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IPX DOS Netzwerk - wie gehts?

  • Hallo


    Auch schon in einem andern Forum gepostet, trotzdem mal ein wenig entgegen der Laberecke ein anderes Thema, v.a. für Klassiker im Netzwerk:
    Vielleicht weiss hier jemand was?


    Habe hier zwei Pentium PCs mit verschiedenen oder gleichen PCI Netzwerkkarten ausprobiert. Mit LAN Kabeln -> Routern oder auch direkt per Crosscable.
    Ich kriege keine Verbindung hin. Mit Doom1 (IPXSETUP.EXE) und Death Rally haben wir es versucht.
    per mTCP funktioniert jeder Rechner einzeln sehr gut, kann vom lokalen Server (192.168.x.x) per FTP mit jedem Rechner Dateien runterladen usw. Auch erkennt Death Rally den IPX "Treiber", kann also ein Spiel initializen oder versuchen beizutreten. Ebenso Doom1 IPXSETUP.EXE meckert nicht, dass kein IPX vorhanden wäre.
    Allerdings kann ich, auf den jeweiligen Rechnern, den jeweils anderen (den FTP Server schon, der auch im lokalen 192.168.x.x Netz ist) nicht anpingen, auch unter Win7 (wo der besagte FTP Server läuft) nicht.
    Nun gibt es im Internet diverse Anleitungen und Beschreibungen mit IPX Packetdrivern PDIPX.COM, IPXPD.COM, ein Archiv mit einer .zip Datei PKTD11.ZIP, so die einschlägigsten Dinge, die man findet, wenn man sich damit beschäftigt.
    Funktioniert nichts... seit Stunden schon da dran...


    Rechner sind:


    1) P233MMX 3COM FAST ETHERLINK XL PCI / RTL8139 PCI
    2) P133 3COM FAST ETHERLINK XL PCI / RTL8139 PCI


    Wie o.g. schon beide auch mit 3com, als auch RTL8139 Karten ausgestattet und alle möglichen Konfigurationen durchgetestet, auch mit LAN über Internet-Router und direkt, per CrossCable. Diverse 0x60, 0x6F etc. Settings, 802.3 Frames, 8137 Konvertierung usw., alles durch.
    Und nochmals: mit mTCP funktioniert ALLES wunderbar.


    Weiss jemand mehr oder hat schon damit was probiert?


    EDIT: Ich weiss von früheren 90er LAN-Sessions, dass es ein Problem war stabile Verbindungen herzustellen, manchmal Glückssache, k.a. mehr, was da alles geladen wurde... Eins jedoch sicher: Alle Verbindungen waren "mechanisch" per BNC + Terminatoren (Koax-Kabel). Hier v.a. bei PCI Netzwerkkarten sind "nur noch" CAT5 Kabel im Einsatz, liegt das daran? Denke eher nicht, oder?

  • Wir hatten für IPX-Netzwerke immer Netware lite im Einsatz unter DOS.
    Ich hatte zwei Lizenzen. Wenn wir dann nen dritten Rechner benutzen wollten mussten wir beim Starten die
    richtige Reihenfolge einhalten. Denn NW lite hat die Lizenzkeys abgeglichen, zwei gleiche konnten nicht miteinander.
    Benutzt haben wir 8 Bit WD BNC Karten.
    Ja, war schon manchmal stundenlanges gefummel. Aber wenn es dann lief war alles stabil.

  • Sowohl mit Netware ( 3 und 4 ), was aber einen dedizierten Server voraussetzt, als auch mit Netware Light ( jeder Client kann auch Server sein ) habe ich unter DOS nie Schwierigkeiten gehabt. Ich MUSS leider bei SEHR WENIGEN Kunden heute noch ein Netware Light Netwerk für ein altes reines DOS-Bestellsystem administrieren, weil die Kunden keinen Bock auf was aktuelles haben und die Software quasi blind bedienen können. Zum Teil laufen diese Systeme auch noch mit einem BNC-Netzwerk. Wer also diesbezüglich Fragen hat, immer her damit, habe auch Doku darüber.

    Der Vorteil gegenüber TCP/IP ist, dass es längst nicht so viel Arbeitsspeicher in den unteren 640MB RAM schluckt, als wie die TCP/IP Geschichte. Wenn man ein alten NT4 oder NT5? Rechner hat, kann man auch ein NETBEUI Netzwerk aufspannen, verbraucht auch nicht so viel, wie die TCP/IP Geschichte. Bin mir aber im Moment gar nicht sicher, ob man mit der MS-TCP/IP und der NETBUI Geschichte überhaupt ohne Server arbeiten kann. Kann man auf den DOS-Clients Freigaben machen, auf die andere Clients zugreifen können? Glaube nicht, aber Glaube ist nicht wissen :nixwiss:
    Unter Netware Light geht das zumindest ganz leicht.

  • Kurze Zwischenmeldung:


    der dritte DOS-rechner ist jetzt soweit fertig. sowas dauert meist dann doch länger als man manchmal denkt :-)
    um das ganze diesmal nachvollziehbar zu machen, arbeite ich an einer dokumentation des ganzen, samt bootmanager.


    jedenfalls wäre ich dankbar für jedwede unterlagen oder software, die es gibt dazu. meine alten backups habe ich leider nicht mehr.
    auch fertiger kram, aus denen ich was ableiten und transferieren kann ist willkommen.
    an eine net.cfg und gedöns damit kann ich mich auch noch erinnern ;) ja, da war was.


    werde sicherlich/hoffentlich über die feiertage dazu kommen und dann kann eine IPX LAN session starten.


    nun mal mit netware beschäftigen, falls das nötig sein sollte. der ms client ist installiert.

  • So, es läuft jetzt! ENDLICH!
    Langzeittests stehen aber noch aus. Gerade mal 5 Minuten probiert.


    DOOM und Death Rally im IPX Netzwerk einwandfrei und lagfrei. Haben sich jeweils beide immer sofort gefunden.


    Für die "neueren" Netware Client PacketDriver braucht es LSL.COM v2.11 oder höher.


    Meine tagelange Suche soll Euch nicht vorenthalten bleiben:


    In Ladereihenfolge:


    LSL.COM v2.20
    findet man dort irgendwann nichts mehr, sollte man googlen mit lsl.com "index of /", steht so in einem anderen Forum, so habe ich es auch gemacht.
    3C90X.COM (3COM PCI) oder RTSODI.COM (RTL8139 OEM Disk)
    PacketDriver der Netzwerkkarte (auch PCI geht!) aus dem z.B. A:\NWCLIENT Verzeichnis. Alle Dateien sind nötig.
    IPXODI.COM
    von einem NWLite v1.1 Upgrade. Diese Dateien habe ich auf eine Diskette kopiert und von dieser INSTALL.EXE, nicht .COM, ausgeführt und die Diskette "überschreiben" lassen. Dann wird die IPXODI.COM entpackt.
    Letzteres geht sicherlich eleganter, da auf den einschlägigen Seiten eine IPXODI.COM vorhanden ist. Funktion habe ich aber nicht überprüft, nach meiner Methode funktioniert es. Daher meine Beschreibung so.
    In einem anderen Forum meinte jemand, man dürfe eine (LSL), evtl. mehrere (Anm.v.mir), Datei nicht hoch laden (LH).

  • Jungs!


    Ich würde das Thema gerne nochmal hervorholen... bei mir geht diesbezüglich absolut NICHTS.


    - Mehrere Netzwerkkarten

    - Zig *.COM-Dateien (LSL, IPXODI, Treiber der Karten, etc...)

    - Zwei unterschiedliche Kabel, mehrere T-Stücke, Widerstände, etc...


    NICHTS. Unter Doom suchen sich beide Rechner vergeblich, ebenso unter Duke 3d. :(

    Das gibts echt ned- früher lief's ja auch!


    Was ich sagen kann: Beide Rechner (ein 486 und ein P133) haben Probleme, wenn EMM386.exe geladen ist... aber selbst beim Starten ohne Autoexec/Config finden sich die Rechner nicht.

    Erst lade ich LSL.COM, dann die COM-Treiberdatei für die Karte (eine Noname und eine SMC8000), dann IPXODI.COM

    Alles lädt soweit auch ok, und die LEDs der Karten blinken beim Starten von IPXSETUP von Doom (oder eben im Setup von Duke3d).

    Stecke ich das Kabel ab, blinkt die empfangende NW-Karte immernoch brav, also scheint da was anzukommen- aber sie finden sich irgendwie nicht.

    Ich habe zwei Kabel, mehrere T-Stücke und Abschlusswiderstände getestet. Ohne Erfolg.

    Mich macht das langsam wahnsinnig, ich frag mich, wie wir das in den 90gern zum Laufen gebracht hatten?! :D

    Wohlgemerkt damals mit irgendwelchen 8-Bit DFI-net300 Karten, welche anscheinend NE1000-kompatibel waren.


    Vielleicht kann mir ja jemand helfen- Problem ist 1:1 identisch zu dem des Threaderstellers, nur haben wir's (auch mit den Tips hier) nicht zum Laufen gebracht.


    Viele Grüsse und DANKE,

    Matthias

  • Evtl. musst Du die Karten erstmal auf die richtigen Adressen konfigurieren, wenn sich die nicht jumpern lassen. Dazu brauchst Du zu jeder Karte ihr eigenes Tool von der Diskette. Zudem musst Du bei manchen Karten auch einen Adressbereich konfigurieren, den sie belegt, der muss dann in den Memory-Managern (v.a. EMM386 UND Konsorten) explizit als nicht verfügbar angegeben werden (exclude). Verkabelung ist ordentlich mit T-Stücken und je einem 50-Ohm-Arnie am Ende?

  • Möglicherweise verwenden die Stationen unterschiedliche Frametypen, Novell hat irgendwann mal den Default geändert. Eingestellt wird das über die Datei NET.CFG im Verzeichnis mit den Treibern, die evtl. schon existiert weil damit auch Port, Interrupt und so eingestellt werden. Auf einer alten Bootdisk von mir für eine NE2000-kompatible Karte sah das zB so aus:


    Code
    1. Link Driver NE2000
    2.    INT 11
    3.    PORT 280
    4.    FRAME Ethernet_802.2


    Der Treibername in der "Link Driver"-Zeile ist üblicherweise der Name der .COM-Datei des Treibers, aber ohne das ".COM" am Ende. Interrupt und Port müssen natürlich nur drinstehen wenn der Treiber das nicht automatisch erkennen kann - die Werte da oben sind nur Beispiele aus der alten Datei. Die interessante Zeile ist der Frame-Typ, der muss auf allen Stationen gleich sein und je nach Alter des Treibers ist der Default unterschiedlich.


    Protip: "IPXODI A" statt "IPXODI" schaltet ein paar für DOS-Spiele uninteressante Features im Treiber ab und spart so ein wenig Speicher.

  • Interrupt und Port müssen natürlich nur drinstehen wenn der Treiber das nicht automatisch erkennen kann

    Und, wie in der Umgebung üblich, muss man selber dafür sorgen, dass auf den benutzten "Ressourcen" nicht irgendwas anderes drauf liegt.

    Mein Kopf gibt gerade nicht mehr her, womit sich die Netzwerkkarten gerne gebissen haben, aber mein Bauch sagt "MIDI/Roland" auf der Basisadresse, und SB16 auf dem default-IRQ.

  • Jungs, entschuldigt die späte Antwort- aber ich müsste jedesmal in beiden Foren schreiben und bin total genervt, geladen und traurig, weil ich's absolut nicht ans Laufen bekomme. :(


    Peinlich, denn vor 25 Jahren liefs nach einigem Wursteln einwandfrei.


    Wenn sich das jemand antun will, hier ab diesem Post könnt ihr verfolgen, was ich bislang getan hab- ich möchte hier nicht alles wiederholen, es ist wirklich viel... :

    https://forum.classic-computin…&postID=279649#post279649

    -> ich sollte noch hinzufügen, dass man sich wirklich den ganzen Thread ab diesem verlinkten Post durchlesen müsste, um zu sehen, was ich bislang gemacht hab. :(


    Ich würde behaupten, es ist WIRKLICH ALLES dabei, was man im Netz zu diesem Problem lesen kann, sowie von euch hier vorgeschlagen wurde. :(

    Unglaublich.

    Mehrere Versionen von LSL.COM, neue Netzwerkkarten (identisch), neues Kabel, neue Widerstände, Soundkarten ausgebaut, Prozessor umgebaut, starten ohne Startdateien, manuelles zuweisen von IRQs und Adressen, etc,etc,etc....

    Ich weiß absolut keine Lösung mehr.


    Fakt ist: Es geht nicht. Je nach ausgewählten Dateien hängt sich immer der gleiche Rechner auf, wenn er suchen soll, bzw. vom anderen Rechner aus gesucht wird- oder aber, sie finden sich einfach nicht.

    Beide Netzwerkkarten funktionieren definitiv und verstehen sich auch untereinander (RTL8019-Chipsatz, Kommunikation wurde mit EZCFG.EXE getestet)- aber ich bekomme kein lauffähiges IPX-Netzwerk für Spiele hin.

    Getestet wurden Doom 1, Doom 2, Duke3d, C&C1, Hexen, Heretic, Shadow Warrior...


    Hat denn jemand von euch ein BNC-DOS-Spiele-Netzwerk am Laufen? Ich glaube ja fast, dass es jetzt- 25 Jahre später- einfach bei keinem Menschen auf diesem Planeten mehr funktioniert. :D


    Viele Grüsse,
    Matthias

  • Ich würde das Thema gerne nochmal hervorholen... bei mir geht diesbezüglich absolut NICHTS.

    - Zig *.COM-Dateien (LSL, IPXODI, Treiber der Karten, etc...)

    - Zwei unterschiedliche Kabel, mehrere T-Stücke, Widerstände, etc...

    Hast Du die Widerstandswerte mal beprüft?

    Hast Du geprüft, ob es ein 10Base2-Koaxkabel ist? Gibt auch andere.

    Hast Du einen geerdeten und einen nicht geerdeten Terminator verwendet?

  • Kabel ist sicher ein Netzwerkkabel, habe jetzt ein zweites. RG58. Widerstandswerte sind einwandfrei, mit beiden T-Stücken 24,x Ohm. Getestet habe ich mehrere T-Stücke, Kabel, Widerstände... die Karten kommunizieren ja auch einwandfrei. Habe den Test heute nach 10.000 ausgetauschten Paketen gestoppt-> fehlerfrei. :(

  • Definitiv. Aber das scheint ja inzwischen als Problem nicht mehr in Frage zu kommen.

    Gut fand ich auch die billigen NE2000-Clones mit Jumpern. Mit denen konnte man wirklich nichts falsch machen.

  • Im anderen Thread steht was von "0x60" - das war der für Packer Driver verwendete Software-Interrupt und würde darauf hindeuten, dass du die falsche Art von Netzwerktreiber verwendest. Es gab unter DOS diverse Variationen, natürlich alle erstmal inkompatibel. IPXPD oder irgendwelche Treiber im .SYS-Format sind auch der falsche Weg.