Hello, Guest the thread was called5.4k times and contains 53 replays

last post from detlef at the

IPX DOS Netzwerk - wie gehts?

  • Der 486 hat auch PCI, aber dort finde ich im Bios keine spezifischen Einträge?

    Ohje. Das ganze P'n'P in der Ära war eine Katastrophe. Aber warum nimmst Du dann nicht gleich PCI-Karten mit 100Base-T? Dafür gibt es auch DOS-Treiber. Hierfür auf ISA zurückzugreifen macht man doch eher, wenn es partout mit PCI nicht will. (?)

  • IPX war ja damals schon Grütze :)

    Jeder PC sendet alles an jeden, damit bekommt man jedes Netz platt.

    Na ja, so lange das Spiel eine reine Peer-to-Peer-Architektur implementiert statt ein System als "Server" zu deklarieren geht das mit IP auch nicht anders. Doom war aber wohl in den ersten Versionen besonders unbeliebt bei Netzwerkadmins, weil es ursprünglich für alles Broadcasts verwendet hat und erst in einem späteren Patch die Daten direkt an die anderen mitspielenden Rechner gesendet hat.


    Oh, und die Theorie:

    Könnte ein alter monolithischer Treiber aus Netware 2.x-Zeiten sein, der alles in einer Datei enthält.

    ...ist defintiv falsch, da es sich um einen Packet-Driver handelt. Packet Driver ist eine andere Variante von Netzwerktreiber, die häufig für TCP/IP-Anwendungen unter DOS verwendet wurden und nichts mit Novells IPX zu tun haben.. Es gibt zwar einen Adaptertreiber, um IPX über einen Packet-Treiber sprechen zu können, aber das macht alles nur noch komplizierter.

  • Der 486 hat auch PCI, aber dort finde ich im Bios keine spezifischen Einträge?

    Ohje. Das ganze P'n'P in der Ära war eine Katastrophe. Aber warum nimmst Du dann nicht gleich PCI-Karten mit 100Base-T? Dafür gibt es auch DOS-Treiber. Hierfür auf ISA zurückzugreifen macht man doch eher, wenn es partout mit PCI nicht will. (?)

    Na, PCI für sinnvollere Sachen vorsehen. Per Ethernet ist 10Base2 oder T doch genau das richtige.


    Ich würde erstmal klären, ob das Kabel mit Abschlüssen spezifikationsgerecht angeschlossen ist. Wenn das nicht der Fall ist, ist die ganze Testerei und Propiererei mit der Software überflüssig. Zu dem Punkt Terminatoren und deren Abschluss bzgl. Erdung fehlt noch die Information, ob das überhaupt korrekt angeschlossen ist. Wenn nicht, bekommt man die verschiedensten Effekte, besonders wenn Störquellen in der Umgebung sind.


    Erst wenn der Punkt sicher ist, würde ich mit der Software anfangen.

  • Ich würde erstmal klären, ob das Kabel mit Abschlüssen spezifikationsgerecht angeschlossen ist.

    .....naja. Einfacher geht es eigentlich nicht. 2 T-Stücken, Kabel, Arnies am Ende, fertig. Da hatte ich bei Installationen bis >30m Kabellänge und 10 Rechnern dran nie Probleme. Die Symptomatik, dass sich die Rechner gegenseitig abschießen können, wenn Traffic auf dem Netzwerk ist, deutet ja drauf hin, dass die Übertragung an und für sich geht und das Problem irgendwo vergurkte System-"Ressourcen" sind.

  • Da wäre ich mir nicht so sicher. Oft werden falsche Terminatoren verwenden oder nicht richtig angeschlossen. Oft ist keiner geerdet. Das kann die schönsten Effekte geben. Das ist nicht umsonst so spezifiziert. Wird aber oft weggelassen und hat früher auch oft "recht" gut funktioniert, da nicht soviele Störquellen vorhanden waren. Das sieht heute oft ganz anders aus.

  • Das Koax-Kabel ist an jeder Netzwerkkarte geerdet.


    Aber Störungen auf dem Koax-Kabel kenne ich auch noch. Lustig sind Stehwellen, die dafür sorgen das mal der eine, mal der andere PC nicht erreichbar ist.

    Lag immer an schlecht gekrimpten Kabeln.


    Später hatte wir nur noch S+K Netzwerkdosen und Kabel im Einsatz (EAD oder wie die hießen). Da gab es diese Probleme nicht mehr.

  • Burschen!


    Vielen herzlichen Dank für all eure Tips/Tricks und Zeit!


    Es läuft.


    Die Lösung war in der Tat, die Realtek 8019 aus dem P133 gegen eine 3Com Etherlink III zu tauschen!

    Ich hatte mir in eBay zwei Stück gekauft, eine davon kam gestern schon hier an. Zwar malte ich mir wenig Hoffnung aus, weil der 486 eben auch eine identische Realtek 8019 verbaut hatte- aber Versuch macht klug!


    Die Treiberinstallation erfolgte komplett automatisiert und nach einem Neustart fanden sich beide Rechner SOFORT in all den Spielen, die vorher partout nicht wollten.

    Im 486 läuft die aus dem P133 ausgebaute Karte einwandfrei... und JA, ich habe wirklich ALLE IRQs/Adressen durchprobiert- keine Chance im Pentium (auch mit ausgebauter Soundkarte nicht).


    Egal- jetzt läufts endlich, und ich freu mich auf ein paar herbe Sessions!


    Viele Grüsse,

    Matthias

  • Die Terminatoren fressen ja "nur" die Signalreflexionen am Ende des Kabels auf. Für die Störungshemmung sorgt doch eher der koaxiale Aufbau.

    Liegt der Schirm nicht eh auf Masse?

    Nein, wenn kein geerdeter Terminator verwendet wird, schwebt der Schirm. Das ist elektrisch sehr ungeschickt. Miss mal nach. Normal, wenn die Karte gemäß Spezifikation aufgebaut ist, darf die BNC-Buchse keine Erde führen. Deswegen ist das wichtig.



    Das Koax-Kabel ist an jeder Netzwerkkarte geerdet.

    Hast Du Deine Karte mal gemessen? Bei meinen ist das jedenfalls nicht so. Erde hast Du am Slot-Blech.


    Vielen herzlichen Dank für all eure Tips/Tricks und Zeit!

    Es läuft.

    Die Erdung des Schirms (an nur einer Stelle) solltest Du dennoch überprüfen. Wenn die nicht stimmt bzw. fehlt, leidet meistens die Stabilität und die Performance im Netztwerk (temporär).

  • Das Koax-Kabel ist an jeder Netzwerkkarte geerdet.

    Hast Du Deine Karte mal gemessen? Bei meinen ist das jedenfalls nicht so. Erde hast Du am Slot-Blech.

    Ich habe aktuell kein Koax-Netz installiert. Aber wir hatten damals immer wieder Problem mit Netzwerken über mehrere Etagen mit Potentialdifferenzen. Das ging teilweise so weit, dass beim Anschließen des Koax-Kabels die Sicherung geflogen ist.

    Vielleicht gab es Netzwerkekarten, wo der Schirm nicht auf Masse/Erde lang aber dann frage ich mich, auf welchem Potential der Schirm sonst liegen sollte?


    Beim PC sind sekundärseitig Masse und Erde verbunden.

  • detlef: Der Schirm liegt schon auf Erde, aber nur an einem Punkt. Nach Spezifikation an einem Ende des 10Base2-Strang über den einen geerdeten Terminator. Der andere Terminator ist nicht geerdet.

    Wenn Ihr das damals so nicht gemacht habt, kamen Eure Probleme wahrscheinlich daher oder dass Ihr Komponenten verwendet habt, die nicht nach Spezifikation gebaut wurden.

    Normalerweise hast Du das Problem nicht. Ein Segment darf bei 10Base2-Verkabelung bis 185 m lang sein. Und dabei ist klar, die Geräte hängen nicht alle an der gleichen Sicherung, wenn man die Länge ausnutzt.

    Das klingt nach einem Fehler in Eurer Verkabelung/falschen Netzwerk-Hardware damals. Über die 10Base2-Repeater konntest Du ja auch mehrere 185m-Segmente miteinander verbinden.

    Bei den Längen war es damals üblich, dass das auch über mehrere Etagen ging und funktioniert hat.