HF-Modulator rauswerfen (C64c)

  • (neu angelegt, weil Boardschluckauf, siehe LINK)


    Goja wrote:


    Für mein nächstes Projekt mit dem C64c währe mehr Platz nicht schlecht. Dafür würde ich gerne den, für mich nutzlosen, HF-Modulator rauswerfen.
    Leider ist das nicht so einfach wie beim Amiga (einfach auslöten und gut) sondern im Modulator sind noch Funktionen, die auch weiterhin gebraucht werden.
    Nachdem ich jetzt hier so ziemlich alle Bastelthreads überflogen habe und auch mit google nur auf die Tatsache gestossen bin, das es Leute gibt, die sowas gemacht haben, bin ich der Meinung ein neuer Thread muss her.


    Bisherige Recherche: Bis jetzt habe ich nur die Schaltpläne von 2 verschiedenen Modulatoren gefunden, ich nehme also mal an es gibt nur die 2.
    Wichtig sind die Unterschiede natürlich nur, wenn man vorhat nur das abzubauen was nicht mehr benötigt wird, bzw. die alten Bauteile weiterverwenden will.
    Variante 1 hat den Namen: Modulator #251025, wenn ich den Schaltplan richtig interpretiere hat dieser Typ einen von Aussen zugänglichen Drehkondensator für die Kanal-Wahl.
    Variante 2 hat den Namen: Modulator #251696, dieser Typ hat einen Schalter um zwischen den Kanälen H und L umzuschalten.
    Da mein C64c einen Schalter hat, vermute ich mal, das so ein Typ bei mir verbaut ist.


    Belegung:
    1 +5V
    2 Sync + Luma IN
    3 GND
    4 Colour IN
    5 Composite Video OUT
    6 Luma OUT
    7 Colour OUT
    8 Audio IN
    9 RF Out
    Gehäuse GND


    Wo die Pinne auf dem Board verteilt sind müsste ich noch herausfinden, sicher ist nur das HF-Out nicht dabei sein wird.


    Bis jetzt weiss ich nur, daß ich bedenkenloss Audio IN abtrennen kann, da es parallel an AV-Buchse und Modulator liegt.
    Eine Funktion die ich nachbilden muss ist Sync+Luma und Colour zu Composite-Video zu mischen.
    Eine weiter Sache ist die Verstärkung der Signale. Ich vermute mal es reicht nicht einfach Eingang mit Ausgang zu verbinden, oder?


    Bitte berichtigt mich, falls meine Annahmen falsch sind!
    Wenn ihr schon eine fertige Anleitung habt, immer her damit. ;-)


    ---
    Ich hab mir inzwischen die Platine angesehen und die Pinne 1-8 scheinen tatsächlich in einer Reihe zu liegen, wo dabei Masse ist sieht man genau, dort liegt auch das Modulator Gehäuse auf.
    Die Schaltpläne habe ich hier gefunden: http://www.zimmers.net/anonftp…/computers/c64/index.html


    Weiter gehts: Hier hab ich ne Schaltung von S-Video nach FBAS gefunden: http://knollep.de/Hobbyelektronik/projekte/19/index.htm
    Der obere Teil der C64 Modulator-Schaltung sieht dem nicht unähnlich. Das heist also, das im eigentlichen Modulator das Composite und Audio Signal verarbeitet werden. Klingt ja auch logisch.


    ---
    JMP$FCE2:


    Was ein Zufall. Genau mit dem Thema beschäftige ich mich auch gerade, allerdings nicht aus Platzgründen sondern
    weil ich das Videosignal der alten Boards (250407 und davor) ziemlich bescheiden finde.
    Nach etwas Datenblattrecherche ist es so das der VIC die Signale Y und C per open Drain (Y) und open Source (C) rausgibt.
    Soll heissen Y braucht nen pullup von 500 Ohm und C braucht einen pulldown von 1000 Ohm (laut Datenblatt)
    Mein Plan ist die Signale über Spannungsteiler jeweils an einen VideoOpAmp zu geben der
    die Impedanz für die 75 Ohm Eingänge des Monitors anpasst.
    Wenn das zufriedenstellend klappt würde ich noch nen Layout machen das direkt anstelle des Modulators eingelötet werden kann.

  • klaptra:
    der gute mann... (will mein eines gehäuse ähnlich modden aber ohne den musik kram)
    http://www.bigmech.com/misc/c64mods/svideo.html
    hat das hier auch gemacht.


    ---
    JMP$FCE2:
    Der hat aber nicht den Modulator eingespart, sondern betreibt den jetzt offen.
    Finde ich eher Kontraproduktiv.


    ---
    Steve_Jay:
    Hab mir die Schaltung nochmal angesehen. Sowohl Color als auch Lumi wird mit Spannungsteilern 250 .. 500 Ohm auf ca. die Hälfte heruntergeteilt (kann mir wer erklären warum vor dem Transistor nochmal eine Diode sitzt, die kostet doch nochmals 0,6 Volt und die BE-Strecke im Transistor nochmal dasselbe?).
    Die andere Schaltung auf
    http://www.bigmech.com/misc/c64mods/svideo.html
    hat nur im Color-Signalpfad einen extra 300 Ohm Widerstand um die Übersättigung der Farbe rauszubekommen. Anscheinend hielt der Autor keine Abschwächung der Luminanz für geboten.
    Kann es sein dass manche VIC die doppelte Luminanz-Spannung haben und andere die Hälfte was verschiedene externe Beschaltung (Verstärkungsfaktor) nötig macht? bin mir da echt nicht sicher... fand die Schaltung weiter oben im übrigen bestechend einfach und von daher "schön".


    ---
    JMP$FCE2:
    Die andere Schaltung ist darauf ausgelegt das der Modulator NICHT entfernt wird.

  • Dann Wiesel so:

    Quote

    Zitat von »Goja«
    Hier hab ich ne Schaltung von S-Video nach FBAS gefunden

    ...die aber eine recht starke Rückwirkung des Chroma-Signals auf Luma haben müsste, was die S-Video Qualität beeinträchtigen wird. Die Spule ist nicht umsonst in den älteren C64-Schaltungen drin!


    Composite Video ist ohnehin nicht gewünscht, S-Video ist so viel besser, dass man das unbedingt nutzen sollte. Wenn also jemand ein Layout macht, dann bitte als Zwischensockel für den VIC, damit es universell für alle Platinen ist. Die pull-up Widerstände sind dann natürlich "mal vorhanden, mal nicht", aber das könnte man über Jumper lösen. Das Ergebnis wäre, dass die ganz alten C64, die noch keinen S-Video Ausgang haben, mit so einer Schaltung vernünftiges S-Video bekommen würden.


    Übrigens reichen da ganz einfache Emitter-Folger als Impedanzwandler. Verstärkt werden muß nur der Strom, nicht die Spannung. Nicht dass hier einer versucht, das ganze mit Op-Amps zu erschlagen und die Sache unnötig verkompliziert...


    ---
    JMP$FCE2 wieder:


    Quote

    Zitat von »skoe«
    Dann schreib gleich auch noch eine Anleitung dazu, wie man den blöden Blechkasten da rausbekommt ohne zu verzweifeln oder was zu zerbröseln :)

    Willst Du wirklich ne Anleitung wie man mit dem Lötkolben und der Saugpumpe umgeht?


    Wichtig ist das Du möglichst schnell viel Hitze in die Lötstelle reinbekommst.
    Also diese SMD-Kolben taugen für sowas nicht. Besser geregelter Kolben mit 50 Watt Leistung auf 360 Grad gestellt, und wenn möglich eine kurze Spitze nehmen.


    Das Zinn lässt sich besser absaugen wenn du vorher noch etwas frisches Zinn hinzugibst.
    Und die Sache mit dem Silikonschlauch hatte ich schonmal hier: Poormans desoldering: Entlöten mit rudimentären Mitteln erwähnt. ;)

  • JMP$FCE2:

    Quote

    Zitat von »Wiesel«
    Übrigens reichen da ganz einfache Emitter-Folger als Impedanzwandler. Verstärkt werden muß nur der Strom, nicht die Spannung. Nicht dass hier einer versucht, das ganze mit Op-Amps zu erschlagen und die Sache unnötig verkompliziert...

    Hast recht Jens, nen OpAmp brauchts nicht... Ich hab mal schnell was zusammengestrickt:


    Mal schnell hingerotzt:


    240407 Board mit Modulator:


    das gleiche Board mit Ersatzschaltung:


    Schon nicht übel.. lässt sich bestimmt noch optimieren.


    --

    Quote

    Zitat von »TTRCmedia«
    Allerdings wäre Wiesels Idee, einen VIC-Zwischenadapter zu machen, sicher die eleganteste und universellste Lösung :dafuer:

    Gefällt mir auch besser, dann würden auch die langen Leiterbahnen zum Modulator entfallen.


    in etwa so:


    von der Zwischenplatine könnte man dann mit abgeschirmten Leitungen direkt zur AV-Buchse gehen.

  • Cyberdyne:


    Mit dem VIC-Zwischensockel wäre es leichter zu verbauen aber Platine anstelle des Modulators hätte den Charm, dass man gleich noch eine S-Video-Buchse drauf packen könnte, die anstelle der HF-Chinch-Buchse hinten erreichbar sein könnte. Keine neuen Löcher bohren klingt für mich sehr gut!
    Die alten ASSY-NO.326298 Boards hatten zwar kein S-Video an ihrer 5-Pol-Buchse aber das Signal könnte/sollte doch irgendwo zu finden sein. Das ist jetzt nicht nur Wunschdenken! Bei den japanischen C64 ist auch die ASSY-NO.326298 Platine verbaut und diese Rechner hatten schon die 8-Pol-Buchse mit S-Video-Signal. Hat mal jemand geschaut, ob man vielleicht nur eine andere Buchse auflöten muss?


    ---


    Und dann Goja wieder:
    Ein schärferes Bild? Also ich find den Unterschied schon gewaltig, aber wie das in Farbe rüberkommt hätte ich noch interresanter gefunden. ;-)
    Cool, das ging ja richtig fix. Das ich mich zuletzt mit solchen Schaltungen beschäftigt habe ist schon 'ne Weile her. Mein bescheidener Ansatz währe gewesen das Prinzip der vorhandenen Schaltung grob zu durchschauen und dann das rauszunehmen was nicht gebraucht wird.
    Ein Tipp noch zum auslöten: Selbst wenn man das Modulatorgehäuse gut entlötet hat, wird es warscheinlich nicht von allein herausfallen.
    Das letzte Stückchen kann man mit ein bischen Hebelkraft schaffen. So lange die Platine nicht aus Pertinax ist, sonder stabilem Glasfaserverbund wird die schon nicht durchbrechen.


    JMP$FCE2 : Wenn das hingerotzte auf einer 250407 Platine ist, sieht die mit den 8 Anschlüssen aber recht kompatibel zu meiner aus.
    Was ich vom 250407 Gefunden habe liest sich ehr so:
    1 +5V
    2 Audio IN
    3 Composite Video IN
    4 RF OUT


    Macht also 3 Lötaugen auf der Platine, oder steckt da schon mehr drinne und wurde bisher nicht genutzt?


    Zwischensockel vs Modulator-Bereich:
    Grad für die Rechner ohne die Colour Leitung ist die Schaltung natürlich noch interresanter, aber wie ist das gemeint? Die ganze Schaltung zwischen Sockel und
    Chip quetschen? Ich denke mal, wer es schafft den Modulator auszulöten kann auch die fehlende Leitung an den richtigen Punkt löten, oder?
    EDIT: Ich war zu langsam. Ich sehs. *quetsch*


    Auf Composite Video ganz verzichten?: Also wirklich nutzen tu ich es auch nicht. Ich würde es aus reinen Kompatibilitätsgründen behalten wollen.
    Nur für den Fall, das man doch mal einen anderen Monitor anschliesst.


    Ich bin auf jeden Fall schon schwer begeistert!

  • Quote

    Zitat von »Goja«
    Ein schärferes Bild? Also ich find den Unterschied schon gewaltig, aber wie das in Farbe rüberkommt hätte ich noch interresanter gefunden. ;-)

    Hier nochmal in Farbe:




    Die vertikalen Streifen kommen von der Streifenmaske der Bildröhre (Moriee)

  • Wiesel wieder:


    Quote

    Zitat von »JMP$FCE2«
    in etwa so:
    von der Zwischenplatine könnte man dann mit abgeschirmten Leitungen direkt zur AV-Buchse gehen.

    Mach' die Pads für den VIC-Sockel rund und so groß, dass sie sich gerade eben nicht mehr berühren (Durchmesser 2,3mm). Dann die Bohrung auf 1,8mm erweitern, und Du hast eine Platine, wo ein Präzisionssockel komplett drin verschwindet. Auf der anderen Seite (Lötseite) sind dann die Pins lang genug, um in den VIC-Sockel zu reichen.
    Dafür solltest Du aber noch ein paar Bauteile so verschieben, dass sie sich nicht mit den zwei Stegen eines Sockels ins Gehege kommen. Und.. credits nicht vergessen :-)


    ---
    JMP$FCE2:
    Genialer Plan! darauf wär ich nie gekommen...
    Nur wird es dann mit dem Transistor etwas eng.. den hatte ich schon liegend eingeplant.
    Oder alles in SMD ;)


    Ein kleines Detail hab ich noch gefunden, die gegen die Zwischenplatinenlösung spricht:
    Bei den alten Boards (250407 und älter) steckt der VIC mitsamt der PLL Schaltung in einer Blechdose und wird über dessen Deckel gekühlt.
    Mit der Zwischenplatine wird warscheinlich der Deckel wegen der höhe des VIC nicht mehr draufpassen, so das evtl der VIC extra gekühlt werden muss.
    Oder ich mache für die alten Boards eine eigene Platine die anstelle des Modulators eingebaut wird.

  • Goja:


    Das Notwendigste ist ja schon da.
    1. Ersatzschaltung aufbauen von »JMP$FCE2«


    2. Modulator auslöten.
    3. Verbinden nach folgender Tabelle (ASSY-250469 !!! )
    Schaltung -> C64
    +5V -> 1
    JP1-1 -> 3
    JP1-2 -> 4
    JP1-3 -> 2
    JP2-1 -> 3 (einmal GND reicht eigentlich)
    JP2-2 -> 6
    JP2-3 -> 7


    Vorteil: Sperrige Metallkiste weg. (Modulator)
    Nachteil: Kein Composite Video mehr. :P


    ---
    JMP$FCE2 korrigiert:


    Nicht ganz richtig.
    JP1-1 -> Massefläche
    JP1-2 -> 3
    JP1-3 -> 2
    JP2-1 -> Massefläche
    JP2-2 -> 6
    JP2-3 -> 7


    Die +5V holst du Dir am besten vom Pin 2 des Spannungsreglers VR2 und blockst diese direkt an der Schaltung mit 100nF gegen GND ab.
    Wenn Du keine 500 und 200 Ohm Widerstände hast, sollten auch 470 und 150 Ohm gehen.
    viel Erfolg.
    Das Composite kannst du Dir notfalls auch simpel zusammenstricken in dem du im DIN-Stecker LUMA und COLOR mit nem 2,2nF Kondensator verbindest ;)


    ---
    Goja:
    Ich hab für die Belegung den Plan meiner Platine herangezogen, der ASSY 250469.
    Dort ist Anschluss 3 und die Massefläche unter dem Modulator eins.
    Was spricht dagegen die +5V vom Modulator- Anschluss 1 zu nehmen? Da währe dann schon ein Kondensator in der Nähe (C40 0,1uF)


    ---
    JMP$FCE2:
    Ach sooo, ich dachte Du hast das gleiche Board wie ich. Na denn kannst Du es so machen.
    Prüf aber bitte vorher ob der Modulator wirklich +5V und nicht +9V bekommt

  • Und wieder JMP$FCE2:


    Ich hab jetzt nochmal eine identische Schaltung in einen anderen 250407er eingebaut.
    Funktioniert bestens, ich musste sogar das Y-Signal künstlich etwas unscharf machen damit es gut aussieht.
    Leichte Unschärfe geht per 100pF Kondensator an die Basis des Transistors gegen GND


    Endlich werden S/W Bilder auch wirklich S/W dargestellt und nicht S/W mit leichten grünen und roten Schlieren.



    Und wegen einer Platine: es wird auf die Lösung mit der Zwischenplatine für den VIC rauslaufen müssen.
    Denn nur dort sind die Vehältnisse für alle Boards gleich. Die KU Platine mischt z.B. das Composite direkt auf dem Board
    bevor es zum Modulator geht, die anderen machen das im Modulator aber selbst dort sind diverse Unterschiede zu sehen.


    Ganz nebenbei haben sich die Störgeräusche im Audioausgang stark minimiert.
    Das könnte für MSSIAH-Nutzer wichtig sein.

  • Kratznagel:
    Tjoa, ist nur die Frage, ob die Schaltung das Bild bei einem C64C überhaupt merklich verbessert? Wie groß ist denn der Störeinfluss des TV-Modulators im C64C?
    Die Schaltung an sich ist ja sehr einfach aufzubauen. :) Vielleicht ist es ja schon ein Gewinn, wenn man höherwertige Bauteile als die im Modulator verbauten verwendet, z.B. Metall- statt der Kohleschichtwiderstände.
    Oder ist das Signal des VIC-II eh schon so "dreckig", dass sich auf konventionellen Weg (also ohne Digitalisierung) eh nicht viel mehr herausholen lässt?


    JMP$FCE2:
    Da wäre ich aber anderer Meinung. Die Metall-Widerstände haben bauartbedingt eine Induktivität und spielen sehr wohl in das Ergebnis rein.
    Also Vorsicht, die Kohleteile sind nicht immer so schlecht wie es aussehen mag.


    Kratznagel:
    OK, interessant. Ich hatte für eine ähnliche Bastelei am Atari 2600 ganz bewusst Metallschichtwiederstände verbaut, da ich annahm dass geringere Toleranzen tendenziell ein besseres Bildergebnis bringen. Das mit der Induktivität habe ich nicht gewusst. Heißt das, dass man generell bei Videoschaltungen Kohlewiderstände bevorzugen sollte? Oder kommt das ganz auf die genaue Funktion innerhalb der Videoschaltung an? Eine Mischbestückung ist ja wohl eher unüblich.


    JMP$FCE2:
    Das wird wohl erst bei wirklich hohen Frequenzen ins Gewicht fallen, bei Video wohl eher nicht.
    Ist mir aber schon bei vielen Bastlern (nicht abwertend gemeint) aufgefallen das die immer die Metallschichtwiderstände benutzen.
    Auch bei Sachen wo sogar 20% Toleranz reichen würden....
    Wäre mir persönlich auf dauer zu teuer, 100 Stück Kohle für 1,90 vs 100 Stück Metall für 9,00


    DerSchatten:
    Hm, eigentlich sollte man ja annehmen das Metallfilm-Widerstände für hochfrequente Schaltungen besser geeignet sind.


    JMP$FCE2:
    Gerade nicht. Metallfilmwiderstände sind wegen ihres Aufbaus für HF eher sowas wie eine Spule.


    Goja:
    Kohleschicht Widerstände werden hergestellt in dem Kohle auf einen Keramikträger gesprüht wird.
    Die Größe des Widerstandes ergibt sich dabei allein aus der dicke der Schicht.
    Anders ist das bei Metallfilm Widerständen. Dort wird nicht der gesamte Träger beschichtet, sondern in Form einer Wicklung, die sich um den Träger wickelt.
    Damit hat man auch gleichzeitig eine Spule erzeugt in der ein Magnetfeld entsteht.
    Trifft dieses Magnetfeld auf eine andere Spule erzeugt es per Induktion einen entgegengerichteten Strom.
    Das ist in den seltensten Fällen erwünscht. ;)
    Das sind die üblichen Varianten für die hier verwendete Bauform. Es gibt natürlich noch mehr ->http://www.bibianatroost.de/We…stand/festwiderstand.html


    DerSchatten:
    Dann frag ich mich aber auch warum beim Atari 2600 S-Video MOD gerade auf Metallfilmwiderstände gedrängt wurde.
    Wenn man mit Kohlewiderlinge vielleicht sogar ein besseres Bild bekommen könnte.


    Goja:
    Das kommt immer auf den Verwendungszweck an.
    In einem Digital-Analog Wandler, wie er im Atari2600 S-Video Mod ist, ist es gut, wenn die Widerstände sehr präzise sind.
    Kohleschichtwiderstände haben aber üblicherweise nur eine Toleranz von 10%.
    Ob Induktivitäten wirklich stören, hängt auch vom Layout ab.
    Sind die Bauteile dicht gepackt kommt es ehr zu einem übersprechen.

  • abraXxl:
    die Idee den HF-Modulator auszubauen finde ich gut. Doch was ist mit dem Audio Out?
    Hat der Modulator nicht auch irgendwie den SID vor "Mist" auf der Audio Out Leitung geschützt?
    Nach Ausbau des HF-Modulator und Ersatz durch diese Schaltung müsste man das Gerät direkt an den SID schliessen. Das behagt mir noch nicht?
    Gibt es dafür auch eine Idee?


    ---
    JMP$FCE2:
    Die Audio-Out Leitung geht vom SID über einen Transistor und Kondensator an den Modulator UND direkt zum A/V Anschluss.
    Wenn der Modulator fehlt ist der SID genauso "geschützt" wie vorher auch.

  • JMP$FCE2:


    So, kleiner Zwischenstand:



    Die Schaltung funktioniert an 3 Boards mit einem 1084 Monitor zufriedenstellend, ich muss es aber noch an einigen anderen Monitoren und TV´s testen.


    Ich habe die Platine jetzt auf die gegebenheiten der Blechdosen in den alten Boards angepasst und die guten Vorschläge von Jens
    mit einfliessen lassen.


    Die Präzisionsfassung wird komplett bis zum Plastikrand durchgesteckt und die Pins 14 und 15 müssen abgekniffen werden.
    Alle Bauteile liegen bis auf dem Transistor oben. Der Transistor wird aus Platzgründen auf der Lötseite liegend plaziert.


    Am Stecker JP1 liegen dann LUMA, COLOR und GND an. die können direkt an den vorhandenen A/V Anschluss am C64 gelötet werden.
    Auf dem C64-Board werden dann einfach die LUMA und COLOR Leiterbahnen direkt an der Buchse aufgetrennt.
    Oder wer will kann sich auch eine sogenannte S-Video Buchse in den freigewordenen Antennenanschluss kleben und dort direkt anlöten.

  • JMP$FCE2:


    Habe heute nochmal mit den Bauteilwerten experimentiert und denke die Schaltung mit diesen Werten so bleiben kann.
    Der Kondensator C1 ist unkritisch und kann auch 1nF oder 2,2nF sein.


    Für die, die sich das selber auf ein Stück Lochrasterplatine aufbauen wollen hier nochmal
    der aktuelle Schaltplan.


    Für die, die sich selbst eine Platine ätzen wollen das Eagle-Board file.


    01_untitled.zip


    Ich Bitte um Rückmeldungen über Erfolg oder Nichterfolg des Nachbaus in diesem Thread.

  • Retrofan:

    Quote

    Zitat von »x1541«
    VICCY-2?

    Den Namen finde ich super!


    ---
    Goja:
    Ja, das Wortspiel mit CY hat was.
    Retrofan Wie immer genial umgesetzt. Gefällt mir.
    Falls das Logo einen Platz auf der Platine finden sollte, währe ich auch sehr dafür die Ausgangs Pinne zu beschriften.
    Y GND C
    Das würde auch unabhängig davon Vorteile haben: Nach dem zwischenstecken währe klar was als nächstes folgen muss, ohne eine Anleitung zu lesen.


    ---
    Retrofan:
    Falls es jetzt so ist, dass ein und die gleiche Platine für C64 und VC20 eingesetzt (und mit Jumpern konfiguriert) werden kann, dann kann man ja auch auf die 2 hinter dem Namen verzichten, oder? Nach dem Entfernen der Helmverzierungen würde das dann so aussehen:


  • Wiesel:
    Mir gefällt die ungepufferte Colour-Leitung nicht, ich würde nur zur Sicherheit noch einen zweiten Transistor (auch Emitter-Folger) in die Schaltung setzen.
    Zur Kompatibilität dieser Platine mit dem VC20 wäre vielleicht ein Jumper-Block oder zumindest andere Lötaugen für die Chip-seitigen Pins von D1 und R4 angesagt. VDD und GND liegen an den gleichen Pins, Luma ist Pin 3, Chroma Pin 2.
    Jens


    ---
    JMP$FCE2:


    [X] Done


    Das Rote sind Drahtbrücken. Bin leider nicht ganz ohne ausgekommen.


    Quote

    Zitat von »Wiesel«
    Zur Kompatibilität dieser Platine mit dem VC20 wäre vielleicht ein Jumper-Block oder zumindest andere Lötaugen für die Chip-seitigen Pins von D1 und R4 angesagt. VDD und GND liegen an den gleichen Pins, Luma ist Pin 3, Chroma Pin 2.


    Das wird leider nicht so einfach mit Jumpern gehen, der VIC-I wird anders beschaltet.
    Besonders der Color-pin ist sehr Hochohmig.. muss ich mal sehen.

  • skoe:

    Quote

    Zitat von »JMP$FCE2«
    Das Rote sind Drahtbrücken. Bin leider nicht ganz ohne ausgekommen.

    Wenn Du Pin 2 und 3 von JP2 tauscht, ist schon eine weg. Aber eine würde ich drin lassen :)


    ---
    JMP$FCE2:
    Das habe ich schon versucht, aber ich kann die Widerstände nicht beliebig platzieren weil ich mich innerhalb einer IC-Fassung bewege.


    ---
    skoe:
    Ach so, dann wären wohl R5 und R7 zu lang.


    ---
    Wiesel:
    Die andere Brücke bekommt man weg, wenn man einmal um den JP2 herum routet - dann ist die Platine komplett einseitig.
    Die Leiterbahnen müssen beileibe nicht so fett sein - da geht die Hälfte. Die Pads für den IC-Sockel sollten aber "umlaufend" sein, sonst meckert der Platinenhersteller. Geht man aber wirklich auf "nur einseitig und nicht galvanisiert", könnte es von Vorteil sein, wenn man ein Platinenmaterial mit geringerer Stärke nimmt, also nicht 1,5mm Endstärke, sondern 1,0 oder 0,8mm, denn dann hat man nach unten hin mehr Platz.
    Wenn man die Transistoren wirklich "flachlegen" will, ist es besser, wenn die drei Pins in einer Reihe angeordnet sind. Dafür die Pads etwas kleiner, und nochmal alle Bohrdurchmesser ein bischen kleiner, denn weder Widerstände, noch Transistoren haben so fette Beinchen. Eine Bohrung von 0,8mm reicht vollkommen aus, evtl. sogar 0,7mm - dann hat man mehr Platz im Pad wo das Lötzinn verlaufen kann.
    Übrigens ist das mit der Hochohmigkeit des VC20-VIC überhaupt kein Problem - dafür sind doch die Emitterfolger da!


    ---
    JMP$FCE2:
    Haste generell recht, Jens.
    Das jetztige Layout ist auch primär zum selbst ätzen ausgelegt, wenn ich Platinen herstellen lasse würde ich eh 2-Layer machen.
    Wenn die Testerei (auch am VC20) fertig ist überarbeite ich das Layout nochmal und werde dann evtl gleich SMD machen.
    Die werden dann fertig bestückt bestellbar sein.

  • Retrofan:
    Eigentlich war ich ja auch an dieser Lösung interessiert aber weil ich es nicht richtig gelesen habe (ich weiß, wer lesen kann, ist klar im Vorteil), bin ich von einer falschen Voraussetzung ausgegangen.
    Mangels Composite-Signal fallen doch alle alten Commodore-Monitore als Anschlussmöglichkeit aus, richtig? Und "moderne" VGA/DVI-Monitore haben natürlich und sowieso keinen Vorteil durch diese Lösung. Also bleiben die seltenen Monitore, die einen zusätzlichen S-Video-Eingang haben und darüber sowieso meist ein mittelmäßiges Bild präsentieren. Und natürlich Fernseher mit S-Video-Eingang, die meist aber nicht auf dem Schreibtisch neben dem C64 stehen. Sehe ich also richtig, dass ich über diesen Ausgang keinen der 10 Bildschirme, die bei mir im Haus stehen, anschließen könnte?
    Also, ich fände die Platine nur richtig sinnvoll, wen man ein vernünftiges Composite-Signal heraus bekäme, damit man einen 1081 o.ä. anschließen kann. Kann man da was machen?


    Kratznagel:
    Alle Commodore-Monitore (angefangen beim 1701) haben doch einen Y/C-Eingang, und dieser entspricht S-Video. Die Anschlussmöglichkeit ist also da.
    Composite wurde ich nicht nutzen wollen, da die Qualität sehr schlecht ist.


    mc71:
    Ein vernünftiges Composite-Signal kommt bereits aus der Videobuchse des c64. Die Qualität der hier verhackstückten Lösung ist nur und ausschließlich deshalb besser, weil beide Signale konsequent getrennt sind- fügt man sie zusammen, muß man dem Luminanz-Signal einen Tiefpaß verpassen, damit es keine Farbstörungen gibt. Und damit würde das Bld wieder 'matschig'. Natürlich könnte man steilflankigere Filter einsetzen als der Original-Modulator, aber das würde prinzipbedingt nur wenig ändern, wäre also den Aufwand nicht wert.


    Retrofan:
    So wie ich das verstanden habe, kommt doch kein Composite-Signal mehr aus der Videobuchse, wenn ich diesen Mod einbaue, oder? Mir ginge es (wie dem Threadstarter) um den Platzgewinn. Wenn ich aber nach Einbau des Mods kein Compositesignal mehr habe, kann ich doch nur noch S-Video-taugliche Monitore anschließen.
    Haben denn jetzt die Commodore Monitore Y/C Eingänge oder nicht?


    hobbycoder:
    1701, 1802 und 1901 können auf jeden Fall verwendet werden, die haben nämlich zu 100% Luma und Chroma getrennt. Bei anderen Monitoren bin ich mir nicht sicher. Einfach auf die Rückseite des Gerätes gucken, wenn dort Anschlüsse mit LUMA/CHROMA, Y/C oder S-VIDEO markiert sind, dann geht das auch.


    antabaka:
    Und 1801.


    fantomas:
    Wurde der 1084 (s) schon genannt ? Der kann es nämlich auch


    Retrofan:
    Dann ist das Problem ja gar keines. ALeX meinte nämlich, die Commodore Monitore würden nur Composite aber kein getrenntes Y/C beherrschen. Wenn die normalen, gängigen Monis aber mit Y/C klar kommen, dann ist der Mod evtl. doch etwas für mich.


    Cyberdyne:
    Der 1085 kann auch S-Video (Chrome und Luma über Chinch). Beim 1081 bin ich mir nicht sicher, ob der auch S-Video über seinen Scart-Eingang hat.
    Die meisten Monis können es auf jeden Fall und bei einem Moni, der es nicht kann, kannst du aus Chroma und Luma auch wieder ein Composit-Signal machen. Kannst dir ja ein extra Kabel löten (Ein passender Kondensator im Stecker würde doch reichen, oder? Der Wert für den Kondensator wurde hier im Thread doch auch schon irgendwo genannt, oder?). Beim S-Video Mod beim DTV macht man es ja umgekehrt: Man entfernt den Kondensator und hat dann die Signale einzeln.
    Wenn es dir nur um die Bildqualität ginge und du aber bei Composit bleiben willst, dann kannst du dir die Platine sparen. Wenn du aber "nur" Platz brauchst, dann kannst du auch mit dieser Lösung ein Composit-Signal bekommen. Und wenn du einen der vielen genannten Monis hast, dann kannst du S-Video benutzen und hast ein besseres Bild. Da stellt sich dann die Frage, ob du dir 2 Chinch Buchsen für Chroma und Luma in deinen C64 baust oder ob du für das Video-Signal eine S-Video-Buchse verbaust und dir ein Kabel von S-Video auf 2 mal Chinch besorgst/lötest (und für den Notfall dann noch ein Kabel mit S-Video auf 1 mal Chinch (Composit) mit einem Kondensator).
    Welchen Monis hast du denn und was für ein Kabel benutzt du derzeit? Wenn dein Kabel 3 Chinch-Stecker hat (weiß-gelb-rot), dann benutzt du eh schon das S-Video-Signal. Die Stecker sind für Chroma, Luma und Audio (C64 ist normal ja nur mono). Frag mich aber nicht, welches Farbe was ist! ;)
    Beim Ur-C64 mit der ersten Platine und beim VC-20 hast du leider kein S-Video-Signal an der Video-Buchse und da passt auch dein Kabel nicht!


    TTRCmedia:

    Quote

    Zitat von »Cyberdyne«
    Frag mich aber nicht, welches Farbe was ist!

    Weiß - Audio
    Gelb - Luminanz
    Rot - Chrominanz
    ...hab´s mir irgendwann mal auf die Stecker geschrieben ;)


    Cyberdyne:
    Jogi hat es sich auch auf die Stecker "geschrieben" ... mit dem Lötkolben! :schreck!: :roll2:
    Hab ich auf der CC in Nordhorn gesehen!


    Retrofan:
    Wie ich schon sagte: Dann ist ja alles gut. ALeX hatte da nur etwas Unruhe reingebracht, weil er meinte, die alten Monitore würden kein Y/C unterstützen. Das ist ja nun nicht so und alles ist gut. Ist das Signal mit eingelötetem Kondensator identisch zu dem Composite-Signal, was normalerweise geliefert wird?


    fantomas:
    Ja, wie Cyberdyne schon sehr anschaulich beschreiben hat, wird beim DTV das gleiche gemacht.
    Es gibt ja auch z.B. SVHS->Composite Adapter, in dem auch nur die entsprechenden Leitungen mit einem Kondensator verbunden sind.
    Composite bedeutet nichts anderes als als eine Zusammenlegung der Signale. Im Monitor wird das dann wieder in die ursprünglichen Signale (y/c) zerlegt, dadurch entstehen dann logischerweise die Verluste gegenüber getrennten Signalen (Y/C).
    Hier gibt es weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Composite_Video


    Retrofan:
    Sieht sehr gut aus. Kann mir jemand verraten, ob der 1081 auch in der Lage ist, Y/C zu verarbeiten?


    ^TePe^:
    Nein ist er nicht, der war nur für den Amiga gedacht.
    Deshalb auch der 1084 als Nachfolger.


    Retrofan:
    Das ist schade. Dann werde ich mir doch noch einen 1084(s) zulegen müssen. Der hat doch alles, was der 1081 hat, nur zusätzlich Stereo und Y/C, oder?


    Wiesel:
    Der 1084 hat noch eine entspiegelte Röhre - ist ein bischen angenehmer für die Augen als beim 1081.


    ---
    JMP$FCE2:
    Sooo, Fantomas und ich haben heute mal diverse Monitore, ein TFT Ferseher und einen Beamer getestet.
    Anbei jeweils 2 Bilder die das Y/C Bild mit Modulator und mit Ersatzschaltung auf einer ASSY 250407 zeigen.
    Als erstes ein 1084S. Erst Orginal, daneben mit Ersatzschaltung:


    Dann ein 1901:

  • Goja:
    Was nehme ich am besten, wenn ich keinen BC547 bekomme, sondern BC547-A, BC547-B oder BC547-C?
    Reicht die Gleichstromverstärkung vom A: 110-220
    oder lieber B: 200-450
    oder doch lieber C: 420-800


    ---
    hobbycoder:
    Hehe, genau DIE Frage habe ich mir gestern auch gestellt, als ich meine Reichelt-Liste geschrieben habe... Ich habe mir jetzt den C-Typ draufgesetzt, aber in der Anwendung sollte das relativ egal sein, und preislich besteht da auch kein Unterschied.


    ---
    JMP$FCE2:
    Es sollten alle Typen gehen. Ich habe B Typen genommen weil die gerade rumlagen.


    ---
    JMP$FCE2:
    Und weiter geht's.
    Ein 1802:
    [BILD fehlt] [BILD fehlt]


    Jetzt ein 1084P:

  • Seite 6 konnte ich bei Google im Cache nicht finden ;( EDIT: Danke, crasbe und mikep!


    ---
    JMP$FCE2:
    Und zum Schluss ein TFT Fernseher und ein Beamer:
    Der TFT TV ist ein Nordmende N1501 LR, der kommt mit den 50Hz gut klar... und der Unterschied ist krass:


    Ein Beamer Epson EBS 62:
    [BILD fehlt] [BILD fehlt]


    ---
    hobbycoder:
    JMP$FCE2 : Wie hast du den Modulator so sauber rausgekriegt? Habe mir gestern deine Schaltung zusammengebrutzelt, um das störende Ding endlich wegzubekommen. Doch als ich heute den Blechkasten durch diese ersetzen wollte, habe ich festgestellt, dass die dicken Massepins mit derart viel Zinn verlötet wurden, dass dieses selbst mit feiner Entlötlitze und 400 Grad Kolbentemperatur nicht vollständig wegzubekommen ist. So kann man den Modulator natürlich nicht einfach entfernen, und unter der Blechhaube ist auch nichts mit Abknipsen oder ähnliches.
    Ich weiß echt nicht, was ich noch tun kann. Irgendjemand eine Idee?


    ---
    JMP$FCE2:
    Für solche Aufgaben hab ich das billige 80 Watt Eisen.
    Das macht schnell viel Hitze an den dicken Lötpunkten und das Zinn lässt sich dann bequem wegsaugen mit der Saugpumpe.
    Das mit der Litze ist für dicke Lötstellen sinnlos, du würdest meterweise Litze verschwenden.
    EDIT: Hin und wieder gibt es beim aldi (Feinkost Albrecht) so ein Set mit 80W und 25W Lötkolben.
    Das beigelegte Zinn und das Lötfett wegwerfen und schon hat man billig einen Kolben mit brauchbarer Leistung um den Modulator zu entfernen.
    Der 25W Kolben ist dann übrig aber brauchbar für Reparaturen wenn es unterwegs mal am Lötkolben mangelt.


    ---
    AntaBaka:
    Yep, da benötigst Du eine Entlötpumpe.
    Selbst eine für 2,95 von Conrad würde da reichen. Ansonsten verbrennst Du für 20 Euro Entlötlitze und brauchst Stunden.


    ---
    hobbycoder:
    So, mit der Entlötpumpe ist es mir gelungen, den Modulator zu entfernen und die Schaltung einzusetzen. Habe beim Rumhantieren wohl irgendwie die Durchkontaktierungen der Modulator-Pads gekillt, aber das macht nix, der soll eh nicht mehr rein und die Ersatzschaltung konnte ich auch anders anlöten. Mann, was für ein geiles Bild! Ich bin begeistert, ziehe mir grad ein paar Demos rein. Ein ganz großes Danke an JMP$FCE2, der die Schaltung sehr gut dimensioniert hat und an alle, die Tipps gegeben haben. Jetzt schnell wieder an den Cevi, diese Quali macht süchtig... :freude
    Anbei noch ein Bild meines Aufbaus, die Bildqualität lässt sich mit meiner Kamera leider nur vage festhalten


  • Antabaka wirft auch was ein:


    Hier mal ein schneller Entwurf für Lochraster.
    Bitte kurz mal gegenchecken, ob ich den Plan soweit korrekt interpretiert habe.



    ---
    Dazu Goja:
    Sieht gut aus. :thumbsup:
    Ich hab deinen Lochraster Entwurf nach Streifenraster konvertiert und dabei ist mir kein Fehler aufgefallen.
    ... Fehler fallen einem sowieso meist erst dann auf wenn man fertig ist. ;)


    ---
    Antabaka:
    Und so sieht meine Lochrasterplatine fertig aufgebaut aus:


    ---
    Goja:
    Und so sieht meine Streifenraster-Platine aus:


    Ich hab noch einiges optimiert und die Bauteile näher aneinander gerückt.
    Dabei ist die Platine um einiges kleiner geworden.
    Im Vergleich dazu liegt der ausgebaute HF-Modulator darunter.


    Es funktioniert schonmal!
    Genauere Tests folgen.