Netzteiladapter PC -> C64: verlötet?

Es gibt 47 Antworten in diesem Thema, welches 8.310 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Dezember 2012 um 01:39) ist von Dr.Frantic.

  • Moin allerseits,

    ich hab jetzt mal den Netzteil-Adapter aus Donalds Sammelbestellung (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) aufgebaut.
    Sicherheitshalber nochmal schön durchgemessen, 5V waren 5V, 9V~ waren 9V~. Also angestöpselt und losgelegt.
    Anfangs lief alles auch gut (Bild und Ton).

    Dann hab ich den Ton in ein anderes Ausgabe-Device umgestöpselt und es kam auf Schlag nur noch Brummen.
    Nach ein bissl hin und her-probieren (auch mit Modulen/SCPU) kam zusätzlich noch Salat-Bildschirmausgabe, und schließlich dann gar keine mehr.
    Zu guter letzt hab ich festgestellt, dass beide Sicherungen auf dem Adapter durch sind.
    Als Netzteil kam ein altes, aber seit Jahren benutztes (also eigentlich zuverlässiges) AT-Netzteil. 64er-Platine ist ne 469.
    Hinterher auch nochmal mit einem Ziegelstein-Netzteil nachgeprüft, der 64er ist wirklich tot.

    Kann mir jemand erklären, was da passiert ist? "Zuviel" kann der 64er eigentlich nicht wirklich am Netzteil gezogen haben, oder?

    /me bedankt sich für Unterstützung...

    --
    Für guten Sound braucht's nur drei Stimmen und vier Wellenformen ...

  • Also gabs beim Abziehen des Audio-Steckers eine Spannungsspitze auf dem 64er-Board, die dann den (vermutlich) VIC gebrutzelt hat?
    Wie hätte da eine schneller reagierende Sicherung im Adapter helfen können?
    Die Sicherungen sind übrigens tatsächlich "träge". Dann sollte ich vermutlich in Zukunft Empfindlichere benutzen?
    (Und vermutlich auch das Umstöpseln im Betrieb sein lassen, wobei mich das echt wundert: Ich hab in der Vergangenheit viel und wild herumgestöpselt, ausser natürlich am User- und Expansionsport, und da ist nie was passiert.)

    --
    Für guten Sound braucht's nur drei Stimmen und vier Wellenformen ...

  • Also gabs beim Abziehen des Audio-Steckers eine Spannungsspitze auf dem 64er-Board, die dann den (vermutlich) VIC gebrutzelt hat?
    Wie hätte da eine schneller reagierende Sicherung im Adapter helfen können?

    So in etwa.

    Eine schnellere Schmelzsicherung wird da auch nicht wirklich helfen weil ein PC Netzteil so gnadenlos schnell viel Strom nachliefern kann
    das die Interna eines Chips schon kaputt sind bevor die Sicherung überhaupt warm genug wird um auszulösen.

    Eine schnellere Sicherung wird aber dazu beitragen das nichts sichtbar glüht und in Flammen aufgehen könnte.

  • Hmm, sehe ich das richtig, dass potentiell dann auch beispielsweise das abziehen des Joysticks zu einem Latch-Up auf der CIA führen kann, und diese dann uppe sein wird? Das Schema wird dann an allen Schnittstellen das gleiche sein, oder?

    Also bleibt mir eigentlich nur, mein Verhalten entsprechend anzupassen und alles nur noch im ausgeschalteten Zustand aus- oder einzustöpseln, wenn ich diesen Adapter verwende. (So sollte man es ja eigentlich eh machen...)
    Oder hab ich noch ne andere Möglichkeit, das zukünftig zu vermeiden?

    --
    Für guten Sound braucht's nur drei Stimmen und vier Wellenformen ...

  • Zwei Joysticks. :) Ich glaube aber eher dass das rumfummeln mit dem nackten Finger am Port mehr Probleme machen würde - zumindest ist es mir nicht bekannt dass durch das reine rausziehen/reinstecken was abgekokelt ist. Außer man stellt sich halt Urdumm an.

    Äh, es geht jetzt hier um die Joystickports. Nicht dass das was falsches interpretiert wird. Die Ports dürften für die nackten Finger tatsächlich am gefährlichsten sein.

  • Zwei Joysticks. :) Ich glaube aber eher dass das rumfummeln mit dem nackten Finger am Port mehr Probleme machen würde - zumindest ist es mir nicht bekannt dass durch das reine rausziehen/reinstecken was abgekokelt ist. Außer man stellt sich halt Urdumm an.

    Die Joystickstecker sind meistens aus Vollplastik und daher isoliert.


    Äh, es geht jetzt hier um die Joystickports. Nicht dass das was falsches interpretiert wird. Die Ports dürften für die nackten Finger tatsächlich am gefährlichsten sein.

    Ja, das ist meine Meinung nach der Grund für 99% aller toten CIAs. Commodore hat das irgendwann mal auch nicht mehr ignoriert und Schutzmassnahmen hinzugefügt.

  • Für welchen C64 gelten diese Schutzmaßnahmen? Kann man sich auf die verlassen? Gibt es die Möglichkeit, den Port selbst mit schutzdionen o.ä. auszurüsten?

  • Definiere mal "Audiostecker" etwas genauer. Klinkenstecker?

    Mein ignorierter Beitrag zur Netzteildiskusion:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

  • GRMBLFJX!
    Jetzt wo du explizit danach fragst: ja! Eigentlich ein ganz übliches A/V-Kabel von DIN auf 2 x Chinch. Aber da, wo ich es dann angeschlossen habe, war ne Klinkenbuxe, und da hab ich so einen Chinch-Klinke-Adapter benutzt und wenn ich mich richtig erinner auch genau falsch rum zusammengestöpselt. Also erst Chinch auf Adapter, dann Adapter in Buxe.

    Schöner Mist! :baby:

    Aber dann wär ja wenigstens geklärt, wo's herkommt. Thread kann zu, ich geh mich abreagieren... :drunk:

    Danke JMP$FCE2 und Sheltem!

    --
    Für guten Sound braucht's nur drei Stimmen und vier Wellenformen ...

  • Für welchen C64 gelten diese Schutzmaßnahmen? Kann man sich auf die verlassen? Gibt es die Möglichkeit, den Port selbst mit schutzdionen o.ä. auszurüsten?

    Es gab in den Commodore Tech-Topics mal eine Anleitung um den Serial-Port mit Dioden gegen Überspannung zu schützen, das war bei den 250425 Boards optional und bei späteren Boards immer.
    Ab den 250469 Board wurden von Commodore EMI-Filter verbaut die diese Problematik etwas senken können.
    Commodore hat diese Filter nicht etwa wegen dem Schutz verbaut sondern damit ein Preisgesenkter C64 überhaupt noch die Störstrahlungsrichtlinien erfüllen kann.
    Viele dieser EMI-Filter sind schon wegen Masseschluss aufgefallen.

  • Hallo

    Ich habe meine beiden Netzteiladapter von Donald am C64 ausprobiert.
    Folgendes passiert, der Bildschirm wird hell, oder flackert im ausgeschalteten
    Zustand. Beim Einschalten habe ich leichte Wellenlinien auf dem Bild.
    Die Wechselspannung aus dem Adapter ist ca.13V.
    Der andere Adapter verhält sich genauso.

    grüße
    uwe

  • Hallo

    Ich habe meine beiden Netzteiladapter von Donald am C64 ausprobiert.
    Folgendes passiert, der Bildschirm wird hell, oder flackert im ausgeschalteten
    Zustand. Beim Einschalten habe ich leichte Wellenlinien auf dem Bild.
    Die Wechselspannung aus dem Adapter ist ca.13V.
    Der andere Adapter verhält sich genauso.


    Der Netzteiladapter hat zwei Probleme: Die 9V Wechselspannung ist geerdet, hat also eine Offsetspannung. Das scheint für Leckströme zum VIC zu sorgen. Ich hab hier das selbe Problem und hab mir als "Fix" zwei bipolare 4,7 uF Kondensatoren bestellt, welche ich bei beiden 9V Leitungen in Reihe schalten will. Ich bekomme die Lieferung demnächst, dann kann ich mehr dazu berichten.

    Zweites Problem: Die 9V Wechselspannung ist keine Sinuswelle, muss kein Problem sein, kann aber. Evtl muss die Spannung also noch gefiltert werden.

  • Bei mir funktioniert er!

    Ich hatte auf der DoReCo Probleme aber da hatte ich auch kein PC Netzteil sondern ein kleines Chinateil, dass beide Spannungen liefert (aber nicht ordentlich geglättet). Das mochte weder C64 noch 1541. Jetzt hab ich es an einem PC Netzteil und alles funktioniert wunderbar.

    Ich kann die Probleme nicht nachvollziehen.

  • Bei mir funktioniert er!


    Klar funktioniert er, aber der VIC kriegt auch im ausgeschalteten Zustand noch Strom. Ist halt reichlich unausgereift.

  • Ich bin voll enttäuscht jetzt......habe vor 2 Tage angefangen den Adapter aufzubauen....... :-/ Ich habe keine Lust mein CEVIS platt zu machen.............mit dem Adapter