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VC 1541 durchgeknallt

  • Moin Moin,


    ich habe kürzlich eine Floppy 1541 I in der Bucht erworden. Zuerst lief das Teil auch, hatte aber sogleich Schwierigkeiten beim Formatieren.


    Nach ein paar Minuten fing die Floppy an zu zischen und zu stinken und hat die Haussicherung rausgehauen.


    Immer wenn ich auch nur den Stromstecker in die Steckdose fummelte, gab es Funken und die Sicherung löste aus.


    Das wars dann wohl mit dem Teil, dachte ich mir. Nach dem Öffnen des Todeskandidaten konnte man im Bereich des Netzteiles sehen, dass eine weisse Masse unter starker Hitzeeinwirkung im hinteren Gehäuse herumgespritzt war.


    Das Teil in den man den Stecker von Aussen steckte hatte sich irgendwie aufgelöst. Die interne Sicherung war aber ok.


    Da ich kein keine Lust hatte mich mit 230V anzulegen, habe ich einen Bekannten hinzugezogen.


    Der hat die Kaltstrombuchse mit Filter ausgebaut und das Stromkabel zu Test direkt angelötet und siehe da, die Floppy lebte doch noch.


    Ich habe mir dann aus einem gebrauchten Netzteil so eine Kaltstrombuchse mit Filter ausgebaut und in die Floppy eingebaut.


    Nun tut sie wieder das was sie soll, ohne Geräusche und Gerüche abzugeben. Zusätzlich habe ich das interne Netzteil auf die heute höhere Voltzahl umgelötet.


    Vielen Dank an das Forum für die vielen Erfahrungsberichte.


    Viele Grüße,


    Metro23

  • Quote

    Ich bin mal gespannt wann solche Vorfälle gehäuft auftreten werden. Wenn was 30 Jahre lang ohne Mucken funktioniert hat, bedeutet dies nicht automatisch, dass es noch weitere 10 Jahre durchhält.


    ich hab den eindruck es geht schon abwärts und ausfälle treten gehäuft auf. gerade im bereich stromversorgung und kondensatoren.

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Und leider ist es dann so, das viele Geräte in den Müll wandern, weil nicht jeder in der Lage ist, den Fehler zu beseitigen. :(

  • Wenn was 30 Jahre lang ohne Mucken funktioniert hat, bedeutet dies nicht automatisch, dass es noch weitere 10 Jahre durchhält.


    Nein. Aber es auf Verdacht auszutauschen halte ich auch nicht für sinnvoll. Denn solange ein Gerät ständig in Benutzung ist sehe ich die Gafahr als weitaus niedriger an als wenn Geräte jahrelang im Keller/Speicher woauchimmer gelagert wurden. Dann würde ich _jetzt_ auch schon vorbeugend tauschen.


    Das ist einer der Gründe warum ich diese alten Geräte nicht dauerhaft am Netz lasse. Bei Nichtbenutzung wird der Stecker gezogen oder über die Mehrfachsteckdose zweipolig abgeschaltet.


    Unbedingt.


    ich hab den eindruck es geht schon abwärts und ausfälle treten gehäuft auf. gerade im bereich stromversorgung und kondensatoren.


    Mal abgesehen vom "Vorfall" ist hier Ruhe. Der stand hier jahrelang rum. Aber so wie ich euch kenne habt ihr ja öfters auch mal Geräte von fremden Personen in Reparatur. Das ist natürlich hier nicht der Fall. Aber mein 8032, der seit 10+x Jahren jeden Abend an und nach 2h wieder ausgeht kann ich sagen. Der läuft wie das Lottchen. Ob er das tun würde wenn er 10+x Jahre jeden Abend _nicht_ an und ausgegangen wäre würde ich bezweifeln. :)

  • Als ich diese Beiträge hier las, dacht ich mir, "du solltest auch mal die Netzfilter bei deinen Floppy 1541/1571 wechsel...."


    Also schnell mal auf http://www.reichelt.de/ und diesen Netzfilter bestellen,
    dann der Schock als ich den Preis für einen Netzfilter sah:


    Kaltgeräteeinbaustecker, mit Entstörfilter ...... Artikel-Nr.: NC 2003 ...... 10, 95 €


    Uff, das wird teuer bei 6 Floppys zum Umrüsten ....

    Könnte man auf den Netzfilter verzichten bzw. den Filter selber bauen ?



    Die Buchse ohne Netzfilter kostet gerade mal 90 Cent:


    Kaltgeräte-Einbaubuchse, waagerecht befestigt ..... Artikel-Nr.: KEB 1 .... 0,90 €


    Aus welchen Bauteilen (Kondenstasor/Spule) besteht den der Netzfilter, könnte man das nicht selber an die Buchse anlöten ?


    Edit:

    Wie ich gerade weiter oben gelesen habe, bei http://www.pollin.de kostet so ein Netzfilter "nur" 1,95 €:


    Artikel: Netz-Entstörfilter DIT ID-10AC-S ..... Bestellnummer: 250 370 .... 1,95 €

    also evtl. dort bestellen ...


    BTW:
    dort steht auch die Beschaltung:


    Beschaltung:
    L: 2x 0,26 mH
    C: 0,1 µF(X2), 2x 330 pF(Y)

  • Die Leute aus der PET- und CBM-Fraktion hauen die Netzfilter auch ersatzlos raus, soweit wie ich das in anderen Threads verfolgt habe und haben keine Probleme damit. Ich denke auch nicht, dass die Floppies netzseitig so empfindlich sind. Auch können sie wohl kaum mehr Rotz ins Netz zurückleiten, als es so mancher Asia-Müll sowieso schon tut. Ich sehe da keine Probleme (außer du benutzt vielleicht Powerline-Adapter, aber da habe ich keine Erfahrung mit).