Chameleon funktioniert nicht mehr!

Es gibt 117 Antworten in diesem Thema, welches 18.370 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Februar 2014 um 12:08) ist von Brotkastenschwärmer.

  • Lose Verbindungen, direkte Verletzung von Vorschriften (keine Sicherung!) - sowas ist nicht nur haarsträubend, sondern lebensgefährlich.

    Man darf bei der Pollin-Ware auch nicht vergessen, dass es sich teilweise um lose Baugruppen handelt. Wenn man z.B. einen Schutzleiter an Kühlkörper und weitere wichtige Stellen legt, hat man zumindest schon mal die Gewissheit, dass der FI noch rechtzeitig fliegt.
    Die fehlende Primär-Sicherung kann man auch ersetzen. Das muss man dann natürlich alles wissen, wenn man sich nicht irgendwann selbst richten möchte. :)

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  • Und sogar ein Trimmer um die Ausgangsspannung einzustellen.

    Ja, hab ich auch schon benutzt damit wirklich +5V oben beim C64 ankamen. Da man das aber im Betrieb machen muss sollte man das nur machen wenn man WIRKLICH weiss, was man da tut und wo man besser nicht hinfasst.

  • Scheint überlesen worden zu sein... Das Astrodyne hat eine Primärsicherung!


    Das Astrodyne-Dings scheinbar ja, aber der Umbau den ich hier hatte nicht. Der Print-Trafo war direkt mit der Steckdose verbunden.

    Ein FI kann übrigens nur dann fliegen, wenn er auch wirklich installiert ist. Da die Dinger nicht wenig Geld kosten, baut sie der Bauherr nur dort ein, wo sie Vorschrift sind: Für die Nasszelle und die Steckdosen, die für "draußen" gedacht sind. Der Bastelkeller und normale Wohnräume haben in aller Regel _keinen_ FI.

    Wenn man aber an solchen Dingen schraubt, ist eigentlich ein Trenntrafo die bessere Wahl. Und die allerbeste Wahl ist, wenn man nur sekundärseitig fummelt, da kann nichts Ernstes passieren.

    Einfach nur die Spannung am Netzteil erhöhen ist nur für einen Lastfall gut. Sobald man ein Cartridge oder sonstige Erweiterungen hinzufügt, ändert sich die abfallende Spannung im Kabel, ergo auch die Spannung im C64. Deswegen ist die erste Wahl für einen Computer immer ein point-of-load Regler. Wenn der nicht zur Verfügung steht, kann man den "point of load" über eine sense-Leitung in den Regelkreis zurück führen. Bei steigender Last kann der Regler dann *automatisch* die Spannung stabil bei 5V halten, egal welche Last wirklich am C64 hängt.

    Jens

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  • Das Astrodyne-Dings scheinbar ja, aber der Umbau den ich hier hatte nicht. Der Print-Trafo war direkt mit der Steckdose verbunden.

    Das ist böse, ja. Hatte der Trafo zumindest eine Thermosicherung? Damit wäre immerhin sichergestellt, daß er nicht überhitzen kann.


    Zitat


    Einfach nur die Spannung am Netzteil erhöhen ist nur für einen Lastfall gut. Sobald man ein Cartridge oder sonstige Erweiterungen hinzufügt, ändert sich die abfallende Spannung im Kabel, ergo auch die Spannung im C64. Deswegen ist die erste Wahl für einen Computer immer ein point-of-load Regler. Wenn der nicht zur Verfügung steht, kann man den "point of load" über eine sense-Leitung in den Regelkreis zurück führen. Bei steigender Last kann der Regler dann *automatisch* die Spannung stabil bei 5V halten, egal welche Last wirklich am C64 hängt.

    Naja, bei +5V hat man normalerweise 5% Toleranz. Wenn man also die Spannung so einstellt, daß sie bei 'leerem' C64 bei +5V liegt sollte sie unter Last noch im grünen Bereich liegen. Alles andere braucht deutlich größere Umbauten am C64 womit dann wieder die Kompatiblität mit Originalteilen leidet. Natürlich ist eine Sense-Leitung besser, nur wo will man aufhören?

  • Hatte der Trafo zumindest eine Thermosicherung? Damit wäre immerhin sichergestellt, daß er nicht überhitzen kann.


    Ich habe das Datenblatt dieses Trafos nicht gesucht - der ganze Aufbau war so derbe daneben, dass ich ehrlich gesagt nicht nach irgendwelchen positiven Seiten gesucht habe.

    nur wo will man aufhören?


    Am Stecker, der in den C64 gesteckt wird.

    Jens

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  • Ein FI kann übrigens nur dann fliegen, wenn er auch wirklich installiert ist. Da die Dinger nicht wenig Geld kosten, baut sie der Bauherr nur dort ein, wo sie Vorschrift sind: Für die Nasszelle und die Steckdosen, die für "draußen" gedacht sind. Der Bastelkeller und normale Wohnräume haben in aller Regel _keinen_ FI.

    Ich weiss ja nicht, wer dein oertlicher Versorger ist, aber als ich 1989 gelernt habe, war bei Neu- oder Umbau ein 300mA FI im gesamten Haus und fuer das Bad ein 30mA FI schon Pflicht.
    Mittlerweile sollten 30mA ueberall Plicht sein.
    Aber teuer ist relativ. Bei OBI kostet der heute 39,99 € (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.)
    Ich meine mich zu erinnern, dass das TC64 nur "unwesendlich" teurer ist.(Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.)

    Wenn ich Also die Wahl treffen muesste zwischen FI und TC64 geht mir persoenlich die Sicherheit von meiner Familie und mir vor. :dafuer:

    Wenn man aber an solchen Dingen schraubt, ist eigentlich ein Trenntrafo die bessere Wahl. Und die allerbeste Wahl ist, wenn man nur sekundärseitig fummelt, da kann nichts Ernstes passieren.

    Zum Basteln immer die beste Wahl.

  • In unserer Mietwohnung; Baujahr Mitte der 80er ist auch nur die Nasszelle mit einem FI-Schutzschalter abgesichert.

    Hier wurde beim Bau des Wohnkomplexes allerdings gespart ohne Ende und für teures Geld als Eigentumswohnung verkauft. Selber Schuld wer diese Wohnungen gekauft hat...... ;)

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • In unserer Mietwohnung; Baujahr Mitte der 80er ist auch nur die Nasszelle mit einem FI-Schutzschalter abgesichert.

    Hier löst bei jeder heftigen Stromspitze und Erdschluss zuerst der FI aus. Der Sohn vom Vermieter war Elektriker (heute Informatiker) und daher war die Beschaffung sicher kein Problem.

    If we're evil or divine - we're the last in line. - Ronnie James Dio (1984) -
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  • Das Astrodyne-Dings scheinbar ja, aber der Umbau den ich hier hatte nicht. Der Print-Trafo war direkt mit der Steckdose verbunden. :whistling:

    Wie ist das zu verstehen ? Primär sind am Astrodyne Netzteil 230 V vorgesehen und Sekundär kommen da 5 Volt raus. Beim Einbau im C64 Netzteil greift man die 230V für das Astrodyne daher direkt ab. Das Ganze kann man Anhand der Umbauanleitung von Pentagon gut nachvollziehen.


  • Scheinbar hat jemand ein Printtrafo und ein Astrodyne Schaltnetzteil in ein leeres Gehäuse geklatscht...


    da hätte er besser das Gehäuse mit Bauschaum gefüllt, dann klappert es nicht so laut. :lol27:


  • Scheinbar hat jemand ein Printtrafo und ein Astrodyne Schaltnetzteil in ein leeres Gehäuse geklatscht...

    Ehm, nichts anderes macht man beim Umbauen besagter c64 Netzteile doch auch. Der 5 volt Teil wird entfernt und das Astrodyne kommt an deren Stelle.

  • Ehm, nichts anderes macht man beim Umbauen besagter c64 Netzteile doch auch. Der 5 volt Teil wird entfernt und das Astrodyne kommt an deren Stelle.


    Wir haben besagten Aufbau ja nicht gesehen...
    Aber einen Printtrafo nimmt man nur für Platinenbefestigung, er hat keine Lötösen.

  • Ich beziehe mich hier drauf:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.


    Selbst wenn Du jetzt einen Printtrafo dafür verbaust,versteh ich jetzt nicht das Problem gegenüber zum Originalnetzteil.

    Geht es um fehlenden Vorsicherungen oder was ? Die Fehlen beim Originalnetzteil auch.

  • Geht es um fehlenden Vorsicherungen oder was ? Die Fehlen beim Originalnetzteil auch.


    Die originalen C64 Netzteile haben entweder eine Primärsicherung gegen Überstrom oder eine Primärtemperatursicherung in der Trafowicklung.

  • Wir haben besagten Aufbau ja nicht gesehen...

    Jens hatte damals ein 'Gutachten' gepostet, und ja, der Aufbau war grauslig. Er hatte aber nichts mit dem Gerrit-Pentagon-ACE-Umbau des Original-Türkeils zu tun (der auch an einigen Ecken nicht ganz sauber ist) und er war auch nicht für das Abrauchen des Chameleon verantwortlich. Trotzdem hatte damals (möglicherweise auch aufgrund des öffentlichen Drucks?) der 'Erbauer' die Reparaturkosten übernommen.

    KI-Verwendung in diesem Posting: Rechtschreibkontrolle des Browsers.
    Abweichungen aufgrund des technischen Fortschritts oder individueller Vorlieben vorbehalten.

  • Ja. Kann man alles hier nachlesen. Und ja, es war ein NT aus meiner Bastel-Testecke, das so meine Räume nicht
    hätte verlassen sollen. Auch das kann man hier alles nachlesen. Ich weiß, wer den Ärger hat braucht für den
    Spott nicht zu sorgen..

    Ich würde mich freuen, wenn der Ärger anderer wenigstens als Lehre für die Zukunft dienen würde
    und weniger der Diskussion über vergangenes. Details lassen sich sicher durch nachlesen hier eruieren.
    Ich kann daher hier nochmals nur empfehlen:

    1. Den Bereich von Kleinspannungen (25V AC oder 60V DC; besser bei kleiner 15V bleiben) beim Selbstbau
    NICHT zu verlassen, es sei denn man hat eine entsprechende Ausbildung und weiss genau was man tut und
    welche Sicherheitseinrichtungen und Vorschriften Beachtung finden müssen.

    2. Keine Selbstbaunetzteile außerhalb der eigenen Nutzung bringen. D.h. max. nur für sich selbst aufbauen
    und verwenden. Man möchte sicher keine Diskussionen nach Unfällen/Brand/etc. weil dort Selbstbau Teile
    beteiligt waren und man plötzlich Hersteller im Sinne des Gesetzes ist.

    3. Alle solche Sachen inkl. alter Elektro-/Computertechnik und Zubehör NUR unter Aufsicht betreiben
    und danach wieder stromlos machen (Netzstecker ziehen). Dazu gehören auch alte original Netzteile
    und Systeme und nicht nur Neu-/Selbstbauten bzw. Änderungen. Kondensatoren altern. Sicherungshalter
    verrotten etc. pp. Für 100% sicher halte ich keine mehr als 10J alte Technik. Nicht das neuere Technik
    unbedingt sicherer wäre, aber da ist dann evtl. noch ein Hersteller bzw. Inverkehrbringer identifizierbar
    und haftbar.


    Es gab und gibt hier schon verschiedenste Diskussionen zu dem Thema. Auf der einen Seite sehen wir
    zerstörte Hardware durch alte, fehlerhaft arbeitende original Netzteile, auf der anderen Seite gibt
    es Versuche durch Umbauten/Neubauten die Situation zu verbessern. Auch bei letzteren gibt es
    potentielle Risiken der Verschlimmbesserung (siehe Crowbar, die nach Versuchen dann zur evtl. Brandt-
    gefährdung führen können).

    Für die Zukunft wünsche ich mir hier erheblich mehr Bewußtsein damit, was man ggf. tut und wen/was
    man evtl. gefährdet durch allzu unsachgemäßen Umgang mit dem Thema. Ich habe meinen Teil daraus
    gelernt.

    Desweiteren wünsche ich uns allen, das es evtl. doch mal einen Hersteller gibt, der hier eine sichere
    und geprüfte Ersatzlösung anbietet, welche dann im Idealzustand durch intensive Tests und Messungen mit
    original Hardware und neuer Zusatzhardware gegangen ist.

    Evtl. führt ja auch das aktuelle Projekt/Diskussion um einen Netzteilersatz, das aber auf einem geprüften Klein-
    spannungsnetzteil aufsetzt und somit viele Probleme im Umgang mit z.B. Netzspannungen dadurch umgeht, zu
    einer adäquaten, neuen Lösung dieses alten Problemes.

    Peter