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Amiga 2000 HDD nachrüstmöglichkeiten?

  • Moin Moin,


    Ich bin seit ein paar Tagen, endlich seit langer Zeit, wieder im Besitz eines schönen Amiga 2000 :) Leider ohne jegliche Erweiterung.


    Nun möchte ich das ding auf kurz oder lang erweitern. Als erstes soll eine Festplatte und dann noch ein CD-LW nachgerüstet werden.
    Aber welche Möglichkeit ist bezahlbar und was gibt es alles für Möglichkeiten? SCSI? IDE? geht auch eine MFC/SD-Lösung?


    Wie verhält es sich bei einem CD-Romlaufwerk, brauche ich da auch eine Extra karte für?


    Und ggf. auch Interessant, wo liegen da so die Preise?


    Mfg. DOS :)

  • Die performanteste Tuningmaßnahme in Sachen HDD und CD-R Anschluss im A2000 ist eine Turbokarte, welche ihren eigenen SCSI Anschluss dabei hat. GVP 030 und BLIZZARD 2040/60 wären da ein paar Beispiele. Preislich: Hab letztens eine GVP 030 für über 300 Euro bei ebay rausgehen sehen. Und die GVP ist die deutlich günstigere Variante.


    Wenn Du einfach nur eine Platte und ein CD-R anschließen möchtest, ohne sonstige Tuning-Eskapaden fahren zu wollen, dann empfiehlt sich der Buddha flash (phoenix) von Individual Computers. Das ist ein IDE Controller, an den Du bis zu 8 (!) IDE Geräte anschließen kannst. Daran kannst Du dann auch eine Flash-Lösung betreiben, funktioniert. Da diese Karte auch das Standard scsi.device des AmigaOS verwendet, ist es auch sehr gut kompatibel zu anderen Erweiterungen und Programmen.
    Preislich wäre das so n Hunni momentan.


    Klassische Hardware Festplattencontroller wären sowas wie der Commodore 2090 (SCSI) oder der Oktagon 2008 (SCSI) oder AT-Bus 2008 (IDE).
    SCSI ist halt altes Gerümpel, muss man sich überlegen, ob man sich das antun will.


    Wichtig ist vor allem: Autoboot! Wenn die Karten das nicht können, dann musst Du deinen 2000er immer von Diskette booten und kannst erst dann auf Platte zugreifen. Das ist echt lahm.

  • Ich hatte für meinen 2000'er auch eine Oktagon-Karte mit SCSI HDD gekauft.
    Hatte aber völlig vergessen wie laut diese alten Kreissägen sind.


    Nach einer günstigen HDD-SD-Lösung suche ich auch schon einige Zeit.
    Leider sind die Buddah-Controller schon lange nicht mehr zu erwerben.


    Inzwischen habe ich mir eine HxC-Floppy gekauft. Ersetzt zwar keine HDD,
    ist aber deutlich entspannter.


    Die HDD habe ich wieder abgeklemmt! WHD-Load läuft z.B. ohne Turbo- und
    RAM-Erweiterung fast gar nicht (Shuffelpuck geht : ).

  • Es gibt auch SCSI zu IDE/SATA Adapter, wo man dann eine moderne IDE/SATA-Festplatte an das SCSI anschließen kann. Die gehen aber ganz schön ins Geld, für das Geld kriegt man meistens schon eine IDE-Karte. Schnell sind sie allerdings, mir ist letztens einer auf eBay billig gebraucht in die Hände gefallen, tut sich gut an der Blizzard 2060 und ich kriege einen Zorroslot zurück. Neupreis würde ich allerdings nicht ausgeben.


    Ansonsten gibt es tonnenweise an Erweiterungen, es kommt drauf an was du mit dem Amiga machen willst. Zum Spielen reicht eine "lahme" Turbokarte völlig für den Totalkomfort aus.

  • Ok, das sind ja doch mehr Lösungen für verfügbar als ich geglaubt hätte :)


    Ob ich jedoch 300€ für eine Lösung ausgeben möchte, wo ich den Amiga doch Komplett mit Monitor, Tastatur, Maus und Rechner, für super günstige 40€ ergattert habe, ist fraglich.


    Ja was möchte ich machen, das ist eine gute Frage im moment Spiel ich eigentlich nur Lotus 1 aber die Frage wäre dann, was wäre denn alles so Möglich :) Ich erprobe gern neues. Je mehr Möglichkeiten ich zur verfügung habe je mehr würde ich wohl auch machen.


    Naja Fakt ist ich würde Ihn gerne so hoch wie möglich rüsten für sowenig geld wie möglich :) aber wer möchte das nicht die Realität ist ja leider eine andere.


    Worauf muss ich denn achten wen ich mich zum Beispiel für eine Turbolösung entscheide oder eine SCSI-Controller lösung. Woran sehe ich ob die Karten Bootfähig sind?


    Mfg. DOS

  • Als Tipp: Bei Ebay einfach mal die Augen offen halten. Gerade jetzt in den Ferien könnte man den einen oder anderen Treffer landen. Vorher vielleicht die allgemeinen Markpreise ausfindig machen und dann im günstigen Fall zuschlagen. So habe ich auch meinen A1200 und die ganzen Erweiterungen für meine beiden A2000 ergattert.


    Wollte mir auch einen A4000 kaufen und hatte mir als Grenze 250 Euro gesetzt. Die werden aber teilweise so hoch gepokert, dass es fast schon an Wahnsinn grenzt.


    Gruß!
    ThomBraxton

  • Ok, das sind ja doch mehr Lösungen für verfügbar als ich geglaubt hätte :)


    Ob ich jedoch 300€ für eine Lösung ausgeben möchte, wo ich den Amiga doch Komplett mit Monitor, Tastatur, Maus und Rechner, für super günstige 40€ ergattert habe, ist fraglich.


    Mfg. DOS


    Das ist vollkommen normal. Der einfache Amiga kostet relativ wenig. Was ins Geld geht sind die Erweiterungen, vor allem die Turbokarten. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als bei ebay und hood zu lauern. Oder Du fragst in den Foren mal an, hier im F64, bei A1K.org oder bei amibay.com.

  • Das ist vollkommen normal. Der einfache Amiga kostet relativ wenig. Was ins Geld geht sind die Erweiterungen, vor allem die Turbokarten. Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als bei ebay und hood zu lauern. Oder Du fragst in den Foren mal an, hier im F64, bei A1K.org oder bei amibay.com.

    Jo ich werde erstmal ein paar Auktionen anschauen wo die Preislich landen, aber im moment sind es doch kaum welche man findet irgendwie eher Erweiterungen für den Amiga 1200 und 4000 :)


    Aber welche Turbokarte wäre denn jetzt die Richtige für mich, nach welchen muss ich ausschau halten gibt ja irgendwie von bis?!

    Falls noch nicht passiert: Der Akku auf dem Motherboard des A2000 muss raus! :prof:
    Der läuft aus und verätzt die Platine.

    Jup war das erste was ich gemacht habe, da dieses Problem nicht nur Amigas haben sondern auch quasi jeder x86 PC aus frühen Zeiten. Der Akku hat die Platine schon leicht angegriffen aber noch alles im Lot :thumbsup:


    Bei der Gelegenheit gleich mal gefragt ich hab einen Sockel für eine CR2023 drauf gelötet und die eingesetzt, statt der 3,6V sind das nur noch 3 Volt, bei 486gern hatte ich da nie Nachteile, beim Amiga denke ich mal werden mir auch keine auftreten oder sind die 3,6V Zwingend erforderlich?


    Mfg. DOS

  • Ich gib dir mal ein paar Tipps von was ich generell selbst so gelernt hatte. Ich hatte auch früher als er noch neu war meinen 2000er, aber da habe ich von Erweiterungen mal so rein gar nichts gewusst (oder das Geld gehabt) alles was ich weiss habe ich mehr oder minder dieses und letztes Jahr gelernt. Ich bin ein großer Fan vom 2000er weil er sehr geräumig ist, kein Vermögen kostet und aus der Blütezeit von Commodore stammt.


    Erstmal ein paar Sachen vorweg in die sich Leute die sich neu mit dem Amiga auseinandersetzen generell gerne verrennen und welche oft zu Unmengen an Frust führen. (Was ich schreibe spiegelt meine persönliche Meinung über diese Dinge wieder)


    "Wie gehe ich mit dem Amiga in das Internet?" Gar nicht. Zeitverschwendung. Es zu versuchen wird nur zu einer Unmenge an ausgegebenen Geld und Frust führen. Selbst ein Top-Ausgestatteter 68k Amiga ist einfach viel zu langsam für das Internet. Selbst wenn er es nicht wäre gibt es eine Vielzahl an Problemen: Es gibt keinen Flash-Support oder Support für andere moderne Standards. Viele interessante Programme für das Internet wie Skype etc. gibt es nicht für den Amiga. Amiga Browser sind zum großen Teil nicht in der Lage moderne Websites darzustellen. Der Amiga ist für das heutige Internet nicht geschaffen. Ihn zu versuchen in die Richtung aufzurüsten hat für viele nur zur Frustration geführt. Ich spreche da für alle classic Amigas.


    Hohe Auflösungen und Farbtiefen wie man sie vom PC gewohnt ist kann man generell auch vergessen. Die meisten Amiga-Grafikkarten sind im Grunde genommen nur PC-Grafikchips die in der ISA-Ära beim PC verbaut waren und auf den Zorro-Bus umgemogelt worden sind und Treiber verpasst bekommen haben. (Fun Fact: eine PC Grafikkarte aus der selben Zeit mit Vergleichbarer Leistung und der selben Hardware wie die meisten Amiga-Grafikkarten kostet im schnitt auf eBay 8-10 Euro) Man sollte sich vor Augen führen was das heißt: Wir sprechen von Windows 3.1 Zeiten. 256 Farben. Dementsprechend ist die Performance. Manche Grafikkarten sind schneller und manche sind langsamer, aber generell sind sie alle nicht für Desktopauflösungen und Farbtiefen eines modernen PCs geeignet. Besonders beim 2000er ist man durch den Zorro II-Bus begrenzt, der Zorro III-Bus späterer BigBox Amigas ist hier um einiges schneller und ermöglicht mehr, aber im Gegensatz zu Dingen wie sogar dem Raspberry Pi oder einem guten Tablet ist man bei Auflösung und Farbtiefe immer noch enorm beschränkt. Wenn man mit Sachen wie 800x600 bei 256 Farben in der Workbench zufrieden ist, kann man schnell glücklich werden. Wer HD in 24 bit Farbtiefe am Amiga will, wird keine Freude finden. Meine persönliche Meinung? Es gibt in diesem Bereich sehr viel "Gequatsche" in der Amiga-Community. Augen offen halten und sich ganz klar machen was man will und was man erwartet. Vermeintlich schlechte Hardware "die man am besten wegschmeißen sollte" kann manchmal für den eigenen Zweck perfekt sein.


    Ich will Mp3s am Amiga hören.Nur über Umwege machbar. Sogar ein Amiga mit der schnellsten 68k CPU ist hier bei voller Qualität restlos überfordert. Selbst wenn er es nicht wäre ist Paula qualitativ einfach nicht auf dem Level wie man es heute gewohnt ist. Eine Soundkarte kann Abhilfe schaffen aber eine gute ist sehr, sehr teuer und auch selten. Viele haben zwar DSPs und entlasten die CPU des Amigas, aber sind auch in der Regel nicht schnell genug für mp3. Meine Empfehlung: Gute Sammlung an MODs auf die Festplatte packen und genießen. Dafür wurde der Amiga gebaut.


    PC Spiele am Amiga via Brückenkarte sehr beschränkt. Die Brückenkarten gab es nur hoch bis zum 386er und sind meist (aber nicht immer!) merklich langsamer als ein "realer" PC mit vergleichbarer Leistung. Auch hier kommt es drauf an, was man will.


    Grafikkarten: Sind auf dem Amiga ein komplett anderes Biest als auf dem PC. Beim Amiga ist die Grafikkarte komplett optional, das merkt man auch recht schnell. Spiele können nichts mit ihr anfangen und nutzen sie nicht, einige Anwendungen unterstützen sie auch nicht direkt und können nur über Hacks auf ihr nutzbar gemacht werden, was nicht immer toll aussieht. Wenn man nicht viel Zeit in der Workbench verbringt, braucht man keine Grafikkarte. Ein guter Flickerfixer/Scandoubler der einem erlaubt den Amiga an einen normalen, modernen VGA-Monitor anzuschließen ist da viel wertvoller. Neu gibt es da die Indivision ECS fuer den Amiga 2000 die sehr gut funktioniert. Ich würde mein Geld nicht für alte Flickerfixer/Scandoubler ausgeben, die auch oft nicht viel weniger kosten. Wenn man Bildbearbeitung am Amiga machen will ist man im falschen Film. Wenn man Sprites zeichnen und "Pixel Art" machen will, ist ein Amiga selbst mit einer "schlechten" Grafikkarte großartig und kann irre Spaß machen. (Fun Fact: Von allen Grafikkarten die ich bisher testete kann die Retina Z2 (die oft als Müll bezeichnet wird) als einzige Deluxe Paint V fehlerfrei in 256 Farben bringen)


    I/O Karten: Serielle und Parallele Schnittstellenkarten findet man für den Amiga wie Sand am Meer für wenig Geld. Wenn man ein Bastler ist kann man damit auch Spaß haben. Eine schnellere Standleitung mit dem PC zum Übertragen von Daten kann man damit auch einrichten. Nicht so schnell wie eine Netzwerkkarte aber bei mir für meine Zwecke oft mehr als ausreichend um mal schnell ein LHA auf den Amiga zu schieben.


    Videobearbeitung: Aha! Hier sind wir in der Königsdisziplin. Das ist, wofür der BigBox Amiga am besten geeignet ist. Wenn man gerne wie ich mit Analogvideo experimentiert, kann man hier zum Teil sehr günstig eine Unmenge an guter Hardware finden. Zweiter Monitor und VHS-Rekorder wärmstens empfohlen.


    USB-Karten und anderer moderner Komfort: Kann man machen. Wäre mir zu teuer für die Preise die da gehandelt werden. Gehört für mich nicht unbedingt an einen Amiga. Funktioniert scheinbar oft nicht sehr gut(?)


    Es gibt jetzt sicher viele die sagen "du redest ja nur Stuss, ich kann auf meinem 2000+ Euro Amiga 1200 mit hastenichgesehen-Mediatorboard+PCI-Grafikkarte und PPC-Turbokarte mp3s hören und sogar manche Webradio-Streams öffnen und überhaupt ist der Amiga 2000 scheiße weil er nur Zorro II ist und kein AGA hat" ja mag ja alles sein, es gibt da viele Leute die sich gerne einen Frankenstein bauen bis da die Amigaplatine nur noch die Stromversorgung ist. Für mich ist das irgendwie alles kein Amiga mehr, was so ein Ding kann kann ich mit einem 15 Jahre alten PC viel besser haben. Aber das ist Geschmackssache und da scheiden sich die Geister. AGA ist kein massiver Vorteil wenn man eine Grafikkarte im BigBox hat und wirklich nur für manche Spiele und Demos nötig, Zorro II ist langsam aber wenn man sich klar ist was man will auch kein Hindernis.


    Ich bin absichtlich nicht auf Turbokarten und Festplattencontroller eingegangen, da gibt es gute Information zu Hauf und wurde auch schon hier im Thread genannt. Ich hoffe das hier kann ein bisschen Orientierungshilfe sein, spiegelt aber auch nur meine persönliche Meinung wieder.

  • Beim A2000 bietet es sich an, einfach den Widerstand R803 durch eine Diode(schwazer Ring unten) zu ersetzen. Ich hoffe, das kommt auf dem Bild einigermaßen gut rüber.


    EDIT: Jetzt weiß ich auch endlich, wozu der nachträglich eingelötete Widerstand sein soll. Das soll wohl ein Spannungsteiler sein, weil der RTC-Chip sonst bei entferntem Akku fast 12V abbekommen würde.