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Ersatzschalter C64 (Basteln nötig!)

  • Hallo,


    nachdem die Ersatzschalter bei Retro-Donald ausverkauft sind und anscheinend auch nicht wieder reinkommen habe ich mich mal umgesehen was als Ersatz benutzbar wäre. Muss ja nicht perfekt sein sondern von aussen stilecht aussehen und funktionieren.


    Letzte Woche habe ich bei Pollin die Nummer 420 632 für einen unschlagbaren Preis (25 Cent!) gefunden und gleich ein paar bestellt. Sieht auf dem Bild nicht besonders passend aus, aber wie man auf den angehängten Bildern sieht ist die Wippe nur aufgeklipst, die gleiche Art der Befestigung der Wippe wie bei den Originalschaltern des C64, mit einem sehr kleinen Schraubenzieher hatte ich kein Problem sie zu entfernen (siehe Bild 2) und die Wippe eines defekten C64-Schalter aufzuklipsen. Das löst schonmal das erste Problem und man könnte ihn direkt in einem C16 oder Plus/4 verwenden. Für die Verwendung in einem C64 ist etwas Bearbeitung der Anschlüsse nötig wie man auf dem dritten Bild sieht. Hierbei mit Gefühl arbeiten und sicht etwas Zeit lassen. Drei davon kann man direkt passend biegen, der vierte braucht eine Verlängerung, ich habe mir einen Draht des defekten Schalters geliehen. Die zwei übrigen Anschlüsse werden im C64 nicht verwendet, also habe ich sie einfach entfernt. Ergebnis: C64 funktioniert wieder und ein sattes Schaltgefühl.


    Natürlich ist das ein Hack, aber ich finde besser so als kein Schalter...


    Müsste genauso mit den Schaltern einer 1541-II, eines C128 und einer 1581 funktionieren.

  • Die üblichen Kleinschalter halt... Die paar mal an denen ich den so ersetzten Schalter benutzt habe fühlte er sich sehr gut an. Wie das nach hunderten von Schaltzyklen ist kann erstmal keiner sagen... Bestellt man sich eben ein paar mehr.


    Ich hab noch ein paar andere Wippenschalter verglichen, die Aufnahme der Wippe scheint genormt zu sein, der Trick dürfte also mit anderen auch funktionieren.


    Achja... Pollin ist unter anderen Resteverwerter, der Preis von 25 Cent legt nahe, daß dieser Schalter so ein Restposten ist. Also keine Garantie für Verfügbarkeit in einigen Monaten!

  • Moin,


    ich hab hier auch ein Board mit defektem Schalter - läßt sich nicht mehr schalten - sonst ist das Board ok.
    Zudem hab ich ein 2. Board zum schlachten, hier funktioniert der Schalter noch... also - einfacher Plan: Schalter tauschen


    Ich bin nur scheinbar zu doof den/die Schalter sauber auszulöten... gibts da irgenwelche Tricks??? ?(
    Auslöten von ICs klappt ja schon, aber bei diesen Schaltern komme ich irgendwie an meine Löt-Grenzen... :(;(

  • Die zwei übrigen Anschlüsse werden im C64 nicht verwendet, also habe ich sie einfach entfernt. Ergebnis: C64 funktioniert wieder und ein sattes Schaltgefühl.

    Laut Schaltplan wird bei der ASSY 250469 über R19 die 5V-Leitung auf Masse gezogen wenn der C64 aus ist. Somit bleibt das Netzteil belastet.
    Hab gerad nur ne 250425 greifbar, und bei der sind diese Anschlüsse tatsächlich ungenutzt. Bei andern ASSY's kann ja mal jemand anderes nachschauen.

    Ich bin nur scheinbar zu doof den/die Schalter sauber auszulöten... gibts da irgenwelche Tricks??? ?(
    Auslöten von ICs klappt ja schon, aber bei diesen Schaltern komme ich irgendwie an meine Löt-Grenzen... :( ;(

    Mit nem Seitenschneider direkt am Schalter abschneiden, die Drähte je einzeln mit ner Spitznasenzange festhalten, Lötstelle warm machen, und mit der Zange raus ziehen.

  • Laut Schaltplan wird bei der ASSY 250469 über R19 die 5V-Leitung auf Masse gezogen wenn der C64 aus ist. Somit bleibt das Netzteil belastet.


    Auf der 250466 und früher sind die Anschlüsse unbelegt. Der 10 Ohm Wiederstand R19 auf der 250469 belastet nicht das Netzteil sondern stellt sicher, dass der Rechner abgeschaltet wirklich stromlos ist. Ansonsten ist eine Rückspeisung über die Pullups des IEC-Bus aus der Floppy möglich. Damit läuft der C64 zwar nicht, aber je nach RAM kann es Probleme geben.

  • Zu Euren Bedenken wegen der Haltbarkeit: C&K macht grundsolide Schalter, das ist absolut kein Billigmist. Und 0,25€ sind (leider) kein realistischer Preis. Wenn man die bei einem offiziellen Distributor kauft, dann sind für einen C&K-Schalter (je nach Typ und Ausführung) bei kleinen Stückzahlen mehrere Euro fällig. Wir haben C&K-Schalter in der Firma jahrzehntelang in Prüfgeräten eingesetzt. Der zwischenzeitliche Wechsel zu 'preiswerteren' Schaltern war keine gute Idee: nach einem halben Jahr waren die ersten davon mechanisch defekt. Man spürt schon bei neuen Schaltern beim Umschalten den Unterschied. Einen Nachteil haben C&K Schalter aber, das soll hier auch nicht verschwiegen werden: sie prellen ohne Ende (lässt auf hohe Kontaktkräfte schließen). Sollte beim Einsatz als Ein-/Ausschalter aber egal sein.


    Was alle Schalter gemeinsam haben: wenn der Kontakt nicht zur Schaltaufgabe passt, darf man sich auch nicht beschweren, wenn sie nach einiger Zeit ausfallen. Nicht umsonst werden für kleine Ströme Goldkontakte verwendet (die oxidieren nicht und die kleinen Ströme reichen nicht, um andere Kontakte wieder 'freizubrennen') und bei mittleren Strömen Silberkontakte (der beim Schalten entstehende winzige Funke würde die hauchdünne Goldschicht von Goldkontakten sofort wegbrennen).

  • Ich bin nur scheinbar zu doof den/die Schalter sauber auszulöten... gibts da irgenwelche Tricks???


    Dude1970: ich hab grad eben einen c128er schalter rausbekommen, war meine erste entlötaktion :)
    ich denk diese schalter sind gut zum üben, die kann man kaum was verbrutzeln.
    hab sogar den dreck drinnen entfernen können und jetzt geht er wieder :))


    ok, was ich mir von erfahrenen entlötern der gemeinde abgeschaut hatte: du saugst mit der billigstdorfer-
    pumpe weg was geht... öfters. ich bin nicht in die verlegenheit gekommen wieder zinn nachgiessen zu
    müssen wie oft empfohlen, war mehr so: ach da ist noch ein bisschen zinn, das muss auch weg...


    dann komms't an den punkt wo du optisch den eindruck hast: da ist kein zinn mehr, der stift hängt aber
    noch ein wenig irgendwo fest.. da dann mit einem feinen schraubi den stift lockern.
    ging aber nicht bei allen beinchen.. also hab ich diese kurz mit dem lötkolben erhitzt und sie mit dem
    schraubi herumbewegt, nachdem erkalten waren sie immer noch frei und nicht wieder festgezinnt.


    NICHT GESCHAFFT hab ich die verankerung am mainboardrand, da sind die stifte so breit, ich konnte
    das zinn einfach nicht wegsaugen... ist aber auch kein problem, nachdem die anderen beinchen
    freilagen hab ich mit dem lötkolben diese beiden punkte erhzitzt (so zwischen den punkten ansetzen und
    ein wenig verkeilen, in der art: o/o) und den schalter rausgezogen.


    vll. hilft dir das ja - und ok, die entlötprofis unter euch die ganze vics rauslöten lachen jetzt,
    aber man fangt halt klein an ^^

  • ...
    Dude1970: ich hab grad eben einen c128er schalter rausbekommen, war meine erste entlötaktion :)
    ich denk diese schalter sind gut zum üben, die kann man kaum was verbrutzeln.
    ...


    Schlechte Idee! Bevor man an die heiß geliebte Retrohardware ran geht übt man erstmal an alter, nicht mehr gebrauchter anderer Hardware. Wenn das eigene Können noch nicht vollständig entwickelt ist, ist der Katzenjammer danach sonst umso größer.


    mfg :)