenn die möglichst nicht aufleuchtet beim Samplen.

    Stereo in Mono wandeln kannst du, indem du L/R jeweils über z.B. einen 1 k Widerstand zusammenführst, und die Massen einfach direkt zusammenlöten (sofern das überhaupt zwei getrennte Massen sind).

    Wenn du mit "Automasse" Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. meinst, dann kann das die Qualität nur verbessern, da weniger Störungen in die Schaltung eingestreut werden. Allzu empfindlich sollte die Schaltung aber nicht sein. Vielleicht war bei deinem selber ätzen der Platine noch irgendeine dünne Haarverbindung, die durch das Bürsten dann getrennt wurde.

    Du könntest auch alles ein oder zwei Bits nach oben verschieben. In der aktuellen Schaltung geht Bit 0 bis Bit 3 in den Joystickport, und Bit 4/5 irgendwie verschaltet auf die rote LED und in den Joystickport. Wenn du z.B. Bit 1 bis Bit 4 stattdessen nimmst (sollte mit etwas Leiterbahn aufkratzen und Drahtbrücken löten einfach möglich sein) und für die Übersteuerungsanzeige dann Bit 5/6, dann wird die Schaltung unempfindlicher gegen Störungen (du brauchst dann allerdigns auch doppelt so hohe Eingangspegel). Bit 0 ist bei AD-Wandlern sowieso nie so sauber.

    Kannst auch mal versuchen, die 15 Ohm Widerstände durch Drahtbrücken zu ersetzen. Die sind mit den Kondensatoren als Filter für die Versorgungsspannung gedacht. Kann allerdings auch dazu führen, daß die Spannung etwas zu sehr absinkt und Störungen erzeugt, wenn der AD-Wandler die zu hoch belastet.

  • Hallo !

    Ich versuche mal das mit den Widerständen, von dem Rest verstehe ich nicht allzuviel...sorry.
    Ja Automasse scheint dieses Copper...Dings zu sein. Irgendwie ist noch der Wurm in der Schaltung.

    Mal kann ich (wenn die Software läuft) mit "Adjust" und dem oberen Trimmer die Linie verschieben
    und mal geht dies nicht...dann liegt die Linie nicht genau in der Mitte vom "OK"...

    Aufnehmen klappt soweit. Ich glaube Handy und MP3 ist irgendwie keine tolle Quelle für sowas...
    Muss mal sehen , was ich noch an alter Hardware finde...

  • Versteht jemand die Software ?
    Ich kann immer nur so 15-20 Sekunden aufnehmen, als Maximum !
    Weniger kann ich einstellen ... kann man irgendwas einstellen, für länger ?

    Ich peile das glaube ich nicht richtig...

    LG
    Cat

  • Ich habe mal ein paar Samples angehangen, allerdings keine Ahnung, wie man sie öffnet und womit ?
    wenn ich Vice benutze und diese lade , stürzt vice beim Laden ab !!

    Bitte die Dateiendung "TXT" entfernen, dann sind es wieder die Dateien, wie Sie auf meiner Disk sind.

    LG
    Cat

  • Das würde ich gerne auch nachbauen - ist das soweit funktionstüchtig ?

    Lg
    Cat

  • Die Dateien sind nur die Sampledaten, die kann man nicht direkt starten. Gut zu sehen an kloster.txt: im Hex-Editor sieht man, daß das mit 0x00 0x18 anfängt, was die Startadresse ist (bei PRG-Dateien sind die ersten beiden Bytes die Adresse, wo es mit ",8,1" hingeladen wird, also 0x1800). Danach kommen dann nur Sampledaten. Da brauchst du noch eine Abspielroutine, wie z.B. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Aber lass mich raten, wirst wohl wieder sagen "verstehe ich nichts von, wieso kann da nicht einfach nur ein Knopf in der Software sein, um eine PRG mit Samples UND Abspielroutine zu erstellen!?" :)

    Falls das Programm die 38 kB vom Basic verwendet, dann kommt das mit den 20 Sekunden ungefähr hin, falls die Samplerate 3800 Hz ist (38000 Bytes/20 Sekunden=1900 Bytes/s=3900 Samples/s, weil in ein Byte zwei 4-Bit Samples passen). Ist etwas niedrig, wird die Qualität nicht allzu hoch bei sein.

    Ich würde ja eher eine Expansion-Port Platine mit dem ADC0804 vorschlagen, statt dieses IC-Grab mit den vielen LM339 Komperatoren. Ist zwar kein Schaltplan bei, aber die Schaltung wird wahrscheinlich auch recht hohe Eingangspegel brauchen. Sollte wirklich nicht schwierig sein, sowas besser zu bauen. Ich habe mir mal ein ADC0804 bei eBay bestellt, werde da mal was mit ausprobieren und dann hier die Schaltung posten.

  • Hallo !

    Mich interessiert schon auch grade die Weiterverarbeitung der Samples !?
    Auch zur Benutzung von Basic aus , wenn das geht...?

    Konntest Du denn mal reinhören ? Was sagst Du generell zum Klang.
    Ich glaube ich bin nur total verwöhnt von dem heutigen "Perfektionismus"
    und habe vergessen, dass solche "Klänge" für damals sensationell waren !!

    Aber der Digi hier ist ja mit ADC 0804 !

    Gibt es denn noch Alternativen, auch zum DAISY ?

    LG
    Cat

  • in basic kann man da genau nichts mit machen, das ist VIEL zu langsam.

    es gab aber in der 64er eine basicerweiterung mit der man die samples verwursten konnte.... wobei ich mich grad nicht an den namen erinnere ("speech basic" war für den 2bit sampler. glaub ich. =P)

  • in basic kann man da genau nichts mit machen, das ist VIEL zu langsam.

    es gab aber in der 64er eine basicerweiterung mit der man die samples verwursten konnte.... wobei ich mich grad nicht an den namen erinnere ("speech basic" war für den 2bit sampler. glaub ich. =P)

    Ich meinte auch nicht "in Basic" selbst , sondern die Einbindung der Samples (per Lader ?)...

  • nunja, im endeffekt läufts darauf raus die daten an eine beliebige stelle im speicher zu laden und dann mittels kleinem maschinenprogram abzuspielen... zb Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.


  • Mich interessiert schon auch grade die Weiterverarbeitung der Samples !?
    Auch zur Benutzung von Basic aus , wenn das geht...?

    Konntest Du denn mal reinhören ? Was sagst Du generell zum Klang.
    Ich glaube ich bin nur total verwöhnt von dem heutigen "Perfektionismus"
    und habe vergessen, dass solche "Klänge" für damals sensationell waren !!


    Ich höre nix, fehlt wohl noch der Player :whistling: Aber wenn du es selber vergleichen möchtest: Eine typische Qualität von 4-Bit Samples ist Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Und Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. mit 8-Bit Samples.

    Zitat


    Aber der Digi hier ist ja mit ADC 0804 !


    Schon, aber wie bereits geschrieben, mit dem freilaufenden Takt wird die Qualität nicht die beste sein. Zudem könnte man es am Expansionsport für 8 Bit auslegen, für die neuen 8 Bit Wiedergabeverfahren, oder um damit den C64 in ein Oszilloskop zu verwandeln. Zwar nur mit vielleicht maximal 40 kHz Samplerate, aber dafür immerhin mit 8 Bit Auflösung. Und generell für alle möglichen anderen relativ schnellen analogen Signale, die man gerne am C64 auswerten möchte (langsame analoge Signale kann man ja an den Potentiometer-Eingängen des Joystickports aufnehmen).

    Zitat


    Gibt es denn noch Alternativen, auch zum DAISY ?


    Klar, selbst entwickeln. Macht auch viel mehr Spaß, als einfach nur nachbauen. Am Expansionsport könnte man mit einem einfachen CD4051 Multiplexer, einem 74LS373 Latch und ein paar Logikgates, sogar problemlos 8 Eingänge zu je 8 Bits implementieren, mit dann natürlich entsprechend reduzierter Samplefrequenz pro Kanal.

  • Ich höre nix, fehlt wohl noch der Player :whistling: Aber wenn du es selber vergleichen möchtest: Eine typische Qualität von 4-Bit Samples ist das hier. Und hier mit 8-Bit Samples.

    Okay - ich horche mal. Denk dran die Datei wieder ohne TXT um zu benennen (hatte ich nur wegen der Uploaderei gemacht)

    Schon, aber wie bereits geschrieben, mit dem freilaufenden Takt wird die Qualität nicht die beste sein. Zudem könnte man es am Expansionsport für 8 Bit auslegen, für die neuen 8 Bit Wiedergabeverfahren, oder um damit den C64 in ein Oszilloskop zu verwandeln. Zwar nur mit vielleicht maximal 40 kHz Samplerate, aber dafür immerhin mit 8 Bit Auflösung. Und generell für alle möglichen anderen relativ schnellen analogen Signale, die man gerne am C64 auswerten möchte (langsame analoge Signale kann man ja an den Potentiometer-Eingängen des Joystickports aufnehmen).

    Verstehe ich (fast)...

    Klar, selbst entwickeln. Macht auch viel mehr Spaß, als einfach nur nachbauen. Am Expansionsport könnte man mit einem einfachen CD4051 Multiplexer, einem 74LS373 Latch und ein paar Logikgates, sogar problemlos 8 Eingänge zu je 8 Bits implementieren, mit dann natürlich entsprechend reduzierter Samplefrequenz pro Kanal.

    Sowas kann ich dann leider nicht - nur Nachbauen - sorry.

    Ich meinte : gab es damals Geräte oder Bauanleitungen , als Alternative...?
    Ich fand nur das ...