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Workbench 3.x installieren

  • Die Workbench 3.x zu installieren, und eine Festplatte einzurichten, sollte
    eigentlich nicht so schwer sein. Falls doch, hier eine kleine Hilfestellung.


    Was Ihr also braucht:
    - Einen Amiga :D
    - mit Festplatte
    - die Systemdisketten:
    Install 3.0/3.1
    Extras 3.0/3.1
    Locale 3.0/3.1
    Fonts 3.0/3.1
    Storage 3.0/3.1
    Workbench 3.0/3.1
    - das passende Kickstart-ROM


    Ich setze einfach mal voraus, die Platte ist schon korrekt eingebaut und angeschlossen. Vorsicht: Der Amiga ist etwas wählerisch. Alle Festplatten werden nicht erkannt.


    Legt jetzt die INSTALL 3.x-Diskette ins Laufwerk ein und startet den Rechner neu. Nach einiger Zeit erscheint die Workbench. Öffnet die Diskette und Ihr seht das unten angehängte Bild (sofern der Upload geklappt hat :D):
    install.jpg

  • Öffnet die Schublade "HDTools" und doppelklickt dort auf die HDToolBox.
    Wir wollen nun die Festplatte einrichten, sprich Partitionieren und Formatieren, und danach die Workbench installieren.
    install3.jpg
    Nach kurzer Ladezeit erscheint das Hauptfenster der HD-ToolBox:
    (Hinweis: Die Laufwerke können natürlich abweichen, in der Liste ist meine Festpatte (oben) und das CD-ROM (unten) zu sehen)

  • Ach ja: Das Cycle-Gadget "Drive Type", in dem "SCSI" steht, lasst ihr auf jeden Fall so, egal ob Ihr IDE oder SCSI habt. Lasst Euch von der Bezeichnung SCSI nicht verwirren. Alle IDE-Zugriffe gehen über das scsi.device (sozusagen der ROM-Interne Treiber) - daher die (unpassende) Bezeichnung SCSI.


    Wie schon erwähnt, solltet Ihr auf "Define New..." klicken. Nun öffnet sich ein Fenster, in welchem die Platten-Parameter angezeigt werden (siehe Bild). Klickt dort auf "Read Configuration" - und der Amiga liest die Parameter direkt von der Platte. Das erspart uns das lästige eingeben per Hand :D Die Parameter dort im Fenster sind von meiner Platte. Bei Euch steht natürlich ggf. was anderes ;)
    drive2.jpg


    Wenn alles i.O. ist, klicken wir auf OK und landen wieder im vorherigen Fenster. Auch dort klicken wir auf OK und sind schwupps wieder im Hauptfenster.
    Sollte ein Hinweis erscheinen, das die Install-Diskette schreibgeschützt ist, so solltet Ihr den Schreibschutz rausmachen, damit der Plattentyp gespeichert
    werden kann!


    Als nächstes gehen wir ans Partitionieren. Anders als z.b. bei FDISK am PC geht auch hier alles per Maus. Ich werde aber nur auf die Grundlagen eingehen,
    da wohl kaum ein Anfänger gleich ein eigenes Dateisystem usw. installieren will.... ;)

  • Im Hauptfenster angelangt klickt Ihr auf die (nun hoffentlich richtig angezeigte) Platte in der Liste. Dann drückt Ihr auf "Partition Drive". Im nun offenen Fenster seht Ihr das Partitions-Fenster. Ich habe auch hier wieder ein Beispiel-Bild angehängt.
    partitioning.jpg
    Die Bedienung ist eigentlich selbsterklärend:
    Oben im Balken, der Eure Platte darstellt, erkennt Ihr ggf. vorhandene Partitionen. Schwarz dargestellt ist die Partition, die Ihr angeklickt habt, oder gerade erstellt habt ("New Partition"). Graue Stücke bedeuten, das diese Stelle frei ist. Dieses Schwarz/Weiss gepunktete Feld stellt eine gerade nicht ausgewählte Partition dar.


    Klickt nun auf "New Partition".
    Es wird nun eine Partition erstellt.
    Die Größe könnt Ihr mit dem kleinen blauen Pfeil unterhalb der angewählten Partition ändern. Für unsere Erste Partition, die Workbench, reichen max. 30 MB. Als Minimum würde ich 15 MB vorschlagen. Solltet Ihr OS 3.5 oder 3.9 installieren wollen, legt min. 60 MB an.


    Wenn Ihr eine Partition anklickt und mit gedrücktem linken Mausknopf die Maus bewegt, könnt ihr diese nach vorn oder hinten verschieben.


    Im Textfeld "Partition Device Name" könnt Ihr einen Geräte-Namen (Vergleichbar mit "C" usw. am PC) eingeben. Achtung: Nehmt kein "C", wie man es vielleicht vom PC her gewohnt ist! Dieser Name wird vom Betriebssystem automatisch beim Booten vergeben!


    Eingebürgert haben sich Namen wie "DH0" für die erste, "DH1" für die zweite Partition. Ich selbst bevorzuge "HD0" "HD1" usw.


    Unsere erste Partition soll bootbar sein, also machen wir einen Haken in "Bootable" hinein. Erstellt nun falls gewünscht die Restlichen Partitionen.
    Solltet Ihr eine zuviel gemacht haben - kein Problem - klickt sie an (sie wird nun schwarz dargestellt) und anschließend auf "Delete Partition".


    Wenn Ihr fertig seid, betätigt Ihr den Ok-Button und Ihr landet im Hauptfenster. Jetzt noch "Save Changes to Drive" angeklickt und die Platte ist eingerichtet.

  • Nach einem Neustart (Install-Diskette eingelegt lassen!) befinden wir uns
    wieder auf der Workbench. Klickt nun die erste Partition einmal an und wählt aus dem Menü (rechte Maustaste gedrückt lassen, auf den Menüpunkt oben fahren und rechte Maustaste loslassen) "Piktogramm->Disk formatieren" bzw. "Icon->format Disk". Hinweis: Es reicht wenn man zur Installation der Workbench erstmal nur die Boot-Partition formatiert - große Partitionen brauchen eventuell lange....
    inst.jpg
    Nun öffnet wieder die Install-Diskette. In der Schublade "Install"
    befinden sich die Installations-Dateien. Wählt Eure Sprache aus (wahrscheinlich
    Deutsch ;) ) und die Workbench wird installiert. 8)


    Ihr müsst nun nur noch den Anweisungen folgen.
    Während der Installation werdet Ihr nach gewünschten
    Tastatur-Belegungen usw. gefragt. Hakt dort einfach ab,
    was ihr braucht.


    Nach der Installation müsst ihr die Diskette aus dem
    Laufwerk entnehmen und neu starten. Nach wenigen Sekunden
    erscheint die Workbench - nun von Festplatte.


    Im Prefs-Ordner der Workbench müsst Ihr nur noch
    "Locale" und "Input" auf Deutsch (sofern Ihr diese Sprache bei der
    Installation gewählt habt) einstellen und schon erstrahlt
    der Amiga bzw. die Workbench in deutscher Sprache ;)

  • War doch nichtmal so schwer oder? ;)
    Mit minimalen Aufwand könnt Ihr Eure Workbench noch verbessern.
    Aber das ist ein anderes Thema.... mal sehen, vielleicht schreib ich dazu noch was ;)


    Die Screen-Shots hab ich alle auf einem A1200 mit dem Tool SGrab (danke an AC nochmals für den guten Tip!) gemacht. Vielleicht brauchts jemand mal ;) gibts
    im aminet (http://de.aminet.net).