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C64-C stürzt ab oder friert ein - Newbie braucht Hilfe

  • Hallo Allerseits,


    da bin ich nun als absoluter "Newbie", der zwar schon oft im Forum64 (Glückwunsch übrigens zum 10-jährigen!) unterwegs war, sich aber nie angemeldet hat.


    Ich bin leider weder elektro- noch programmiertechnisch versiert, sodass ich noch nicht weiß, ob und in welcher Form ich eines Tages in der Lage sein werde, etwas nützliches zum Forum beizutragen.


    Alles, was ich mitbringe ist eine totale Begeisterung für meinen C64, den ich mir vor 5 Jahren (wieder) gekauft habe.
    Diese Begeisterung hat mich letztenendes zu diesem Forum gebracht, denn aus purer Begeisterung ist nun blankes Entsetzen geworden, nachdem mein "CeVi" mittlerweile schon häufiger "abgestürzt" ist.


    Alles begann mit ein paar "Hell/Dunkel"-Phänomenen an meinem 1084-S, die ein wenig wie Bildstörungen aussahen und die ich eigentlich dem Monitor selbst zugeschrieben habe.


    Diese Störungen traten mal mehr und mal weniger auf.
    Seit ca. 2 Wochen allerdings stürzt der Computer im Betrieb auf folgende Arten ab:


    Entweder er
    1) Stellt ein paar Zeichen dar, wie z.B. gefühlte 1.000 "-"-Zeichen und friert ein
    oder
    2) Springt aus dem Programm auf den legendären blauen Startbildschirm mit einem "READY" und dem blinkenden Cursor
    oder
    3) Friert einfach nur so im Betrieb ein


    Dies hat er in den letzten 5 Jahren eigentlich nie getan (da habe ich so bei mir gedacht: "Meine Güte, wie waren wir verwöhnt in den 80ern mit Computern, die tatsächlich stabil liefen, im Gegensatz zu den tollen Kisten, die man heute so am Start hat ;-)" , weshalb es jetzt erst Recht auffällt.


    Anhand des duften Postings von JMP$FCE2 mit dem Thema "8 Informationen, die ich haben sollte, bevor ich frage" habe ich nun folgendes zu meinem C64 ermittelt und hoffe, dass jemand einen "heißen Tip" hat, wie ich meinen Cevi wieder so an den Start bekomme, dass ich mich wie gewohnt auf ihn verlassen kann:


    Punkt 1:


    Die Platinenversion lautet: PCB ASSY no. 250 469 und dann steht dort noch PCB No. 252311 - Rev.3



    Punkt 2:


    Ist das Gerät modifiziert oder noch Orginal?
    Das Garantiesiegel befand sich noch unbeschädigt auf dem Gehäuse, daher gehe ich davon aus, dass es noch Original ist!




    Punkt 3:


    Ist das Netzteil Orginal oder schon mal durch ein anderes ersetzt worden?


    Das weiß ich leider nicht, aber es handelt sich schon um das "neuere" Netzteil, das mit dem C64C ausgeliefert worden ist, also nicht um den "Elefantenfuß".



    Punkt 4:


    Tritt der Fehler nur auf wenn Zusatzhardware angeschlossen ist?


    Nein! Ich habe zwar ein Einsteckmodul "Action Power II", das mit einem Schnellader versehen ist, aber auch im Betrieb ohne Modul tritt der Fehler auf. Interessanterweise ist es beim Betrieb mit dem Modul so, dass - wenn das Programm abstürzt - nicht der schwarz gestaltete Bildschirm des Moduls erscheint, sondern der blaue Standard-Bildschirm.

    Punkt 5:


    Tritt das Problem sporadisch auf oder ständig?


    Das Problem tritt ständig sporadisch auf ;-)
    Nein, mal im Ernst: Es tritt mittlerweile bei fast jedem Programmablauf auf.



    Punkt 6:


    Werden irgendwelche Chips besonders heiss? so das man sich fast die Finger dran verbrennt?


    Ich kann keine besonders erhöhte Temperatur feststellen.
    Der einzige Chip, der sich überhaupt warm anfühlt, ist leider mit einer Wärmeleitpaste beschmiert, daher kann ich seine Bezeichnung nicht vollständig lesen (MOS 856 und danach kommt nur noch Paste) . Er sitzt ziemlich genau in der Mitte des Boards, in einer vertikalen Linie zwischen Seriellem und Video-Port.
    Der Chip ist ein langer Dicker (im Gegensatz zu mir: Kurz und nicht so dick ;-)




    Punkt 7:


    Hat der Fragesteller ein Multimeter und weiss wie das benutzt wird?


    (Die billigen 5-Euro Multimeter reichen für diesen Job aus)
    Der Fragesteller hat kein Multimeter und auch keinen blassen Schimmer, wie so eines benutzt wird.
    Dazu hat er noch 2 linke Hände, ist aber durchaus lernbereit und würde für die Wiederherstellung der Zuverlässigkeit seines geliebten Commodore sogar ein Multimeter für EUR 5,- anschaffen, wenn jemand ihm den Umgang damit erklären kann.




    Punkt 8:


    Hat der Fragesteller irgendwelche Erfahrungen im Löten? wenn nicht gleich sagen.


    Leider habe ich auch keinerlei Erfahrungen im Löten - ganz ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht einmal, "wofür Löten genau gut ist" (werde ich aber gleich mal googlen).


    So, das wäre meine ausführliche Fehlerbeschreibung.
    Ich hoffe, ich habe alles "richtig gemacht"....


    Für alle, die sich diese Zeilen bis hierhin durchgelesen haben, schon mal ein dickes Danke für die Geduld.
    Für alle, die darauf antworten schon mal ein dickes Danke im Voraus! :-)


  • Interessant. Woher weißt du denn dann welches Board verbaut ist?

  • Wow! 1.000 Dank für die schnellen Antworten!


    Quote

    Ich würde den Fehler im Bereich der Stromversorgung (Netzteil oder Ein/Ausschalter oder Buchse) vermuten.


    Du wirst also zunächst ein Multimeter brauchen.


    Hast du noch ein zweites Netzteil?

    Ein zweites Netzteil habe ich leider nicht.


    Ein Multimeter werde ich mir besorgen - sollte wohl auch zur Grundausstattung eines jeden "post-millenium-Commodore-Users" gehören.
    Gemäß dem Grundtip "es tut auch eines für fünf Euro" habe ich mich mal in einem großen Elektronik-Kaufhaus umgeschaut und eines gefunden:



    Beschreibung
    Digitales Multimeter mit allen gängigen Messbereichen für Heimwerker.


    Mit Batterietestfunktion für 9 V und 1,5 V Batterien, Diodentest und
    Rechteckgenerator.


    Technische Daten
    Messbereich V/AC 0.1 - 250 V Messbereich A/DC 1 µA - 200 mA Messbereich V/DC 0.1 mV - 250 V Grundgenauigkeit 1.5 % Anzeige 2000 Counts Messbereich Widerstand 0.1 Ω - 2000 kΩ Spannungsversorgung 2 x LR44 Abm. (B x H x T) 52 x 103 x 27 mm Messkategorie CAT III 250 V Schnittstellen keine Gewicht 80 g Kalibrierbar nach ISO / DKD


    Würde ein solches Gerät ausreichen?


    Sorry für die blöde Frage!


    Da steht eindeutig "befand" ;)


    Nee mal im Ernst, ein trockener Elko kann schon solche Fehler verursachen. Besorg dir ein Multimeter und am besten noch jemanden im Freundeskreis, der dir das Löten beibringen kann :) Die Kiste wird schon wieder :)

    Danke für die aufmunternden Worte! Werde mir mal jemanden mit der "Lizenz zum Löten" suchen...


    Noch eine blöde Frage (siehe weiter oben für die blöde Frage Nummer 1):
    Gibt es etwas, worauf ich beim Kauf eines Lötkolbens achten sollte, damit ich die feine Kultelektronik (sachgemäße Handhabung und Ausführung natürlich vorausgesetzt ;-)) nicht beschädige?


    Gibt´s da etwas, dass Du als Zubehör für das Löt-Equipment unbedingt empfehlen würdest?

  • Das Multimeter ist wohl vom blauen C und ein Voltcraft. Die Dinger sind wunderbar und zuverlässig. Kannst du prima kaufen.

    Blaues C: stimmt!
    Voltcraft: stimmt!


    Kaufempfehlung: DANKE!


    Also ich kann folgende Lötstation empfehlen: link
    Habe ich auch und war bis jetzt sehr zufrieden.


    Wenn du noch bisschen Zubehör dazu brauchst ist vielleicht auch das was: link2
    Da ist auch ein Multimeter dabei... was für eins, kann ich leider nicht sagen. Aber das sollte auch alles können.


    Grüße :drunk:

    Dufte, ich denke ich werd´ erstmal "klein" mit der Lötstation anfangen und mich dann langsam steigern...


    Komisch, konnte nie so recht etwas mit Elektrotechnik anfangen und kaum ist etwas mit meinem geliebten Türkeil nicht in Ordnung, ist meine Neugier geweckt...

  • Ich würde den Fehler im Bereich der Stromversorgung (Netzteil oder Ein/Ausschalter oder Buchse) vermuten.


    Du wirst also zunächst ein Multimeter brauchen.


    Hast du noch ein zweites Netzteil?

    So, nun habe ich ein doch noch ein wenig im Forum gestöbert und bin auf einen Thread zur grundsätzlichen Wartung bzw. Reparatur der verschiedenen Netzteile gestoßen und ich muss sagen:


    a) Hut ab vor jedem, der sich damit auskennt! :respect:
    b) Ich lass´ lieber meine Finger davon, bevor meine Bude abfackelt oder ich nach einem "Reparaturversuch" das Zappeln kriege, weil ich nicht ausreichend über das "Mysterium" Bescheid weiß!


    Also, ich habe verstanden, dass die Arbeit an allem, was direkt mit den legendären 230V zu tun hat, für einen "Nicht-Elektroniker" keine gute Idee ist.
    Aber wie sieht es eigentlich mit dem "Innenleben" des C64 aus?


    Wenn es dort etwas zu tun gibt, z.B. einen Chip sockeln o.ä.; kann man da auch einen Fehler machen, der dazu führen könnte, dass einem die Bude abfackelt, oder riskiert man "nur" ein Stück legendäre Technik und Zeitgeschichte weiter zu beschädigen?


    Ich meine, der Strom, der durch das Gerät fließt ist ja der gleiche, der aus der Steckdose kommt und irgendwie ja aber auch nicht, oder?
    Klingt jetzt wahrscheinlich, als hätte ich in Physik nicht aufgepasst (was übrigens auch stimmt - mal abgesehen vom Thema "Optik"), aber nach all den Kondensatoren, Chips und anderen Teilen, die im CeVi zu finden sind, kommt doch etwas anderes an, als man am "gefährlichen" Netzteil vorfindet, oder? ?(

  • Stimmt, im CeVi hast du ganze 9V Wechselspannung und 5V Gleichspannung bzw. 12V Gleichspannung, aber auch da muss man vorsichtig sein, nicht unbedingt wegen Schlag ect. eher wegen der Gefahr, den CeVi zu grillen, aber solange du nicht mit den Messpitzen 2 Pins der ICs überbrückst, kann dir bei der Sache nicht wirklich was passieren. Also immer schön vorsichtig agieren und hören was die lieben Onkel hier so sagen, dann funktioniert die Kiste auch bald wieder ;) Und wenn dein Multimeter angekommen ist, kannst du mal gleich die Betriebsspannungen messen :)

  • Stimmt, im CeVi hast du ganze 9V Wechselspannung und 5V Gleichspannung bzw. 12V Gleichspannung, aber auch da muss man vorsichtig sein, nicht unbedingt wegen Schlag ect. eher wegen der Gefahr, den CeVi zu grillen, aber solange du nicht mit den Messpitzen 2 Pins der ICs überbrückst, kann dir bei der Sache nicht wirklich was passieren. Also immer schön vorsichtig agieren und hören was die lieben Onkel hier so sagen, dann funktioniert die Kiste auch bald wieder ;) Und wenn dein Multimeter angekommen ist, kannst du mal gleich die Betriebsspannungen messen :)

    Super, dann höre ich mal auf diesen lieben Onkel und mache es genau so!


    Für mich klingt das auch nach Netzteil, das ist fast schon typisch dafür was Du beschreibst. Besorg dir auf ebay ein neues
    Netzteil und dann sollte es wieder funktionieren.

    Das werde ich machen!
    Spielt es eine Rolle, welches Netzteil ich am C64-C benutze oder sind "Ziegel" und "Elefantenfuß" untereinander austauschbar?

  • Spielt keine Rolle. Du kannst beide verwenden.


    Gruß
    Tom


    1.000 Dank!


    Habe gerade ein Netzteil in der Bucht ersteigert und freu´ mich schon darauf, meinen CeVi vielleicht schon nächste Woche wieder in voller Pracht genießen zu können.


    Na gut, vielleicht nicht ganz in voller Pracht - denn ein klitzekleines Manko hat der C64-C ja schon - nämlich den Soundchip, der die Digisounds so leise abspielt.


    Aber das ist ja ein anderes Thema, und dazu habe ich schon so einiges hier im Forum gelesen.
    Einfach der beste Ort im Netz rund um´s Thema...


    Werde kurz Bescheid geben, ob´s das Netzteil war.


    Für den Fall, dass es doch etwas anderes ist, werd´ ich euch als Newbie wohl noch ein wenig auf die Nerven gehen - sorry im Voraus!

  • Ist der SID zufällig ein 8580? Wenn ja, dann hast du Pech, dieser SID ist leider nicht mehr fähig, via Lautstärkeregister und was die alles benutzt haben Samples wieder zu geben...


    Probier's doch mal mit dem Digi Boost :) Einfach über einen 330k-Ohm Widerstand Ext. In des SID mit GND verbinden.

  • Ein 8580 SID ist bestimmt kein Manko. Gerade viele neuere Sachen sind für´n 8580 geschrieben, allein schon wegen der gefixten Wellenform-Kombinationen. Und überhaupt kann im C64C auch genauso gut noch ein "alter" 6581 stecken - schau einfach mal auf der Platine nach.


    Aber erstmal toi, toi, toi dass dein C64 bald wieder läuft!