Cadmium im Erweiterungsmodul!? (RAM)

Es gibt 28 Antworten in diesem Thema, welches 4.929 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. Juli 2012 um 20:27) ist von JMP$FCE2.

  • Hola,


    hab von einem Freund dessen Haus saniert wird seinen Amiga 500 bekommen. Echt cooles Teil ^^
    Habs dann auch direkt geöffnet um mal zu "forschen". Leider hab ich eine schlimme Endeckung gemacht: An dem ausgelaufenen NiCd-Akku haben sich bläuchliche Ablagerungen gebildet die wahrscheinlich aufgrund Schräglage sich bis an die Trapdoorkontakte im Amiga gebildet haben :( . Doch das ist noch nicht alles. Am Akku sind außerdem noch weise Kristalle. Ich hab jetzt die befürchtung das in den bunten Kristallen jetzt Cadmium ist O_o deshalb hab ich die erweiterung, die übrigens relativ unbeschadet aussieht, samt akku in einen Plastikbeutel verpackt.

    -> Die Säure oder besser gesagt Lauge ist schon wahrscheinlich vor meinem besitz getrocknet.
    1) ist in den zeug nun wirklich cadmium ? hab gehört das es eine kaliumverbindung sei, aber das tröstet mich kaum. In wie fern ist das zeug nun giftig ?
    2) Falls nein, kann man die erweiterung kurz mit verdünntem essig und einer zahnbürste sauber schrubben und dann die brühe bedenkenlos ins spülbecken gießen ?

    ein foto werde ich probieren zu machen da man unter dr folie nix erkennt ^^ hab aber angst das ding zu entpacken da ich meine letzten gummihandschuhe mitreingetan hab^^
    den amiga hab ich gereinigt, blitzt förmlich :P doch wie schon gesagt an den trapdoorkontakten ist noch etwas bläuliches vom akku. davon werde ich aber ein foto machen hoffe das 2 MP reichen ^^

    Was soll ich bloß machen :( ; würd die erweiterung noch gern benutzen :whistling:
    Danke euchallen im vorraus ;)

  • Tach,

    ausgelaufene Batteriesäure muss neutralisiert werden (Essig z.B.) und die Platine gereinigt.
    Vorher den ausgelaufenen Akku bei guter Belüftung auslöten, in Tüte verpacken und zum Wertstoffhof.
    Dran Lutschen sollte man nicht :)
    Aber ist auch nicht sofort tödlich, wenn man danebensteht.

    Anleitungen gibt es hier im Forum in per Google.

    Ich schau mal, was ich auf die Schnelle finde.

    EDIT:
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    Weiter Links:

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  • Danke erstmal für die ausführliche vorgehensweise :) Aber die sache mit dem "abfall" der nach dem reinigen anfällt, hast du leider nicht genau genug beschrieben. kann man den normal weggwerfen ? (nicht den akku :P)

    Ich hab in einem der lings gelesen das man dann nochmal mit alkohol drüber geht. geht es auch mit stark alkoholhaltigen stoffen (zB. Zitronenöllösung mit 80% alkoholanteil)?. wie lang muss die erweiterung im wasser-essigbad baden ohne das die metallteile korridieren ? ist nach der prozedur dann alles rein sodass man dran lecken kann :P :P ^^

    am amiga sind jedoch keine schäden nur da ist halt das blaue zeug dran :)
    kenn mich echt garnicht mit sowas aus

  • Der "Abfall" landet meistens im Hausmüll.
    Das ist möglicherweise verbesserungswürdig, aber Du erzeugst da keine Mengen, die ein HazMat-Team mit Kontaminierungsbehälter erfordern.

    Zitronol... weiss ich nicht. Propylalkohol ist hier die Waffe der Wahl. Vielseitig verwendbar zudem.

    Glasfaserstift hilft, die sachen zu beseitigen.
    Weiträumig freiräumen, damit alles neutralisiert wird, sonst kriecht die Batteriesäure unter den Leiterbahnen weiter.

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  • Gut das es mit dem abfall geklärt ist. Glasfaserstift... Weis jetzt nicht wo ich dass herbekomme. Geht es wirklich nicht mit einer zahnbürste wo ggf. Scheuermilch dran ist zum abschleifen ? Was genau sind diese kristalle (stoffformel) :)

  • Glasfaserstift... Weis jetzt nicht wo ich dass herbekomme.


    Zur Not im besser sortierten Schreibwarenladen.

    Mein ignorierter Beitrag zur Netzteildiskusion:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

  • Und gewöhnt euch bitte ENDLICH mal ab, bei NiCd-Akkus von SÄURE zu reden....da ist ne LAUGE drin!
    Hmpf....
    :motz:

  • Und gewöhnt euch bitte ENDLICH mal ab, bei NiCd-Akkus von SÄURE zu reden....da ist ne LAUGE drin!
    Hmpf....
    :motz:


    Ja das hat sich warscheinlich so eingebürgert da man allgemein ja weiss das in einer Autobatterie Schwefelsaure ist.

    Im Falle der Nikel Cadmium akkus isses allerdings Kalilauge (KOH) getroknet ist das Kaliumhydroxit und hochgradig Ätzent... Hab da noch so meine erfahrung ausser Berufsausbildung :D

    Lauge Hat n Hohen PH über 7 bis 14, Säure darunter daher mit Säure neutralisieren und gut abwaschen Essig sollte es da eigentlich tuhen

    Kalilauge reagiert an der freien Luft mit Kohlendioxit also co2 zu Kaliumcarbonat´(K2CO3) also Kalisalz auch als Pottasche bekannt und recht gut Wasserlöslich.
    Das ist das weisse Kristaline zeuch, eher Harmlos aber noch als Reizend / Hautirritierend eingestuft.

    Also beim Saubermachn empfehlen sich schon Handschuhe

  • Also erstmal danke an euch alle :D

    SO also folgendes werde ich tun:

    Die erweiterung 1 bis 2 min in ein wasser-essig-bad baden.

    Anschliessend im wassbecken spülen

    danach mit zahnbürste und schäuermilch alles abschrubben.

    dann mit hochalkoholhaltige zitronenöllösung ("kölnisch wasser", meins ist 80%ig :drunk: ) spülen

    wieder wasser

    fertig.

    was haltet ihr von der reinigungsmethode ?

    Achja meine größte sorge... ist wirklich absulut kein cadmium in der lauge gewesen ? ich weis nur das an der kathode cadmium fein verteilt ist.

  • dann mit hochalkoholhaltige zitronenöllösung ("kölnisch wasser", meins ist 80%ig :drunk: ) spülen

    Würde ich nicht machen.
    Was ist denn bitte in der Zitronenenöllösung drin?
    Nicht, dass es nachher wieder was angreift.
    Nimm vernünftigen Propylalkohol, gibt's in jeder Apotheke.

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  • also dort ist zu 80% alkohol drinne.

    Und zitronenöl extrakt. aber kein zitronensäure keine sorge ^^ . ich werd zur probe mal ein kleiner blech eine zeit lang reinlegen und schaun ob da was angegriffen wird.

    aber die sonstigen schritte sind einwandfrei oder ?

  • also dort ist zu 80% alkohol drinne.

    Das ist relativ egal, es kommt auf die anderen Inhaltsstoffe an.

    EDIT gelöscht und als eigenen Beitrag eingefügt.

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  • wie gesagt ich werde ein kleinen vursuch mit blech durchführen zur sicherheit :)


    meine anmeldung in diesem forum hat sich gelohnt:D

  • Moment.

    Nicht in Wasser-Essig baden, sondern mit einer alten Zahnbürste den Essig direkt auftragen und einreiben.
    Danach direkt mit Alkohol abspülen.
    Nicht mit Scheuermilch abreiben.

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  • Und nach deinem Versuch weißt du nur, wie es mit Blech reagiert! Und?
    Wenn du keine böse Überraschung willst, dann halte dich doch einfach an die Tipps von AntaBaka. Was er sagt hat Hand und Fuß!

  • Jaja Zitronenöl. Hört sich natürlich an, ist aber ein sehr starker Fettlöser und greift auch Lacke an! Schlecht zur Haut, allergen und was weiss ich. Ich bekomm von sowas auch sofort Kopfschmerzen, da es stark riecht. Wenn da wirklich 20% drin sind dann gute Nacht. Aber der platine wirds wohl kaum schaden. Deren Lack ist mit UV oder Hitze gehärtet und wurde eh schon von der Lauge zerstört.

    Versendet mit tapatalk 2 von x1541

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Doch mit heisser Kalilauge geht das sehr schnell. Mit kalter eben langsamer, aber er wird geschädigt und so dringt die Kalilauge unter den lack zum kupfer vor.

    Versendet mit tapatalk 2 von x1541

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN