seltsames Problem mit ET4000AX Grafikkarte

Es gibt 38 Antworten in diesem Thema, welches 6.706 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. September 2013 um 16:48) ist von kbr.

  • Die Industriekarte ist von den späten 90ern nach meiner Recherche, also aus einer Zeit wo für den Normalbetrieb der 486er eigentlich schon etwas obsolet war. Da sie von der Jumperung diese ganzen "Tuning-CPUs" und 3.3V CPU-Voltage schon vorsieht und IDE intern über PCI angebunden (man findet den Chipset auch auf PCI-486er Mainboards) ist, glaube ich schon das die aus einer Zeit stammt wo man die meisten Unzulänglichkeiten Ausgearbeitet hat. Gegenüber meines frühen 486er Boards ist das Industrieboard wohl vermutlich sogar besser drauf, aber ich habe es trotzdem mal mit dem ollen 486DX2/50 getestet. Resultat: Genau dasselbe Spiel (nur ging mir hier nie das Bild weg wie bei dem Industrieboard anfangs) also ist es entweder mein Monitor oder die Karte, oder das Zusammenspiel von beiden. Ich habe mir jetzt noch eine ET4000AX geschossen, die auch einen besseren RAMDAC hat und den benachbarten Zorroslot nicht mehr verdeckt, mal gucken ob es mit der geht. Hat etwa dasselbe gekostet.

    Ich bin jetzt auch Neugierig geworden was ISA-Grafikkarten betrifft und schaue mich nach einer späteren Cirrus Logic um, mal gucken wie die von der Performance her im Vergleich liegen. Die Preise kann man ja noch verschmerzen wenn man nicht gerade den Sofort-Kauf aus Kanada tätigt.

    Offtopic: Irgendwie bin ich von dem kleinen ISA-Industriekärtchen sowieso ganz begeistert. Sogar APM geht ganz problemlos unter FreeDOS und sie lässt sich auch über den COM-Port vom Amiga wecken. Eine schicke Soundkarte habe ich auch dazu gesteckt. Es beschneidet zwar die Zorro-Slots in dem Amiga etwas, aber generell ist das eine nette Doppel-Retromaschine. Ich wollte mir für meine Videobearbeitung sowieso einen 2. Amiga 2000 hinstellen, dann kann ich auf ein paar Zorrokarten in diesem verzichten. :)

  • Die Industriekarte ist von den späten 90ern nach meiner Recherche, also aus einer Zeit wo für den Normalbetrieb der 486er eigentlich schon etwas obsolet war. Da sie von der Jumperung diese ganzen "Tuning-CPUs" und 3.3V CPU-Voltage schon vorsieht und IDE intern über PCI angebunden (man findet den Chipset auch auf PCI-486er Mainboards) ist, glaube ich schon das die aus einer Zeit stammt wo man die meisten Unzulänglichkeiten Ausgearbeitet hat. Gegenüber meines frühen 486er Boards ist das Industrieboard wohl vermutlich sogar besser drauf, aber ich habe es trotzdem mal mit dem ollen 486DX2/50 getestet. Resultat: Genau dasselbe Spiel (nur ging mir hier nie das Bild weg wie bei dem Industrieboard anfangs) also ist es entweder mein Monitor oder die Karte, oder das Zusammenspiel von beiden. Ich habe mir jetzt noch eine ET4000AX geschossen, die auch einen besseren RAMDAC hat und den benachbarten Zorroslot nicht mehr verdeckt, mal gucken ob es mit der geht. Hat etwa dasselbe gekostet.

    Ich bin jetzt auch Neugierig geworden was ISA-Grafikkarten betrifft und schaue mich nach einer späteren Cirrus Logic um, mal gucken wie die von der Performance her im Vergleich liegen. Die Preise kann man ja noch verschmerzen wenn man nicht gerade den Sofort-Kauf aus Kanada tätigt.

    Offtopic: Irgendwie bin ich von dem kleinen ISA-Industriekärtchen sowieso ganz begeistert. Sogar APM geht ganz problemlos unter FreeDOS und sie lässt sich auch über den COM-Port vom Amiga wecken. Eine schicke Soundkarte habe ich auch dazu gesteckt. Es beschneidet zwar die Zorro-Slots in dem Amiga etwas, aber generell ist das eine nette Doppel-Retromaschine. Ich wollte mir für meine Videobearbeitung sowieso einen 2. Amiga 2000 hinstellen, dann kann ich auf ein paar Zorrokarten in diesem verzichten. :)


    Besorg Dir mal die Speedstar24, die ist noch schneller als die ET4000 und kann sogar TrueColor bei 640x480.

    TP

  • Von der Speedstar24 gibt es soweit ich weiß zwei Versionen: Speedstar24 (mit ET4000AX, die als beste Implementation des Chips gilt) und 24X (mit WDC-Chip) beide kommen mit einem guten RAMDAC. Ich nehme an du meinst die 24X, da müsste ich mich mal um gucken. Danke für den Tipp. :)

  • Von der Speedstar24 gibt es soweit ich weiß zwei Versionen: Speedstar24 (mit ET4000AX, die als beste Implementation des Chips gilt) und 24X (mit WDC-Chip) beide kommen mit einem guten RAMDAC. Ich nehme an du meinst die 24X, da müsste ich mich mal um gucken. Danke für den Tipp. :)


    Jo ich meine den WDC Chip, der Et4000 war zu dem Zeitpunkt doch schon in die Jahre gekommen, wobei in der Praxis sicher kein Unterschied feststellbar ist unter reinem DOS.

    Damals waren so 800x600 in 256 gängig, auf den verbreiteten 14 Zöllern waren die 1024x768 viel zu klein aufgelöst. Ich hatte eine Sigma Legend 2 ET4000 die auch als sehr gute Karte bekannt war aber der 16Bit Modus in 800x600 war schon so langsam das mans fürs normale arbeiten gelassen hat.

    Micha

  • So, ich habe mittlerweile tatsächlich eine Diamond Speedstar 24x. Eine Zeitlang im "echten" 486er gelassen (DX/2 50 Mhz) und war recht zufrieden damit, aus Faulheit betrieb ich das ein paar Tage so. (Das System ist allerdings VLB und da habe ich besseres)

    In den Amiga gesetzt... und nichts ging wieder. Wildes Flackern des Bilds, zwischen schwarz und vorhanden. In Grafikmodi einzelne Zeilen die Flackern und sich verschieben, in DOS-Textmodi Buchstaben die zufällig durcheinander kommen. Generell Symptome die ich normalerweise auf defekten Speicher zurückführen würde, aber das kann ja nicht sein. Die BIOS-Version der Karte ist 1.01, nach rumgooglen wurde in einem Review gesagt das Biosversionen vor 1.02 probleme in 486/DX 50 Mhz haben, ich habe davon so direkt jetzt nichts im anderen System bemerkt, konnte aber auch leider nirgends ein BIOS-Image lokalisieren. (Ich fand ein generisches Image, aber damit funktioniert die Karte nicht)

    Kurioserweise kann ich Bildaussetzer provozieren indem ich verschiedene Tasten auf der Tastatur drücke und manchmal scheint es auch zu passieren wenn die Amigalaufwerke ihr klicken produzieren wenn sie nachsehen ob was eingelegt ist. Ich habe alle Bus speeds (bis zur festen Einstellung von 7.19 Mhz) durch und geringere scheinen Linderung zu verschaffen. Habe ich Müll auf dem ISA-Bus? Die einzige Karte die zuverlässig ein Bild zu produzieren scheint ist die Trident. Mir ist aufgefallen das die verschiedenen ISA-Busleitungen am A2000er Board mit 1 kOhm Pulldown-Widerständen versehen sind, während ich auf vielen meiner PC-Platinen hier Werte finde die von 4k7 bis 10 kOhm rangieren. Sollte ich vielleicht mal größere Widerstände probieren oder liegt mein Problem mit Sicherheit woanders?

  • Zur BIOS-Version: Du schreibst im DX2-50 lief sie problemlos. DX-50 soll Probleme bereiten. Das sind unterschiedliche Prozessoren. Das könnte eine Erklärung sein, warum Du keine Probleme bemerkt hast. Lösung könnte also weiterhin eine Aktualisierung auf eine Version neuer als 1.01 sein.
    Hast Du den gleichen Monitor sowohl am 486DX2-50 als am Amiga benutzt?
    Falls nein, könnte ich mir vorstellen, dass Dein Monitor, den Du für den Amiga verwendest einfach Probleme mit dem Monitor-Timing der ET4000-Karten hat. Hast Du noch eine andere ISA-VGA-Karte, die weder einen Trident- noch einen Tseng Labs-Chipsatz verwendet? Z. B. eine mit S3-Chipsatz o. a. andere. Wichtig wäre einzugrenzen, ob der Monitor ein Problem mit ET4000-Chipsätzen hat. Das würde ich machen, bevor ich am Amiga-Mainboard löten würde.

  • Der Chipsatz auf der Speedstar 24X ist ein WDC, kein Tseng, also schon ein komplett anderer. Monitor war derselbe und hatte kein Problem mit der Karte im besagten 486er. Ein neueres BIOS würde ich gerne probieren, das Problem ist nur das es das einfach nirgendwo gibt. Das einzige was mir bleiben würde ist, einfach eine Karte mit neuerem BIOS zu schießen. Falsche Zeichen im DOS-Textmodus weisen auch nicht mehr wirklich auf ein Monitorproblem hin. Ja, der Speicher der Industriekarte ist in Ordnung. Ich hatte in einem anderen Forum ein Post gefunden, wo tatsächlich eine Industriekarte auf einem A2000-Board ohne wechseln durch größere nicht mal POSTen wollte. Es ist nicht gesagt, das das hier das Problem ist. Durch herumgooglen habe ich nur herausgefunden, das dies auch immer wieder ein Thema bei Industriekarten auf passiven ISA-Backplanes ist und manchmal sogar individuell abgestimmt werden muss. Ich kann mir vorstellen das Leute dem Problem nicht sehr oft begegnen, da wenn überhaupt in der Regel zu Industriekarten gegriffen wird die alles Onboard haben und weitere Steckkarten nicht verwendet werden. Bald habe ich die weitere Tseng-Karte, die werde ich vorher testen. Ich habe aber das Gefühl das das Problem irgendwo hier in der Region liegt.

  • Die andere Tseng funktioniert einwandfrei.

    (Vermeintlich) des Rätsels Lösung im Fall der Speedstar: (Mein Gott hat mich das kirre gemacht) Ich hatte die Karte wieder in den "echten" 486er zurückgebaut. Schon zu Anfang ist mir aufgefallen das Deluxe Paint II (DOS) grundsätzlich mit der Speedstar 24X beim starten einen Reset auslöste. Ich fand zu diesem Thema genau einen Post im Internet von wem, der genau dasselbe Problem hatte, also schob ich es auf ein Kompatibilitätsproblem und dachte nicht weiter drüber nach. Komisch nur, das es auch Probleme mit univbe gab. Ich spielte ein paar Spiele (Privateer und so) um zu schauen wie sich die Karte auf lange zeit verhält. Nach einer ganzen Weile kam es zu flimmern und den charakteristischen Pixelmüll, den man bei defekten Speicher bekommt und den ich schon im Amiga hatte. Also lötete ich den Speicher nach, das brach aber keine Besserung, das Verhalten war dasselbe.

    Die Karte wieder zurück in den Amiga gesteckt, testweise einen Beutel Eis genommen und siehe da: Wenn ich den Speicher einen Moment lang kühle kriege ich ein einigermaßen stabiles Bildverhalten und sogar Deluxe Paint läuft. Kurzum: Der Speicher der Karte ist scheinbar defekt. Ich weiß nicht wieso das im "echten" 486er eine Weile braucht um auffällig zu werden. Vielleicht ist die Ventilation besser? Der zweite Speicherbaustein von oben scheint auch durch betasten etwas heißer zu werden als die gleichwertigen anderen. Ich werde den mal Sockeln und anderen Speicher ausprobieren, aber ich denke das ist es. Der Chip scheint sich auch durch Finger-auflegen (ohne zu drücken) kurzfristig stabilisieren zu lassen, allerdings wirkt das nicht so nachhaltig wie das abkühlen. Ist ganz lustig: Finger drauf = Bild da - Finger weg = Bild weg.

  • So der Speicher ist getauscht.

    Das zufällige Flackern einzelner "Pixelzeilen" und die Abstürze waren jetzt weg, aber die Karte hatte immer noch zufällige "Bildaussetzer" wo das Bild einfach schwarz bleibt (manchmal kam es von alleine wieder, manchmal erst nach Neustart). Im richtigen 486er passiert es nicht. Ich habe mir provisorisch einen Molex-Auf-Platinenstecker (?) Adapter zur Industriekarte gebastelt, damit die Stromversorgung nicht mehr über den kleinen Stützkondensator auf der 2000er Platine läuft sondern direkt aus dem Netzteil kommt (Ich hatte da einen Verdacht) und siehe da, das Bild hat keine Aussetzer mehr solange dieses Kabel am Industrieboard angeschlossen ist. Was anderes noch, der RAMDAC der GraKa wurde vorher immer im Amiga kochend heiß, ich wollte schon einen Kühlkörper besorgen, dann fiel mir im echten 486er auf, das der RAMDAC höchstens warm wird. Seitdem ich die ISA-Industriekarte nun via Stecker mit Strom versorge, passiert das auch nicht mehr. Jemand anderes kann den Zusammenhang vermutlich erklären, ich kann es nicht. Auf jeden Fall scheint die Stromversorgung über die A2000er Platine einfach nicht ausreichend gewesen zu sein wenn die Industriekarte da mit drin hing. Vielleicht ist auch ein 22 uF Kondensator für die gesamten 5V auf ISA einfach zu wenig, vor allem wenn da ein gesamter Computer drin steckt. Eine echte Brückenkarte für Amiga kriegt bestimmt einen wesentlichen Teil ihres Stroms über den Zorro-Slot, der auch einen dicken Stützkondensator hat.

    Was anderes: Keine einzige Soundkarte funktioniert richtig. Eine ymf71x-basierte will erst gar nicht erkannt werden (spielt aber trotzdem zumindest Musik wenn man den richtigen Port angibt) ein AWE32 gibt praktisch nur ein schrilles pfeifen aus bis der erste Ton gespielt wurde und bringt den Rechner beim initialisieren 50/50 zum Absturz. Eine SB16Value funktioniert, aber hat ein knacken in jedem digitalen Soundeffekt. Alle Soundkarten funktionieren im echten 486er anstandslos. Mein Industrieboard hat bei ISA-Bus Geschwindigkeit mehrere Einstellungen = 7,19 Mhz (fest) und dann jeweils CLK (damit ist der FSB gemeint und nicht PCI, in meinem Fall trotzdem 33 Mhz) von CLK/2 bis CLK/8. (was ca. 4,2 Mhz entspricht) Ab 7,19 Mhz bringt die AWE32 das System nicht mehr zum Absturz beim initialisieren, ansonsten keine Änderungen an dieser Front, egal mit welcher Einstellung.

    Allerdings was kurioses: Mein Board hat einen LPT-Port, den man auf drei verschiedene Adressen legen kann im BIOS. Aktiviert man den, gibt es egal welche Adresse man wählt beim POSTen eine Fehlermeldung das der gewählte Port einen Konflikt hat, egal ob andere Hardware mit dabei ist oder nicht. Bootet der Computer dann weiter sind laut BIOS-Informationsscreen und MSD.EXE 3 (!) LPT-Ports aktiv und zwar an jeder Adresse die man im BIOS wählen kann jeweils einer. Selbst wenn man den LPT-Port komplett im BIOS deaktiviert werden diese drei Ports weiterhin angezeigt. Das hatte mich schon einige male gewundert, aber ich hatte es bisher ignoriert, besonders da bei deaktivierter Einstellung es scheinbar trotz angezeigter Ports nicht zum Konflikt kommt. Schalte ich nun den ISA-Clockspeed auf CLK/6 oder CLK/8 verschwinden die Phantom-LPT-Ports und es ist nur einer oder keiner aktiv, je nach Einstellung, die Konfliktmeldung habe ich aber weiterhin. Ich werde jetzt doch mal mit den Terminationswiderständen am A2000er Board rumspielen da ich den Verdacht habe das hier zumindest ein Teil des Hunds begraben liegt, auf allen anderen richtigen PC-Platinen sind die für die jeweiligen ISA-Ports viel großzügiger gewählt (auch etwaig vorhandene Stützkondensatoren haben höhere Kapazitäten als auf dem Amigaboard) Ich denke ich bin ganz dicht an der Sache dran.

  • Gute Frage, die unglückliche Antwort ist leider: "Seit einer Weile nicht mehr" und es ist auch eine relevante Frage, da Ich das ganze mit verschiedenen Mengen an Kartenbestückung getestet habe. Ich habe jetzt einfach mal alles was ich für den Amiga habe, in den Amiga reingestopft, auch alle möglichen ISA Karten die ich verbauen wollte. Festplatten.. etc.

    +5V ohne extra Stromkabel an der Industriekarte = 4,73V (-4,73%) gemessen bei den ISA-Slots, 4,77V (-4,6%) gemessen beim Uhrenchip des Amigas (Grafikkarte instabil, Amiga nie bei dieser Konfiguration getestet, scheint mir etwas knapp)
    +5V mit Stromkabel an der Industriekarte = 4,85V (-3%) bei den ISA-Slots, 5,08V (+1,06%) beim Uhrenchip des Amigas (bisschen was rumgedaddelt auf beiden Seiten, scheinbar alles in Ordnung. Da beide Prozessoren Powermanagement betreiben wäre es mal interessant beide unter Volllast laufen zu lassen aber ich habe gerade nicht die Möglichkeiten dazu)

    Die letzte Messung entspricht den Werten die ich bekomme, wenn der Amiga sonst komplett nackt ist, auch dann ist die Karte scheinbar stabil. (Das hätte ich ruhig mal vorher testen können) Übertreibe ich es vielleicht? Oder ist das Problem weniger das Netzteil und mehr das Layout der Stromversorgung auf der Platine?

    Ich muss leider weitere Softwaretests fürs erste auf PC-Seite einstellen. Ich habe mit meinem Bastelkabel-wirrwarr versehentlich heute meine CF-Karte fuer die Industriekarte gesprengt indem ich sie mit 12V versorgt habe. :böse Glücklicherweise ging sonst nichts kaputt. Vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl das ganze mal ein bisschen liegen zu lassen.

  • So bissel weiter herum getestet und nun steht für mich fest das die Versorgung so wie sie stattfindet nicht ausreichend ist. Der Testverbau über den Molex-Stecker wird auch am Kabel gut warm nach einer weile Betrieb (und die Industriekarte sieht da eigentlich auch zwei +5V Strippen vor) und für den Dauerbetrieb ist dies keine Lösung. Eventuell muss da einfach ein etwas stärkeres ATX-Netzteil her wo ich das Industrieboard auch nochmal gescheit direkt mit allen Spannungen versorgen kann, wenn ich meine Konfiguration so haben will. Schade, ist noch eins der deutschen 2000er Netzteile, wandert dann wohl in meinen 2. 2000er mit Braunschweiger Board. Danke für den Tipp Gerrit, in die Richtung hatte ich überhaupt nicht gedacht.

  • Das Problem liegt ja wohl nicht am Netzteil, denn das liefert ja die 5V. Es liegt dann wohl eher daran, dass die 5V nicht ohne Spannungsverlust dort ankommen, wo sie hinsollen. Die Übergagswiderstände sind dann wahrscheinlich zu hoch. Vielleicht lässt sich daran auch etwas verbessern.

  • Der A2000 hat eine normale doppelseitige Platine. Damit sind die Leiterbahnen für +5V und GND ein Problem wenn man hohe Last hat.

    Man könnte auf der Unterseite zusätzliche Leitungen mit passendem Querschnitt anbringen

  • Das Problem war erst mal, das ich auch mal die Batterien meines Multimeters austauschen musste, weil da zuletzt Teils ziemlich lustige Zahlen kamen.

    Ja, ich habe mich mit der Thematik gestern noch etwas länger auseinandergesetzt. Umso mehr im Amiga drin steckt, umso mehr bricht die Spannung zusammen, das ist auch wahr wenn man den ISA-Kram weglässt. Ich werde das Ding jetzt die Tage mal zerlegen und mir den Stromstecker der Platine genauer ansehen und ggf. gründlich mit Glasfaserstift reinigen. Das Ding ist aus den 80ern, die Chance das der ein bisschen was angesetzt hat was den Übergangswiderstand erhöht ist gut. Dann wollte ich die etwas labbrig gewordenen Stromkabel mit den Molex-Steckern mit diesen Nylon-ummantelten aus einem anderen PC-Netzteil das ich über habe austauschen, dafür muss ich nochmal das Amiganetzteil öffnen, bei der Gelegenheit kann ich das Kabel zur Platine ggf. ein bisschen kürzen.

    Ich hatte mir auch überlegt den Stützkondensator bei den ISA-Slots auszulöten und da einen Stecker anzubringen, über den ich dann +5V direkt vom Netzteil aus einspeise. Den Kondensator könnte ich auf die Unterseite der Platine verlegen, wie wäre das? Dann würde ich den Stromstecker der Platine generell entlasten, obwohl der meiner Unwissenheit nach mit 4 Strippen für +5V eigentlich recht großzügig sein sollte. Alternativ mache ich einfach, was Gerrit gerade gesagt hat, das war in anderen Situationen meist auch die bessere Idee. :D Kabel mit dem entsprechenden Durchmesser sollte ich hier irgendwo finden können.

    Wäre es auch eine Idee den Stromstecker der Platine mit etwas anderem zu ersetzen? Ich kenne da noch diese Klemmen die man Festschrauben kann z.B.. Danke für die Hinweise!

  • Der Netzteilstecker auf der Platine ist eher nicht das Problem, die jeweils 4 Leitungen für GND und +5V reichen aus. Das Problem ist die Verteilung vom Stecker auf der Platine zu den ganzen Teilen des Systems.

    Also einfach auf der Unterseite am Stecker ein passendes Kabel (mindestens 0,75mm2) anlöten und zum ISA-Slot ziehen. Das sollte schon einen Unterschied machen.

  • So jetzt wird es spannend. Beim zerlegen des Amigas ist mir als erstes aufgefallen das die Anschlüsse des Netzteilsteckers so aussahen:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.
    (Man könnte meinen der obere Teil der Pins reflektiert das grün der Platine aber tut er nicht, er ist einfach nur schwarz, auch lustig: Die Tantals sehen aus wie eine kleine Gruppe an gelb-köpfigen Kreaturen die ihren Kopf hinter dem Stecker hervorstrecken :D)

    Ich reinigte sie gründlich mit einem Glasfaserstift bis sie glänzten und schloss alles wieder an, ohne ein ISA-Stromkabel zu legen. Meine jetzigen Messergebnisse (bei voller Bestückung):

    5,02V bei den ISA-Slots
    5,00V bei einem RAM auf der ISA-Grafikkarte
    5,02V beim Amiga-Chipram
    5,22V (!!) bei dem Uhr-Chip (liegt das eventuell an der Batterie?)

    Es gibt jetzt auch bei voller Bestückung und ohne Support-Stromkabel zur Industriekarte keine Probleme mit der Grafik mehr.

    In der Theorie macht es Sinn: Wenn kein gescheiter Kontakt vorhanden ist dann können die Komponenten auf beiden Seiten noch so 100% funktionieren, es hilft alles nichts, aber in der Praxis ist es recht beeindruckend zu sehen was das jetzt bei diesem Fall für einen Unterschied machte. Die Spannung ist abgesackt - nicht genug um den Computer komplett lahmzulegen, aber genug um eigenartiges Verhalten mit dieser einen speziellen ISA-Grafikkarte hervorzurufen. Mein Problem war das eine bestimmte ISA-Grafikkarte Bildaussetzer hatte, die Lösung war den Netzteilstecker des Amigas sauber zu machen. Darauf muss man erst mal kommen. Das heißt aber nicht, das der Stecker schlecht ist. Ich habe die Kontakte nie gereinigt und dieser Amiga 2000 ist einer der früheren aus den späten 80ern.

    Das Kabel am Molexstecker wurde merklich warm, wenn ich die Industriekarte direkt daran anschloss. Ich habe die Industriekarte durchgeklingelt und die +5V am aux-Stromstecker der Karte und die +5V an der ISA-Leiste sind direkt miteinander verbunden. Strom nimmt immer den weg des geringsten Widerstands, kann es sein das durch die oxidierten Stecker ein guter Teil der Stromversorgung bei dieser Beschaltung dann durch die Industriekarte ging? Egal, das Problem ist jetzt gelöst, die phantom-LPT Ports bei hoher Busgeschwindigkeit bleiben leider immer noch. Mehr kann ich mangels CF-Karte vorerst nicht testen, aber vielleicht kriege ich das andere Problem mit anderer Terminierung auch noch in den Griff.

  • 5,22V (!!) bei dem Uhr-Chip (liegt das eventuell an der Batterie?)


    ne, an der pfuschigen Schaltung. Wenn du da mal in den Schaltplan kuckst, dann wird der Akku über die 12V Leitung versorgt, und nur über einen Vorwiderstand durch den Akku regelt sich die Spannung für den Uhrenchip. Fehlt nun der Akku, würde die Spannung deutlich ansteigen. Das hat wohl Commodore auch irgendwann bemerkt, und aus diesem Grund da überall nachträglich noch ein Widerstand eingelötet als Spannungsteiler, damit ohne Akku auch in etwa nur 5V anliegen. Das "in etwa" siehst du an deiner Messung :)