Versteckte Songs auf Audio CD

Es gibt 22 Antworten in diesem Thema, welches 4.994 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. November 2010 um 22:07) ist von -trb-.

  • Tüt

    Wie „versteckt“ man Songs auf einer Audio CD

    z.B. einen Song noch vor dem ersten dem man nur erreicht
    wenn man die CD Zurückspult
    oder in den Pausen Bereich vor einen Song, der beim
    durchlaufen mit abgespielt wird aber beim Springen Übergangen wird???
    Kennt sich jemand damit aus???

    Testbild

  • Naja du könntest im Titel einen oder mehrere Index setzen.

    Edit - Mal bei Wiki geschnuffelt:

    Zitat

    Auf einer Audio-CD können bis zu 99 Spuren gespeichert werden. Eine Spur entspricht dabei in der Regel einem Musikstück. Jede Spur kann außerdem durch bis zu 99 Index Points weiter unterteilt werden (beispielsweise für die Sätze einer Sinfonie oder Arien innerhalb einer Oper), heutige Wiedergabegeräte unterstützen diese Funktion jedoch häufig nicht mehr, da sie nur auf wenigen CDs verwendet wurde.


    Letzteres war mir nicht bekannt, mein CD-Player ist Jahrgang 1989 :)

  • du musst quasi das cuesheet (das enthält angaben zu den tracks und deren position usw) ein bischen tunen... das ist nicht ganz trivial. andersrum kann man wenn man das prinzip verstanden hat auch irgendwelche cds wo der gewünschte trick benutzt wird auslesen und sich da dann abschauen was wie gemacht wird.

    ABER, die von dir genannten sachen lassen sich vermutlich mit diverser software auch per gui erledigen, das sollte eigentlich standard sein mitlerweile... ich kann mich allerdings auch schon nicht mehr erinnern wann ich das letzte mal ne musik cd gebrannt hab, also keine ahnung was für software das nun wäre =)

  • Die einfachste Version von "versteckter Song" ist im letzten Titel der CD: Einfach 5 Minuten Stille und dann den Bonus-Song, so hat's zuletzt Jamiroquai gemacht (naja, zumindest das letzte Album das ich gekauft habe, schon ein paar Jahre her).

    Mit Tracks und Index kann man fiese Spielereien machen - zusätzlich kann man den kompletten Sub-Q Channel auch so generieren, dass beim Abspielen der CD der Minuten/Sekundenzähler verrückt spielt (springt, rückwärts läuft, Laufschrift in Ziffern zeigt, nur 1en und 0en, im Takt der Musik...). CD-Player sind nämlich so gebaut, dass sie mit möglichst wenig "Intelligenz" die CD abspielen können: Anfang der 80er (als das System entwickelt wurde) war Digitalkram noch richtig teuer. Eine mitlaufende Uhr hat man deswegen nicht eingeplant, sondern man liest die Zeit-Info einfach mit von der CD.

    Einzig am Anfang eines Titels solle man nicht zu sehr mit den SubQ-Daten herumspielen, sonst kann man den Titel nicht auf jedem CD-Player anfahren. Es gibt natürlich Geräte, die versuchen anhand der Frame-Reihenfolge und der Korrektheit der CRC16 (mit der ein SubQ-Frame geprüft wird) eine Fehlerkorrektur zu fahren. Die würden mit einer rückwärts laufenden Uhr sicher nicht klarkommen :smile:

    Welche Software aber die Daten des SubQ-Channels (und am besten der anderen Subchannels auch) roh engegen nehmen kann, weiss ich nicht. Ich kann auf einem PC nichtmal ne Mix-CD mit anwählbaren Untertiteln generieren. Den ganzen Kram mit den SubQ-Daten musste ich mir anlesen, als ich damals den Gemini entwickelt habe - da ist nämlich noch ein Kopierschutz-Bit in jedem SubQ-Frame untergebracht. Tatsächlich werden alle acht Subchannels ungeprüft direkt von der CD in den SP-DIF Datenstrom übernommen. Man kann anhand der CRC-Fehler in diesen Datenströmen auf die Fehlerrate der CD schließen. Oder man kann einem Uralt-CD-Player den CD-Text entlocken (der ist nämlich nicht immer im lead-in, sondern häufiger in den Subchannels R bis W untgergebracht). Mit dem SubP-Channel solltest Du nicht spielen, denn es kann immer noch Player geben, die wirklich "mute" machen, wenn ne 0 vorbeifliegt.

    Bei Software würde ich mal CloneCD anschauen. Das kann die CD im RAW-Mode schreiben, so dass Du im Zweifelsfall diese ganzen Spielereien mit ein paar Scripten selbst generieren kannst. Vielleicht sollten wir aber auf Audio-Brenn-Experten warten (naja, erstmal darauf hoffen, dass so jemand hier mitliest). Ein Audio-Forum wäre vielleicht besser geeignet.

    Jens

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  • Ich hab eine CD, die hat Musik vor dem 1. Titel versteckt. D.h., eigentlich gehört die versteckte Musik zum 1. Titel. Der erste Titel geht dann z.B. von -2:00 bis 5:00 und wäre so insgesamt 7:00 min lang. Jeder CD-Player beginnt aber bei 0:00 (und zeigt als Länge 5:00 min an) und somit sind die ersten 2:00 "versteckt" und nur durch "zurückspulen" erreichbar. Ob und wie man das mit Software machen kann, kann ich Dir aber nicht sagen.

    Gruß,
    Ingo

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  • Erst einmal Dank für diese umfangreichen antworten scheint wohl
    doch nicht so einfach zu sein wie ich dachte aber das macht das Ganze noch
    wesentlich interessanter
    Ja „Vielleicht sollten wir aber auf Audio-Brenn-Experten
    warten“
    Der vielleicht mehr dazu sagen kann
    Das was ich nach langem Suchen gefunden habe ist Feurio Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    so nach den Sachen die ich jetzt gelesen habe ist es wohl eine der wenigen Programme
    die das können
    Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren
    Habe mich aber noch nicht damit auseinander gesetzt und
    mache das auch heute nicht mehr (bin Müde)

    Vielleicht weis ja noch jemand was

    Testbild

  • Ja, mit Feurio kann man das machen: man braucht eine wav-Datei, wo beide Titel drin sind und kann dann in Feurio den Titelbeginn an die Stelle zwischen den beiden Titeln setzen. Wenn man dann die CD zurückspult, läuft der Zeitzähler ins Minus und man erreicht den versteckten Titel.

    Eine noch fiesere Spielerei hab ich mal mit CDRWIN 4.0 und manipulierter cue-Datei gemacht: da ging die CD nicht von Titel 1-20, sondern von 21-40 (die kleinste anwählbare Nummer war die 21), damit hab ich mal meine Eltern verblüfft, indem ich denen ne selbstgebrannte Doppel-CD geschenkt habe, wo die erste CD Titel 1-20 hatte und nach dem Einlegen der zweiten CD der Zähler bei 21 weiterging :P

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  • Kauf Dir mal ein paar Welle:Erdball CDs, die spielen gerne mit solchen Tricks rum. :)

    Besonders auf der Chaos Total CD sind mehrere Versteckte Titel. Einer ist wie schon erwähnt durch zurückspulen in den Minus Bereich vor Titel 1 zu finden, ein weitere findet sich, wenn man zwei Titel überlagert. Dazu hast Du zwei Möglichkeiten: Du kaufst 2 CDs und legst diese in zwei CD spiele und startest zeitglich, das ist aber fast nicht zu schaffen, daß die exakt synchron sind.
    Besser ist es die beiden Titel auf den PC zu rippen, und dort dann mittels Software zu überlagern. Dann sind die exakt synchron, und man bekommt einen weiteren Titel präsentiert.

  • Zitat

    Kauf Dir mal ein paar Welle:Erdball CDs, die spielen gerne mit solchen Tricks rum.


    ich fürchte diese art "tricks" sind längst nichts besonderes mehr, und finden sich auf jeder zweiten disk =)

  • Man sollte die Minustitel oder die am Ende aber auch zumindest ahnen können wenn man die cd rip't.

    Ist dann das letzte File plötzlich 200MB groß obwohl der Titel nur 3 Minuten dauert ist es höchst wahrscheinlich das da noch was kommt.

    mahlzeit

  • Das Rippen einer solchen CD fällt wahrscheinlich noch unter "Privatkopie", aber wenn Du die versteckten Tracks auf der Kopie zu normalen Tracks machst, veränderst Du streng genommen schon das Werk, was (ebenso streng genommen) nicht mehr legal ist.

    Glücklicherweise kümmert das 99,9% der Bevölkerung knapp die Hälfte :wink:

    Jens

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  • Warum soll das "Ändern des Werks" zu privaten Zwecken (also ohne dass man es weiterverteilt) illegal sein ? Dann wären ja aus mehreren CDs selbstzusammengestellte Compilations ja hochgradig illegal, da man da ja mehrere "Werke ändert" (was weglassen, andere Titelreihenfolge, andere Titel hinzu etc). Beim konvertieren nach mp3 etc. wird ja auch das gesamte Werk verändert, ein Vergleich wird keine Übereinstimmung ergeben, weder datentechnisch (allein schon weil die Kopie viel kleiner ist als das Original) als auch vom Inhalt her, da durch die Komprimierung die "Wellenform", also das was man im Audioeditor sieht, ändert.

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  • Zitat

    Warum soll das "Ändern des Werks" zu privaten Zwecken (also ohne dass man es weiterverteilt) illegal sein ?


    weil das nunmal idr nicht zulässig ist, ob du das nun privat machst oder nicht ist an der stelle irrelevant.

    auch das rippen der cd ist ja in vielen fällen, nämlich wenn dieser sogenannte effektive kopierschutz existiert, auch nicht zulässig - und das gilt auch "für privat".

    und ja, in vielen fällen ist daher auch das erstellen eines mixtapes fürs autoradio nicht zulässig :)

  • Ja, mit Feurio kann man das machen

    Na dann werde ich mich mal mit Feurio aus einander setzen

    ich fürchte diese art "tricks" sind längst nichts besonderes mehr, und finden sich auf jeder zweiten disk =)

    Das der artige Sachen keine Seltenheit mehr sind ist ja kein
    Geheimnis
    Aber dennoch mochte ich solche Sachen auch mal versuchen
    Mal sehen wohin es mich führt

    Testbild

  • [offtopic]Auf Schallplatten gab's auch so Kniffe. Die Amis hatten Pressmaschinen die zwischen den Rillen eines Tracks noch einen anderen Track pressen konnten. Die Jungs von Underground Resistance haben einige Schreiben in diesem 2in1 veröffentlicht. Beim Vorhören durfte man dann raten welchen Track man gerade erwischt hat wenn man mit dem System so über die Platte wanderte :D[/offtopic]

  • das ist ja geil, da waren dann quasi 2 spuren auf der seite? abgefahren :)

  • das ist ja geil, da waren dann quasi 2 spuren auf der seite? abgefahren :)

    Wohl relativ einfach machbar und kaum zu erkennen :)

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  • Ich kann mich an eine Haven 17 Platte erinnern dessen
    Letzter Song „We’er Going to live for a very long time“ am Ende einen Gewollten
    Sprung hatte und somit immer die letzte Ziele widerholt wurde „for a very long
    time“ lief auch echt rund ohne das man einen Sprung hörte


    Ist jetzt nicht wirklich was verstecktes aber war immer wieder
    Klasse zu Hören

  • sowas ähnliches hatten die beatles auch beim sgt.peppers album (endloses gelächter).

  • Ich hatte mal eine CD (Weiß den Künstler leider nicht mehr), da wurde ein 20 Min. langer "Song" aufgespielt, wobei nur die letzten 3 Min. der eigentliche Song und der Rest davor ohne jeglichen Ton war.