Welche LED leuchtet beim C116 nach dem Einschalten?

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 4.035 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. Oktober 2011 um 20:38) ist von MOS-Marauder.

  • Moin zusammen!

    Ich wollte mir demnächst mal einen gut erhaltenen C116 anschaffen - ist halt mein erster Rechner damals gewesen.
    Es werden ja hin und wieder 116er angeboten, allerdings oft mit dem Hinweis: "Ungetestet, rote / grüne LED leuchtet beim einschalten".

    Welche LED muss denn nun leuchten, wenn der 116er überhaupt funktionieren soll?
    Wäre nett, wenn mich da mal jemand aufklärt. Nach über 20 Jahren C116-Abstinenz weiß ich das nämlich wirklich nicht mehr.

    Alf

  • So weit ich mich erinnern kann, hat der C116 nur die übliche Power-LED. Wenn diese leuchtet, dann kann man von einer Stromversorgung ausgehen.
    Der C116 ist eine kleinere Version des C16, hat demnach auch die gleichen Anfälligkeiten. Es sind reichlich I/O-Ports in TED und CPU integriert. Diese haben nach außen eigentlich keinen erwähnenswerten Schutz und sind demnach oft defekt. Dummerweise sind diese Bauteile heute kaum noch beschaffbar.
    Die Aussage "LED brennt" ist keine zuverlässige Aussage zur Funktion. Der Kauf kann nur zum Glücksspiel werden. Das würde ich dann bei Risikobereitschaft einpreisen, also besser nicht zu viel ausgeben.

    If we're evil or divine - we're the last in line. - Ronnie James Dio (1984) -
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  • Hab seit gestern endlich einen C116 und kann bestätigen, dass nur eine, bei mir rote, LED verbaut ist. Der Rest ist wohl bei "ungetestet" Glückssache. Meiner lag 15 Jahre auf dem Dachboden und lief gestern auf Anhieb, bis auf ein paar Tasten auf der linken Seite. Da fehlt nach all den Jahren Graphit für den richtigen Kontakt (gleiche Krankheit wie beim Plus4). Zumindest damit sollte man rechnen. Muss man halt die Tastatur zerlegen.

    Der frühe Vogel hat ´ne Uhr.


    [connected] xx: tbd
    [Interface] xx: tbd

  • Ich kenne nur C-116 mit roter Power-LED, habe auch weder von einer grünen noch einer sonstig farbigen je was gehört. Und in meinen Schrank sind einige C-116.

    Und die Aussage LED leuchtet ist in meinen Augen wertlos. Man kann schaltungstechnisch einfach nachvollziehen, was man braucht, um die LED irgendeines Commodore zum Leuchten zu bringen ... das schaffen auch halbtote Netzteile.

  • So weit ich mich erinnern kann, hat der C116 nur die übliche Power-LED. Wenn diese leuchtet, dann kann man von einer Stromversorgung ausgehen.
    Der C116 ist eine kleinere Version des C16, hat demnach auch die gleichen Anfälligkeiten. Es sind reichlich I/O-Ports in TED und CPU integriert. Diese haben nach außen eigentlich keinen erwähnenswerten Schutz und sind demnach oft defekt.

    Die Schutzdioden sind bei den meisten C16 für Kassettenport und IEC-Bus verbaut. Die Tastatur wird über einen 6529B und TED abgfragt und bei diesen Ports sind eher keine Probleme zu erwarten, Ein defekter 6529 ist mir noch nicht untergekommen.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass es sich bei TED und der CPU im C16/116/+4 um die ersten Experimente von MOS mit HMOS-II handelt (Oder kennt jemand andere Chips mit MOS-Logo, 8xxx-Nummer und einem 84er Datecode?) und die am Anfang den Prozess nicht im Griff hatten womit die Chips einfach sehr anfällig waren oder einfach so gestorben sind.

  • Hm, das heißt, wenn der Rechner trotz leuchtender LED nur ein schwarzes Bild liefert, wird es wahrscheinlich am TED oder der 7501 liegen, korrekt?
    Ich hab' mir einen original verpackten C116 gegönnt. Bislang hat der Vorbesitzer genau diese Konstellation (LED leuchtet, Bild bleibt schwarz). Sobald der Rechner ankommt, schaue ich mir das mal genauer an.

    Wenn ich nicht weiter komme, schreie ich ganz laut um Hilfe :gluck

  • Hm, das heißt, wenn der Rechner trotz leuchtender LED nur ein schwarzes Bild liefert, wird es wahrscheinlich am TED oder der 7501 liegen, korrekt?

    Ja, dem ist leider so.

    Es gibt natürlich noch weitere Fehlerquellen die dieses Symptom verursachen, aber die sind meiner Erfahrung nach deutlich weniger wahrscheinlich. Da beim C16/116 alle wichtigen Chips gesockelt sind brauchst du nur einen funktionierenden zum Testen.

  • Ich hab' noch meinen Plus/4. Sobald der Rechner angekommen ist, tausche ich die Chips mal aus.
    Wird wohl Zeit, sich ein paar Rechner auf Halde zu legen ;)

  • Ich hab' noch meinen Plus/4. Sobald der Rechner angekommen ist, tausche ich die Chips mal aus.

    Dabei dran denken die verdächtigen Chips im funktionierenden Board zu testen und die Spannung beim verdächtigen Board zu testen. Nicht das dir z.B. ein defekter 7805 die guten Chips röstet.

    Zitat


    Wird wohl Zeit, sich ein paar Rechner auf Halde zu legen ;)

    Die Auflage war beim C16/116/+4 nicht so hoch, das wird nicht einfach...

  • Zitat

    Die Auflage war beim C16/116/+4 nicht so hoch, das wird nicht einfach...


    Keine Sorge, ein Paket mit drei Plussis hab' ich mir schon gesichert :smile:

    Danke für den Tipp, werd's so machen. Allerdings bräuchte ich noch eine Quelle mit Referenzspannungen. Gibt's da was im Netz?


  • Keine Sorge, ein Paket mit drei Plussis hab' ich mir schon gesichert :smile:

    Danke für den Tipp, werd's so machen. Allerdings bräuchte ich noch eine Quelle mit Referenzspannungen. Gibt's da was im Netz?

    Der C16/116 hat intern nur 2 Spannungen, +5V und die Eingangsspannung des 7805 (Der IC auf dem Kühlkörper). Beide lassen sich am 7805 messen. Wenn er vor dir liegt, so dass du die Beschriftung '7805' lesen kannst, dann ist der linke Pin der Eingang, dort sollten mindestens 8V (was das externe Netzteil eben liefert) gegen Masse anliegen, meist deutlich mehr. Der mittlere Pin ist Masse und der rechte Pin ist der Ausgang, hier sollten 5V (+/- 5%) gegen Masse zu finden sein.

    Das Netzteil des C16 und des C116 ist dasselbe. 9V Gleichstrom, 1A. Die Belegung ist das Gegenteil des üblichen, beim Hohlstecker ist Plus aussen und minus innen!

  • Danke. Das hilft weiter.
    Rückmeldung gibt's, sobald der Rechner angekommen ist.

    Mach dann mal ein schönes Platinenfoto und stells hier rein. Falls eine Speichererweiterung auf 64K geplant ist, das ist beim C116 deutlich einfacher als beim C16.

  • Ja? Mein damaliger Ausbau ist ja nun gut 25 Jahre her.
    Soweit ich das noch zusammen bekomme, musste ich damals die alten Chips auslöten (ich Kretin hab' natürlich die Beinchen abgeknipst).
    Dann mussten zwei (?) Leitungen unterbrochen und zwei (?) Drähte für die Adressleitungen neu gezogen werden.
    Kommt das so ungefähr hin oder trügt mich da mein Gedächnis?

    Meine durchgenudelte Tastatur (typische Kontaktprobleme) flickte ich seinerzeit durch das Aufkleben von Alufolie-Kreisen - das war ein Gefummel :sad:
    Hat aber funktioniert, bis der Rechner dann (leider) entsorgt wurde.

  • Ja? Mein damaliger Ausbau ist ja nun gut 25 Jahre her.
    Soweit ich das noch zusammen bekomme, musste ich damals die alten Chips auslöten (ich Kretin hab' natürlich die Beinchen abgeknipst).
    Dann mussten zwei (?) Leitungen unterbrochen und zwei (?) Drähte für die Adressleitungen neu gezogen werden.
    Kommt das so ungefähr hin oder trügt mich da mein Gedächnis?

    Ja, das kommt hin... Beim C116 kommt man an die zu unterbrechenden Leiterbahnen deutlich besser ran (beim C16 ist eine auf der Oberseite unter einem der 74LS257) und auch die 2 neuen Verbindungen sind einfacher weil die CPU ganz in der Nähe ist.

    Die alten Chips per Seitenschneider ausbauen ist schon OK, was sollte man mit 16Kx4 DRAMs noch anfangen? Mir fällt keine Anwendung ein bei der man nicht einfach 64Kx4 als Ersatz einbauen könnte.

    Zitat


    Hat aber funktioniert, bis der Rechner dann (leider) entsorgt wurde.

    Ich kannte damals jemand der aus bei Völkner verramschten Teilen (C116-Platine und CBM600-Gehäuse mit Tastatur ) einen Rechner gebaut hatte, incl. komplettem Umbau der Tastaturmatrix damit die CBM600-Tastatur mit dem C116 funktionierte.

  • Ich meine mich erinnern zu können das im C116 nix gesockelt war ?

    Da ich hier noch eine C116-Platine im Archiv habe muss ich widersprechen. CPU, TED, die ROMs und die PLA sind gesockelt, der Rest ist gelötet. Das ist die gleiche Sockelbestückung wie beim C16 und beim Plus/4.

    CPU ist auf dieser Platine sogar noch ein 7501R1 (laut Aufdruck).

  • Die chips (PLA,TED, CPU, Kernel und Basic) sind in allen drei rechner gesockelt. Zu beachten ist nur das die einbaurichtung der chips (TED und CPU) im p/4 unterschiedlich zu dem im c16 und c116 ist. Also nicht blind rausnehmen und wieder eingesetzen sonst ist die CPU hin.

    Gesucht: Commodore Slimeline PC, Commodore Tower PC, PC60, Drean C16 in OVP, VC20 Module wie Steinbeisser, VIC20 Module von OEM und Mach. Lang

  • und die am Anfang den Prozess nicht im Griff hatten womit die Chips einfach sehr anfällig waren oder einfach so gestorben sind.

    Das mag sein. Es lässt sich manchmal der Defekt der benannten I/O-Ports nachweisen. Wenn man diese aus dem Sockel biegt, ist die Einschaltmeldung plötzlich wieder da. Die eigentliche CPU ist in solchen Fällen dann noch intakt.
    Diese Dioden sind beim C64 oft verbaut und der serielle Bus ist dennoch defekt. Die haben imo mehr dekorativen als funktionellen Nutzen. ;)

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  • Das mag sein. Es lässt sich manchmal der Defekt der benannten I/O-Ports nachweisen. Wenn man diese aus dem Sockel biegt, ist die Einschaltmeldung plötzlich wieder da. Die eigentliche CPU ist in solchen Fällen dann noch intakt.

    Das muss nicht unbedingt der I/O-Port sein, könnte auch irgendeine Baugruppe auf dem Chip sein (Biasgenerator?) der die Last nicht mehr schafft und wenn du die I/O-Pins aus dem Sockel biegst die Leistung wieder ausreicht.

    Ich hab eine defekte 8501R1 an visual6502.org geschickt. Vielleicht sehen wir den Grund wenn die Die-Shots online sind.

    Zitat


    Diese Dioden sind beim C64 oft verbaut und der serielle Bus ist dennoch defekt. Die haben imo mehr dekorativen als funktionellen Nutzen. ;)

    Naja, sie verhindern recht zuverlässig, daß die Spannung an den I/O-Pins sich ausserhalb des sicheren Rahmens bewegen kann. Ein Grund für hotplug ist das aber immer noch nicht, das sollte man weiterhin lassen. Ich hab noch keinen Port geschossen, das kenne ich immer nur von Leuten die im Betrieb umstecken (hat noch nie Probleme gemacht... bis dann doch mal) und das nicht nur am C64, auch beim Amiga und PC. Der PS/2-Port z.B. ist nicht hotplug...