Allgemeine Fragen zum SID

Es gibt 149 Antworten in diesem Thema, welches 22.600 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. Dezember 2012 um 20:23) ist von enthusi.

  • Also wenn man mir einmal ein paar Demos auf dem Micro64 oder auch VICE vorspielt und dann auf einem C64, würde ich keinen Unterschied hören, oder vielleicht einen hören aber nicht wissen was nun der reale SID davon ist.

    Ich habe 3 SID8580, und wenn es an die Filterresonanzen geht, höre ich bei allen dreien den Unterschied deutlich.
    Der Micro64 kommt mit dem Filterverhalten schon recht gut an einem echten SID ran, hat dabei aber leider so schrille Begleittöne, die so klingen, wie schlecht resampelt mit Spiegelfrequenzen. Ich habe die verschiedenen Interpolationsarten ausprobiert, aber diese Störtone bleiben.
    Bei VICE gefällt mir der R4AR-Filter am besten, aber dafür die extremen Verzerrungen bei selbigen gar nicht.

    Hier mal als Beispiel die Filter-Kennlinien von verschiedenen SIDs:

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    Das ist echt extrem. Ich habe mir schon lange überlegt, mal einen Umschalter für die Kondensatoren einzubauen, um sowas zu kompensieren, bin aber leider noch nicht dazu gekommen. In manchen SID/Tune-Konstellationen empfand ich Kondensatoren bis zu 100nF (am 8580) als optimal, was schon eine beachtliche Abweichung von den Standardwerten darstellt.
    Wäre wohl auch eine Beschaltung möglich, die am 8580 das Filterverhalten des 6581 nachbildet?

  • Zitat

    Wäre wohl auch eine Beschaltung möglich, die am 8580 das Filterverhalten des 6581 nachbildet?


    ne, der filter DAC (bzw der der für den cutoff zuständig ist) verhält sich beim 8580 eher linear und beim 6581 eher exponentiell - du könntest die grenzfrequenz vllt ein wenig mehr richtung 6581 schieben, aber filtersweeps werden dann noch immer nicht passen.

  • Naja mit einer Tabelle könnte es schon gut gehen, die Sprünge sind ja bei allen Kurven gleich.

  • tabelle vs schaltung :) in der software kann man das durchaus lösen - als externe hardware aber eher schwierig (mit soetwas wie dem chameleon ginge das - wobei sich dann schon die sinnfrage stellt)

  • eine frequenzkennlinie zeigt lustigerweise die nichtliniaritäten an - nur zu diesem zweck gibts die überhaupt.

    du willst dich ganz dringend mal wirklich mit der materie beschäftigen bevor du weiter darüber phantasierst.

    wenn ich dich höre, kenn ich mich glaub ich besser aus..

    da klingt fast nix mehr stumpf linear und digital.

    linear ist ideal

    Die knallen nicht einfach einen generierten Sinus mit nem Standard-LP über FFT an den Ausgang. Genauso sorgfältig sind sicher auch die Entwickler der ReSID-Engine ans Werk gegangen.

    passt auch.

    zu meiner ehrrettung, wenn es euch hilft: ich hab etwa, vor gut 15 jahren versucht, durch fouriertranformation ("frequenzanalyse") ein mehrstimmiges musikstück in noten umzuwandeln. durch studium meiner frequenzanalysen ("röntgenbilder", wie sie mein bruder nannte) von konreten audiodaten, weiß ich halbwegs, wie das spektrum von tönen und musik aussieht.

    vielleicht lad ich euch mal so ein "röntgenbild" samt audiosample hoch. auch die sourcecodes sollte ich noch haben. hatte allerdings mal schwierigkeiten es zu finden, da ich es schon einmal jemanden geben wollte, der mir nicht glauben wollte, dass der grundton oft fehlt.

  • man sollte endlich auch mal dazu übergehen nicht immer logarithmische teilung bei diesen kennlinien zu benutzen, damit man endlich mal sieht was sache ist!

  • und charakterlos

    es ist einfach das eingetreten: wir reden alle aneinander vorbei..

    Das deine eigenen Ohren stark Lograrithmisch funktionieren hat dir aber schomal jemand gesagt?

    ja, das lernt man in der schule. es betrifft die schallenergie und das subjektive lautstärkeempfinden. der zusammenhang ist logarithmisch.

    wir reden aneinander vorbei: wir haben es mit unzähligen funktionen zu tun: frequenzgänge von filtern, audiosignalen usw. jeder dieser funktionen kann linear oder nicht linear sein.

    unter linear meine ich, beispielsweise für einen verstärker: wenn das eingangsignal doppelt so stark ist, soll es aus den boxen doppelt so laut rauskommen. wenn ich musik a und b addiere ("mische"), soll aus den boxen exakt die addierten ausgangssignale von a und b rauskommen. das ist ja ideal, oder?

    jede (idealisierte) eletrische schaltung mit widerständen, kondensatoren und spulen ist linear.

    aber dass wir mal wieder zum thema zurückkommen:
    betrachte einen guten verstärken, und einen der nur "schreit". wenn ich jetzt an den guten verstärker einen equilizer ranhänge, so ist das ausgangssignal gegenüber dem eingang ja total "verzerrt", weil zum beispiel dumpfer in den höhen. insofern geht der gute verstärker jetzt total "falsch", weil der frequenzgang falsch ist. (um zu den anscheinend optimalen c64-filter kurven zurückzukommen.) trotzdem klingt der verstärker mit equilizer immer noch "richtiger", exakter und besser als der geschrei vom zweiten verstärker. oder?

  • Was ist denn doppelt so laut? :)

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