1541-II Netzteilersatz basteln.

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 4.420 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. Februar 2010 um 22:58) ist von pi64.

  • Hello
    nachdem meine beiden 1541-II drives die letzten wochen immer schlechter bis garnicht mehr liefen hab ich mal das netzteil gemessen und siehe da: beide spannungen schwanken stark. nun hab ich hier noch ein unbenutztes ATX netzteil rumfahren und dachte mir ich klemm das statt dem original dran.
    um sicherzustellen, dass ich hier nix kaputtmach, wollt ich fragen ob folgende vorgehensweise korrekt wäre: ich knips den stecker vom originalnetzeil ab und verbinde ihn gemäß Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. belegung mit dem netzteil (1 dicker stromstecker für´ne HD sollte reichen)?
    und das wars dann schon? oder hab ich was übersehen?

    danke im voraus

  • Als Sicherheit solltest du unbedingt noch Glassicherungen dazwischen Einbauen (gibt Sicherungshalter dafür im Elektronikfachmarkt (NICHT Media Blöd oder Sat-umm).
    ATX Netzteile haben meistens enorme Leistungen auf 5V und 12V, die dir deine 1541-II pulverisieren könnte, wenn darin etwas nicht stimmt.

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  • Vorsicht mit getakteten Netzteilen. Wenn da die Mindestbelastung nicht erreicht wird gibts Troubles

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  • hmpf. scheint ja dann doch nich so easy zu sein wie ich mir das zuerst vorgestellt hab.
    sollte ich mir dann besser 2 kleine netzteile besorgen, die dem strombedarf des laufwerks besser angepasst sind?

  • Miss doch einfach mal die Leerlaufspannung des neuen NT...
    Dann siehst du, ob das teil auch mit wenig belastung die richtigen spannungen liefert.

    Gruß C-Man

  • Tipp nimm doch so ein Netzteil:

    Schau mal bei Pollin, da gibt es ein Schaltnetzteil AP12UV-01 Art-Nr. 350 324 für 1,95 Euro.
    Falls es sich öffnen läßt das Kabel mit dem vom original Netzteil tauschen.
    Falls nicht den Stecker abschneiden und einen passenden DIN-Stecker gibts z.B. bei Conrad anlöten.
    Die ganze Sache ist klein und kompakt und sieht besser aus wie ATX-Netzteil nebenbei kannst Du Dir das Gehampel mit dem meist grünen Draht um das ATX Netzteil einzuschalten sparen.

    Eingang 100...240 V~/50...60 Hz, Ausgang +5 V/1 A, +12 V/0,5 A, +33 V/0,01 A, -5 V/0,01 A. Eingang über Kaltgerätestecker, Ausgang über 1,8 m langes Kabel mit 5-poligem Diodenstecker. Pinbelegung aufgedruckt. Maße: 125x75x48 mm.

    Ob die 33V richtig sind weiß ich nicht könnten evtl. auch 3,3V sein aber egal sie werden ja eh wie auch die -5.0V nicht angeschlossen.

    Da das Netzteil einen Ausgangseitigenstecker hat sind Lastwiderstände eingebaut, so das es nicht kaputt geht, wenn mal der Stecker nicht gesteckt ist. daher kann man die unbenutzten Adern einfach isolieren.

    Leider hat das Netzteil keinen Primärennetzschalter daher ist die verwendung einer Mehrfachsteckdose mit Schalter anzuraten.

    Wenn Du von E-Technik keine Ahnung hast bitte das Netzteilgehäuse auf keinen Fall öffnen weder dieses und erst recht nicht das von einem ATX-Netzteil!

  • Wie sehe ich einem Netzteil an ob es sich um ein getaktetes handelt? Hab jetzt gerade leider keines zu Hand, gibts da irgendwelche Symbole?

  • Getaktete Netzteile werden in der Regel als Schaltnetzteile (switched-mode power supply) bezeichnet.

    Spezielle Symbole gibt es meines Wissens nach nicht.

    Schaltnetzteile arbeiten effektiver wie ein normaler Trafo in dem sie intern mit einer hochfrequenten Spannung von über 300V arbeiten.

    Dadurch sind sie deutlich kleiner und vorallem leichter als konventionelle Netzteile (Trafo mit Gleichrichtung und Spannungsstabilisierung).

    Fast alle heute erhältlichen Netzteile sind Schaltnetzteile, Handyladegeräte, Notebooknetzteile, PC-Netzteile usw.
    Konentionelle findet man eigentlich nur in diversen Großgeräten, Spielzeugeisenbahnen, schweren Steckernetzteilen mit relativ wenig Leistung.

  • das ATX teil liefert schonmal garnix am multimeter... entweder kapott (is mit letztens mal runtergeplotzt) oder es springt nich an. damnus.
    dann werd ich mir wohl das schaltnetzteil von pollin gönnen.
    btw eben nochmal das original netzteil gemessen, da kamen stellenweise 11V auf der 5V schiene. ich hoff die 1541 hats überebt... :|

  • ahh, danke!

    Der Beitrag ist zu kurz. Der Beitrag muss mindestens 5 Zeichen lang sein und 5 Wörter enthalten.

  • Ein ATX Netzteil wird vom Mainboard angesteuert.
    Es stellt auch im ausgeschalteten Zustand eine 5V Standby Spannung am violetten Draht bereit.
    Beim Drücken der Powertaste am PC wird ein Flip-Flop gesetzt oder resetet.
    Am Ausgang des Flip-Flops hängt ein Schalttransistor der die grüne (Power-On) Leitung des Netzteils mit einer schwarzen (GND) verbindet und das Netzeil schaltet sich komplett an.

    Bei einem starken ATX Netzteil langt schon fast die Stromstärke der Standbyspannung aus um die 1541-II mit 5V zu versorgen. So ein Netzteil ist reinste Verschwendung für die Floppy alleine. Sinn macht es erst wenn man wenigstens den C64 mit versorgt (ist leider nicht so einfach, da der C64 9V AC benötigt) und evtl. einen LCD-TV mit 12V (Auto) Stromanschluß.

  • Für so eine Kombilösung als Schaltnetzteil habe ich mir für meine Zwecke ausreichend das hier geholt:
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    Das hat ausreichend Leistung für einen C64, eine 1541-II/OC-118 und einen kleinen TFT, eventuell sogar SCPU und IDE64...
    Schön leise und kompakt ist es für mich und startet auch, wenn man grün&schwarz brückt. Standby hat es auch (800mA), das reicht für nen USB-Tassenwärmer :D

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  • Ok, das ATX-Teil hak' ich dann erstmal ab. Ist ein 550W-Monster, den Overkill muss ich mir nich' geben ^^
    Nach kramen in diversen Kisten mit altem Kram hab ich 2 12V Netzteile gefunden, ein altes von einem Yamaha-Keyboard und ein recht neues für ein mir nicht näher bekanntes Netgear Gerät (vermute Router oder Accesspoint).
    Beide liefern am Multimeter jedoch über 15V... liegt das daran, dass keine Last dranhängt oder sind die Dinger futsch?

    schonmal danke für eure Hilfe und sorry für die ganzen Anfängerfragen ^^

  • Das sind unstabilisierte Netzteile die innen drin nur einen Gleichrichter und einen Elko haben.
    Die Spannung bricht unter Belastung ein.

    Die Spannungsstabilisierung ist z.B. im Router eingebaut.
    Der Router wird vermutlich auch mit einem entsprechend starkem 9V Netzteil arbeiten, da intern auf 5V runter geregelt wird.

    Diese Netzteile lassen sich nur verwenden wenn die Leistung ausreichend ist um einen 7805 und einen 7812 Spannungsregler zu versorgen also ca. 2A. Diese Spannungsregler müßtest Du dann sammt der dazugehörigen Kondensatoren dazwischen schalten. Alternativ könnte man natürlich auch beide Netzteile benutzen und jedes mit jeweils einem Spannungsregler versehen und ganz wichtig beide Massen zusammen schalten. Allerdings macht so eine Bastellei nur im Notfall Sinn (Sonntags, alle Geschäfte zu aber alle Teile in der Wühlkiste).

  • Kleine Anmerkung für Nicht-Elektroniker: Auch eine kurzzeitige Überspannung oder Verpolung kann angeschlossene Geräte unreparabel beschädigen - man darf also nur ein Ersatznetzteil anschließen, von dem man weiß, daß es 100% passt: Gleiche Spannung wie Original, gleiche Polarität, gleiche oder größere Strombelastbarkeit wie das Original. Aus den Posts kann man schließen, daß die Floppy akut gefährdet ist, demnächst auf dem Elektroschrott zu landen.

  • keine angst, ich hab den kram mindestens 5mal durchgemessen ob die richtigen spannungen an den richtigen pins anliegen. und ich frage nach bevor ich was anschliess.
    da ich noch auf ein passendes ersatzgerät warte hab ich nun mal für das atx netzteil 'nen adapter gebasteltund konnte wenigstens testen, ob das drive noch funktioniert. und das tut es. 1h querbeetgaming ohne aussetzer ^^