Artikel "Die schlechtesten Computer"

Es gibt 135 Antworten in diesem Thema, welches 25.439 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. Januar 2020 um 00:53) ist von AW182.

  • Welche Kinderkrankheiten hatte denn der Amiga, die der C64 nicht hatte?

    Die Fehler im Kickstart waren durchaus schwerwiegender als beim C64. Bei den frühen Versionen waren Abstürze an der Tagesordnung. Commodore wußte auch, daß das Kickstart zum Erscheinungstag nicht ausgereift war, und hat deswegen auch im Amiga 1000 noch kein Kick-ROM eingebaut.

    Ganz konkret, dass Games nicht liefen... Amiga 1000...

    Das ist allerdings in den meisten Fällen Schuld der Programmierer. Häufig waren auch die Cracktros die Übeltäter, die nicht auf allen Amigamodellen liefen.

    Die Hardware ansich war von Anfang an gut durchdacht und tat was sie soll. Einziger Kritikpunkt an der Hardware war die sonderbare Geschlechtsumwandlung einiger Schnittstellen am Amiga 1000.

  • Ich finde es nicht schlimm, dass sich hier Sachen wiederholen. Sind halt auch teilweise Erinnerungen, die einen dann bestimmte Dinge finden lassen - und unser Forum ist einfach zu groß, um alles zu kennen. ;)

    Hier auch eine Wiederholung von mir: mein Dad hat die ganze Cevi-Anlage sofort mit 154I angeschafft. Die Datasette habe ich mir für 139,95 DM angeschafft (okay, Ellis haben die Häfte dazugegeben). Ich brauchte einfach einen günstigen "Massenspeicher" für die ganzen Einteiler.

    DIe Datasette hatte bei uns danke TurboTape kein bisschen den Anstrich "lahm" - wir kannten sie gar nicht ohne Turbo.

    Somit auch kein wirklicher Nachteil (für uns).

    Der verlinkte Text ist an vielen Stellen Tinneff. Er ist schlicht (wurde ja oben schon mal gesagt) aus heutiger Sicht geschrieben und das ist gleichzeitig doof und unpassend.

    Welcher Rechner hatte denn beim Erscheinen des Cevi (!!) ein besseres Basic? Damals™ wurde eben der Rechner eingeschaltet und programmiert - oder eben gezockt. Da gibt es nichts dran zu mäkeln, da schlicht unsachlich.

    WIMRE kam z.B. der CPC später raus, der TI99/4A kam zwar früher, spielte aber keine Rolle, zumindest bei uns. Der Cevi hatte das BASIC 2.0, genau wie der kurz vorher der VC20. Aus Kostengründen wurde das halt auch in den Cevi gebaut - und damals™ hat das niemanden gestört.

  • Mein Haltung nach 30-35 Jahren von Schwächen des c64 ohne Einordnung in den geschichtlichen Hintergrund habe ich bereits zuvor in diesem Thread deutlich gemacht.

    Allerdings war es den Usern und dem Markt schon sehr früh klar, das der C64 nativ gewisse Schwächen hatte. Wie sonst ist der schnell entstehende Markt für Erweiterungen zu erklären, von Cardriges mit BASIC-Erweiterungen, Speedloadern bis hin zu Parallelport Datenübertragung und so weiter.

    Was meiner Kritik, der Verfasser des Artikels greift einfach zu kurz nur unterstützt.

  • Welcher Rechner hatte denn beim Erscheinen des Cevi (!!) ein besseres Basic?

    vermutlich der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. aber der hatte andere Probleme... und den AppleII wird im Text ja erwähnt.

    Nun müsste man halt die Preise von 1983 wissen und dann könnte man einfach Simons Basic miteinrechnen... (und die 64KB bei den Konkurenten...)

    Dann könnte man natürlcih noch die Demomöglichkeiten der verschiedenen Rechner vergleichen...

    Hat der Artikel halt nicht gemacht und von daher nehm ich ihn nicht sonderlich ernst... Ist halt nur die Meinung von Autor, was er am C64 nicht mag.

    sl FXXS

  • Ich finde die Überschrift mit dem Superlativ auch quatschig. Natürlich hatte auch der 64er Schwächen, aber man muss die aus dem historischen Kontext heraus beurteilen.

    Da war er sicher nicht der "Schlechteste Computer aller Zeiten" sondern ein ziemlich guter mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten.

    Man kann sonst auch gleich argumentieren, der Zuse Z3 war der schlechteste Computer aller Zeiten, weil keine Sprites und so weiter und so unsinnig.

    Hier mal ein historisches "Dokument" von einem damals wohlbekannten Computerhändler von Juni 1983 mit einem Vergleich der damals angebotenen Homecomputer und einer Punkteskala über verschiedene Bereiche:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Eloy_Dorian ,

    Ich könnte mir vorstellen, das diese Werbung nicht die reine Hardwarefähigkeiten beurteilt, sondern die Möglichkeiten der Micro-Computer unter Verwendung ihres BASICs ,

  • Ganz konkret, dass Games nicht liefen... Amiga 1000...

    Ich meinte übrigens eher Kinderkrankheiten der frühe(re)n Computergeneration und nicht, dass der Amiga von Anfang an perfekt war. Dass insbesondere der A1000 seine eigenen Kinderkrankheiten hatte und auch die späteren Modelle längst nicht perfekt waren, ist klar.

    Man darf das aber eigentlich gar nicht "Kinderkrankheit" nennen, denn man kann nur das verbauen, was technisch und finanziell möglich ist - da sah es 1985 eben schon deutlich besser aus als 1982. Und ein Amiga war nunmal auch deutlich teurer als ein C64.

    Aber ich meine z.B. eine recht gute QWERTZ-Tastatur mit Zehnerblock, ein ergonomisches Gehäuse (der Tastatur), einen Soundchip, der durch die Samples geile Melodien zaubern konnte (ja, der SID ist natürlich auch sehr geil, aber andere Rechner, so auch der ST, hatten eben nicht so gute Soundchips). Mehr fällt mir gar nicht ein im Moment. Aber das ist ja alles nur meine Meinung, muss ja nicht jeder so sehen.

    Aber: Ich mag den C64 trotzdem - und der "schlechteste Computer aller Zeiten" ist er natürlich beim besten Willen nicht und schon gar nicht mit den im Artikel aufgeführten Argumenten.

    Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?
    Asi mit Niwoh!

  • Hier mal ein historisches "Dokument" von einem damals wohlbekannten Computerhändler von Juni 1983 mit einem Vergleich der damals angebotenen Homecomputer und einer Punkteskala über verschiedene Bereiche:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Schade dass der Atari-800 da fehlt. War der nicht der Hauptkonkurrent damals zum C64, zumindest kam mir das so vor, wenn ich an meine Schulklasse damals denke. Die meisten hatten einen C64 aber einige auch einen Atari-800. Und eine Atari VCS-2600 Konsole hatten auch etliche zusätzlich noch zuhause, genau wie ich damals. Einer meiner Kumpels hatte auch ein Intellivision. Ach ja, die alten Zeiten.

  • da sah es 1985 eben schon deutlich besser aus als 1982. Und ein Amiga war nunmal auch deutlich teurer als ein C64.

    Wie gesagt - der C64 hatte IMO genau das was man brauchte - es wurden IMO genau die richtigen Prioritäten gesetzt - dieser Computer war sehr stark punkto Sound/Grafik und als i-Tüpelchen die beiden Joystickports. Und alles funzte bestens. Dass der Autor von dem Artikel komplett auf dem Holzweg ist, ist eben auch die gewollte Ausrichtung seines Artikels - Clickbait. Und das funktioniert ja sehr gut mit der Aufmerksamkeit, die er immer noch bekommt ;)

    Schade dass der Atari-800 da fehlt. War der nicht der Hauptkonkurrent damals zum C64, zumindest kam mir das so vor, wenn ich an meine Schulklasse damals denke. Die meisten hatten einen C64 aber einige auch einen Atari-800.

    Jap - so habe ich es auch in Erinnerung...

    My C64 Story: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz G (3. August 2019 um 09:37)

  • Meinung zu seinem ersten Satz: "Der Hauptkritikpunkt ist natürlich das BASIC":

    Mein PC hat sogar überhaupt kein eingebautes BASIC. Der konnte am Anfang fast gar nichts. Man musste erst ein Betriebssystem installieren und dann Entwicklungsumgebungen aus dem Netz laden oder kaufen, um überhaupt was entwickeln zu können. Was für einen Rotz hab ich mir da nur angeschafft? Aller schlechtestester Computer ev0r!!!

    Will sagen, für mich war das BASIC V2 von Anfang an nur eine nette Beigabe für Anfänger, ohne den Computer an sich, die Hardware, damit zu verbinden. Es ist immer noch Software, und bereits in dem Moment, wenn ich ein Spiel starte, das meistens in Assembler geschrieben ist, spielt das schon keine Rolle mehr.

    Dann schreibt er "Nun kommen die ganz Schlauen und sagen ..". Damit sagt er nichts anderes, als dass wir alle doof sind. :( Bei solch einem Schreibstil lese ich nicht gern weiter. Und dann verstehe ich auch, warum hier Unmut über diesen Artikel herrscht.

    Sie sagten "Das zwang einen, sich mit der Maschine auseinanderzusetzen".

    Und das bezeichnet er dann als "Falsche Antwort!". Nein, es ist keine falsche Antwort, sondern eine umfangreich belegte Tatsache, die er nicht wahrhaben, sondern durch seine eigene persönliche Meinung ersetzen möchte: "Wenn ICH einen Computer mit einem BASIC Interpreter kaufe, will ICH in BASIC programmieren und damit die Fähigkeiten des Computers ausnutzen", meint er.

    Seine eigene Meinung, die ich durchaus akzeptieren kann. Was er aber verkehrt macht, ist, von sich selbst auf alle anderen zu schließen und jede andere Meinung als "falsch" zu bezeichnen.

    Mir und sehr vielen anderen ging es offenbar nicht so. Solche Beschreibungen beziehen sich vllt. auf Kinder oder auf den Fall, dass der Rechner in der Schule zum Erlernen von Hochsprachen eingesetzt werden soll, aber die Realität sah in der Homecomputerzeit ganz anders aus, und so gab es von allen Seiten Unterstützung, jede Menge Bücher und eine eigene Zeitschrift, die erklärten, wie man den Rechner effektiv nutzen kann. Mir völlig unverständlich, wie man einen Homecomputer auf sein eingebautes BASIC reduzieren kann und das dann auch noch als vermeintliches Totschlag-Argument anführt.

    Dank der von ihm belächelten "ganz Schlauen" hatte das eingebaute rudimentäre BASIC keine nennenswerte Bremswirkung bei der Nachfrage und der Erfolgsgeschichte. Und ich glaube kaum, dass all die vielen Menschen, die sich den Rechner noch viele Jahre nach der Veröffentlichung kauften, nie was von diesem BASIC gehört hatten und dann völlig enttäuscht davor saßen, sondern, dass sie sich den eher aus anderen Gründen kauften.

  • Ich frage mich, wie viele Benutzer nie auch nur ein kleines Basic-Programm geschrieben haben. Für sie war der Startbildschirm mit dem Cursor doch nur der Bereich, bei dem man mit Load und Run ein Spiel starten konnte, bzw. musste. Wäre das durch Autostart noch einfacher gewesen, hätten sie vermutlich nie auch nur einmal den blauen Bildschirm gesehen. In meinem damaligen Bekanntenkreis gab es später viele C64-Besitzer, aber ich glaube, 95% davon hatten keinen blassen Schimmer, was man, außer spielen, mit dem C64 noch anstellen konnte. Für dies Leute hätte es auch eine Konsole getan - aber da musste man die Spiele ja teuer kaufen....

    Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?
    Asi mit Niwoh!

  • Mir völlig unverständlich, wie man einen Homecomputer auf sein eingebautes BASIC reduzieren kann und das dann auch noch als vermeintliches Totschlag-Argument anführt.

    Axorp, der ja ein großer deutscher Commodore-Händler war, berichtete davon, wie er sich für den PET/CBM und gegen den Apple II entschied. Das wichtigste genannte Argument war, dass das Basic (um 1978) besser war, weil es schon mit Fließkommazahlen umgehen konnte (was bei Apple ein Jahr länger dauerte). Vielleicht ist das ein deutsches Phänomen, denn in den meisten anderen Ländern, vor allem im Computerland Nummer 1, den USA, war das kein Kauf-Entscheidungsgrund. Man kann es an den Absatzzahlen sehen, der PET/CBM spielte dort kaum eine Rolle, während sich Apple II und TRS-80 (anfangs auch ohne Floatingpoint-Basic) blendend verkauften. Auf dem Apple hat man ohnehin viel lieber in Pascal programmiert als in Basic.

    Auf dem C64 ging es ohnehin fast nur noch ums Spielen, die wenigsten, die ich kannte, programmierten etwas auf dem Computer (ich noch am Meisten in meinem Freundeskreis, allerdings eher Anwendungen als Games).

    Ich frage mich, wie viele Benutzer nie auch nur ein kleines Basic-Programm geschrieben haben. Für sie war der Startbildschirm mit dem Cursor doch nur der Bereich, bei dem man mit Load und Run ein Spiel starten konnte, bzw. musste. [...] In meinem damaligen Bekanntenkreis gab es später viele C64-Besitzer, aber ich glaube, 95% davon hatten keinen blassen Schimmer, was man, außer spielen, mit dem C64 noch anstellen konnte.

    Das deckt sich mit meinen Beobachtungen. Übrigens ist das ja heute kaum anders. Die meisten privat angeschafften PCs sind doch auch nur bessere Spielkonsolen (mit "kostenlosem" Spielangebot) und Windows ist dort kaum mehr als ein recht aufwendig programmierter Game-Launcher. Doppelklick auf das Icon des Lieblingsspiel und fertig. Vielleicht noch der Webbrowser für YouTube, Facebook und Amazon – der Rest liegt brach herum. Von irgendwelchen Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen will ich da gar nicht erst reden.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Meine Lieblings-Themen im Forum64:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Es wird beobachtet .... ;)

    Zitat

    Commodore Fans sind ja eine Klasse für sich. Alle naselang wird ein Beitrag von mir über den Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. in einem Forum herausgegraben und dann regnet es Kommentare. Es kann ja nicht sein, das am C64, dem zu seiner Zeit weltweit am meisten verkauftesten Computer irgendwas schlecht ist. Nun am C128 ist zumindest technisch wenig zu mäkeln.

    After a time, you may find that 'having' is not so pleasing a thing after all as 'wanting'. It is not logical, but is often true... Spock
    When you’re playing and you’re just you, powerful things happen... Joybubbles

  • Hey, da wurden doch hier

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    ein paar gute User-Einträge die Herrn Leitenberger widersprachen rausgelöscht, oder? Als ich das letzte Mal dort in den Blog reinsah, waren da ein paar Einträge drin, die ich jetzt dort nicht mehr sehe. Auch bisschen komisch.