Eine SSD hat doch eine zu geringe Lebensdauer und je nachdem wie sie gequält wird, halten die Dinger nicht wirklich lange.
Nichts für ungut, aber das ist totaler Unsinn. Es wurde dutzenfach in Tests und aus der Praxis widerlegt. Siehe z.B. auch in der c't letztens, da stand's explizit drin. Das Hauptproblem von bestimmten SSDs war insbesondere früher, dass die Firmware Schrott war (dabei erwähne ich gerne den Firmennamen "OCZ"). Der schlechte Ruf, den SSDs damals durch solche Fehlleistungen bekommen haben, gilt heutzutage nicht mehr. Schau' Dir alleine mal die Garantiedauer für SSDs an (auf Geizhals ganz einfach einsehbar), drei oder fünf Jahre sind normal; bei HDDs sind es zwei, bestenfalls drei Jahre.
Auch rein technisch ist die Behauptung, SSDs hielten nicht lange, nicht aufrechtzuerhalten. Rechne mal aus: 120GB Speicher multipliziert mit 10 000mal Überschreiben macht 1200TB Datentransfer, bis die ersten Flash-Zellen ausfallen (inkl. Wear Levelling, etwas vereinfacht); und dann fällt noch nichtmal die SSD aus, sondern es werden erst (transparent und ohne Leistungsverlust, anders als bei HDDs) die Reserveblöcke benutzt. Wer bitte schreibt denn so viel auf einer Systempartition?
Anecdotal Evidence: Ich habe eine Samsung-SSD von 2009 hier, läuft immer noch prima. Welche Marken zuverlässig sind, bekommt man auch schnell auf Geizhals o.ä. raus, einfach mal die Bewertungen ansehen. Ich persönlich halte Samsung und Crucial für gut. OCZ oder Kingston würde ich nicht kaufen, bei OCZ habe ich höchstselbst mal eine abrauchen sehen, bei der *definitiv* ein Firmwarefehler vorlag und nicht das Flash das Problem war (das Fehlerbild war sehr eindeutig).
Performance-mäßig sieht's bei mir so aus, dass Linux in etwa der halben Zeit verglichen mit der HDD vorher bootet (BIOS rausgerechnet). Gemessen, nicht Bauchgefühl.
ZitatFür die tägliche normale Arbeit am Rechner ist eine SSD IMHO nicht nötig.
Für "die tägliche normale Arbeit" reicht auch ein Rechner von vor zehn Jahren - was soll denn da die Aussage sein?
ZitatWenn wann eine SSD zum beschleunigen einsetzten will, sollte man Temp-Ordner und die Auslagerungsdatei auf eine normale HDD auslagern.
Genau das sind doch die Daten, die am stärksten durch die geringen Zugriffszeiten profitieren! Ein Tipp, SSDs und HDDs halten am längsten, wenn man sie ausgeschaltet im Schrank lagert...