IC Beschaffung

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 7.122 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. August 2010 um 23:17) ist von Wiesel.

  • Ich frage mich ob es eigentlich keine anderen Hersteller mehr der 6502, 6510 und 6522 sowie 6520 IC´s von MOS bzw. Commodore gibt.

    Ich habe schon 6522 von UMC in der Hand gehabt und 6502 von Rockwell, keine dieser Firmen fertigt diese mehr oder sind irgendwie sonst zu beschaffen ?

  • Da wirst Du schlechte Karten haben. Der 6510 wurde nur im C64 verbaut und demzufolge auch nur von Commodore hergestellt (bzw. MOS oder CSG). Gleiches gilt für die CPU 8500, die Du als direkten Ersatz verwenden kannst.

    Bei 6502, 6520 und 6522 sieht es weit besser aus, aber alle werden so heute nicht mehr hergestellt. Rockwell, UMC, Synertek und sicher noch ein paar andere waren bekannte Hersteller der Chips. Vom 6522 gibt es die vollkompatiblen CMOS Typen 65C22 und 65SC22, die man stattdessen nehmen kann. Bei 65C02 sollte man dagegen vorsichtig sein, weil der Befehlssatz und bei manchen Exemplaren auch die Beschaltung etwas abweicht. Und den 6520 zu guter Letzt kann man auch durch den MC 6821 ersetzen, der bis vor ein paar Jahren sehr einfach und billig zu beschaffen war. Aber auch dem ging es wohl inzwischen an den Kragen :(

    Der letzte verbliebene Hersteller ist WDC, unter Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zu finden. Deren 65C02 und 65C22 sollen allerdings nicht ohne weiteres als Ersatzteil zu verwenden sein. Mehr dazu kann vielleicht retro verraten, falls er diesen Thread liest. Er hat die Teile nämlich schon getestet.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Hab heute bei einem Händler noch Rockwell 65C02 und CMD 65C22 bekommen.
    Ich hab die mal in eine 1541 gesetzt und die Floppy dann mit Load/Save/Format getestet, sie lief einwandfrei. Kann ich dann davon ausgehen, das ich diese IC´s wie normale 6502 und 6522 verwenden kann ?

  • Die CMD 6522er hat Commodore sogar serienmässig verbaut. Die R65C02 kann Probleme geben, die würde ich einem C64/1541 System nicht antun wollen. Die CPU kennt die illegalen Opcodes des 6502 nicht, und ich wette dass jeder dritte Floppyspeeder oder Kopierschutz davon Gebrauch gemacht hat. Im PET schadet die CPU sicherlich weniger :)

    PS: Deine alten Chips kamen heute hier an. Werde ich bei Gelegenheit mal in den Eprommer stecken und auslesen, und dann mal sehen ob und wie die noch laufen.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN

    Einmal editiert, zuletzt von x1541 (1. Februar 2005 um 22:09)

  • Also die 6502 in den CBM stopfen. OK, mach ich.

    Bzgl. der Eproms bin ich gespannt, sag mal Bescheid wenn Du was weißt.

  • Nachdem es x1541 schon anklingen ließ, ich habe ein paar Muster von den WDC 65C02s und 65C22s bekommen.

    ad 65C22s:
    Ich habe mit den WDC 65C22s mal in einer 1541-I Floppy nacheinander die beiden originalen VIAs ersetzt, aber an keiner der beiden Positionen hat der WDC Typ funktioniert, d.h. die ganze Floppy lief nicht mehr.
    Auf meinem Speeder hingegen scheint der WDC Typ brauchbar zu sein, allerdings verwende ich den VIA nur als reinen Portbaustein.

    ad 65C02s:
    Auch der WDC 65C02s ist nicht so ohne weiteres einsetzbar. Das bloße Austauschen des bestehenden 6502 in der Floppy funktioniert nicht. Laut Datenblatt hat der WDC Typ den Pin 36, der in den alten MOS und Rockwell Varianten als "NC" geführt wurde, mit einem neuen Anschluß "BE" (Bus Enable) belegt. Dieser Pin muß auf High Potential gelegt werden, damit der WDC 65C02s seine Steuersignale (Adreß-/Datenbus, R/W) freischaltet.
    Allerdings habe ich noch nicht ausprobiert, ob mit BE=High der WDC Prozessor dann in der Floppy funktioniert.

  • Hm, also bis jetzt rennt die Floppy 1541C (kleine Platine ohne Speeder) mit dem 65C22 und dem 65C02 einwandfrei. Ich hab mal ein paar Originale eingelegt mit Kopierschutz, kein Problem bis jetzt. FC3 und AR6 laufen auch bis jetzt ohne Probleme.

  • Ist zwar schon ein bißchen älter der Thread, aber möglicherweise interessierts ja noch.
    Ich habe gerade mal einen WDC 65c02s in meine 1541 mit Speeddos gestöpselt und die Floppy funktioniert immer noch. Pin 36 habe ich hochgebogen und mit einem Pullup bestückt. Pin 5 ist steckt wie es sich gehört im IC Sockel.

  • Zitat

    Original von x1541


    Der letzte verbliebene Hersteller ist WDC, unter Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zu finden. Deren 65C02 und 65C22 sollen allerdings nicht ohne weiteres als Ersatzteil zu verwenden sein. Mehr dazu kann vielleicht retro verraten, falls er diesen Thread liest. Er hat die Teile nämlich schon getestet.

    In meinem VC20 betreibe ich ohne irgendwelche Änderungen einen 65802.

    Dies ist der 6502 mit erweitertem WDC-Befehlssatz, vom Befehlsatz fast 100% kompatibel zur "Super CPU" 85816 und 100% kompatibel zum 6502.
    OK, es gibt bei den Maschinenzyklen (Taktzyklen) ein paar kleine Unterschiede weil die CPU-Struktur optimiert wurde.
    Wenn man mit Timern arbeitet (Floppy) macht das aber nichts, man kann nur bei Demos etwas merken.
    Repariert wurden soweit ich weiß auch die Fehler die bei Seitenüberschreitungen auftreten können.

    Den 65802 betreibe ich normalerweise im Emulationsmodus, denn ansonsten bin ich zum Rest der Welt nicht mehr kompatibel (wie die paar Leute die Programme für die Super-CPU geschrieben haben).

  • Wie groß ist denn der Aufwand den 65802 einzusetzen ? Benötigt man eine Adapterplatine oder reichen ein paar Drahtbrücken ? Den 65c02s hatte ich ursprünglich für einen alten Schachcomputer gekauft, dort läuft er aber nicht. Einer der Gründe dafür soll sein daß der Adress und Datenbus bei der WDC CPU ungepuffert ist.

  • Den 65802 kann man einfach reinstecken.

    Der Prozessor ist beim Einschalten immer im Emulationsmodus, d.h. im 8-Bit Modus.

    Den 16 Bit-Modus muss man separat aktivieren.

    Ich hatte glaube ich mal beschrieben wie ich zum Prozessor gekommen bin:
    In einem CBM8000-System fehlten in einem EPROM ca. 25 Bytes, also wurde das darin befindliche Programm umgeschrieben und zwar auf den 65802 (Z-Register, neue Befehle wie BRA, TXY, STZ usw.).

    Dadurch wurde Platz frei und ich als Co-Entwickler beschaffte mir damals den gleichen Prozessor.

    Auf dem Foto siehst Du den Prozessor in meinem Board, er ist 100% pinkompatibel.

    EDIT: WDC bietet den Prozessor nicht mehr direkt an, ich hatte meinen damals bei Digialelektronik Lehrer in Günzburg bestellt. Die gibt es nicht mehr ..

    Bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. bekommt man den Prozessor auch noch, jedoch Mindestbestellmenge 300 US$ + Shipping + Tax.

    Ansonsten nett bei WDC anfragen.

  • Hallo,

    den 6502P 1MHZ (UMC) gibt es bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. für ca. 7 Euro noch zu kaufen.

    6502P1 / 65C02 hat er auch.

    Weiss nicht ob dir das hilft. Ich kenne eigentlich nuir den 6502 / 6502AD.
    Ob der 6502P geht weiss ich ohne Datenblätter nicht.

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    8500 / 8502 hat er auch da.

    8500 ist ein 6510 in Cmos Technologie.
    8502 ist der Chip aus dem C128 (bis 2 Mhz)

    Gehen diese Chips auf einem C64 ?

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

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    8501/8563/8565/8566 un den 8580 (SID C128 ) gibt es auch.

    Sagt mal was zur kompatiblität. Und was kann man überhaupt davon verwenden ?
    Hab die Sachen kurz zusammmengescuht und nicht die Datenblätter studiert.
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    Der Shop hat die ICs gelistet. Wieviel der vorätig hat weiss ich nicht.

    Eb* ist auch immer eine gute Quelle für sowas.

    Stefan

  • Die 85xx Serie scheint HCMOS zu sein. Passt dann warscheinlich nicht.

    Außer mann hat einen C128.

    Stefan

  • ich hätte auch ne Frage zu diesem Thema. Von einem alten VC 20 hab ich noch einen 6502A übrig. (2 Mhz.)

    Mir ist klar dass der 6502 und der 6510 nicht beliebig austauschbar sind.

    Genauer, zumindest nicht in einer Richtung: der 6502 nicht in einem Rechner der einen 6510 wegen des Prozessorports und vor allem der steuerbaren Tristate-Bustreiber benötigt.

    Andersherum könnte es aber klappen, 6510 evtl. mit hochgebogenen Beinchen , Sockeladapter und ggf. ein, zwei Gattern fürs Phi - Timing ... z.b. in einem VC 20 oder einer Floppy. Man müsste allenfalls dafür sorgen dass die Betriebssoftware an den Speicherstellen 0 und 1 nix lebenswichtiges ablegt (evtl. patchen.) Oder beim versuchsweisen Teiletausch um einen Prozessor "provisorisch" einzusetzen für Tests, ob das übrige Board okay ist.

    Irgendjemand schrieb ( - leider weiss ich die passenden Suchworte nicht um den Thread wiederzufinden - ) man könnte 8502 und 6510 *oder* 7501 wechselseitig austauschen, zumindest in 1 Richtung ... wenn man die Datassette nicht braucht .... welcher Anwendungsfall mag das sein?

    Der 7501 in den 264ern hat ausserdem einen EIngang für Write-gate (offenbar puffert der die R/W Leitung in einem Flipflop während Zeiten während der Bus hochohmig geschaltet wird). Der 8502 hat das wohl nicht.

    Ausserdem gibts da noch den 6510T in der 1551er Floppy. Über den finde ich so gut wie gar nichts.

    Und für Ersatzteilzwecke wäre wichtig zu wissen wie der 6525 programmiert wird; leider scheint da auch nix zu finden.

    Vielleicht gibt es diese Informationen schon in fein verteilter Form und man müsste sie nur zusammentragen?
    viele Grüße
    Stefan

  • Ausserdem gibts da noch den 6510T in der 1551er Floppy.


    Afaik war bei dem irgendwie der Bus beschnitten. Müsste ich noch mal eruieren Im Gegenteil ;)

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Etwas noch unten scrollen. :)

  • Ahja, danke sehr. Den kurzen Eintrag im Wiki kannte ich zwar schon die eine Bemerkung mit dem 8bittigen Bus bzw. der beschnittenen Anschlussbelegung ist aber dennoch ein wertvoller Hinweis:

    Da fällt mir anhand des Schaltbilds doch auf, welche Pins vorhanden sind und welche nicht.

    je 8 Leitungen Daten und vollständiger Port 0/1; 16 Leitungen Adressbus, bleiben 8 Steuer-Leitungen übrig:
    +5 V, GND, R/W, Phi IN, Phi2 out, AEC, RESET, IRQ.

    So! Und was fehlt? Natürlich BA (Bus available) bzw. Ready. Ausserdem NMI (wobei das Levak'sche Schaltbild auf Zimmers.net in diesem Punkt ziemlich falsch ist.)

    (Was hat sich Commodore wohl dabei gedacht, diesen Anschluss nicht herauszuführen , wir werden es nie erfahren). Man kann dem Prozessor zwar den Bus entziehen, aber hat keine Möglichkeit ihn dabei anzuhalten

    Somit kann man sich den Einsatz im C64 egal mit welchem Sockeladapter wohl knicken.

    Aber interessant wären noch die anderen Möglichkeiten, insbesondere 8502 und 7501 im Verhältnis zum 6510 (okay , der 7501 hat keinen NMI-Anschluss). (Ganz hartgesottene feilen natürlich das Plastikgehäuse auf und bonden die fehlenden Drähtchen auf dem Chip)

  • Echt? Also es gibt auf dem Markt noch genügend 6502, mit denen man all' diese Varianten abdecken kann (bischen TTL-Geraffel drumrum bauen, dann ist man wieder im Spiel). Und wenn Du wirklich größere Mengen brauchst, nimmst Du einen FPGA - seit ich vor ein paar Jahren das letzte Geheimnis des 6502 gelüftet habe (Verhalten in der Situation "ein BRK wird durch einen NMI unterbrochen"), haben wir eine zyklusgenaue Nachbildung - inklusive aller Dummy-Zugriffe , die der Proz so macht.

    Ein Ersatzteilproblem existiert in meinen Augen nicht.

    Jens

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