AT-Netzteil geschrottet - Reparatur lohnenswert?

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 3.704 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Februar 2013 um 22:24) ist von egmont01.

  • Hallo Forum, habe gerade das erste Mal in meinem Leben die Explosion eines Netzteils erleben dürfen. Der Knall war nicht ohne... Dieser kleine rote Schalter mit 'ner 230 und 'ner 115 ist für Kinderhände ja auch zu verführerisch :( Egal, trage ja eine gewisse Mitschuld (ärgere mich trotzdem). Lohnt sich aus eurer Sicht der zeitliche Aufwand, nachzusehen, was sich außer den Elkos noch in Rauch aufgelöst hat und würdet ihr einen Reparaturversuch starten oder gleich ein neues ATX-NT einbauen, sollte von den Maßen her ja passen. Steckeradapter hätte ich noch da...

  • Altes Netzteil in den Müll und Neues rein! Der Aufwand einer Reparatur lohnt nicht.

  • Da neue AT-Netzteile nicht mehr so leicht zu bekommen sind und die meisten sehr einfach aufgebaut sind, würde ich an Deiner Stelle die Reparatur versuchen.

    Wenn das die übliche Standard-Schaltung ist, dann sind vielleicht nur die beiden Schalttransistoren hin.

  • Der Umschalter 115/230V tut nichts anderes als aus Gleichrichter und Siebelkos in der Stellung 115V einen Spannungsverdoppler machen. Du hast also das Netzteil mit 460V betrieben.

    Es ist anzunehmen, daß zumindest die Leistungshalbleiter auf der Primärseite durch sind. Das wäre noch zu flicken. Wenn es auf die Sekundärseite durchgeschlagen hat, dann lohnt der Aufwand nicht mehr.

    Ein ATX-Netzteil anzupassen ist nicht wirklich schwer.

  • Ich würde mal Sheltem auf der nächsten CONN fragen. ;)
    Die Maße der ATX-Netzteile haben sich praktisch nicht geändert, anstelle eines AT-Netzteiles passt in der Regel auch das ATX-Teil rein. Zum Betrieb sollte man es jedoch umbauen. ATX-Netzteile mögen es nicht ohne Verbraucher angeschaltet zu werden, heutige Kraftwerke starten bei der Last alter Rechner gar nicht erst. Mit einem AT-ATX Adapter ist es auch nicht so einfach getan da man beim AT-Netzteil mit dem "Rechneranschalter" ja direkt die 230V Eingangspannung schaltet, beim ATX-Netzteil jedoch nur mittels eines Tasters ein Signal für das Netzteil auf dem Board verbindet.

    mfg :)

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  • Habe gerade bei EBAY nachgeschaut, da finden sich doch noch einige AT-Netzteile:

    z.B.

    Aber auch mittels AT2ATX-Stromadapter und ATX-Netzteil sollte es überhaupt keine Probleme geben, man muss eben einen Power-Taster neu anbringen, weil beim AT-Netzteil der Power-Schalter ja direkt mit dem Netzteil verbunden ist, bei ATX jedoch der PIN zum Einschalten auf dem ATX-Stecker liegt.

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    Man muss aber dann eben den Powertaster selber bauen ....


    Aber er schreibt, dass er noch einen Adapter herumliegen hat.

    Ärglich ist es aber, wenn auch das Mainbaord etwas abbekommen hat und man jetzt extra Geld für ein neues Netzteil investiert ....


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    OK :smile: fuer den Preisunterschied bastelt man sich gern den Schalter noch mit ein :smile:

  • So liebes Forum, danke für die Anregungen, kurze Rückmeldung:

    Netzteil ausgebaut, sichtbares Schadensbild anbei. Habe zwei nicht mehr sperrende Transistoren gefunden und aufgehört, über eine Reparatur nachzudenken, vielmehr nach dem Ausbau noch brauchbarer Teile den Rat von Ace befolgt und das Teil in dem Müll gehauen. Sheltem hat auf der Conn auch sicherlich Besseres zu tun, als in noch gut ersetzbaren Netzteilen rumzulöten.

    Dank hier noch gut funktionierender Gebrauchtbörse der kommunalen Abfallentsorgung habe ich ein ATX-Netzteil bekommen. Der originale AT-Schalter wurde im Gehäuse belassen und zieht jetzt Leitung 14 des ATX-Netzteils auf Masse, schaltet es also ein, was auch trotz niedriger Last in dem 486er PC gut funktioniert. Von außen also noch Original und von innen so wenig modifiziert, dass man kein schlechtes Gewissen bekommen muss :wink:

    Und das Beste ist, dass Mainboard und Peripherie keinen Schaden genommen haben. Das neue Netzteil hat keine 110 V-Umschaltung, ist somit auch kindersicher.