cc65 und Speicher-Banking auf 264-Serie

Es gibt 22 Antworten in diesem Thema, welches 3.936 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. Juli 2011 um 23:46) ist von Wiesel.

  • Auch kann man da böse reinfallen wenn die internen RAMs aus einer Charge stammen bei der die Ausgangstreiber etwas stärker ausgefallen sind.


    Meiner Erfahrung nach ändert sich die Stärke der Output-Pins nicht von Charge zu Charge, denn gerade in der Chip-Herstellung kann man von sehr engen Fertigungstoleranzen ausgehen. Wenn etwas variiert, dann ist das "von Hersteller zu Hersteller". Die Option einen anderen Hersteller für die RAMs einzusetzen, hat Commodore sich mit der Verdrahtung der Multiplexer verbaut: Die funktioniert so nur mit TI-Rams. "der andere" Hersteller wäre NEC, und da ist die Verteilung der Adressbits anders - die würden schlicht und einfach nicht funktionieren.

    Die 264-Serie hat auch wirklich nur kurz gelebt - wohl zu kurz um noch über Re-Designs von C16 und C116 nachzudenken. Ich spekuliere also mal weiter wild und behaupte, dass alle C16 und C116 mit TI-Rams bestückt sind, so dass man von *sehr* ähnlichen Parametern ausgehen kann was die Ausgangstreiberleistung angeht. Im Schaltplan ist auch die TI-Nummer zu lesen, keine generische 16Kx4-Nummer.

    Jens

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  • Meiner Erfahrung nach ändert sich die Stärke der Output-Pins nicht von Charge zu Charge, denn gerade in der Chip-Herstellung kann man von sehr engen Fertigungstoleranzen ausgehen. Wenn etwas variiert, dann ist das "von Hersteller zu Hersteller". Die Option einen anderen Hersteller für die RAMs einzusetzen, hat Commodore sich mit der Verdrahtung der Multiplexer verbaut: Die funktioniert so nur mit TI-Rams. "der andere" Hersteller wäre NEC, und da ist die Verteilung der Adressbits anders - die würden schlicht und einfach nicht funktionieren.

    Es gibt diese RAMs auch noch von SHARP (wenn meine Erinnerung nicht komplett im Eimer ist), ich habe einen C128 (Flach) mit deren 16Kx4 DRAMs am VDC, ich könnte nächstes Wochenende mal ein Foto machen wenn nötig. Du hast aber insofern recht, dass ich beim C16 bzw. 116 immer nur die TMS4416 gesehen habe. Nach dem Umbau auf 64KB konnte man an 41464-DRAMs verwenden was greifbar war, diese komische Verteilung der Adressbits gabs anscheinend _nur_ bei den 4416 DRAMs.

    EDIT: Ich hab noch das MB81416 von Fujitsu gefunden, das wäre, laut Datenblatt, kompatibel zum TMS4416 im Bezug auf die Adressen. Gesehen als Chip habe ich es nie.

  • OK, das mit "einziger Hersteller" war wirklich ne wilde Spekulation. Es gibt mehr, wenn man sucht:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., absolute maximum rating 50mA für die Ausgänge
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. hat auch 50mA short-circuit Maximum für Ausgänge
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist nicht einsetzbar, hat aber auch die Grenze bei 50mA

    Ich würde also davon ausgehen, dass Du mit "Externer Treiber bügelt über internes Ram" keinen Chip kaputt bekommst. Ein weiterer Hinweis auf die Robustheit der Chips ist, dass die maximale Leistungsaufnahme von 700mW weit über dem liegt, was der Chip maximal für den Betrieb braucht. Das sind nämlich 55mA auf 5V, also 275mW. Damit sind 425mW übrig zum Treiben der Outputs, also ca. 105mW oder 21mA pro Pin. Wenn ich also entscheiden müsste, ob ich das Ram oder den TED belaste, würde ich mich aus zwei Gründen für das Ram entscheiden: 1.) ist es leichter beschaffbar, zur Not durch anderen Typen ersetzbar und 2.) ist die Wahrscheinlichkeit eines Defektes nahe Null, denn 20mA liefert kaum ein Chip, und schon gar nicht an mehreren Pins gleichzeitig.

    Jens

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