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Amiga 2000 (B2000-CR Rev. 4.1) Generalüberholung

  • Den Thread kennst du sicherlich auch, aber das ist mir zu kriminell :) Ich möchte nicht direkt am Agnus rumlöten, und den Sockel so verunstalten.


    Am einfachsten wäre es halt, wenn man einen 318069-03 Agnus vom A3000 nehmen würde, nach dieser Anleitung hier, aber der ist halt kaum zu bekommen...


    EDIT:

    Quote

    Nein, das Fast-RAM im A3000 kann bis zu 1Mx4 sein, das wird allerdings nicht von AGNUS kontrolliert. Chip-RAM sind 16 Stück 256Kx4 und die kommen mit einem 9Bit-Refresh aus.


    Ok, aber in der o. g. Anleitung verwendet der auch 1Mx4 Chips.

  • Es könnte sein das ich was grundliegendes hier verpasse, aber sind die Sockel nicht sowieso Centartikel?


    Jede Änderung lässt sich prinzipiell rückgängig machen, es ist eben nur die Frage, wie lange das dauert und ggf. was es kosten würde. Ansonsten hab ich neuerdings ja auch einen OCS Amiga 500 den ich unberührt lasse.


  • Ok, aber in der o. g. Anleitung verwendet der auch 1Mx4 Chips.


    Hab ich gelesen... Es steht aber nirgendwo, daß diese RAMs korrekt funktionieren. die 1M x 4 brauchen einen 10Bit Refresh wenn der normale Refresh benutzt wird. Sollte der 8372/8375 aber nur einen 9Bit-Zähler haben, dann passiert kein korrekter Refresh bzw. nur ein halber. Ich habe kein Datenblatt zum AGNUS, kann das also nicht verifizieren was für einen Refreshzähler der hat oder ob er eine andere Refreshmethode verwendet (CAS-Before-RAS oder hidden-refresh). Letzteres triggert einen Refresh den das RAM mit einem internen Zähler erledigt. Können schon die meisten 4164, benutzt nur fast keiner.


    Nachdem jeder Speicherzugriff einen Refresh der angesprochenen Zeile beinhaltet funktioniert ein zu kleiner Refreshzähler trotzdem meist gut, die 1M x 4 brauchen die 1024 Zyklen in 16 ms. Rein das Auslesen des RAMs für die Bildschirmausgabe sollte das sicherstellen können. In so einem Falle gibt es aber Spezialfälle (Bildschirm-DMA disable z.B.) bei denen es dann nicht reicht und der User wundert sich über komische Crashes.


    Aus dem gleichen Grund ist es keine gute Idee einem A500 mit 8371 eine Speichererweiterung mit 4 Stück 256K x 4 RAMs zu spendieren.

  • Man könnte sich auch eine kleine Platine machen die man mit 8 RAMs der Größe 256K x 4 bestückt und passend verdrahtet.


    Die im .txt angegebenen 1M x 4 kann man nur nehmen wenn es mit dem Refresh passt. Ich weiss nicht welchen Refreshzähler der 8372 hat, ich weiss aber, daß der 8371 maximal 41256 korrekt refreshen konnte.


    1M x 4 hört sich für mich nach einem 10Bit-Refresh an. Kann das der 8372/8375? Oder muss man hoffen, daß der beim Auslesen des Bildschirmspeichers stattfindende Refresh ausreicht?

    Der 8372A und 8375 (aus dem 500Plus) können ohne Probleme mit den 1Mx4 DRAMs umgehen zumindest sind mir noch keine Unterschiede aufgefallen, vielleicht könntest Du ein Testprogramm erstellen ? Ich hab hier auch eine Speichererweiterung mit 1Mx4 Chips für den Agnus Sockel, Speichertestprogramme melden auch keine Fehler.


    http://amiga.resource.cx/exp/bigram30


    Kleine Platine wäre genau das was der MegiChip ist, da spart man unterm Strich kein Geld und hat nur riesen Aufwand.


    TP

  • Das Problem ist hauptsächlich das man an den Megi nicht mehr so wirklich rankommt. Versallia hat auch momentan die Indivision ECS nicht mehr auf Lager (wobei die wohl wieder reinkommt, hoffe ich zumindest). Wenn einer einen für einen vernünftigen Preis abzugeben hat (den Megi) bin ich für Vorschläge offen.


    EDIT: Irgendwie auf die schnelle was zusammengetippt was keinen Sinn machte, oops

  • Das Problem ist hauptsächlich das man an den Megi nicht mehr so wirklich rankommt. Versallia hat auch momentan die Indivision ECS nicht mehr auf Lager (wobei die wohl wieder reinkommt, hoffe ich zumindest). Wenn einer einen für einen vernünftigen Preis abzugeben hat (den Megi) bin ich für Vorschläge offen.


    EDIT: Irgendwie auf die schnelle was zusammengetippt was keinen Sinn machte, oops

    Naja drück doch einfach jemanden das Board in die Hand, gib dem 50 Euro und lass es Dir auf 2MB ChipRam umrüsten.


    TP

  • Der 8372A und 8375 (aus dem 500Plus) können ohne Probleme mit den 1Mx4 DRAMs umgehen zumindest sind mir noch keine Unterschiede aufgefallen, vielleicht könntest Du ein Testprogramm erstellen ? Ich hab hier auch eine Speichererweiterung mit 1Mx4 Chips für den Agnus Sockel, Speichertestprogramme melden auch keine Fehler.


    Ich habs nicht so mit der Programmierung, ich löte lieber. Aber um Refreshprobleme garantiert zu finden musst du einiges an Aufwand treiben. Erstmal alles an DMA abschalten was geht, incl. Bildschirm-DMA, es gibt also während des Tests kein Bild. Dann schreibst du dein Testpattern ins RAM und stellst sicher, daß die CPU das gesamte Chip-RAM für ein paar Sekunden (!) nicht mehr anfasst entweder weil du Fast-RAM hast oder weil die CPU solange angehalten wird (Kann die CIA einen IRQ im Sekundenbereich produzieren?). Achja... IRQs müssen auch alle aus sein. Die Idee ist sicherzustellen, daß über Sekunden NUR die Refreshlogik auf das RAM zugreift.


    Sekunden deshalb weil DRAM zwar laut Spec den Refresh im Bereich von Millisekunden will, aber in der Realität ein Datenerhalt im Sekundenbereich vorkommt, je nach Hersteller und Mondphase.


    Danach schaust du nach was mit deinen Daten passiert ist. Ist der Refreshzähler zu klein wird die Hälfte korrupt sein.


    Jetzt kommt sicher das Argument, daß, wenn man so einen Aufwand treiben muß um einen zu kurzen Refreshzähler zu finden, das Problem keines sein kann. Aber kannst du bei jeder Anwendung sicherstellen, daß es nicht vorkommen kann, daß eine RAM-Zeile die vom zu kurzen Zähler nicht beackert wird nicht auch sonst von Zugriffen lange genug verschont wird bis Bits kippen?


    Speichertestprogramme testen diesen Fall eigentlich nie und da jeder Zugriff auf eine RAM-Zeile diese refresht macht das Programm u.U. damit den Refresh den die Logik nicht hinbekommt und findet deshalb den Fehler nicht.


    BTW: Speichererweiterung für den AGNUS-Sockel mit 1Mx4 RAMs? Sicher? 4 davon (wegen 16Bit Breite) ergeben doch schon 2MB und damit das maximale Chip-RAM. Das würde das onboard-RAM sinnlos machen.

  • Ne, das Basteln macht mir ja nicht wirklich viel aus, ganz im Gegenteil. Natürlich wäre so ein Megi eine Komfortoption, auf die ich ausweichen würde wenn ich sie denn erhalten könnte und wenn der Preis noch so einigermaßen wäre. Sowas verliert in der Regel auch nicht so wirklich an Wert mit den Jahren, eher im Gegenteil. Hach, mal schauen. :)


    EDIT: Ich bin mir relativ sicher das der Megi etc. mit einem MB daherkommt.

  • BTW: Speichererweiterung für den AGNUS-Sockel mit 1Mx4 RAMs? Sicher? 4 davon (wegen 16Bit Breite) ergeben doch schon 2MB und damit das maximale Chip-RAM. Das würde das onboard-RAM sinnlos machen.

    Es kommen noch 1,8 MB Ranger Mem dazu.


    Beim Einsatz von Grafikkarte wird eigentlich die Bildschirm DMA abgeschaltet.


    Im Amiga 600 sind auch keine 4x256er DRAMs mehr trotz gleichem Agnus.


    Schau einfach den link.


    http://amiga.resource.cx/exp/bigram30


    TP

  • Es kommen noch 1,8 MB Ranger Mem dazu.


    Beim Einsatz von Grafikkarte wird eigentlich die Bildschirm DMA abgeschaltet.


    Im Amiga 600 sind auch keine 4x256er DRAMs mehr trotz gleichem Agnus.


    Korrekt, dort wurden 256K x 16 RAMs verbaut. Aber auch die haben 9Bit-Refresh (8 ms). Siehe Datenblatt zum einfach zu findenden SAMSUNG 416C256. Wahrscheinlich Absicht, da dieses RAM zum Einsatz in Designgs für 256K x 4 gedacht war.


    Quote


    Schau einfach den link.


    http://amiga.resource.cx/exp/bigram30


    Ja, das ist aber 3rd-Party und ebenso komisch wie die Speichererweiterungen mit bis 1.8 MB für den Slot im A500. Da waren Megabitchips drauf die ein 8371 auch nicht korrekt behandeln kann. Wurden trotzdem verkauft.

  • Ich habs nicht so mit der Programmierung, ich löte lieber. Aber um Refreshprobleme garantiert zu finden musst du einiges an Aufwand treiben. Erstmal alles an DMA abschalten was geht, incl. Bildschirm-DMA, es gibt also während des Tests kein Bild. Dann schreibst du dein Testpattern ins RAM und stellst sicher, daß die CPU das gesamte Chip-RAM für ein paar Sekunden (!) nicht mehr anfasst entweder weil du Fast-RAM hast oder weil die CPU solange angehalten wird (Kann die CIA einen IRQ im Sekundenbereich produzieren?). Achja... IRQs müssen auch alle aus sein. Die Idee ist sicherzustellen, daß über Sekunden NUR die Refreshlogik auf das RAM zugreift.


    Sekunden deshalb weil DRAM zwar laut Spec den Refresh im Bereich von Millisekunden will, aber in der Realität ein Datenerhalt im Sekundenbereich vorkommt, je nach Hersteller und Mondphase.


    Danach schaust du nach was mit deinen Daten passiert ist. Ist der Refreshzähler zu klein wird die Hälfte korrupt sein.


    Das sollte relativ einfach sein, da man am Amiga über einen Systemaufruf(forbid glaub ich) ganz einfach die CPU für sich alleine beanspruchen kann. Ich hab das mal gebraucht, um Audio zu samplen für eine Sprachbox, sonst hat man lauter Interruptknaxer drin. Solange bleibt auch das Bild stehen, also dürfte DMA dabei auch blockiert sein.
    Wenn ich Zeit und Lust habe, kram ich das mal raus, und versuch da was draus zu basteln...

  • Nachdem jeder Speicherzugriff einen Refresh der angesprochenen Zeile beinhaltet funktioniert ein zu kleiner Refreshzähler trotzdem meist gut, die 1M x 4 brauchen die 1024 Zyklen in 16 ms. Rein das Auslesen des RAMs für die Bildschirmausgabe sollte das sicherstellen können. In so einem Falle gibt es aber Spezialfälle (Bildschirm-DMA disable z.B.) bei denen es dann nicht reicht und der User wundert sich über komische Crashes.

    Hmmm wie verhalten sich 1Mx4 DRAMs eigentlich wenn man die höchste Adressleitung die sie vom 256kx4 unterscheiden auf Masse legt, bin in meiner Naivität immer davon ausgegangen das sie sich dann gleich verhalten sollten?


    TP

  • So habe mich jetzt ein bisschen mit dem ganzen ausseinandergesetzt (Das Amiga 500+ Service Manual war eine große Hilfe) ein kleiner Überschlag der Kosten für das ganze auf einer Platine samt 8x 514256 lässt mich da leider ^TePe^ zustimmen, so billig ist das ganze nicht. Beim Megi ists dann noch minus der metrischen Tonne an arbeit (mein Urlaub ist bald vorbei) die man hat, selbst wenn man das ganze als "festen" Mod macht. Ich schwanke jetzt dazwischen es mit der Huckepackmethode zu machen (auch nicht so billig wie man denkt, der Teufel da steckt in der Menge der Teile, aber schon was billiger) oder abzuwarten, bis ich mir einfach einen Megi schießen kann. Demnächst setze ich hier auch mal wieder ein paar Bilder rein damit es nicht ganz so langweilig wird, falls interesse besteht.

  • So habe mich jetzt ein bisschen mit dem ganzen ausseinandergesetzt (Das Amiga 500+ Service Manual war eine große Hilfe) ein kleiner Überschlag der Kosten für das ganze auf einer Platine samt 8x 514256 lässt mich da leider ^TePe^ zustimmen, so billig ist das ganze nicht. Beim Megi ists dann noch minus der metrischen Tonne an arbeit (mein Urlaub ist bald vorbei) die man hat, selbst wenn man das ganze als "festen" Mod macht. Ich schwanke jetzt dazwischen es mit der Huckepackmethode zu machen (auch nicht so billig wie man denkt, der Teufel da steckt in der Menge der Teile, aber schon was billiger) oder abzuwarten, bis ich mir einfach einen Megi schießen kann. Demnächst setze ich hier auch mal wieder ein paar Bilder rein damit es nicht ganz so langweilig wird, falls interesse besteht.


    Es würde schon ne Menge lösen wenn man eine Platine hätte um die andere Belegung des 8375 anzupassen, leider bin ich nicht so ein Fuchs was das Layouten angeht, so wie ich mir das vorgestellt habe müsste allerdings der Sockel aus dem Motherboard ausgebaut werden und durch Stiftleisten ersetzt werden, da so ein PLCC Stecker a) nicht einfach zu bekommen ist und b) immer wieder raus flutscht.


    Für die Einbindung von 4x256 RAMs mit dem 8375 habe ich schon eine Lösung wenn sich der Betrieb mit 4x1M verbietet.


    TP

  • Wenn man es ganz platt machen will kann man den Agnus samt Sockel auf eine Lochrasterplatine heben und dann zur Platine verkabeln. Wie man das allerdings machen soll ohne den Verstand dabei zu verlieren weiss ich auch nicht. Rein mechanisch stehen würde es durch die schiere Menge an Drähten und eventuell kann man da sogar noch den RAM samt Logik mit unterbringen (und den Onboard-RAM ganz abzwacken) aber ich glaube das ist Hauptsächlich schön gepfuscht und mir mangelt es an Wissen um beurteilen zu können, wie es mit Störungen und Crosstalk etc. aussehen würde. Müsste alles schon sehr,sehr eng gepackt sein. Den Agnus alleine auf lochraster heben würde vermutlich noch gehen, den RAM da mit drauf, dann bräuchte man eine gefertigte Platine und mit Layout kenne ich mich schonmal garnicht aus und da entstehen dann auch die Kosten. Jetzt will ich es fast schon lernen nur um am ende sagen zu können das ich es geschafft habe. :D

  • Hmmm wie verhalten sich 1Mx4 DRAMs eigentlich wenn man die höchste Adressleitung die sie vom 256kx4 unterscheiden auf Masse legt, bin in meiner Naivität immer davon ausgegangen das sie sich dann gleich verhalten sollten?


    Wenn ich nicht gerade einen groben Denkfehler mache müsste das gehen solange A9 wirklich dauerhaft auf GND liegt (Ansteuerung über Portbit geht nicht). Aber du hast damit auch die Kapazität des RAMs geviertelt. Warum sollte man das tun?

  • Es würde schon ne Menge lösen wenn man eine Platine hätte um die andere Belegung des 8375 anzupassen, leider bin ich nicht so ein Fuchs was das Layouten angeht, so wie ich mir das vorgestellt habe müsste allerdings der Sockel aus dem Motherboard ausgebaut werden und durch Stiftleisten ersetzt werden, da so ein PLCC Stecker a) nicht einfach zu bekommen ist und b) immer wieder raus flutscht.


    so war auch meine Idee, dann kann man im Zweifel den Agnus einfach samt Sockel wieder in die Stift- bzw. Sockelleisten stecken.



    Wenn man es ganz platt machen will kann man den Agnus samt Sockel auf eine Lochrasterplatine heben und dann zur Platine verkabeln. Wie man das allerdings machen soll ohne den Verstand dabei zu verlieren weiss ich auch nicht.


    Hat Tepe in seinem Thread beim ersten Versuch doch schon demonstriert.



    Solange ein Bild auf dem Monitor zu sehen ist läuft zumindest dieser DMA noch.


    Bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, beim Amiga wird das Bild intern in den Chips nochmal gepuffert, aber ich werd es herausfinden...