Ubuntu Fragen

Es gibt 40 Antworten in diesem Thema, welches 7.746 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Juli 2013 um 19:03) ist von Ace.

  • Die Sache mit "Warum ändert man eine Benutzeroberfläche, die sich lange bewährt und viele Fans hat" kann ich auch nicht verstehen. Gut, trifft bei Linux auf mich jetzt nicht zu - ich hab mich schon immer von den großen etablierten Desktops ferngehalten. Aber das kann man auch wunderbar bei Windows feststellen. Das Benutzer-"Erlebnis" war von Win95 bis WinXP relativ kohärent, Vista und Win7 empfand ich persönlich schon als eine recht schwerwiegende Änderung in vielen Bereichen. Win8 habe ich persönlich noch nicht ausprobiert, ich bin aber überzeugt davon, dass die Umgewöhnung von Win7 mir eine Menge abverlangen würde.

    Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

  • Gewohnheitstier, jawohl. Und damit träge, und Neuerungen gegenüber erst einmal ablehnend.

    Da gibt's auch gute Gründe für. Der Intensiv-Nutzer muss (oder will) sowieso immer wieder neue Dinge lernen, da ist es einfach ärgerlich, wenn man die schon gelernten Sachen nochmal lernen oder sich wieder umgewöhnen muss. Auf einmal entsteht der Eindruck, dass man nicht richtig vorwärts kommt.

    Wenn jemand von Windows zu Linux migriert, und sich an freie Software gewöhnen will, hat er eine Menge zu tun. Das kann man sich innerhalb gewisser Grenzen einteilen, z.B. erst immer mehr crossplatform-Software verwenden, und dann irgendwann auch das OS wechseln.

    Das Ding ist, man möchte sich das SELBST einteilen, und die Änderungen eben nicht von Microsoft oder Canonical 'verordnet' bekommen. Dass man in der Regel zur alten Benutzeroberfläche (classic mode, fallback-desktop) zurück kann, löst dieses Problem nur zur Hälfte, erstens ist schon das nervig, und zweitens schleppt man dann eben immer mehr überflüssigen Kram mit. Das System wird fetter, damit fehleranfälliger und weniger durchschaubar.

    Um im Beispiel zu bleiben: anstatt mich an das Unity-Desktop zu gewöhnen, kann ich auch gleich die distro wechseln. Ubuntu ist von-allem-etwas, aber damit zunehmend voluminöser, und wenn dann noch new-stuff verordnet wird, den ich entweder ausbauen oder mitschleppen muss, weiche ich lieber auf schlankere Sachen wie etwa Lubuntu oder Puppy (Precise) aus. Oder Debian oder Arch, sobald ich mich traue.

  • Bei mir ging das mit den Distros genau andersherum. Seit fast 15 Jahren nutze ich jetzt Linux und auch diverse BSDs, bin aber nach einer anfänglichen kurzen SuSE-Phase (das war halt damals DIE Anfänger-Distribution) recht fix zu Debian gewechselt. Will man einfach nur ein funktionierendes Desktop-Betriebssystem, dann bedeutet Debian natürlich ungleich mehr Arbeit als beispielsweise Ubuntu. Debian ist aber hervorragend, um die Funktionsweise von Linux praktisch hautnah zu erkunden.

    Irgendwann war ich die Bastelei dann aber müde ("Ich hab mir einen Kartenleser für SD-Karten gekauft... Erst mal einen neuen Kernel bauen!") und setze seitdem auf Xubuntu - sicherlich auch schon seit fünf Jahren. Insofern sehe ich das nicht zwangsläufig als "Anfänger-Distribution" an, sondern einfach nur als eine recht funktionelle Lösung.

    Dass das System dabei weniger durchschaubar wird, ist der negative Nebeneffekt. Gegenüber Windows hat man aber trotzdem immense Vorteile. Man kann den Großteil der unangenehmen Bestandteile relativ einfach und vor allem rückstandsfrei entfernen. Insofern ist die Vermutung eines "fetten und fehleranfälligen" Systems durchaus diskutabel.


  • Dieses neue GNOME3 Desktop ist ein Schmerz im Arsch.


    Deshalb setzt Ubuntu seit einiger Zeit auf ein eigens entwickeltes Desktop Namens Unity! ;)

    Aber ich gebe dir so weit recht, dass sowohl Gnome3 als auch Unity nicht so toll sind. Deshalb empfehle ich lieber "L"ubuntu.

    -= You´re not saving the world, you´re just getting it ready for me =-

  • Ich hätte da noch zwei Fragen, die mir noch unklar sind. Das betrifft die Verschlüsselung und der Home-Ordner.

    Der Home Ordner ist wohl vergleichbar wie der Windows Ordner "Eigene Dateien" , wenn ich das recht verstanden habe.
    Der sollte auch , wenn möglich, auf eine separate Partition liegen. Lässt sich diese nach einer Neuinstallation von Linux
    problemlos wieder einbinden ?


    (2)
    Ist es sinnvoll die Verschlüsselung generell zu nutzen ?

  • Der Home-Ordner enthält bei einem UNIX einfach ALLES was dem User gehört, er hat normalerweise auch nur dort, in /tmp und /var/tmp Schreibberechtigung, den Rest kann er nur lesen, aber nicht beschreiben.

    Auf diese Weise ist ein komplettes Backup der eigenen Daten sehr einfach. Man braucht nur diesen Home-Ordner zu sichern und hat alles, incl. der ganzen Einstellungen der diversen Programme die man benutzt. Ist ein deutlich besserer Ansatz als bei Windows.

    Wenn $HOME auf einer eigenen Partition liegt braucht man die normalerweise nicht einbinden, den nötigen Eintrag in /etc/fstab sollte der Installer erledigen.

    Verschlüsselung ist sinnvoll, ja. Bei Laptops sowieso weil die geklaut werden können und auch beim Desktop. So kann man bei einem Plattenschaden diese problemlos umtauschen ohne fürchten zu müssen, daß die eigenen Daten von anderen gelesen werden.


  • Bei mir ging das mit den Distros genau andersherum. Seit fast 15 Jahren nutze ich jetzt Linux und auch diverse BSDs, bin aber nach einer anfänglichen kurzen SuSE-Phase (das war halt damals DIE Anfänger-Distribution) recht fix zu Debian gewechselt. Will man einfach nur ein funktionierendes Desktop-Betriebssystem, dann bedeutet Debian natürlich ungleich mehr Arbeit als beispielsweise Ubuntu. Debian ist aber hervorragend, um die Funktionsweise von Linux praktisch hautnah zu erkunden.

    Irgendwann war ich die Bastelei dann aber müde ("Ich hab mir einen Kartenleser für SD-Karten gekauft... Erst mal einen neuen Kernel bauen!") und setze seitdem auf Xubuntu - sicherlich auch schon seit fünf Jahren. Insofern sehe ich das nicht zwangsläufig als "Anfänger-Distribution" an, sondern einfach nur als eine recht funktionelle Lösung.

    Dass das System dabei weniger durchschaubar wird, ist der negative Nebeneffekt. Gegenüber Windows hat man aber trotzdem immense Vorteile. Man kann den Großteil der unangenehmen Bestandteile relativ einfach und vor allem rückstandsfrei entfernen. Insofern ist die Vermutung eines "fetten und fehleranfälligen" Systems durchaus diskutabel.

    Ich habe direkt mit Gentoo angefangen. Schön an Gentoo war, das einem wirklich nur ein Linux-Kernel mit einer sehr geringen Menge an Supportsoftware vorgesetzt wird wo man sich dann alles bis in das kleinste Detail zurecht schrauben kann. Hatte auch eine Phase von Trial and Error aber muss allgemein sagen das der Einstieg jetzt nicht sooooo steil war wie gerne behauptet wird. Alles ist weitreichend und umfangreich dokumentiert, man muss es nur lesen wollen. Als Belohnung für die ganze Arbeit habe ich ein enorm schnelles und responsives System was ich mal vor vielen vielen Jahren aufgesetzt habe und seitdem über 2 verschiedene PCs hinweg hege und pflege. Mit Openbox habe ich einen sehr leichtgewichtigen WM, den ich genau auf meine Bedürfnisse anpassen kann. Fenster mit SVideo-Inhalt der TV-Karte ist eine Tastenkombination, serielle Schnittstelle mit dem Amiga aufbauen ist ein Befehl in der Konsole, so wie das sichern all meiner wichtigen Daten auch. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Für mich ist die stärke von Linux, wie modular und flexibel alles ist. Ich habe mir praktisch über die Jahre hinweg ein ganz eigene Betriebssystemumgebung geschaffen, mit der ich selbst am besten umgehen kann. Die kann ich auch über Betriebssystemupdates hinweg über sehr lange Zeit beibehalten und da redet mir anders als bei Windows und manchen Linux-Distros auch keiner rein. Diese Vorteile sollte man aber auch zu schätzen lernen und nutzen, sonst hat man am Ende nur ein Windows, wo weniger Programme drauf laufen. Aber jedem das seine, manchmal muss so ein Computer wohl auch einfach nur funktionieren.

  • Ich habe mir gestern Abend dann mal doch erst die aktuelle Ubuntu angetan, um mir einen Praxiseindruck
    zu gönnen. Natürlich habe ich dann auch gleich den Weg über eine Festplatteninstallation gemacht.
    Vorweg: Bin echt überrascht über die mittlerweile recht hohe Hardwareunterstützung. Selbst mein
    HP Tintenpisser 3070A wurde selbstständig erkannt.

    Zwei Fragen bleiben mir dennoch übrig.

    1. Die Treiberunterstützung einer aktuellen Nvidiakarte. Reicht es den bereits vorinstallierten Treiber
    zu benutzen oder gibt es da bessere Treiber , die man einspielen sollte ?

    2. Habe ich mir Skype für Ubuntu gestern runtergeladen und der fing auch mit der Installation an jedoch
    wurde letzteres dann ohne Fehlermeldung abgebrochen. Jemand ne Idee wo es klemmen könnte ?

  • Woher hast du das Skype?. Es müsste sich auch im Softwarecenter befinden, das ist dem herunter-ladbaren von der Skype-Seite vorzuziehen.

    Gruß Manfred (C64doc)
    Ein goldner Schraubendreher erspart unnötige Kosten

  • Woher hast du das Skype?. Es müsste sich auch im Softwarecenter befinden, das ist dem herunter-ladbaren von der Skype-Seite vorzuziehen.


    Ja, ich hatte es ursprünglich von der Herstellerseite. Hab aber nun dazu auf Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    ne Anleitung zu den richtigen Paketquellen gefunden. Die Wiki finde ich generell sehr hilfreich.

  • Ja, kann ich nur voll zustimmen, das ubuntuusers wiki ist einfach genial!

    Das meiste ist ja auch eins zu eins für andere auf Ubuntu aufbauende Distros wie eben Mint (Nutze ich auch auf meinem älteren Dell Notebook) oder super geeignet! Das meiste funktioniert auch unter Debian - da Ubuntu ja von Debian kommt :).

    Was ich auch schon ausprobiert habe ist bsw. Sabayon - fand ich auch super und die Software dort machte mir auch einen aktuelleren Eindruck als unter Ubuntu oder Mimt, aber leider ist oder zumindest war deren Paketmanager nix für mich. Erstmal brauchte der für Updates viel länger als der unter Mint und hin und wieder schob der mir auch Updates unter die dann zu Problemen führten, die ich als Linux Noob nicht wirklich mal eben wieder korrigieren konnte/kann - außerdem ist das wiki auf ubuntuusers halt einfach 1a und wird super gepflegt, was vergleichbares habe ich damals für Sabayon nicht gefunden.

    Arch Linux hat mir auch gut gefallen, allerdings ist das halt anstrengender, da weniger automatsch eingerichtet wird und man mehr selber Hand anlegen muss - was für mich als Anfänger auch nicht das wahre war/ist.

  • Gibt es unter Mint ne Möglichkeit ein laufendes Programm zu beenden, ähnlich die vom Tastmanager (Windows) ?
    Mein Wine kann ich über das Kreuz nicht beenden und im Systemmonitor finde ich den Process nicht.

  • Mein Wine kann ich über das Kreuz nicht beenden und im Systemmonitor finde ich den Process nicht.

    Bei Linux üblicherweise:

    Terminal öffnen: sudo su
    top
    pid merken

    und danach kill $pid

    If we're evil or divine - we're the last in line. - Ronnie James Dio (1984) -
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. |

  • du kannst immer in eine der Konsolen kommen, mit STRG-ALT-F1 (bis F5 glaube ich)

    dort dann erstmal anmelden (username/passwort)

    dann mit 'top' die laufenden Prozesse anzeigen lassen, wieder raus aus top mit der q-taste
    die Prozesse kannst du dann mit 'kill' + [Prozess-Nr] einzeln abwürgen, oder alle gleichen mit 'killall [Name]', zB. killall firefox

    dann wieder zurück ins desktop, über STRG-ALT-F7


    Es gibt sicherlich einfachere Methoden, aber diese funktioniert


    EDIT: cbmhardware war schneller...

  • Für die Basics sicherlich hilfsreich: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Sorry

  • Speziell für Wine gibts noch "wineserver -kill".

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