Elkos im TFT tauschen: gefährlich für Laie?

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 9.604 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (26. Januar 2013 um 21:06) ist von JMP$FCE2.

  • Ich müsste in meinem TFT die Elkos am internen Netzteil tauschen, da der TFT ewig lange braucht bis er angeht.

    Jetzt stellt sich mir die Frage ob das Wechseln für einen Laien gefährlich ist (Stichwort "Hochspannung")?

    Das Löten an sich traue ich mir zu, darin liegt nicht das Problem. Hab aber jetzt mehrfach gelesen dass die alten Elkos noch Spannung drauf haben und die ganze Sache deshalb nicht ganz ungefährlich ist...

    Wie seht ihr das, sollte man besser die Finger davon lassen wenn man vorher nur Kabel und so Zeug gelötet hat? :whistling:

  • Netzkabel abziehen und eine Woche liegenlassen, dann vorsichtig aufmachen und erstmal mit isoliertem Werkzeug die Kondensatoren kurzschließen oder sowas?

    Ich hab' das auch mal bei meinem TFT machen müssen. Auf den Kondensatoren war auch nach mehr als 24h noch kräftig Spannung drauf (große Funken beim Kurzschließen). Deswegen lieber noch länger liegenlassen...

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  • Am besten in eine Autorisierte Fachwerkstatt geben, das kostet eine kleinigkeit dafür weißt du auch daß es richtig gemacht ist.

    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.

  • Bevor ich mich in die Nesseln setze: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber auf Nummer sicher gegen!

    Aber eigendlich ist es keine große Sache: Bildschrim ne Zeit lang liegen lassen. Aber ACHTUNG! Wie schon geschrieben, können die Elkos auch noch sher lange Spannung halten. Also beim öffnen erstmal grundsätzlich davon ausgehen, dass Spannung drauf ist und entsprechend vorsichtig sein.

    Die ELkos kann man idr gut mit einem Multimeter entladen, so lange die Spannung nicht zu hoch ist. Das sollte aber in einem TFT nicht der Fall sein. Am besten nachsehen. Steht ja auf den Elkos drauf. Wenn der Wert das Muximum des Voltmeters nicht übersteigt einfach damit mal ranhalten. Dann sieht man, ob und wie viel Saft noch drauf ist. Zudem sieht man schön, wie sie sich langsam entladen. Ist zwar nicht die schnellste Option, geht aber recht gut und sicher.

    Gruß C-Man

  • Wenn das TFT noch läuft, einfach im Betrieb nicht normal abschalten sondern den Netzstecker ziehen. Das erledigt schon einmal einen großen Teil der Ladung in den gefährlichen Elkos. Danach etwas liegen lassen und vor der Bastelei diese Elkos mit dem Voltmeter nachmessen.

    (Gefährliche Elkos: Elkos im Primärteil des Netzteiles und Elkos im Inverter für die Hintergrundbeleuchtzung).

  • Kondensatoren auf der Primärseite von Netzteilen können auf rund 400 V aufgeladen sein, und das ist nicht mehr lustig. Je nach Kapazität ist die darin gespeicherte Energie gesundheitsschädlich.
    Wer sich mit Elektronik nicht auskennt bzw. keine entsprechende Ausbildung hat, sollte unbedingt die Finger von Netzteilen lassen. Jegliche Spannung oberhalb von 42V kann unter ungünstigen Umständen tödlich sein und entsprechende Schaltungsteile sollten daher nur von Fachleuten, die wissen, was sie tun, angefasst werden.

    Den Vorschlag, die Kondensatoren mit dem Multimeter zu entladen, kann ich leider auch nicht ganz nachvollziehen. Wie denn? Im Strommeßbereich ists wieder ein Kurzschluß, den man vermeiden sollte und im Spannungsmeßbereich funktioniert das allenfalls mit alten Drehspulinstrumenten ohne Verstärker leidlich. Moderne Meßgeräte (sofern sie nicht zur Kategorie Schätzeisen gehören) haben dafür einen viel zu hohen Innenwiderstand.

    Der Zusammenhang ist folgender: Tau = R*C, wobei Tau die Zeitkonstante ist, in der sich ein Kondensator auf ca. 67% der Endspannung auflädt bzw. um 67% entlädt. Nach 3 * Tau ist der Endwert zu etwa 99% erreicht. Wenn der Kondensator jetzt z.B. 470uF hat und das Meßgerät hat 1 MOhm Eingangswiderstand, dann sind Tau = 470s. 3x Tau sind also folglich 1410s = 23,5 Minuten.

    Man muß also den Widerstand kleiner machen, um die Zeitkonstante zu verkleinern. Da hier aber wie gesagt Spannungen von bis zu beinahe 400V anliegen können ist das trotz der Einfachheit nichts für Anfänger. Also unbedingt den Fachmann machen lassen.

  • Ich würde glatt im Betrieb den Netzstecker ziehen. Damit sind auch die primär Ladeelkos garantiert leer.
    Ich versteh immer nicht warum da son Hurra davon gemacht wird.

    Mein ignorierter Beitrag zur Netzteildiskusion:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

  • Ich versteh immer nicht warum da son Hurra davon gemacht wird.

    Weil wenn du einen Rat gibst, und er wird von einem Leihen falsch umgesetzt, dann kannst du U.u. zur Verantwortung gezogen werden.

    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.

  • Leute ihr habt mich überzeugt - ich geb das Teil in die Werkstatt! :wacko:

    Das ist mir echt zu heikel. Nee nee, lass mal. Da lass ich lieber nen Fachmann ran. :pinch:

    Trotzdem danke für die Tips.

  • Hab keine Sorge, das schaffst Du locker, das ist echt kein Hexenwerk.

    Einfach im laufenden Betrieb den Stecker ziehen, dann das Ding zwei Stunden liegen lassen. Danach sind die Elkos so gut wie leer. Den Rest kannst du mit dem Multimeter entladen und dann einfach auslöten und tauschen.

    Viel Erfolg
    Tom / Pentagon

  • Das hier alle vor diesem putzigen 350V Cap Angst haben...
    Habt ihr da mal drangelangt?
    Natürlich -- danach nimmt man sich erstmal ne Pause, trotzdem:
    Wenn man aufpasst passiert da gar nichts.

    Bei CRTs ist das ähnlich.
    Angst habe ich da eher davor, die Röhre zu beschädigen, als eine Gescheppert zu bekommen...

    Außerdem muss ein TFT schon sehr schlecht gebaut sein, damit Spannung im Primärkondi bleibt.

    Das reine Austauschen geht mittels einer Lötstation gut vonstatten.
    Allerdings darf man nicht zu wenig Leistung haben. Die teilweise sehr großen Masseflächen können seeeehr gut Wärme abführen...

  • Das Problem bei Stromschlägen in diesen Bereich ist nicht unbedingt, das man als Bratwurst endet doch es kann durchaus passieren, das sie das Herz aus dem Takt bringen, da kann man mit viel Pech auchnoch Stunden später tot umfallen. Wenn man da nicht leichtsinnig drangeht ist es aber in der Regel nicht so gefährlich. Man rennt auch nicht quer über eine vielbefahrene Straße ohne zu schauen.

  • Manawyrm & Pentagon:

    Jetzt ist endlich mal jemand so Vernünftig und lässt die Finger von Netzspannungsbetriebenen Sachen weil er sich damit nicht so auskennt und dann kommt Ihr mit so Sprüchen...
    Unfassbar. :thumbdown: