Angepinnt Mehrere Peripherie-Geräte - müssen alle angeschaltet sein?

  • Mehrere Peripherie-Geräte - müssen alle angeschaltet sein?

    Hallo zusammen,

    wenn ich mehrere Peripheriegeräte am C64 betreibe, müssen die dann alle angeschaltet sein damit das Signal durch das Serielle Kabel durchkommt? Zum Beispiel bei einer Verkabelung C64 -> erste 1541 -> zweite 1541 -> 1541 Ultimate II-Modul - wenn die erste 1541 ausgeschaltet ist, sollte dann die zweite und das 1541 Ultimate trotzdem ganz normal unter deren Geräteadresse erreichbar sein?

    Bin grade am überlegen ob ein serielles Kabel kaputt ist oder es wirklich so wahr, dass alles angeschaltet sein musste damit alle Geräte auf dem seriellen Bus liefen.

    Grüße
    -act
  • Nein, müssen nicht eingeschaltet sein.

    müssen nicht - allerdings können nicht eingeschaltete geräte am bus durchaus zu komischen problemen führen. bei der fehlersuche würde ich daher alle nicht dringend benötigten geräte vom bus abstöpseln.
  • oft geht es gut mit ausgeschalteten geräten. muss aber nicht. neulich konnte ich in zwei arm2iec dieses ausgeschaltete verhalten durch einen bateiltausch auf 1985er elektronikbauteile verbessern. aus japan glaub ich.

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    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!
  • Ebster schrieb:

    bei ausgeschalteter 1541 wollte die 1541u leider nicht...
    Was kann denn da noch eine Rolle spielen, außer dem schon genannten und den Kabeln? Ich habe zwei 1541-II und eine 1581 problemlos ausgeschaltet vor einer 1541U (sowohl I als auch II) hängen.

    Edit: Bei Demos mit superoptimiertem Loader geht das natürlich auch nicht.
  • Um damit mal etwas Licht in die Sache zu bringen warum oft der Betrieb mit vielen Devices nicht funktioniert:
    Die Definition von logisch 1 (HIGH) ist ein Spannungspegel von grösser 2 Volt und für ein logisch 0 (LOW) kleiner als 0,8 Volt.
    Der Serielle Bus ist so ausgelegt das alle Teilnehmer die Leitungen auf LOW ziehen können um damit eine Pegeländerung zu erreichen.
    Jetzt fragt man sich woher denn der Pegel für ein HIGH kommen mag, das wird dadurch Sichergestellt das alle commodore-Geräte auf allen Seriellen Leitungen einen Widerstand von 1 kOhm gegen +5V haben, das nennt man dann PULLUP.
    Und wenn man jetzt eines dieser Geräte im seriellen Bus ausschaltet dann werden die immer noch vorhandenen Widerstände auf einmal wegen der fehlenden +5V zu Widerständen die gegen Null Volt ableiten und werden zu PULLDOWN.
    Und wenn man jetzt zwei Widerstände in Reihe hat, der eine mit 1kOhm an +5V und der andere mit 1kOhm an Null hat man in der Mitte für einen HIGH Pegel auf einmal nur noch 2,5 Volt denn der Serielle Bus liegt in der Mitte der beiden Widerstände.
    Spätestens dann wenn noch ein Gerät mit seinen PULLUP Widerständen ausgeschaltet wird und diese dann zu PULLDOWN Widerständen werden und die HIGH-Grenze noch weiter runterziehen ist für den C64 der Punkt gekommen wo er nicht mehr zwischen den Pegel unterscheiden kann und es funktioniert dann nicht oder sporadisch.
    Dummerweise sind diese Grenzen nicht festgenagelt sondern durch Bauteiltoleranzen relativ flexibel so das nicht gesagt werden kann das JEDER C64 mit mindestens zwei oder gar nur ein ausgeschaltenen Geräten am Seriellen Bus klarkommt. Das Kabel dazwischen spielt dann auch noch eine kleine Rolle und macht das ganze zur Lotterie.
    Auf der anderen Seite wird es auch zum Problem wenn zu viele eingeschaltete Geräte am seriellen Bus hängen, dann sind viele PULLUPS am Bus und der kleine arme Transistor im C64 schafft es nicht den Pegel soweit runterzuziehen das daraus noch ein brauchbarer Pegel für LOW wird den die anderen Geräte erkennen könnten.

    Alles hat seine Grenzen.