Chameleon funktioniert nicht mehr!

Es gibt 117 Antworten in diesem Thema, welches 18.364 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Februar 2014 um 12:08) ist von Brotkastenschwärmer.

  • Jens hatte damals ein 'Gutachten' gepostet


    Vorsicht: Ich bin kein Gutachter, und das war nichts weiter als eine Beschreibung der täglichen Arbeit. Sowas entsteht jeden Tag in der Werkstatt, wenn irgendwelche non-standard-Sachen gemacht werden, verlässt aber nur im Ausnahmefall meine Räume.

    Jens

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  • Das stellt dann wieder die Frage an Jens, welches Netzteil ist das richtige um später keine Probleme für den Betrieb (oder bei Ausfällen des TC64 Garantieanspruch) zu bekommen?
    - das 25 Jahre alte Keilnetzteil ohne Eingriff
    - das 128er Netzteil mit getauschtem Stecker
    - das neue Zwischenstecker- Netzteil hier aus dem Forum
    - oder ein neues von Block mit allen Zulassungen, für aktuelle Netzteile

    :confused:

  • Das Problem beim C64 ist das Netzteil mit den 2 Spannungen, eine davon auch noch Wechselspannung die am Userport anliegt. Bei anderen Rechnern aus dieser Ära (C16/116 oder ZX Spectrum) ist das viel einfacher zu lösen da nur eine Spannung gebraucht wird.

    Ein neues Netzteil mit Zulassung wird keiner bauen, also bleibt nur:

    - Altes Netzteil weiterverwenden und hoffen.
    - Ersatz aus 2 Steckernetzteilen ( +5V/2A und 9V AC / 1A ) verwenden.
    - Altes Netzteil nur auf der Sekundärseite renovieren (Elko und Gleichrichterdioden ersetzen, vielleicht Schaltregler)
    - Selber bauen / umbauen

    Der letzte Punkt ist wegen Arbeit an 230V~ nicht ungefährlich und wegen der Haftungsfrage kann man das immer nur für die eigene Verwendung machen. Der vorletzte Punkt ist nicht ganz einfach und normalerweise legt man dafür beim Türkeil auch die Primärseite frei womit wir wieder bei 230V~ wären.

  • Also ich hab hier noch 2 Keile, die ich noch renovieren muss, da defekt. Bei Austausch mit originalen Komponenten - Garantie fürs TC64 fraglich.
    Bei Schäden am TC64 durch ein noch heiles, dass eben nach 25 Jahren kaputt geht - Garantie fürs TC64 auch fraglich.
    Das 128er Netzteil ist nicht original für den 64er - Garantie fürs TC64 auch fraglich.
    Alles andere ist nicht das original Netzteil von Commodore - also keine Garantie.

    Und nun:confused:

  • Er hatte aber nichts mit dem Gerrit-Pentagon-ACE-Umbau des Original-Türkeils zu tun (der auch an einigen Ecken nicht ganz sauber ist) und er war auch nicht für das Abrauchen des Chameleon verantwortlich.

    Was ist denn da nicht "ganz sauber" aus deiner Sicht ? Ich weiß zumindest, dass besagte Astrodyne Netzteile im Fehlerfall zuverlässig abriegeln und
    nicht die dahinter hängende C64 Hardware mit ins Unglück ziehen.

  • Zitat

    Also ich hab hier noch 2 Keile, die ich noch renovieren muss, da defekt. Bei Austausch mit originalen Komponenten - Garantie fürs TC64 fraglich.
    Bei Schäden am TC64 durch ein noch heiles, dass eben nach 25 Jahren kaputt geht - Garantie fürs TC64 auch fraglich.
    Das 128er Netzteil ist nicht original für den 64er - Garantie fürs TC64 auch fraglich.
    Alles andere ist nicht das original Netzteil von Commodore - also keine Garantie.


    imho ist das generell so: wenn das produkt "bestimmungsgemäss" gebraucht und nicht "unsachgemäss" behandelt wurde, dann ist im regelfall die garantie wirksam. da es sich um ein modul handelt welches in einen c64 gesteckt und betrieben werden kann/soll und darf gehe ich davon aus das grundsätzlich ein bestimmungsgemässer gebrauch vorliegt wenn eben jenes getan wird. sollte ein fehler im netzteil nun nachweisbar (!) einen schaden verursachen gehe ich davon aus das in jedem (!) fall die schuld an den hersteller des netzteils weitergereicht wird. mit dem türkeil steht man da vermutlich also am schlechtesten da. am liebsten hätte man ein neues und von jemand anderem angefertigtes netzteil welches käuflich erworben wurde, weil vmtl nur dann reelle chancen bestehen da was holen zu können.

  • Also unterm Strich, wie ich schon immer erwähnte: nimm was du hast und willst. Garantie für ein TC64 gibt dir keiner, egal welches Netzteil - alt und original, oder Umbau oder selbstbau - das Modul am Ende geschossen hat.
    Denn wie Gerrit schon sagte, auch mit dem alten original Netzteil ist im C64 nicht alles sauber.

  • Im Endeffekt ist man eh der Dumme weil das originale Netzteil durchgehen kann.
    Das Neu zugekaufte nicht zugelassen ist.
    Ein C128 Netzteil auch nicht dafür zugelassen wurde.
    Der Jens ist also in der komfortablem Lage sich das aussuchen zu können wie man die Garantie verweigert.
    Aber da ich den Jens nicht so juristisch Fies einschätze wird er sicherlich sowas per Einzelfall entscheiden und wenn man Ihm nicht gerade brutalste Bastelei hinstellt wird er sicherlich nach technischem Verstand handeln.

  • Im Schadensfall ist man aber besser dran, wenn man freundlich an die Sache rangeht und nicht mit einem Anwalt...

  • Lagen bei einigen REUs nicht bereits von Commodore umgebaute C128-Netzteile bei?

    Die wären damit offiziell, aber ich glaube nicht, daß es davon viele gibt.

  • Was ist denn da nicht "ganz sauber" aus deiner Sicht ?

    Es ist nicht trivial die 230 Volt an die Astrodyne-Platine zu bekommen: Anlöten an Netzkabel geht nicht mit mechanischer Sicherung; wenn eine der Lötstellen aufgeht fliegt das Kabel unkontrolliert durch die Gegend, Festlegen mit Heißkleber ist auch nur begrenzt tauglich (der Trafo wird u.U. so warm daß der Kleber nachgibt). Dann läuft das Kabel mit einfacher Isolierung (allein das ist bah für 'schutzisoliert') über die Kante von dem Blechdingens (Scheuergefahr...) und die Lötstellen am Astrodyne wären auch noch gegen Abreißen zu sichern (diesmal: könnte ein loser Draht direkt an die 5V-Seite kommen, oder ein Draht vom C64-Kabel an die Netzsspannung -> ziemlich ungesund)

    Nicht umsonst haben die Kabel von PC-Netzteilen angecrimpte Widerhaken zusätzlich zur Lötstelle, Netzkabel werden durch die Platine gefädelt oder haben Steckverbinder mit Schnapphaken, etc.pp.

    (wie man den Türkeil vde-gerecht verschließen könnte wäre dann noch ein weiteres Problem)

    KI-Verwendung in diesem Posting: Rechtschreibkontrolle des Browsers.
    Abweichungen aufgrund des technischen Fortschritts oder individueller Vorlieben vorbehalten.

  • Also so warm das der Heisskleber wieder flüssig wurde,kann ich hier nicht bestätigen. Ich hatte bei den Umbau die Loetuebergaenge mit Schrumpfschlauch isoliert und dann zusätzlich mit Heisskleber reichlich ausgefüllt.Sollte sich da wirklich einmal ein Kabel lösen,ist bei der Masse an Heisskleber zumindest gewaehrleistet, dass das Kabel nicht rumfliegt. Das Verschliessen des Gehäuse erfolgte wie beim Original und wurde zusätzlich mit Sekundenkleber fest verschlossen.

  • Man könnte ja auch alles in 2K-Harz eingiessen.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Dann läuft das Kabel mit einfacher Isolierung (allein das ist bah für 'schutzisoliert') über die Kante von dem Blechdingens (Scheuergefahr...)

    Da darfst du nicht vergessen, daß du auf den Fotos das Netzteil von unten siehst. Im zusammengebauten Zustand befindet sich das Metallteil (der Kühlkörper des alten Reglers) über den Leitungen. Das vermindert die Gefahr deutlich da die Leitungen nicht aufliegen, die Gravitation arbeitet hier mal für dich. Ansonsten ist mir das durchaus aufgefallen, weshalb ich über die Leitungen nochmal Schrumpfschlauch gezogen hatte.

    BTW: Schutzisoliert ist so eine Sache... Auf einem der Fotos von Pentagon sieht man eines der einfach isolierten Netzkabel den Kühlkörper berühren. Das ist der Originalzustand gewesen! Wenn der Regler benutzt wird ist der Kühlkörper mit GND des C64 verbunden. Nach dem Umbau hast du immerhin 2 Lagen Isolierung zwischen GND des C64 und dem Netz.

    Zitat


    und die Lötstellen am Astrodyne wären auch noch gegen Abreißen zu sichern (diesmal: könnte ein loser Draht direkt an die 5V-Seite kommen, oder ein Draht vom C64-Kabel an die Netzsspannung -> ziemlich ungesund)

    Nein, das ist nicht möglich. Dazu sind die Leitungen zu kurz und wenn du das Netzteil zusammengebaut hast, dann ist der Trenner im Deckel wieder in Position der im Originalzustand die Primär- von der Sekundärseite trennt. Auf den Fotos ist der nicht drauf weil er Teil des Deckels ist. Maximal kannst du, wenn eine Leitung abreisst, einen satten Kurzen auf der jeweiligen Seite bekommen, aber keine Verbindung zwischen Primär- und Sekundärseite.

    Zitat


    (wie man den Türkeil vde-gerecht verschließen könnte wäre dann noch ein weiteres Problem)

    Mit 2K-Kleber zukleben? Setzt voraus, daß du ihn sauber aufbekommen hast.

    Hier noch ein Foto des Deckels mit Trenner. Er reicht bis in die Vergussmasse.

  • ... wobei da noch nicht berücksichtigt wurde, dass der Keil ein Gehäuse aus Plastik hat. Fällt das Teil runter,ist das Gehäuse defekt und man kann auch an gefährliche Teile kommen oder innen entsteht durch herumfliegende Teile ein Kurzschluss.

    Ich hab ne Idee, wie das Netzteil sicher verpackt werden kann:
    :bgdev