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C64 Netzteil auf Pollin ASTRODYNE OFM-0101 umbauen

  • Ich hab inzwischen 2 Netzteile umgebaut und nur bei einem musste ich die Spannung mit dem Poti etwas anheben. Es gab auch Unterschiede bei den Netzteilen. Das Netzteil bei welchem ich nichts verstellen musste hatte einen integierten Gleichrichter (B40C3700/2200) und keine Widerstände zur Anhebung des Massepunktes des 78S05. Das andere hatte einen Gleichrichter aus 4x 1N4001 und die besagten Widerstände. Hier musste ich nachstellen damit im Rechner 5V ankommen.


    Die einzige Erklärung, die ich habe ist ein unterschiedlicher Querschnitt des Kabels zwischen Netzteil und Rechner. Der Stecker ist bei beiden Netzteilen gleich.


    Heute kam noch ein Netzteil, man will ja Ersatz für den Fall der Fälle haben. Noch kann Pollin liefern. Vielleicht wundert man sich dort gerade warum auf einmal so viele davon bestellt werden. :) Der Hersteller listet das Netzteil noch als erhältlich, will aber deutlich mehr als Pollin dafür sehen.


    Der nächste Umbau wird bei einem zu sehr vergossenen Netzteil passieren, einen brauchbaren Gleichrichter enthalten und den 78S05 durch einen einstellbaren Schaltregler ersetzen. Wird nicht ganz so effizient wie mit dem Astrodyne-Netzteil, sollte aber immer noch deutlich besser sein als das Original.

  • Am DIN Stecker messe ich 5.08V ohne etwas reguliert zu haben.


    Update: Die 5.08V liegen auch innen an der DIN Buchse an. Sobald ich den Rechner einschalte, sinkt der Wert auf 4.96V (Das Netzteil ist leider schon zu sonst hätte ich dort nochmal gemessen). An den TTLs und am Kernal liegen dann noch 4.92V an.

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Pentagon
    Hi, ich möchte deine Arbeit nicht kritisieren, aber schon etwas dazu anmerken. Es ist eine gute Idee, die zweite Trafowicklung an einen DC-DC Wandler zu schicken, aber bei der praktischen Umsetzung muss man noch aufpassen. Also bitte nicht falsch verstehen, ich möchte auch nicht "klugscheißen", sondern praktische Tipps geben und ich weiß wovon ich rede (klassische Elektroniker Ausbildung -> staatlich geprüfter Elektrotechniker -> Elektroingenieur):
    Wenn ich mir dein letztes Foto auf der ersten Page anschaue, dann hast du die Netzversorgung einfach nur "angezapft", das ist elektrisch OK (sofern die Lötstellen besser als auf dem Foto sind), aber mechanisch und sicherheitstechnisch ist das nicht in Ordnung:


    1.eine Lötverbindung ist niemals eine mechanische Verbindung. Wenn sich deine Leitung löst, und irgendwo ran kommt, dann knallts. Im Baumarkt gibt es Zwei-K-Kleber der dielektrisch wirkt (nichtleitend), da würde ich etwas davon drauftröpfeln (sieht dann aus wie der Verguss am Trafo)
    2.Die Leitungen liegen direkt über der scharfen Kante des Kühlkörpers. Dein Trafo und somit auch der Kühlkörper "vibrieren" mit 50/60Hz, irgendwann hat sich die scharfe Kante in die Leitung geschnitten
    3. Die eine Leitung liegt mit der Isolation direkt am Anschlusspin. Hier fließt Strom und der Pin wird minimal warm, auch wenns nicht viel ist. Wenn deine Isolation nun von schlechter Qualität (Ostblockplastik) ist, dann gibts auch hier irgendwann einen Knall


    Nur, dass Euch nichts passiert, mehr wollte ich nicht.


    Um das aber auch gesagt zu haben:
    Ich habe was anderes vor: ich habe mir überlegt mein NT komplett zu leeren, die alten Bauteile auszulöten, den Trafo irgendwie aus dem Kleber "rausbrechen" und nur noch die beiden Anschlussleitungen, die Platine und das Gehäuse übrig zu lassen. Dann einen neuen Trafo rein, bessere Bauteile (mehr Strom, mehr Temp.), aber die Schaltung an sich mit dem linearen Regler wollte ich erhalten. Das hat dann so einen Touch von "Achtziger" und mehr von einem C64er als ein Schaltnetzteil. Nur mal so eine Idee. Sinnvoll wäre vielleicht noch eine kleine Zusatzplatine mit einer Schutzschaltung am Ausgang

  • Pentagon
    Hi, ich möchte deine Arbeit nicht kritisieren, aber schon etwas dazu anmerken. Es ist eine gute Idee, die zweite Trafowicklung an einen DC-DC Wandler zu schicken, aber bei der praktischen Umsetzung muss man noch aufpassen.


    Nach dem Umbau ist die eine Trafowicklung unbeschaltet und die andere liefert weiterhin ihre 9V AC zum C64.



    Quote


    1.eine Lötverbindung ist niemals eine mechanische Verbindung. Wenn sich deine Leitung löst, und irgendwo ran kommt, dann knallts. Im Baumarkt gibt es Zwei-K-Kleber der dielektrisch wirkt (nichtleitend), da würde ich etwas davon drauftröpfeln (sieht dann aus wie der Verguss am Trafo)


    Kann man machen, ja. Aber nicht vergessen, wenn die Abdeckung wieder montiert ist, dann befindet sich zwischen Primär- und Sekundärseite noch ein Plastiksteg. Es ist also ziemlich ausgeschlossen, daß ein loser Draht von der Primärseite die Sekundärseite erreicht. Maximal hast du also einen ausgelösten Sicherungsautomaten. Deshalb habe ich auf der Prämerseite durchgehend mit 0,75mm^2 gearbeitet, damit es, wenn es knallt, auch den Automaten sicher auslöst.


    Quote


    2.Die Leitungen liegen direkt über der scharfen Kante des Kühlkörpers. Dein Trafo und somit auch der Kühlkörper "vibrieren" mit 50/60Hz, irgendwann hat sich die scharfe Kante in die Leitung geschnitten


    Das hat mich zuerst auch etwas gestört, aber... Die Bilder zeigen die Unterseite des Netzteils. Nach Montage der Abdeckung und im normalen Betrieb befindet sich das Alu-Profil über den Leitungen und die Gravitation arbeitet für statt gegen mich. Zumindest bei meinem Umbau befindet sich dann Luft zwischen Leitungen und Alu.



    Quote


    3. Die eine Leitung liegt mit der Isolation direkt am Anschlusspin. Hier fließt Strom und der Pin wird minimal warm, auch wenns nicht viel ist. Wenn deine Isolation nun von schlechter Qualität (Ostblockplastik) ist, dann gibts auch hier irgendwann einen Knall


    Da hast du von der Abwärme des Schaltnetzteiles deutlich mehr zu befürchten. An dieser Stelle sitzt übrigens auf der Oberseite der Platine die Schmelzsicherung die das Netzteil absichert.


    Quote


    Ich habe was anderes vor: ich habe mir überlegt mein NT komplett zu leeren, die alten Bauteile auszulöten, den Trafo irgendwie aus dem Kleber "rausbrechen" und nur noch die beiden Anschlussleitungen, die Platine und das Gehäuse übrig zu lassen. Dann einen neuen Trafo rein, bessere Bauteile (mehr Strom, mehr Temp.), aber die Schaltung an sich mit dem linearen Regler wollte ich erhalten. Das hat dann so einen Touch von "Achtziger" und mehr von einem C64er als ein Schaltnetzteil. Nur mal so eine Idee. Sinnvoll wäre vielleicht noch eine kleine Zusatzplatine mit einer Schutzschaltung am Ausgang


    Dein Problem ist die Abführung der Wärme von Trafo, Gleichrichter (1,4W / Ampere) und Regler (min. 4W / Ampere). Das ist mit diesem Gehäuse schon bei 1.5A kaum zu schaffen wenn du die Grenztemperatur des 78S05 einhalten willst und es von aussen unverändert aussehen soll. In diesem Bereich hat sich nichts getan, da ist der 78S05 von 1984 derselbe wie einer aus aktueller Produktion.

  • Ich halte es sogar für ausgeschlossen das sich ein vernünftig gelöteter Draht wieder von alleine löst :)


    So zu hoffen... Natürlich löst sich trotzdem irgendwann ein Draht und das nach Murphy nur wenn er maximalen Schaden anrichten kann. Also bin ich da lieber etwas paranoid und sorge dafür, daß auch lose nichts passieren kann. Was ich da schon von Elektrikern gesehen habe...

  • Quote


    Dein Problem ist die Abführung der Wärme von Trafo, Gleichrichter (1,4W / Ampere) und Regler (min. 4W / Ampere). Das ist mit diesem Gehäuse schon bei 1.5A kaum zu schaffen wenn du die Grenztemperatur des 78S05 einhalten willst und es von aussen unverändert aussehen soll. In diesem Bereich hat sich nichts getan, da ist der 78S05 von 1984 derselbe wie einer aus aktueller Produktion.



    so wie ich das auf den Fotos sehe, hat das Gehäuse zwei Kammern. In die eine soll der Trafo alleine reinkommen, in die andere die gesamte Elektronik. Wenns vom Platz nicht geht, dann layoute ich mir eben eine neue Platine, aber so wie ich das überblicke, sollte das schon gehen. Alternativ könnte man einen 7805 DC-DC Wandler nehmen, die kosten zwar 15-20EUR, sind aber so klein wie ein 7805 TO220 und werden kaum handwarm... ist aber dann leider wieder kein 80er Style...Aber ich denke das muss auch mit einem normalem 78S05 gehen (2A), der wird zwar warm, aber hält schon was aus.

  • so wie ich das auf den Fotos sehe, hat das Gehäuse zwei Kammern. In die eine soll der Trafo alleine reinkommen, in die andere die gesamte Elektronik. Wenns vom Platz nicht geht, dann layoute ich mir eben eine neue Platine, aber so wie ich das überblicke, sollte das schon gehen. Alternativ könnte man einen 7805 DC-DC Wandler nehmen, die kosten zwar 15-20EUR, sind aber so klein wie ein 7805 TO220 und werden kaum handwarm...


    Und da ist bei 1.5A Schluss, jedenfalls für die hochintegrierten Teile von RECOM.


    Quote


    ist aber dann leider wieder kein 80er Style...Aber ich denke das muss auch mit einem normalem 78S05 gehen (2A), der wird zwar warm, aber hält schon was aus.


    Der original verbaute Regler in diesem Netzteil ist ein 78S05. Das ist nicht das Problem. Der hat aber eine Maximaltemperatur und verbrät bei 2A Last mindestens 8W, eher mehr wenn der Trafo statt 9V vielleicht 10 oder 11V liefert. Bei 8W darf dein Kühlkörper nicht mehr als 10K/W haben (ergibt bei 20 Grad Zimmertemperatur also 100 Grad am Kühlkörper! Für offene Montage VIEL zu heiss! Der 78S05 steht hier schon kurz vor dem Ansprechen des Temperaturschutzes) und das gilt auch nur wenn der wirklich frei verbaut ist, nicht im Gehäuse. Da müsstest du eher in Richtung 5K/W oder noch besser gehen. Schau dir mal an wie gross so etwas ist. Wenn es dem 78S05 zu warm wird dreht er dir den Saft ab, zu lange an der Grenze betrieben wird ihn irgendwann durchgehen lassen.


    Es hat schon seinen Grund warum das Originalnetzteil schon bei 1.5A Probleme hat. Ohne Schaltregler ist mehr nicht zu wollen.

  • Hobbyraum *träum ich habe eine kleine Hobbyecke im Schlafzimmer. Naja, irgendwann sind die Kinder ja mal alle ausgezogen^^







    ich habe mir extra dafür eine 5 Zimmer Wohnung geleistet und wenn der Älteste dann auszieht (ist gerade achtzehn) dann gibts sogar einen Raum für 90er Jahre Spielautomaten oben drauf (Bubble Bobble, R-Type...)...und wen dann die Frau auch weg ist....na ja so weit solls nicht kommen :P


    btt: will denn keiner eine Pollin Sammelbestellung organisieren? Irgendwie benötige ich außer dem Netzteil nichts mehr

  • Was willst du dir denn damit Sparen? Wenn da Jemand eine Sammelbestellung macht, dann muß er es doch wieder zu Dir schicken. Die 3€ was du damit Sparst wirst du dir doch leisten können, wenn du ein Zimmer für dein Hobby Mietest.


    Wenn du uns Sagst welche Usertreffen du Besuchst, kann es sicher Jemand mitbestellen und Mitbringen, anders lohnt sich das nicht.

  • Kauf doch noch Netzschalter für 1084 und Svideokabel dazu. :)

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Meine Lieferung der Netzteile ist heute auch angekommen. Hatte 2 Stück und noch weiteren Bastelkram bestellt.
    Leider ist bei der Spule L2 (die neben dem Poti zum Spannungsabgleich und der LED) der Deckel des Ferritkerns abgebrochen (Transportschaden). :(


    Habe schon bei Pollin angerufen und es wird kostenloser Ersatz geliefert :)


    Nun habe ich diesen Deckel einfach mit einer sehr dünnen Schicht 2K-Kleber (Flüssigmetall) exakt positioniert wieder draufgeklebt.


    Denkt ihr ich kann das Teil dann trotzdem gefahrlos benutzen ? ?(



    Gruß


    Q*bert

  • Ich kann leider kein Bild mehr machen da ich bereits geklebt habe und da NT nun mindestens bis morgen abend ruhen wird bis es ausgehärtet ist.


    Es war jedoch nur der Deckel oben ganz glatt abgebrochen (Deckel ist absolut vollständig). Anhand einer ganz kleinen Unebenheit (kleine Kerbe am Rand der Bruchstelle) konnte ich leicht die ursprüngliche Position bestimmen. Der Deckel ist quasi beim leichten drehen "eingerastet" und ich habe ihn in genau dieser Position verklebt. Die äusseren Kerben vom oberen und unteren Deckel sind deckungsgleich.


    Ich werde es einfach vor Verwendung testen und die Ausgangsspannung unter verschiedenen Belastungen messen (Oszilloskop). Dann bin ich auf der sicheren Seite. ^^



    Gruß


    Q*bert