Welchen Lötkolben benutzen?

Es gibt 49 Antworten in diesem Thema, welches 14.669 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (31. Oktober 2016 um 07:51) ist von echo.

  • Hi, Leute
    ich hätte nie gedacht, dass ich mich echt mal an einen Lötkolben heranwage...ich habe einfach furchtbare Angst irgendwas kaputt zu machen.
    naja, egal.
    ist es sinnvoll, eine (arsch)teuere Lötstation zu kaufen oder sollte ich billig Lötkolben für 15€ nehmen?
    was benutzt ihr? was wäre für einen Anfänger wie mich das bessere? muss ich auf sonst noch irgendetwas achten, weil ich ja Elektronikzeugs löten will und keinen Modellbaukasten?

    Danke
    Daniel

  • nimm für den anfang einen mittelteuren 15w lötkolben bei dem sich die spitze tauschen lässt. das reicht für's erste dicke.

  • ok, danke

    und was kannst du mir bei Lötdraht empfehlen?
    da gibts auch viele Unterschiede. z.B bleifrei, 0,7 oder 1mm?

  • Ich nutze seit langem die Lötstation STATION ZD-99 von reichelt.de (ca. 12 Euro)
    Würde dir zu Elektroniklötzinn (1mm / verbleibt) raten. Bei bleifreiem bekommst du Probleme, wenn du alte Platinen reparieren willst, die noch verbleites nutzen.

  • verbleites lot ist angenehmer zu verarbeiten, das solltest du für den anfang nehmen.... ganz stinknormales standardlot mit flussmittelseele... auf meiner rolle steht 60Pb, rest ist zu abgegriffen :=) das dünne mag ich persönlich nicht so... kommt aber auch drauf an was du so machen willst. für den anfang tuts sicher auch das ganz normale.

  • ok, der Preis der ZD 99 ist ja schon unschlagbar.
    nur diese hat 48 W - ist das nicht fürden Anfang etwas zu viel Leistung? sollte ich nicht lieber wie sauhund gesagt hat, mit 15W anfangen? wie eirkt sich das denn aus?

  • Mehr Watt bedeutet in der Regel, dass der Lötkolben schneller aufheizt und er diese Temperatur auch besser halten kann. wenn du lötest geht ja ständig Wärmeenergie verloren (ans Lötzinn und an die Platine Kabel). Mit mehr Watt kann dieser Verlust quasi schneller ausgeglichen werden. Die Lötstation kannst du aber noch etwas regeln. Für filigrane Lötungen oder Platinen etwas weniger Hitze für dicke Kabel oder große Lötflächen halt etwas mehr. Wie gesagt ich persönlich fahre damit sehr gut.

    BTW: Ich löte damit Platinen runter bis zu einem Rastermaß von 1mm und Kabel rauf bis zu 3mm^2.

  • Ich nutze seit langem die Lötstation STATION ZD-99 von reichelt.de (ca. 12 Euro)
    Würde dir zu Elektroniklötzinn (1mm / verbleibt) raten. Bei bleifreiem bekommst du Probleme, wenn du alte Platinen reparieren willst, die noch verbleites nutzen.

    Ack. Habe die ZD 99 auch mal gekauft mit gemischten Erwartungen, aber ich bin positiv überrascht: Sie hält sich für den geringen Preis echt gut. Es ist immer noch die erste Spitze drauf, was ich von günstigen Aldi & Konsorten-Dingern nicht behaupten kann, von denen habe ich schon einige wortwörtlich "verbraten". Besorg dir aber die 0,8mm-Spitzen dazu. Dann noch Sn60Pb40-Lot 1mm (Standardlot bzw. Radiolot, das wo bei Sauhund das Sn und die 40 abgegriffen sind ;)) und du bist für unter 20 Kröten dabei.

  • ok, ich denke die ist dann für einen Einsteiger wie mich perfekt.

    noch ne kleine Frage:
    gibts irgendwelche Anfängerfehler/Todsünden die ich nach Möglichkeit verbeiden sollte?

  • Da gebe ich hobbycoder recht, obwohl man auch mit der Standardlötspitze eigentlich anfangs gut zurecht kommt.

    Ich hatte auch erst niedrige Erwartungen an die Lötzspitzen und habe mir daher direkt zwei Ersatzpackungen geholt. Habe sie aber bis jetzt (2 Jahre) trotz sehr häufiger Verwendung nicht gebraucht.

    Todsünden gibt es einige. Mir fallen da direkt folgende ein:
    -nie Plastik mit der Lötspitze berühren
    -möglichst immer Lötzinn an der Lötspitze lassen
    -Lötspitze immer mit dem feuchten Schwamm reinigen, nicht dran herumkratzen
    -nie zu lange und mit zu hoher Temperatur auf einer Lötstelle rumbraten, da die sich sonst schnell ablöst
    ...

  • Zitat

    gibts irgendwelche Anfängerfehler/Todsünden die ich nach Möglichkeit verbeiden sollte?


    es gibt eine reihe grundregeln... da hilft dir aber eine googlesuche bestimmt weiter. und für den einstieg ist es eventuell nicht verkehrt sich einfach mal irgendeine schrottplatine zu nehmen und zu versuchen die bauteile auszulöten ohne das sie schaden nehmen ;) in der lehre haben wir zu dem zweck auf lochrasterplatinen mit fädeldraht sinnlose leiterbahnen gezogen...das muss man sich aber nicht unbedingt geben =)

  • Guck mal hier: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Das ist quasi ein Einsteiger-Tutorial mit vielen nützlichen Tips und Hinweisen.
    Gruß

    Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vogel wär, so irrt sich der.

    Wilhelm Busch

  • gibts irgendwelche Anfängerfehler/Todsünden die ich nach Möglichkeit verbeiden sollte?

    Man sollte die Lötspitze regelmäßig säubern (am Schwamm abstreifen) und direkt neu verzinnen; das verlängert deren Lebensdauer und sorgt für eine bessere Wärmeübertragung auf die Lötstelle.
    Und man sollte nicht zu lange auf einer Lötstelle herumbraten (max. 3 Sekunden), damit Bauteile und Platine nicht geschädigt werden.

    CU
    Kratznagel

  • Das Thema wurde hier zwar bereits gründlich durchgekaut (Forum Suche-Funktion benutzen !!), aber egal...

    Ich würde da keine großen Experimente mit NoName-Lötkolben/Lötstationen machen und am Ende kauft man doch genervt doch noch ein Markengerät.

    Für Hobby-Elektroniker ohne Profiansprüche würde ich folgende Station empfehlen, Weller bietet auch zig Jahre später noch Ersatzlötspitzen und Ersatzlotkolben, einmal kaufen und alles ist i.O.

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    Wer natürlich äußerst selten etwas löten möchte, dem reicht auch ein Weller oder ERSA-Lötkolben, z.B.

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    oder

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    25Watt sollten es aber mindestens sein, wenn der Lötkolben weniger Leistung hat, dann dauern die Lötvorgänge zu lange und die Bauteile können dabei zerstört werden, weil man zulange die Lötstelle aufheizen muss z.B. wenn man Stecker lötet (der Lötkoblen kann nicht genug Wärme nachliefern und kühlt schnell ab und man muss länger die Bauteile erwärmen).

    Als Alternative könnte man gebraucht bei Ebay ein Weller-Lötstation kaufen, selbst wenn diese bereits zig Jahre auf dem Buckel hat, mit neuer Lötspitze funktioniert eine Weller-Lötstation, wie wenn man sie neu gekauft hat. Auch komplette Ersatzlötkolben für die Lötstation kann man jederzeit nachkaufen.

    Also, lieber einmal richtig kaufen, als zweimal Geld auf den Tisch legen zu müssen.

  • ok......ich denke, diese Anleitung da ist genau das, was ich brauche.....danke

    Daniel

  • Gern geschehen. Die Boardsuche ist etwas suboptimal, ich musste auch etwas länger suchen.
    Aber kein Problem, dafür sind wir da.
    Viel Erfolg und schönen Abend noch.
    Gruß

    Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vogel wär, so irrt sich der.

    Wilhelm Busch

  • Kleiner Tip, den Lötschwamm sollte man mit destilierten Wasser tränken, gibts für wenig Geld in jeder Tankstelle oder Baumarkt, das Salz in normalen Wasser ist recht agressiv wenn es an die heisse Lötspitze kommt.

    Idealer Einstiegslötkolben ist meiner Meinung der Weller Magnastat, regelbar braucht eine Lötstation nicht sein, das ist eher Spielerei in meinen Augen.

    TP

  • Danke nochmal und dann werd ich mal hoffentlich nicht alles kaputt machen...XD

    Daniel

  • Das mit dem Des. Wasser war mir selbst neu :huh: , hab seit jahr und tag immer normales leitungswasser genutzt hat imho noch keiner meiner lötspitzen geschadet.

    Lötkolben kann ich auch wärmstens die Ersa empfehlen, da haste wirklich lange spass daran weils wirklich vernünftige sind.

    Von wegen wenig Watt muss ich den Leutz recht beipflichten aber ZU VIEL is auch wieder nich gut ich sach ma so n 45Watt Ersa Kolben bizste gut mit beraten, kost was mer als die "einsteiger" dinger aber weniger als ne station. Das etwas mer Geld is aber gut investiert weil aus erfahrung hält der Ersa dafür auch erheblich länger als die tikkitakki irgendwas kolben und die lötspitzen von ersa sind echt gut.

    Weller hab ich persönlich auch noch nicht gehabt aber die stehen sich mit Ersa ziemlich gleich.

    Korrigiert mich ruhig, ich selbst bin schliesslich auch nur gelegenheitslöter ^^

    Aber so dinger wie die 20euro "Lötstation" von Conrad Griffel WECH ! Hab die selber hier und da fällt die spitze mal ab un an ab mitsammt verschraubung, gHost hat die selbe und das selbe prob.
    Obendrein is die nur Temperatur geregelt hat aber kein echten Trenntrafo, quasi nur n geregelter 220v Kolben

    Das nächste wird bei mir auchma ne Digitale Lötstation.

  • auf meiner rolle steht 60Pb, rest ist zu abgegriffen :=)


    60Pb38Cu2 ;)
    EN 29453
    flussmittelgefüllt
    EN 29454-1

    meine ist gerad neu.
    Und dazu ne ELV LS 50 ......kommt ganz nett, schade nur, dass man die drei voreingestellten temperaturen nicht ändern kann. naja, plus- und minustasten sind dran, also gehts.
    Das Ding kannste auch mal gut vom Tisch fallen lassen.....allerdings gibts bessere Marken. Aber für die super tolle Weller hats finanziell noch nicht gereicht.