Internetzugriff über interne Modemverbindung

Es gibt 15 Antworten in diesem Thema, welches 2.837 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (13. Dezember 2012 um 13:28) ist von Kratznagel.

  • Hallo,


    mal eine Frage an diejenigen, die sich noch mit Modems auskennen.

    Ich habe einen alten W98 Rechner mit Modem, das an meine Telefonanlage angeschlossen ist.
    Das kann auch ein Amiga, oder Apple mit 65K Modem sein. Oder auch mein Laptop mit XP und 56K Modem.

    Mit diesem System möchte ich mich bei meinem PC (Win XP) anmelden und über diesen Rechner und die bestehende LAN / DSL Verbinduing ins Internet.

    Wäre es denkbar, ein Modem "umzudrehen", so, dass dann von meinem DSL Internet über die serielle Schnitttstelle des PC zum Modem verbunden wird?
    Also: Der PC/Mac/ Amiga ruft Nebenstelle 12 an, das Modem hebt ab und ich habe Verbindung zum Internet ?

    Würde einige alte Schätzchen gerne mal wieder so nutzen wie früher.
    Müssten dann PPPoE Treiber installiert werden ?

    Vorteil: Ginge auch im Keller, wo ich kein (W)lan, aber Telefonanschluss habe.


    Nach dieser Anleitung:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    habe ich 2 Windows XP Rechner mit Modem über eine Telefonanlage miteinander verbunden und konnte auf freigegebene Verzeichnisse zugreifen.

    1 Rechner hat zwar über LAN und DSL Internetzugriff, der andere, über die Modemverbindung leider nicht.

    Gruß
    Andreas

  • Mit Modem wird man sich nur normal über den Telefonanschluss irgendwo per Internet-by-Call einwählen. Natürlich gibt es dann keine DSL-Flatrate mehr, sondern wie früher einen Grundpreis pro Anruf + Minutenpreis.

  • Puh, wenn ich das richtig verstanden habe bräuchtest du auf dem PC eine Software/Hardware die einen Telefonanruf annehmen kann, die Signale konvertiert und dann noch das Routing über dein DSL übernimmt. Keine Ahnung ob es so eine Technik rein für den PC irgendwo zu erwerben gibt.

    Dein DFÜ-Server hinter deinem Link hört sich erst einmal vom Namen gut an, ob er wirklichen den gewünschten Dienst für Clients, in deinem Falle Modems, bereitstellt steht auf einem anderen Blatt. ISDN und Analogmodem darf man auch nicht verwechseln, da sie völlig unterschiedliche Protokolle haben. Ich bin aber auch kein Telekommunikationsexperte.

  • Ich denke, ob ein anderer Rechner sich per ISDN oder Analogtelefonmodem auf dem anderen Rechner einwählt ist nicht wirklich von belang. Das Problem liegt wahrscheinlich eher da, dass der angewählte Rechner vom Analog- oder ISDN-Modem das Routing aufs TCP/IP-Netzwerk durchführen muss. Vom Netzwerk geht es dann zum DSL-Modem.

  • Stellt sich immer noch die Frage, warum nicht einfach eine Netzwerkkarte eingebaut wird?

  • @Fröhn: Vielleicht ist kein Steckplatz mehr frei oder auch keine Netzwerkkarte vorhanden oder die Rechner stehen sehr weit auseinander. Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • auf einem Linux Rechner halte ich es für denkbar einen Einwahlserver mit Router zu konfigurieren.

    Bei Windows können meines Wissens nach nur die Server-Versionen die benötigte Router-Funktionalität übernehmen...

    Jedoch, wenn ein Proxy-Zugang ausreicht, dann mach folgendes:

    DFÜ-Netzwerk funktioniert nach deiner Aussage ja schon.
    Auf dem per DSL mit dem Internet verbundenen Rechner installierst du einen Proxy - gute Erfahrung habe ich mit dem analogx-proxy gemacht (Google findet den).
    Auf den Modem-PCs konfigurierst du bei den Proxyeinstellungen im Browser die IP-Adresse des DSL-Rechners im DFÜ-Netzwerk. Du kannst die auf dem DSL-Rechner an der Kommandozeile mit dem Befehl ipconfig abfragen. Hierzu muss allerdings die DFÜ-Verbindung aufgebaut sein.

    Das wars dann auch schon.

    Alternativ kannst du versuchen mit der Windows Internetfreigabe auf dem DSL-Rechner zu experimentieren - dass das allerdings im DFÜ-Netzwerk funktioniert halte ich für unwahrscheinlich.

  • das sollte so gehen, wenn ich mich richtig erinnere hat winxp auch einen pppserver dabei. stichwort DFUE Netzwerk / Eingehende Verbindungen zulassen.
    Das Client Modem wählt dann intern über die Nebenstelle auf den WinXP. Das WinXP sollte dann auch das Routing übernehmen, falls nicht, bin mir nicht sicher, einfach noch einen Socks oder Proxy Server auf dem XP nutzen.

  • Ich würde einfach ein serielles Nullmodemkabel verwenden. Damit kann man sich dann per DFÜ-Verbindung auf einem anderen PC "einwählen", über diesen dann die Internetverbindung läuft.

    Möchte man das ganze unbedingt über ein echtes Modem laufen lassen, benötigt man zwei Modems (für jeden Rechner eins) und eine analoge Telefonanlage dazwischen.

    CU
    Kratznagel

  • Unabhängig von der Frage der Machbarkeit: Hat sich eigentlich schon jemand Gedanken darüber gemacht, ob und wie viel Spaß es macht, heute übliche Webpages (mit Flash-Videos, jede Menge Grafik in großer Auflösung mit vielen Farben etc.) über so einen Flaschenhals zu leiten? Ich möchte nur daran erinnern, daß allein eine Email mit einem großen Anhang zu Modemzeiten schon mal eine halbe Stunde gedauert hat. Und heutige Webseiten sind größtenteils Megabyte-Schleudern. Wenn es einen nicht stört, ggf. nach jedem Klick minutenlang warten zu müssen, kann man sich natürlich Gedanken über die Realisierung machen. Ansonsten würde ich bei fehlender Leitung eher Powernet-Adapter (dLAN) vorschlagen. Die schnellen Übertragungsmodi der Modems sind zudem asymmetrisch, d.h. die angegebene Geschwindigkeit erreichen sie nur in Download-Richtung auf Kosten der Upload-Richtung. Und bei der vorgegebenen Anwendung ist immer eines der beiden beteiligten Modems der Sender, also langsam.

  • ich habe bis vor 2 Wochen einen Monat lang über mein Handy(WLAN Hotspot) mit GPRS gesurft. Foren gehen, aber sobald einen Seite mit vielen Bilder kommt oder gar Videos, kann man abbrechen. Das Vergnügen hatte ich einen Monat lang, da uns unserer Kabelanbieter unrechtmäßig gekündigt hatte und uns auch noch Schadensersatz aufbrummen wollten. War ein Riesentheater, irgendwann haben sie unsere Buchungen dann doch gefunden und sich entschuldigt und wollten uns einen neuen Vertrag anbieten, wir sind dann aber zur Telekom gewechselt.

  • Viel zu umständlich, das mit dem Modem...

    Serielle Direktverbindung (Nullmodem-Kabel) von dem Rechner auf dein XP-Rechner anschließen, und dann brauchst du einen TCP/IP-Stack für deinen anderen Rechner (z.B. STING mit HSMODEM für ATARI ST/TT) und ein bischen Mausgeklicke und theoretisch gehts dann los. Die serielle Verbindung kann man evtl. per ZigBee-Module evtl. auch drahtlos machen.

    Siehe z.B. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Mal hier, mal da, mal dort. Aber auf jeden Fall auf der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.! Und hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.!

  • also das hätt auch ich gemeint.. warum der umweg über modem??

    Netzwerkkarte geht halt nicht so einfach, wenn es ein Commodore, Atari oder Apple ist.

    Mal hier, mal da, mal dort. Aber auf jeden Fall auf der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.! Und hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.!

  • Schon mal DANKE für´s Gedanken machen. :thanx:


    @ Fröhn :

    Weiss ich. Möchte ich aber keinen Internet-Call.
    Netzwerkkarte ... Das ist wie mit dem Vergleich echter C64 und Emu.
    WLAN und aktueller PC wäre auch kein Thema. Es scheitert auch nicht an freien Steckplätzen.
    Ich möchte es mit 2 Analogmodems schaffen. Eine unbedingte Notwendigkeit gibt es nicht.


    @ internium :

    Hast Du so richtig verstanden. Das annehmen des ankommenden Rufes funktioniert ja schon.
    ISDN scheidet aus. Telefonanlage und vorhandene Modems können nur analog.


    @ Schmitti :

    So habe ich mir das vorgestellt.
    Es ist in der tat so, dass die Rechner auch sehr weit auseinander stehen können.
    Ein Bekannter z.B. hat keinen Internetanschluss. Da kann ich mich jetzt schon mit Laptop und Modem auf meinen PC zu Hause einwählen.
    Nur Internetzugang klappt nicht.

    @ andi6510 :

    Mit Linux kenne ich mich leider nicht aus.
    Windows Server liesse sich evtl. auftreiben.


    Das DFÜ Netzwerk funktioniert. Beide Rechner haben eine IP, sind pingbar.
    Es ist so, als ob tatsächlich eine Netzwerkverbindung über LAN bestehen würde.
    Mit Windows Internetfreigabe habe ich experimentiert. Klappt leider nicht.

    Als DFÜ-Server und Internet-Bridge kann ich auch einen extra Rechner bereitstellen.
    Proxyserver einrichten werde ich mal probieren.


    @ Kratznagel :

    Nullmodemkabel möchte ich nicht. Wäre aber im Experimentalstadium machbar.

    Zitat

    Möchte man das ganze unbedingt über ein echtes Modem laufen lassen, benötigt man zwei Modems (für jeden Rechner eins) und eine analoge Telefonanlage dazwischen.

    Genau das möchte ich. Modems und Telefonanlage sind vorhanden.


    @ Computerbastler :

    Der Flaschenhals ist mir bewusst. Es geht auch nicht um eine optimale Lösung, sondern darum, ob das überhaupt möglich ist.
    Soweit ich weiss geht mit 2 Modems auch nur max. 33,6K Die können 56K nur empfangen. Nicht senden. Jedenfalls nicht untereinander.

  • Genau das möchte ich. Modems und Telefonanlage sind vorhanden.

    Sowas habe ich schon mal erfolgreich durchgeführt. Genauer gesagt habe ich mich mit einem Dreamcast über dessen eingebautes Modem in meinen PC eingewählt, der dann per DSL die Verbindung ins Internet hergestellt hat.

    Dabei bin ich nach dieser Anleitung vorgegangen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Diese Anleitung kannst Du für Deinen Zweck auch verwenden, da es dem völlig PC egal ist, was sich da für ein Gerät am anderen Ende einwählen will.

    //edit: Hier noch eine deutschsprachige Anleitung mit Screenshots der Windows-Konfiguration: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    CU
    Kratznagel