Escom 286 startet nicht - aber als 486er :)

Es gibt 57 Antworten in diesem Thema, welches 13.854 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. März 2012 um 21:37) ist von controlport2.

  • Au Backe....

    Erstmal vielen Dank für Eure Einschätzungen und Tipps (auch das Angebot!).

    Nun gut, dachte ich so bei mir, "gehst halt mal bei ebay schauen, was ein neues Brett so kosten würde"....PUSTEKUCHEN!
    Zum einen finde ich da vorm Zug gar keine 286er-Boards, zum anderen müsste das ja ein Board sein, das in der Mitte auch den Slot für die Riser-Karte hat - anders passen in den Flachmann ja keine Steckkarten rein.... *grummel*
    Also ists mit einem Ersatzboard nicht weniger schwierig als einen "neuen" Escom zu finden. :(

    Also ich bekomme das Teil nicht wieder reanimiert, soviel steht schon mal fest.

    @Midnight:

    Zitat

    Aber wenn hats wohl nur die Durchkontaktierung vom Akku gefressen.

    Glaubst Du? Kann das Grund sein, warum der Rechner gar nicht mehr startet?

    Eigentlich hatte ich mich von der DOS-Welt ja schon lange verabschiedet, aber als ich den Rechner sah, musste ich den einfach haben - einfach deswegen _weil_ Escom ja nun in der Tat komplett "ausverkauft" ist. Schade nur - bei mir muss Hardware auch funzen, nicht bloß einfach "da" sein - und für die 286er gibt ja auch noch was zu tun.... Monkey Island 1 habe ich damals[tm] auf dem IBM PS$irgendwas gezockt, war auch ein 286er - und hatte echt Spaß gemacht.

    @crasbe: wäre das für Dich wirklich eine Herausforderung - auch unter dem Aspekt des "4-Layers", so wie ich es hier herauslese?

  • Ich kann schlecht abschätzen, wie viel Arbeit es wirklich ist. Erstmal müsste ich das Board säubern mit Kontakt LR (Isopropanol ist nicht sooo gut, löst die Schwermetallsalze aus dem Lötzinn, die sich dann als weiße Kruste ablagern.)
    Dann müsste ich den restlichen Grünspan entfernen und die Bauteile tauschen, die zu stark korrodiert sind. Bei Widerständen i.d.R. einfach, bei Kondensatoren auch, bei anderen Bauteilen weniger einfach.
    Dann noch die Leiterbahnen durchklingeln, was bei einen 4-layer Board nicht unbedingt einfach ist.
    Und zu guter Letzt noch eine Knopfzelle einsetzen.

    Ich kann mich dran versuchen, aber ich werd wohl nicht alle Bauteile hier haben.

    MfG.
    crasbe

    Edit: Von den Bauteilkosten sinds wohl nicht mehr als 10€, Materialkosten etwas mehr wegen Reinigungsmitteln und sonem Zeuchs.

  • Das könnte man doch mal in einem Rework-Fred aufarbeiten. So als Anstoß und "Mahnung" an andere Besitzer gefärdeter Hardware.

    mfg :)

  • Wenn ich eine Tafel Arbeitsschoki extra bekomme, mach ich von jedem Bauteil ein Extrafoto und arbeite das in einem Extrathread auf. ;)

    MfG.
    crasbe

  • Hast Email. :)

    Und die Schoki spendiere selbstmarmelnd ICH! ;)

  • So, es hat sich was Neues getan.

    Vorweg: den Escom hab ich von quarkbeutel. Und der konnte es mal so gar nicht leiden, dass ich von ihm was Kaupttes gekauft habe. Wobei ich keine Beschwerde eingereicht hatte - wenn man alte Hardware kauft geht man zwangsläufig das Risiko ein, dass da was nicht funzt. Mir kam es hauptsächlich auf das Gehäuse an, das Innenleben ist ja leicht tauschbar... tja, und da kam quarkbeutel mir nochmals mehr als entgegen:
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    Eine bunte Mischung alter Hardware quer Beet zum Basteln - was über ist fliegt anschließend auf den Müll (mal sehen ob ich das übers Herz bringe). Die Kiste kam heute an und in der Tat hats da ein Board mit einem 486-33 der einwandfrei funzt. Juhuu!
    Also werde ich das bei Gelegenheit zusammenfriemeln. Weiterhin eine standesgemäße Soundkarte (Soundblaster, ISA natürlich), SCSI-Controller, 1MB-Grafikkarte, wahnsinne 8MB RAM.
    Gut, ich weiß, DOS-Kisten sind alles andere als sexy, aber dieser Desktop ist eben auch von damals[tm], insofern sehe ich zu, dass ich den Paul wieder ans Laufen kriege.
    Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:
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    An dieser Stelle mal eine Frage: dieses Board und noch ein weiteres aus quarkbeutels Fundus haben beide keine Kühler bzw. Lüfter. Ich habe absolut Nulll Erinnerung daran....kann man die 486-33 und 486-40 ganz ohne Kühler betreiben?
    Ich meine, die waren ja in ihrem vorherigen Leben schon im Einsatz, ich sehe aber keine Kratzspuren eines aufgeklemmten Kühlers und verschmierte Wäremleitpastete schon gar nicht.
    Laufen die auf Dauer auch ohne Kühler?

    Ach so, und dank schlonkel habe ich ein fast perfekt "gleich vergilbtes" CD-ROM-Laufwerk für den Escom: :D
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    ....wird ein Hüscher, der Kleine! :blah!

  • kann man die 486-33 und 486-40 ganz ohne Kühler betreiben?


    Ich glaub mich zu erinnern,daß Kühlkörper mit und ohne Lüfter erst ab 486DX2-66 oder DX2-50 nötig waren,vorher war maximal ein Kühlkörper drauf (486DX40 z.B. ).
    486DX33 müsste auch ohne Kühlkörper funzen,ich würde da trotzdem einen draufpappen.
    Habe grade mal gekramt und einen 486DX4-100 Prozi gefunden,mit Kühlkörper/Lüfter. :)

  • Ich weiss 100%ig, dass mein 486DX/33 seinerzeit komplett ohne Kühlkörper und Lüfter daherkam. Wurde schweineheiss, gab aber selbst an wärmsten Sommertagen keinerlei Probleme.

  • An dieser Stelle mal eine Frage: dieses Board und noch ein weiteres aus quarkbeutels Fundus haben beide keine Kühler bzw. Lüfter. Ich habe absolut Nulll Erinnerung daran....kann man die 486-33 und 486-40 ganz ohne Kühler betreiben?

    Ich meine zu glauben das es bis maximal 486-50 noch üblich war die CPU einzulöten und keinen Kühlkörper dranzumachen.
    Aber mit Kühler ist natürlich immer besser.

  • kühler/lüfter brauchste eigentlich erst ab 486dx66, alles was langsamer ist, braucht eigentlich keinen - schadet aber auch net ;-9

    mist, ich hätt dir noch nen sack voll von den kühern/lüftern mitschicken sollen, habsch aber net dran gedacht...

    schad, wär ich wieder was losgewesen :sad:

  • Kühler/Lüfter Kombinationen kamen erst mit den 486DX-50 Modellen (und schneller) auf. Daher auch die schönen Aufdrucke damals. ;) Der DX2-66 verbraucht selbst nur so wenig Watt das bei ihm auch oft nur ein Kühlkörper, ohne Lüfter, verbaut wurde. Selbst die später erschienenen AMD DX2-80 mit 3,3 Volt Spannung hatten selten Kühler drauf.
    In Deinen 486er gehört dann aber eine richtige VLB-Grafikkarte. Die ISA ist für 33MHz viel zu langsam. ;) Ich empfehle noch den Einbau eines zusätzlichen IDE-Controllers. Mit den damals üblichen 2 IDE-Laufwerken und max. 504MB HD-Speicher kommt man nicht weit.

    mfg :)

  • VLB Karte happich nich. Ist diese "Stealth 24" von Diamond so eine? Keine Idee. Kann mich auch nicht erinnern, was exakt VLB (Vesa Local Bus, klar) nun genau ist.... :D
    Einen separaten IDE-Controller hab ich gestern noch im Fundus gefunden :). HD läuft, das Board selbst hat gar keinen IDE-Controller.

    Kann mir wohl noch bitte jemand sagen..... auf dem Board steckt jetzt ien 486DX33 - auf einem anderen (kaputten) Board ein 486DX40.
    Muss ich das funzende Board wohl noch umjumpern oder kann ich die Prozis bedenkenlos tauschen?
    In Ermangelung eines Handbuchs bin ich da "etwas vorsichtig".... ist ja Wahnsinn wieviele tausende von Jumper man damasl[tm] hatte....hach, ist das lange her....

  • Du kannst den 40er da natürlich draufstecken, aber ohne Anpassung läuft der auch nur auf 33, also Jumperanpassung wäre schon von Nöten. Ich kann mich auch an Boards erinnern, bei denen man das nicht per Jumper einstellen konnte, da gings dann nur mit Qurz tauschen, aber ich glaube eher, daß das noch 386er waren.
    Wenn die Juimpereinstellungen nicht beschriftet sind, schau mal nach dem Board-Typ, oder mach ein gutes Foto, das werden wir schon rausfinden denke ich.
    VLB sieht aus wie ISA mit einem zusätzlichen kleineren Slot dahinter, bei dem ist der Kontaktabstand dann kleiner, so wie bei PCI.

    Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.
    Edmund Burke (1729-1797)

  • controlport2: Wenn es Dir nur ums Basteln geht, würde ich den Prozessor erstmal auf dem Mainboard lassen. Umbauen würde ich erst, wenn Du eine Beschreibung der Jumper oder noch besser ein Handbuch zum Mainboard hast. Prinzipiell kannst Du den 486DX-40 einfach tauschen. Kaputt geht dabei nichts.
    Höchstwahrscheinlich läuft der 483DX-33 aber auch mit 40 MHz. Intel war damals sehr großzügig, was die Toleranzen betrifft und Intell selbst auch kein 40 MHz Modell in Angebot hatte. Von denen gab es nut 33 oder 50 MHz. Mit etwas Glück läuft der 486DX-33 auch mit 50 MHz. Bzgl. Kühlkörper: Ab 40 MHz würde ich auf jeden Fall einen passiven Kühlkörper mit Wärmeleitpaste verwenden. Ab 50 MHz noch einen Lüfter spendieren.
    Mit einer Multi-I/O-Karte für den VL-Bus kannst Du dann auch flotte Datenraten von der Festplatte genießen. Dazu eine VLB-Grafikkarte und der Rechner ist alltagstauglich für DOS und Windows 3.11. Mit Windows 95 wird es mit 8 MB Speicher etwas eng werden. Da wären 16 MB oder 32 MB besser. 32 MB dürfte auch das Maximum sein, was das Mainboard kann.

  • Freue mich über die guten Tipps hier!

    Und wen es interessiert: ich habe das Board im Netz gefunden (juhu! :)) - hier das Wichtigste:

  • Tja, das ließ mir doch keine Ruhe, heute habe ich die vielversprechendsten Komponenten in das enge Desktopgehäuse gequetscht:
    - anderes Netzteil, läuft flüsterleise, das original Escom war ein Krachschläger. Selbstverständlich nützt das nicht die Bohne weil die oldschool-6GB-Platte einen Höllenlärm macht. :D
    - das Board mit dem 486-33, erstmal ohne Lüfter:
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    - eine Soundblaster-Soundkarte Model CT-3600, also ganz offensichtlich eine AWE32 - was Besseres gibts in dem Bereich ja wohl kaum *froi*
    - einen IDE/Floppycontroller mit Goldstar-Chip unbekannter Herkunft (aber funzt, so what shalls)
    - eine Diamond-Stealth Grafikkarte, s.o. Vesalocal-Bus hat das Board zwar, aber aufgrund der Tatsache, dass ich wegen des Desktop-Gehäuses mit einer Riser-Card arbeiten muss nützt mir das leider ebenfalls nicht die Bohne. :)
    Auf dem einen Bild sieht man die Enge:
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    Der IDE-Controller ist aber jetzt ganz oben um das Flachbandkabel zu schützenn.

    Tja und hier läuft die Installtion von MS-DOS 6.22 - selbstmarmelnd von Originaldisks....
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    Doof, dass auf der anderen Seite der Riser-Card nur noch zwei 8Bit-Slots sind. Da könnte ich maximal eine 08/15-SCSI-Controller-Karte reinstecken, für einen (08/15)²-SCSI-Scanner. :D
    Der Prozessor wird übrigens arschheiß - und direkt darüber arbeitet die HD....ohoh.... :D

    Nach Wickie P. Dia soll W95 ja locker auf diesem TED laufen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Mal schauen, als nächstes hoffe ich das CD-Laufwerk ans laufwerken zu kriegen.

    Stay tuned. :D

    Ach so eins noch: das Board zeigt im BIOS die Platte mit der richtigen Größe an (6GB). Bei der Installationi von MS-DOS wurden daraus nur 488MB (ich glaube mehr als 512 kann MS-DOS nicht, oder?).
    Win95-Installation läuft gerade.
    Was muss ich tun, um mehr Platz von der Platte zu bekommen? Von CD booten ist ja man nicht, aber wie kriege ich das FAT32-Dateisystem auf die Platte?

  • Nimm FreeDos oder PTS-Dos. Da hast du auch ein gescheites Filesystem. Richtig Oldschool würde ich ja nicht W95, sondern W3.11 drauf installieren. Oder Geos PC (Breadbox) oder Open Gem. Oder noch besser: Alles 3, dann kann man wählen.

  • Die Automatisch Erstellte Bootpartition ist immer 512 MB groß.
    Du kannst später mit FDISK weitere mit 2 GB größe erstellen.

    Zum CD LW, du brauchst nur nen 0815 Treiber dafür. Ich müsste irgendwo sogar noch einen mit grafischem Setup haben.

    Alles was nach IDE Treibern ausschaut geht. Ich nehm immer Toshiba.

  • Das Problem mit der Plattengröße ist primär keins vom DOS, sondern vom BIOS. Wenn's kein BIOS-Update gibt, das größere Platten unterstüzt (was dabei wahrscheinlich der Fall sein wird), kann man die Plate im BIOS-Setup auch als kleinere eintragen und im MBR einen Treiber installieren, der dann die BIOS-Festplattenzugriffe übernimmt. Eine elegantere Lösung wäre natürlich einen SCSI-Controller mit entsprechender Platte zu verwenden. Adaptec 1542 (B,C oder CF) wären die passenden Kandidaten. Wenn der VLB-Slot nutzbar wäre, wäre natürlich ein 2842 besser.
    Dann gibts da noch eine Grenze bei 2 GB, die liegt im FAT16 Dateisystem, das unterstützt keine größeren Laufwerke. Und die Clustergröße ist dabei mit 32k für die Dateigrößen, die bei DOS-Anwendungen üblich sind, eher riesig, dadurch verliert man einiges an Plattenplatz. Bei mehr als 2 GB kommt man also nicht umhin, die Platte in mehrere logische Laufwerke zu unterteilen, wenn man das unter DOS nutzen möchte.

    Gruß
    Christian

    Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.
    Edmund Burke (1729-1797)

  • Okay, Danke, ich wusste, es gibt irgendeinen "Workaround" für die Platte. Und im BIOS wird sie ja richtig angezeigt, dann komme ich an den "Rest" wohl auch noch. Stimmt. FDISK....da war mal was.... =)

    Das CD-Laufwerk läuft schon, habe da eine der ersten Treiberdisks von Mitsumi, die hat damals[tm] noch jedes CDLW ans Laufen bekommen. Und das funzt auch schon.
    Aber die W95-Installation habe ich gestern nach gefühlten 2,5h abgebrochen, da war er bei knapp 70%, irgendwann will man ja auch mal schlafen. :D

    Jetzt hoffe ich nur noch, dass die Soundkarte mitspielt, dann bin ich kurz davor, im wahrsten Sinne des Wortes "den Deckel zuzumachen".