Die Industriekarte ist von den späten 90ern nach meiner Recherche, also aus einer Zeit wo für den Normalbetrieb der 486er eigentlich schon etwas obsolet war. Da sie von der Jumperung diese ganzen "Tuning-CPUs" und 3.3V CPU-Voltage schon vorsieht und IDE intern über PCI angebunden (man findet den Chipset auch auf PCI-486er Mainboards) ist, glaube ich schon das die aus einer Zeit stammt wo man die meisten Unzulänglichkeiten Ausgearbeitet hat. Gegenüber meines frühen 486er Boards ist das Industrieboard wohl vermutlich sogar besser drauf, aber ich habe es trotzdem mal mit dem ollen 486DX2/50 getestet. Resultat: Genau dasselbe Spiel (nur ging mir hier nie das Bild weg wie bei dem Industrieboard anfangs) also ist es entweder mein Monitor oder die Karte, oder das Zusammenspiel von beiden. Ich habe mir jetzt noch eine ET4000AX geschossen, die auch einen besseren RAMDAC hat und den benachbarten Zorroslot nicht mehr verdeckt, mal gucken ob es mit der geht. Hat etwa dasselbe gekostet.
Ich bin jetzt auch Neugierig geworden was ISA-Grafikkarten betrifft und schaue mich nach einer späteren Cirrus Logic um, mal gucken wie die von der Performance her im Vergleich liegen. Die Preise kann man ja noch verschmerzen wenn man nicht gerade den Sofort-Kauf aus Kanada tätigt.
Offtopic: Irgendwie bin ich von dem kleinen ISA-Industriekärtchen sowieso ganz begeistert. Sogar APM geht ganz problemlos unter FreeDOS und sie lässt sich auch über den COM-Port vom Amiga wecken. Eine schicke Soundkarte habe ich auch dazu gesteckt. Es beschneidet zwar die Zorro-Slots in dem Amiga etwas, aber generell ist das eine nette Doppel-Retromaschine. Ich wollte mir für meine Videobearbeitung sowieso einen 2. Amiga 2000 hinstellen, dann kann ich auf ein paar Zorrokarten in diesem verzichten. ![]()