Hilfe bei möglichen Amiga 1200 Upgrade gesucht

Es gibt 38 Antworten in diesem Thema, welches 6.582 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Dezember 2012 um 11:23) ist von Stefan75.

  • Nachdem ich nun schon eine ganze Weile auf Amiga.org und Amibay poste, dachte ich, ich melde mich mal hier an.

    Ich bin 23 Jahre, hauptberuflicher Programmierer und habe schon immer vom eigenen Amiga 1200 geträumt. Dank Petro Tschytschenko ist dieser Wunsch nun vor einigen Wochen auch in Erfüllung gegangen.

    Da ich das Optimum aus meinem brandneuen Amiga 1200 herausholen möchte, habe ich mich auch schnell für ein Upgrade entschieden. Hierfür ist dann auch nur eine Blizzard 1260 in Frage gekommen. Jene (060@77MHz, ohne RAM) wurde mir auch recht schnell für einen Preis von 430€ + Versand angeboten, wenig später (unglücklicherweise kurz nachdem ich bereits 256MB 50ns EDO Simms und ein Blizzard SCSI Kit gekauft hatte) zog der Anbieter dann aber plötzlich sein Angebot zurück.

    Da ich nun weiter auf der Suche nach einer 1260 bin und das nächste Angebot vielleicht nicht ganz so "prall" ausfallen mag, wollte ich mal fragen, ob es denn evtl. Leute in Deutschland gibt, die in der Lage sind, eine Blizzard 1240 (diese wurde mir zuhauf angeboten) mit einem gesockelten Quarz, einer gesockelten Rev 5 oder 6 CPU und den nötigen Spannungsregulatoren sowie einen desktoptauglichen Simm Sockel auszustatten.

    Demnach also die Frage: Wer ist hierfür der absolute Spezialist und könnte dies preisgünstig, sauber und unkompliziert umsetzen?

    Zusatzfrage: Stimmt es, dass der RAM 60ns oder langsamer gefahren werden muss, sobald man das SCSI Kit anschließt oder gilt das nur für Blizzard 1230?

  • Du solltest Dich bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. registrieren, dort gibt es ein paar Leute, die Dir eine Blizzard 1240 umbauen können. Meine 1240 habe ich zwar selbst umgebaut, würde das aber nie für andere Leute anbieten (Risiko). Wenn die Trapdoorklappe des Erweiterungssteckplatzes geschlossen werden soll, mußt Du Dich allerdings von einer gesockelten CPU verabschieden.

  • Du solltest Dich bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. registrieren, dort gibt es ein paar Leute, die Dir eine Blizzard 1240 umbauen können. Meine 1240 habe ich zwar selbst umgebaut, würde das aber nie für andere Leute anbieten (Risiko). Wenn die Trapdoorklappe des Erweiterungssteckplatzes geschlossen werden soll, mußt Du Dich allerdings von einer gesockelten CPU verabschieden.

    Bei a1k melde ich mich an, sobald das wieder möglich ist (AFAIK sind Registrierungen dort mitlerweile gesperrt, wegen der übermäßigen Anzahl an Spambots). Von der Idee, die Trapdoorklappe geschlossen zu halten habe ich mich schon verabschiedet. Werde wohl ein paar von diesen runden, metallenen "Abstandhaltern" drunter basteln, die man häufig unter Hifi Geräten findet. Damit sollte ich genug Abstand zum Tisch erreichen, um auch den dicksten RAM nicht anecken zu lassen.

    Momentan habe ich allerdings ein Anderes Problem. Habe meinen Amiga gerade das allererste Mal eingeschaltet und nach etwa 20 Sekunden kam dann auch schon der Schock. Keine der beigelegten Workbench Disks wird erkannt. Magic Pack habe ich noch nicht ausprobiert, aber das wird wahrscheinlich das selbe sein.

    Hätte nicht erwartet, dass Disketten so anfällig sind. Vorallem, wenn sie noch nie zuvor benutzt wurden.

    Jetzt habe ich ziemliche Angst, dass es bei meinen Amiga Spielen (alte wie auch frisch erworbene) und den Magic Pack genau das selbe sein wird.

    Hoffentlich kann man da noch irgendwas machen.

    Habe zwar schon einige Festplatte zurück ins Leben gebracht, aber noch nie eine Diskette. Ist da evtl. noch was zu retten?

  • Muss nicht unbedingt an den Disketten liegen. Kann auch am Laufwerk oder den mittlerweile bestimmt ausgelaufenen Elkos hängen.

  • Kaputte Disketten-/Laufwerke sind ja leider beim Amiga recht häufig anzutreffen.
    Aber einen 68060er Amiga schafft man sich ja nicht gerade dafür an um dann Monkey Island 2 von 11 Disketten zu spielen.
    Eine CF-Karte sollte da rein und dann WHDLOAD, und vielleicht tut es eine 68030er auch?
    Das ganze post-Y2K-High-End-Amiga-Zeugs kann man wahrscheinlich eleganter auf einem alten Mac Mini betreiben.

  • Jeder, wie er es mag...

    Aber Laufwerk Reinigen ist immer das erste, was ich mach, bevor ich das in einem alten Rechner das erste Mal in Betrieb nehme. Ich will mir ja nicht meine guten, alten Disketten kaputt machen :)

    EDIT: Reste der Magnetschicht an den Schreib-/Leseköpfen können ganz schnell die Disketten verkratzen!

  • Kaputte Disketten-/Laufwerke sind ja leider beim Amiga recht häufig anzutreffen.
    Aber einen 68060er Amiga schafft man sich ja nicht gerade dafür an um dann Monkey Island 2 von 11 Disketten zu spielen.
    Eine CF-Karte sollte da rein und dann WHDLOAD, und vielleicht tut es eine 68030er auch?
    Das ganze post-Y2K-High-End-Amiga-Zeugs kann man wahrscheinlich eleganter auf einem alten Mac Mini betreiben.

    Habe ich auch ganz sicher nicht vor. Nur sollte man ja erstmal Amiga OS draufbekommen, bevor man mit dem Gerät etwas anfangen kann.
    68030er tut es leider nicht. Ich will für den Amiga Software entwickeln und dafür braucht es etwas mehr als der schlappe 68030er bieten kann.

    Momentan tippe ich auch fast eher auf das Laufwerk.
    Es scheint so, als würde er die Floppy garnicht wirklich lesen.

    Vorhin habe ich nach dem ersten Lesefehler die Disk mehrmals raus- und wieder reingeschoben und irgendwann kam dann ein Fehler in Sektor Block 002. Nachdem ich die Disk dann noch einmal ganz rausgezogen und ohne Disk im Laufwerk auf Retry gedrückt habe, ist das Laufwerk völlig durchgedreht und hat sich erst beruhigt, als ich das Gerät ausgeschalten habe.

    Nach einem Neustart dann allerdings wieder der übliche DOS Fehler (den Sektor Block Fehler bekomme ich jetzt auch nichtmehr angezeigt, weil er nie auch nur annähernd lange genug von der Disk liest).

    Würde die Fehlerquelle ja gerne etwas eingrenzen. Dummerweise habe ich aber keine Floppies, die ich in letzter Zeit getestet hätte und auch kein Ersatzlaufwerk.

  • kbr: Er hat einen "neuen" 1200er, da wird das Laufwerk wohl eher sauber sein.

    Blinx123: Bewegt sich denn der Lesekopf? Es kann sein, dass sich durch die kange Lagerung das Fett an der Führungsstange verhärtet hat. In dem Fall aufmachen, etwas Vaseline o.ä. draufgeben und den Kopfschlitten vorsichtig etwas hin- und herbewegen.

  • Die 1200er von Herrn Tschytschenko sind Überraschungseier, Freund von mir hat auch so einen ergattern können, sehen noch ziemlich gut aus für die
    lange Lagerzeit, auch von innen, sind wahrscheinlich schon im Vorfeld gesäubert worden.

    Die Floppy lief, aber die mitgelieferten Disketten haben wir nicht verwendet, sahen teilw. schon recht "verbogen" aus.
    Aber jetzt kommt's:
    Der Tschytschenko-Amiga verweigerte jegliche Zusammenarbeit mit Turbokarten, ausprobiert haben wir:
    ACA 1231
    Blizzard 1230 IV
    Blizzard 1220/4

    Mein Kumpel war schon mit den Nerven am Ende. Daraufhin habe ich ihm angeboten, die Elkos zu tauschen. Von dem Gedanken, dass sein "nagelneuer" A 1200
    gleich komplett zerlegt wird, war er wenig begeistert :D

    Habs dennoch gemacht, ohne Erfolg. Das Indien-Board lehnt jede TK ab. Manchmal kommt der Kickstart-Screen, freezed aber nach wenigen Sekunden gleich wieder.
    Somit liegt das Board jetzt hier ungenutzt rum, 200 Taler für die Tonne. :cursing:

  • Ich denke der Defekt liegt wohl weniger an dem 1200 sondern an der langen Einlagerung.

    Gib her das Board, bevor es in die Tonne kommt, habe immer ein Plätchen frei.

  • kbr: Er hat einen "neuen" 1200er, da wird das Laufwerk wohl eher sauber sein.


    da wär ich mir nicht so sicher, schaden kann es jedenfalls nicht.

    Blinx123: Bewegt sich denn der Lesekopf? Es kann sein, dass sich durch die kange Lagerung das Fett an der Führungsstange verhärtet hat. In dem Fall aufmachen, etwas Vaseline o.ä. draufgeben und den Kopfschlitten vorsichtig etwas hin- und herbewegen.


    das dürfte bei einem neuen Gerät ja auch nicht der Fall sein :)

    Es könnte auch(wie so häufig) an den Elkos liegen. Hatte erst kürzlich ein Laufwerk, das deswegen nicht mehr richtig lief, weil die Drehzahl dadurch sehr stark schwankte.

  • Na toll. Hoffentlich kommt das nicht auch noch bei mir hinzu. Mit einem simplen Timingfix wäre das wohl dann nicht zu beheben, oder?
    Hätte wohl doch lieber einen gebrauchten auf Ebay oder Amibay kaufen sollen :(

    Könnte mir evtl. Jemand eine Diskette zuschicken, die er nicht mehr braucht und von der er weiss, dass sie definitiv funktioniert?
    Würde gerne ausschließen, dass meine Disketten defekt sind (wobei sie es jetzt wahrscheinlich eh sind, da ich vergessen habe, den Schreibschutz zu aktivieren).

    Wenn es wirklich am Laufwerk liegen sollte, werde ich mir wohl im neuen Jahr ein Laufwerk bei Amigakit kaufen.

  • 68030er tut es leider nicht. Ich will für den Amiga Software entwickeln und dafür braucht es etwas mehr als der schlappe 68030er bieten kann.


    Na die wird ja dann auf VIELEN 1200ern 4000erm zum Laufen kommen :wink:

    Was soll das denn für ultimative Software sein, die dermaßen Ressourcen benötigt?

    Lieber einen Commodore in der Hand als ein Atari auf dem Dach

  • Na die wird ja dann auf VIELEN 1200ern 4000erm zum Laufen kommen :wink:

    Was soll das denn für ultimative Software sein, die dermaßen Ressourcen benötigt?

    Größtenteils Ports und vielleicht das ein oder andere neue Spiel.
    Wird auf einen 030er wohl eher schwer. Da reicht nichtmal die Power für so etwas wie Dosbox AGA (NovaCoder ist da ja auch eher pessimistisch, was das angeht).

  • Na dann würde ich dir aber eher zu WinUAE Raten, da hast du genug Power und das billiger, an deiner stelle würde ich erstmal wirklich mit ner 68030 anfangen oder noch besser wenn du Portieren willst kauf dir einen 4000er mit ner Graka drin weil AGA ist meistens ein bissel langsam.

  • Größtenteils Ports und vielleicht das ein oder andere neue Spiel.
    Wird auf einen 030er wohl eher schwer. Da reicht nichtmal die Power für so etwas wie Dosbox AGA (NovaCoder ist da ja auch eher pessimistisch, was das angeht).

    jaja, so ist die NEUE Generation der Programmierer :| Statt das optimalste aus gegebener Hardware durch "geniale" Programmierung herauszuholen, wird nach immer mehr Power gebettelt, weils es ja angeblich so nicht geht.
    Wenn du schon "Ports" aud 68k Rechnern machen willst, solltest du die Zielgruppe wohl eher nicht bei 68060 Nutzern suchen, denn die sind weit aus rarer gesät, als Nutzer, die einen 68030 Prozessor im Amiga verbaut haben.
    Wenn man das nicht mal schafft, lass es gleich sein :thumbdown: und suche dir ein schnelleres Spielzeug.... vielleicht so ein NG-Amiga :D ... mit noch kleinerer Zielgruppe

    Lieber einen Commodore in der Hand als ein Atari auf dem Dach

  • Na dann würde ich dir aber eher zu WinUAE Raten, da hast du genug Power und das billiger, an deiner stelle würde ich erstmal wirklich mit ner 68030 anfangen oder noch besser wenn du Portieren willst kauf dir einen 4000er mit ner Graka drin weil AGA ist meistens ein bissel langsam.


    Zumal die erhältlichen 060er Karten eine bescheidene Chipsatzanbindung haben, da wird der eigentliche Amiga eher nebenher "mitgeschleift" im Vergleich zur 68030 CPU.

    Micha

  • @Schlachtwerk

    WinUAE ist schön und gut. Allerdings weit von Zyklusakkurat und das richtige Feeling will irgendwie auch nicht aufkommen.
    Hätte das ganze eben einfach mal gerne auf einen richtigen Amiga getestet und den A1200 wollte ich sowieso schon seit frühester Kindheit.

    MaTel

    Wenn man keine Ahnung hat.
    Selbst wenn ich Spiele programmiere, die auch auf 030 laufen, ist der 060 trotzdem die bessere Wahl. Deutlich schnellere Kompilierungszeiten, SCSI Interface und höhere Kompatibilität sei dank.

    Und von neuer Programmierergeneration und "nach immer schnellerer Hardware krächzen" zu reden ist irgendwie ein wenig pathethisch, hält man sich vor Augen, dass es hier um einen Amiga geht und nicht um einen top modernen Windows PC (auf dem verwenden Entwickler übrigens auch prinzipiell die relativ neueste Technik, auch wenn ihre Programme auf Pentium 4 Platformen laufen können).

    Frag einfach mal ein paar der bekannteren Amiga Entwickler. Von denen wird dir jeder sagen, dass er mindestens eine Apollo 060 mit 64MB verbaut hat.

  • Für PC-Portierungen führt oft kein Weg an einem 68060 vorbei, aber zum Programmieren würde ich auch eher einen 68030 empfehlen. Denn dann bemerkt man gleich, wenn etwas zu langsam ist.

  • Öhmm an meiner Blizzard IV ist auch ein SCSI Interface dran nur benutze ich es nicht mehr ^^.

    Wenn man heute etwas für die 68K Amiga Community tuen will sollte man echt beim 68030 bleiben schon alleine wegen der ACA Karten die es ja nun zu kaufen gibt. Ein 60er ist ein tolles Spielzeug, hätte ich auch gerne aber seien wir mal ehrlich den Preis möchte ich dafür nun echt nicht Zahlen zumal der nutzen bei dem dingen recht gering ist. Aber wenn es dir um kürze Compiler läufe geht, da ist dann wieder WinUAE das beste was geht, beim Compilieren braucht man kein Amiga Feeling um ein paar Zahlen zu bestaunen finde ich und für die ersten Tests tut es WinUAE auch, dann damit auf Diskette oder CF Card und rüber zum AMIGA und schon hast du 100% Amiga Felling ohne lange Wartezeiten.