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RGB-Farben auf C64

  • Nein, das ist nicht moeglich leider.
    Der C64 kann (egal wie) nur 16 Farben gleichzeitig darstellen.
    Aber es gibt einige Tricks:
    - interlace (zwei oder mehr Farben nacheinander anzeigen lassen mit 50Hz)
    - wechselnde Farben als Schachbrettmuster oder Zeilenweise um via PAL-Signal-Eigenschaften MIschfarben zu erzeugen.

  • Es funktioniert nicht was du vor hast. Und interlaced kannst du auch nicht verwenden, weil das wirklich stark flackert und keine reinen Farben erzeugt.


    Interlaced bedeutet das Bilder oder Halbbilder in einem bestimmten Takt schnell hintereinander wechseln. Im Idealfall sieht das menschliche Auge das als ein Bild an.


    Gruß
    Tom

  • Selbst wenn du die technische Voraussetzung schaffen würdest, RGB darstellen zu können, es würde dir wenig nützen:

    • du hättest zuwenig Speicher um auch nur ein einzelnes Bild zu speichern (3 x 320 x 200 bytes)
    • die CPU wäre zu schwach eine vernünftige Framerate zu errechnen, selbst ein einzelnes Bild zu ändern würde viele Sekunden dauern
    • die Transferrate zu den Massenspeicher wäre zu langsam
    • die Kapazität der Massenspeicher an sich wäre viel zu gering



    Selbst wenn du alle technischen Probleme lösen würdest, - was hättest du dann? Einen PC-XT mit VGA Karte? Der Charme des C64 wäre dahin. Es gäbe keine Software dafür. Es wäre sinnentfremdet, man würde eher zu einem modernen Computer greifen wollen.

  • Der C64er kann auch viel mehr Farben. Der C64er war sowieso quasi nur für einen Fernseher hintendran gedacht. Im contrib von cc65 kannst Du den SourceCode von Koala-Show-Programm ziehen. Wenn Du den Mindestabstand zum Fernseher (2,5m, um nicht verstrahlt zu werden) einhälst, wirst Du schnell merken, daß Fernsehbilder in Koala umgewandelt vom Ausgangsbild nicht zu unterscheiden ist. Wenn Du dem Fernseher gefährlich nahe kommst, wirst Du merken, daß jeder Fernseher damals mit Raster so funktionierte. Aber ausreichend weit weg sieht jedes normales Fernsehgerät HD aus. So ein Quatsch mit HD, nur Geldschneiderei!

  • Quote

    Der C64er kann auch viel mehr Farben. Der C64er war sowieso quasi nur für einen Fernseher hintendran gedacht. Im contrib von cc65 kannst Du den SourceCode von Koala-Show-Programm ziehen. Wenn Du den Mindestabstand zum Fernseher (2,5m, um nicht verstrahlt zu werden) einhälst, wirst Du schnell merken, daß Fernsehbilder in Koala umgewandelt vom Ausgangsbild nicht zu unterscheiden ist. Wenn Du dem Fernseher gefährlich nahe kommst, wirst Du merken, daß jeder Fernseher damals mit Raster so funktionierte. Aber ausreichend weit weg sieht jedes normales Fernsehgerät HD aus. So ein Quatsch mit HD, nur Geldschneiderei!


    [offtopic]Mit Verlaub und Respekt, diesen Humbug glaubst du nicht wirklich oder??? Da stimmt ja gar nichts von den Aussagen, also entweder du hast sehr schlechte Augen, oder aber noch niemals ein natives 1080p Blu Ray Signal auf einem entsprechenden Plasma oder FullHD Beamer gesehen. HD ist doch keine Geldschneiderei, denn zwischen einem PAL Signal und einem aktuellen nativen 1080er HD Bild liegen nicht nur Welten, sondern Galaxien.


    Auch die Aussage, das man das Koalabild aus der Entfernung nicht vom Original TV Bild unterscheiden kann, also sprich Koala Shot gegenüber echtem PAL Standbild, ist doch nicht korrekt. Das unterscheide ich dir aber 100% und jeder andere auch.


    Korrekt ist die Aussage das Röhrenfernseher eine Maske haben und diese sichtbar ist wenn man nahe rangeht. Nur geh mal an einen aktuellen Plasma ran bei 1080er HD Standbild. Du siehst weder eine Maske noch einen Pixel. Also Schuldigung das ist Unsinn, als Argument und kann ich dir gerne persönlich widerlegen.


    Sorry, deine Meinung teile ich nicht.


    Gruß
    Tom[/offtopic]

  • Quote

    feinen Farbverlauf machen


    Schwierig, stimmt. Aber so sollte es gehen:


    Kontrast im Fernseher komplett runter.


    Bestehende Brille vorher absetzen.


    Brotpapierbrille rauf.


    Klar geht auch das.


    Bemerkung: Je nach Brille kann man den Verlauf in jeder Farbe machen.


    Bemerkung2: Es wäre auch eine Brille baubar, deren Tönung vom C64er direkt gesteuert würde, über die LAN-Netzwerkksrte z.B. über Bluetooth.

  • Quote

    Auch die Aussage, das man das Koalabild aus der Entfernung nicht vom Original TV Bild unterscheiden kann, also sprich Koala Shot gegenüber echtem PAL Standbild, ist doch nicht korrekt. Das unterscheide ich dir aber 100% und jeder andere auch.


    ich sag mal frech: bei entsprechender entfernung hast du keine chance =)

    Quote

    4 Helligkeiten sind weit weg von den 256 die grad so für ein PAL Bild ausreichen.


    der vic hat 9 helligkeiten =) und ein PAL bild weitaus mehr als nur 256. das reicht ja selbst mit rasterung grade so für ein halbwechs gangbares bild.


    PS: brotpapier raucht sich total schlecht, grad mal probiert. das muss was andres sein =)

  • Außerdem will ich keine Bilder, sondern nur ein paar einzelne Farben (nicht mehr, als 4 gleichzeitig).


    Da gibt es aber eben nur die 16 Farben, die der C64 hat und mehr nicht. Alles andere sich Tricks es so *aussehen* zu lassen, als *würden* mehr Farben dargestellt. Im Grunde hat enthusi mit seiner Antwort schon alles dazu gesagt. Deswegen gibt es auch nur noch OT ;-)

  • Schaltplan Commodore C64


    Ok, woran merkt man, daß man alt wird? Vielleicht weil man ein seltener Zeitzeuge ist?


    Ich gucke die ganze Zeit in den Bauplan rein. Und so etwa verstehe ich die Grafikgeschichte mitlerweile.


    Erstmal etwas, wie es später in den Geschichtsbüchern stehen wird:


    Also zur Grafik des C64ers. Da schlöß man standardmäßig einen Fernseher an. Damals war das noch so, daß ein Röhrenfernseher mit der Zeit (auch Deutsche) immer mehr das Bild streckten und eine Reparatur war immer zu teuer. Deshalb hatte ich einen Fernseher damals benutzt, der so kaputt war, daß man irgendwann kein Logo beim Fernsehen und eben kaum Rand beim C64er-spielen hatte. Die Grafikauflösung bezieht sich auf den Inhalt ohne Rand. Die war wirklich gut damals und besser als mancher Raster am Fernseher. Deshalb war Mischen technisch gegeben.


    Dann kam der AMIGA. Erstmals kauften sich Bekannte richtige sog. Monitore, die wie Fernseher aufgebaut waren, aber weniger flimmerten und das Bild "stand". Aber trotzdem habe ich damals meinem Amiga einen Umsetzer zu TV reingesteckt. Damit war "sie" schon oftmals besser als 256 Farben, weil, wenn man soviele Farben hat und man ganz schnell hintereinander zwei davon setzen kann, man alles machen kann. Und das dann schon ohne Rand, weil die Monitore eben keinen Rand mehr versteckten und auch nicht doll alt waren und das selber schon machten.


    Ein Blick auf den Bauplan läßt ahnen, wie die Grafik funktioniert, und wie es auch noch beim Amiga, der "sie", weitergeführt wurde:
    In beiden Fällen hat man aus technischen finanziellen Gründen aber soweit ich weiß gequantelte Farben eingesetzt. Der C64er hat ganz schnell immer digitale Bits in analoge Signale angesetzt, indem er Widerstände verbunden hat.


    Erst mit VGA konnte man soweit ich "wieder" weiß, 256 mit RGB bestimmte Farben einsetzen, ich selbst habe als Kind ein Programm geschrieben, das bei einem Bitmapphoto von einem andern Rechner, die 256 besten Farben berechnete und das Bild daraus sichtbar machte.Die ersten Grafikkarten hatten Pixelfehler, weil das zuerst eine sehr störungsnfällige Technik war.


    Also kurz gesagt: Gegen das gequantelte Machen des VIPs gibt es ohne Lötkolben sicher HÖCHSTENS die 16 Farben.

  • Also ein bisschen was in dieser Richtung habe ich auch noch vor Augen. Dei Anzeigegeräte basierten nicht auf RGB, sondern auf YUV oder so, und entsprechend waren die Chips darauf ausgelegt, YUV zu erzeugen. Irgendwas mit Frequenzen und Phasenverschiebungen. CBM hatte da sogar ein Patent drauf, elegant aus einer kleinen Tabelle das YUV-Signal zu erzeugen.