Pflege der Hardware/1x im Jahr einschalten?!?:)

Es gibt 26 Antworten in diesem Thema, welches 4.782 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Dezember 2009 um 15:10) ist von Retrofan.

  • Guten Morgen erstmal miteinander :)

    Also:

    Ich hab von nem Spezi ne wirklich seltene Sega DreamCast erhalten
    und wollt se anschließen... lag bei Ihm seit 10 Jahren im Keller.

    Juhu siee funktioniert......... und... nach 3 Min....
    PENG! PFFFFHHH!! Rauchschwaden und
    ein einziges Gestinke! Da is ein ELKO geplatzt.
    Schade.

    Wie macht Ihrs mit den Alten Kisten ?
    Ich pack grad alles aus und schließ es mal wieder ans Netz an.
    (jährlicher Kontrollscheck) damit die Elkos wieder mal Saft bekommen
    und auch sonst mal wieder Strom durch die Compieeingeweide fließt :)

    Wie macht es Ihr ?
    :)

    lg
    Wilbo

  • 1x im Jahr ist zu wenig. Wirklich alte Geräte die ich bekomme und die lange gestanden sind, schließe ich über einen Trenntraffo mit Spannungsregler an und fahre die Spannungen erst langsam hoch. Alle 3 Monate sollten die Kisten betrieben werden.

    Gruß Manfred (C64doc)
    Ein goldner Schraubendreher erspart unnötige Kosten

  • Das kommt darauf an, welche Geräte du einlagerst. Bei Bildschirmen kann das Einschalten schon den exitus bedeuten. Bei Rechnern habe ich die Erfahrung gemacht: Je länger der Computer ungenutzt eingelagert ist, um so geringer ist die Chance, daß er fehlerfrei ist.
    Speziell bei alten robotron Computern ziehen die Netzfilter gerne Wasser und schlagen dann durch. Das jährliche Einschalten sollte auch nicht nur 5 Minuten dauern, sondern die Geräte sollten (nachdem sie wieder an den Strom gewöhnt wurden) eine Weile laufen. Eventuell auch mal zwei oder drei Runden damit spielen. Bei vielen älteren Geräten mit der Software in uvlöschbaren EPROMs sollte auch (sofern man dazu in der Lage ist) ein Image des Inhaltes gesichert werden. Bei einigen Geräten der 80er Jahre fangen die ersten Eproms schon mit dem Vergessen an.

    Ich sehe die bei mir befindliche Technik nicht als Wertanlage, sondern als Technik - und die sollte auch ab und zu laufen. Wer etwas zum Sammeln sucht, sollte sich auf Münzen, Scheine oder Briefmarken verlegen. Die brauchen nicht soviel Platz und sind pflegeleichter.

    c64doc
    Trennregeltrafo nur bei Trafonetzteilen, ein Schaltnetzteil kann so etwas übelnehmen.

    • robotron A5120, A7100, CM1910, A5105, KC85/3-5, KC87 und PC1715,Tiny comp., AC1-2010, AC1
    • robotron EC1835 und KramerMC (Y23VO) im Aufbau und EC1834 sowie Poly880 in Rep.
    • Amiga 1200, Harlequin, Spectral, Zeta V2
  • Den Temperaturunterschied nicht vergessen.
    Wenn die Geräte auf dem Dachboden oder im Keller standen und da über Winter schockgefrostet worden sind sollten sie erst einmal einen Tag lang durchtemperieren. Vor dem Einschalten aber dann auch so konsequent sein und auf Kondenswasser prüfen!

    Meine Amigas, die ich noch nicht zu den "alten" Geräten zähle, habe ich bei mir im Büro eingelagert. Wohlfühltemperatur ^^ Einmal im Monat gehen alle für ein paar Stunden ans Netz. Ansonsten: Sauberhalten, vor Feuchtigkeit schützen und bei Inbetriebnahme nach längerem Stillstand den Spannungsausgang des Netzteils prüfen sowie Sichtkontrolle aller Bauteile. Einen angematschten ELKO erkennt man in der Regel schon bevor es knallt.

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  • 1x im Jahr ist zu wenig. Wirklich alte Geräte die ich bekomme und die lange gestanden sind, schließe ich über einen Trenntraffo mit Spannungsregler an und fahre die Spannungen erst langsam hoch. Alle 3 Monate sollten die Kisten betrieben werden.


    macht ihr das wirklich? 8|

    Habe 2 Ur-Cevis, 3 normale Cevis, 4x 1541 I und II, 1 x A500 und bald einen A600. Ist zwar nicht viel, aber wenn ich die Teile alle 3 Monate in Betrieb nehmen soll und auch noch für länger als 5 Minuten, dann ist der Aufwand doch nicht ganz unerheblich!

    Das letzte mal habe ich die vor 4 Jahren in Betrieb gehabt!

  • grundsätzlich gilt natürlich: mach was du denkst ^^
    der "gesundheit" der rechner ist es natürlich nicht gerade zuträglich, wenn sie nur in der gegend herumstehen und keinen strom sehen. als sammlerobjekt in der vitrine vielleicht noch vertretbar aber wenn die rechner gelegentlich auch im einsatz sein sollen, dann schalte sie hin und wieder mal an.

    mach ne geistershow draus *g* zeitschaltuhr ist ne geniale erfinung ;)

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  • Hmm wie schaut sowas mit gekapselten Bauelementen wie ICs aus?
    Kann mir nich vorstellen das die Kaputtgehen nur weil die nicht regelmässig Strom verarbeiten müssen, da glaub ich eher das die sich langsam abnutzen durch den Stromfluss.
    Gut der Effekt ist bei den Modernen Hochleistungs Chips mit Nanostruktur Extrem viel Höher.

    Bei Elementen die nicht absolut gekapselt sind kann ich mir das schon recht gut vorstellen was ihr da sagt.

  • Natürlich. Bis vor gut 2 Monaten auch täglich ....


    :respect:

    Ich habe meine sechs c64 incl. Floppy in Frischhaltefolie eingewickelt und mit so Feuchteschutzbeutel versehen. Das alles zum Schluß noch dunkel und Temperaturstabil (im Arbeitszimmer) gelagert. Wenn ich nun die Teile alle 3 Monate ans Netz nehmen soll, dann Prost ...
    :bia

  • Ist eben immer so eine Frage, was du mit den Geräten vor hast. Nur um sie im Schrank zu bunkern sind sie (nach meiner Sicht) sinnlos. Eine "echte" Wertanlage sind Computer nicht. Vitrinenstücke sind da auch so eine Frage - sie werden unter Umständen den Geist aufgeben, wenn sie mal eingeschaltet werden.

    Bei der robotrontechnik-Seite (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) gibts da auch ein paar Tips zur Wiederinbetriebsetzung.

    • robotron A5120, A7100, CM1910, A5105, KC85/3-5, KC87 und PC1715,Tiny comp., AC1-2010, AC1
    • robotron EC1835 und KramerMC (Y23VO) im Aufbau und EC1834 sowie Poly880 in Rep.
    • Amiga 1200, Harlequin, Spectral, Zeta V2
  • Hmm wie schaut sowas mit gekapselten Bauelementen wie ICs aus?

    Das ist ja das Problem. Die Deckel sind nur aufgeklebt und niemals wirklich dicht. Feuchtigkeit dringt auch dort ein und dann korrodiert langsam alles.

    Gruß Manfred (C64doc)
    Ein goldner Schraubendreher erspart unnötige Kosten

  • c64doc
    Trennregeltrafo nur bei Trafonetzteilen, ein Schaltnetzteil kann so etwas übelnehmen.

    Das ist mir bekannt. Bis auf einige 128 D haben meine Geräte kein Schaltnetzteil. Bei den Amigas sieht es da schon anders aus ("große" Amigas und neuere mit dem leichten Netzteil haben Schaltnetzteile).

    Gruß Manfred (C64doc)
    Ein goldner Schraubendreher erspart unnötige Kosten

  • Der Tip mit dem regelmässig einschalten hilft nur bei Elkos. Alle anderen Bauelemente haben davon überhaupt nichts und was die paar Elkos im Cevi angeht, wäre ich doch sehr entspannt. Wenn einer davon Probleme macht, dann holt man sich für ein paar Cent einen neuen.
    ICs egehen durch Materialdegradation kaputt (Korrosion, Elektromigration etc. ) oder durch elektrischen Stress, der in gewissen Maße ebenfalls eine Materialdegradaton auslöstet (zB. Gateoxid-Degradation). Keinen dieser Mechanismen kann man durch regelmässiges Einschalten verhindern.

  • Den Dreamcast Elko Platzer hatte ich auch. Das ist aber schnell behoben, zumindest in meinem Fall weil nix anderes kaputt ging.

    Ich hab meine Brocken eingelagert, alles in Folie eingewickelt und im Keller. Ich hab mir angewöhnt die erst ein paar Stunden in der Wohnung stehen zu lassen vor dem Einschalten. Gerade Floppys sind dankbar dafür.

  • Das ist die schnellste Methode seine Hardware zu zerstören. Ständiges Rauf- unter Runterkühlen ist einer der härtesten Stresstest überhaupt.

    LOL ?
    Mein 64er läuft seit 1994 jeden Tag mindestens 5 Stunden. Hat der Kiste bis heute nicht geschadet. Derzeit ist er nur seit knapp 2 Monaten nicht aufgebaut (Platzmangel), das ist alles.

  • LOL ?
    Mein 64er läuft seit 1994 jeden Tag mindestens 5 Stunden. Hat der Kiste bis heute nicht geschadet. Derzeit ist er nur seit knapp 2 Monaten nicht aufgebaut (Platzmangel), das ist alles.

    Oben klang es so, als würdest du Rechner, die du eigentlich nicht benutzt extra jeden Tag für ein paar Minuten einschalten, nur um Alterungsprozessen vorzubeugen.
    Das man einen Rechner den man benutzten will einschalten muss, ist glaube ich klar.

  • Ist mir vor ner Weile auch mal passiert.
    Hatte einen KC85, der ne ganze Weile im Keller rumstand mal wieder eingeschaltet.
    Keine Reaktion, wie tot.
    Nach ein paar minuten gings dann auf einmal wieder.
    Denke mal, dass ich die Elkos auch mal tauschen muss bald.
    Da steht nochn /4 .. obch den nich auch ma einschalte besser? (der düfte schätze mal 5 jahre nicht mehr gelaufen sein) ..

    Bis dann, ...... ritti ;)

  • Ich habe hier momentan auch das Problem, dass manche Rechner, die einige Zeit nur herumstanden, nun nicht mehr richtig funktionieren. Ich wollte ein paar frühe Apple Macintoshs reaktivieren, um einem defekten Neuzugang (Mac Colour Classic) etwas Schützenhilfe zu geben (Festplatte einrichten etc.). Mein alter Classic II (Motorola 68030) zeigt nur Bitmuster auf seinem internen s/w-Schirm (stand ca. 1,5 Jahre aufgebaut in meinem Büro) und ein geliehener LC III (ebenfalls 68030) fährt nicht mehr hoch (ähnliche Zeit im Keller, Platte läuft aber Mainboard sagt nix). Jetzt habe ich hier einen kleinen Mac-Friedhof bzw. -Klinik und weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. :nixwiss:

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  • Elektronik stirbt eben manchmal einfach so - auch ohne Benutzung. Wichtig ist nur, dass man Feuchtigkeit aussperrt um feuchtigkeitsrelevante Fehlermechanismen zu verlangsamen. Ich weis nicht, ob ein Keller ein gutes Lager ist.