Hilfe DolpinDOS 3.0

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.039 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. April 2012 um 00:11) ist von Computerbastler.

  • Hi,

    ich suche dringend das ROM für Dolphin DOS 3.0

    Mein ist auf einem AM27C256-205DC. Beim einschalten bleibt der Bildschirm schwar.

    Jetzt habe ich einen funktionierenden C64 einen Sockel eingebaut und das ROM drauf gesteckt.

    Mein verdacht hat sich bestätitig. Auch hier bleibt der 64er schwarz. Jetzt gehe ich mal davon aus, das das ROM einen Schatten hat.

    Könnte mir das jemand zukommen lassen, damit ich das neu flaschen kann.

    Kann ich dazu auch einen ST M27C256B (5V) verwenden ?

    UV Löschgerät is da, zur not lösche ich das Orginale.

    Muss mann hier beim brennen auch wieder byteswap machen

    mfg

    Danny

  • Hi,

    besten Dank an Lars, die Kiste rennt wieder.

    Es war wirklich nur das Eprom, neu gebrannt mit der Hilfe von Lars und danach wieder alles im grünen bereich.

    Warum und wieso sich das Orginalrom verstellt hat, ist mir unerklärlich, da es normalerweise nur durch UV licht gelöscht werden kann, und das Sichtfenster geschützt,

    Aber das wichtigste Er geht wieder ^^

  • Och, Ladung diffundiert auch mit geschlossenem Fenster aus den Speicherzellen, zwar nicht viel, aber dennoch tut sich da was. 20 Jahre nach dem Beschreiben würde ich keinem EPROM mehr Datensicherheit zusprechen.

  • Warum und wieso sich das Orginalrom verstellt hat, ist mir unerklärlich, da es normalerweise nur durch UV licht gelöscht werden kann, und das Sichtfenster geschützt,

    Was da passiert wird klar, wenn man sich die Funktionsweise eines EPROMs ansieht: Jede Speicherstelle (Bit) besteht aus einem speziellen Feldeffekttransistor, der als Besonderheit ein sogenanntes 'Floating Gate' hat. Ein normaler (selbstsperrender) FET läßt einen Stromfluß zwischen Drain und Source zu, wenn eine passende Spannung zwischen Gate und Source anliegt. Dabei fließt im Gegensatz zur Basis eines Bipolartransistors beim Gate des FETs kein Strom. Der Speicher-FET im EPROM hat jetzt ein weiteres Gate, das ohne Anschluß nach außen völlig isoliert ist. Beim Programmieren des EPROMS wird, sofern das Bit eine Null enthalten soll, durch eine hohe Spannung (Programmierspannung) Ladung auf das Floating Gate aufgebracht. Diese Ladung verschiebt die Kennlinie des Transistors so, daß dieser bei Ansteuerung des zugänglichen Gates jetzt durchsteuert. Wenn eine Eins programmiert ist, ist keine Ladung auf dem Floating Gate vorhanden und die steuernde Spannung am zugänglichen Gate reicht nicht aus, um den Transistor durchzusteuern.
    Das Löschen kennen wir aus dem Physikunterricht unter der Bezeichnung 'fotoelektrischer Effekt': Eine Metallplatte wird negativ geladen und mit einem Elektrometer verbunden, das deutlich ausschlägt. Dann wird die Metallplatte mit einer starken Lampe bestrahlt, und die Ladung verschwindet.

    Warum das Eprom sein Gedächtnis verliert, hat mehrere Ursachen: Einen 100%-igen Isolator gibt es nicht. Auch wenn das Floating Gate sehr gut isoliert ist, geht doch hin- und wieder ein Elektron verloren und irgendwann reicht die Ladung eben nicht mehr, um den Transistor durchzusteuern. Damit ist das Bit von Null auf Eins gekippt.
    Ein anderer Effekt ist, daß nicht nur sichtbares Licht, sondern auch andere (unsichtbare) Strahlung den fotoelektrischen Effekt auslösen. So kann man z.B. ein OTP-EPROM (im Plastkgehäuse, ohne Fenster) löschen, indem man es lange genug mit Röntgenstrahlen beschießt. Die natürliche Strahlung wird sich also auch von einem Aufkleber nicht beeindrucken lassen und im Lauf der Zeit ebenfalls zur Ladungsreduzierung auf dem Floating Gate beitragen.