Wie man's dreht oder wendet: Portiert man AmigaOS nicht nach x86, gibt es nur noch gebrauchte Hardware, das OS ist damit ein reines Retrosystem, dazu noch ein recht uninteressantes, da es außer ein paar portierten SDL-Spielchen nichts dafür gibt. Portiert man AmigaOS nach x86 wird der Markt wieter geteilt ohne nennenswerte Wachstumschancen. Bleibt nur noch die dritte Lösung: Sehr viel Geld investieren und neue Hardware mit AmigaOS produzieren und verkaufen. Natürlich keine Desktop-PC, der Zug Windows/MacOS X Konkurrenz ist endgültig abgefahren, sondern ein Pandorra/ GP2X-ähnliches System. Wichtig ist nur, dass die alte 68k-Software darauf läuft, und UAE ist bereits da. Auf die paar Krümel PPC-Software würde ich einen lassen! Das einzige wirklich interessante Programm ist Hollywood, und das läuft auch auf x86 (Aros), eine Portierung auf sagen wir ARM wäre mit Sicherheit auch ohne größeren Aufwand machbar.
Heise: Rechtsstreit um Amiga OS beendet
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AntaBaka -
18. Oktober 2009 um 18:39 -
Erledigt
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Ein Umstieg auf eine neue Prozessorarchitektur zum jetzigen Zeitpunkt wäre der Tot für die Amiga-Plattform
noch toter als so tot wie jetzt? o_Odie idee der portierung auf x86 halte ich für hochgradigen schwachsinn, wozu soll das nun wieder gut sein?
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die idee der portierung auf x86 halte ich für hochgradigen schwachsinn, wozu soll das nun wieder gut sein?
Wo ist das denn Schwachsinn? Es trägt zur weiteren Verbreitung bei. Das man mit OS4 eh nicht viel machen kann außer ein bißchen rumspielerei ist ja eine andere Sache. Nur braucht man dann nicht extra überteuerte Hardware, wenn man das auf dem PC machen könnte.
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portierungsaufwand in eine software zu stecken mit der man nichts machen kann (und auch nie was machen können wird) ist kein schwachsinn?
und warum sollte man solche software verbreiten wollen (von "weiter" kann ja auch eher nicht die rede sein) ?
schmeiss doch einfach ein 20 jahre altes linux auf den pc und installiere einen von den superhässlichen windowmanagern drauf die so manchem masochisten verzückung bereiten. mit ein bischen arbeit kriegt man das bestimmt auch ähnlich instabil wie amigaos.
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Nix portieren, das hätte damals schon erscheinen müssen. Und den generellen OS4 Release kann man sowieso in Frage stellen. Das ist ein totes OS, trotzdem hätte man mit einer PC Version noch ein paar tausend Kopien verkaufen können. Dann hätte sich der Aufwand zumindestens halbwegs gelohnt. Was die User damit machen ist eine andere Sache.
Die Klassik OS4 Version hätte man den Leuten, die damals die nutzlosen PPC Karten gekauft haben, sowieso schenken sollen.

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Wenn man wirklich will, dass die Software weiterverwendet wird, dann wird man um eine x86 Portierung nicht herumkommen.
Vermutlich kommerzieller Selbstmord, aber Geld wird man mit dem System wohl sowieso nicht mehr im großen Stil machen können.Ob das "Verwenden" der Software sinnvoll ist oder nicht, dazu sage ich hier in einem Retroforum mal nichts, außer, dass die Sinnhaftigkeit bei Hobbies immer im Auge des Betrachters liegt.
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Eine wirkliche Alternative wird AmigaOS sicherlich nie wieder sein. Dazu fehlen wirklich vernünftige Programme im Office Bereich, die mit heutiger Software (MS Office, Openoffice, etc.) mithalten können.
Und wie jemand schon vor mir geschrieben hat: Warum sollte ich mir eine veraltete Hardware für dasselbe Geld kaufen, für das ich einen aktuellen PC bekomme nur um darauf AmigaOS laufen zu lassen?
Der Amiga ist leider (so wie viele andere Computer) ein reines Hobby in der heutigen Zeit und hat nichts mehr mit einer Alternative zu bestehenden Systemen zu tun.
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Wieso muss ich bei dem Thema nur an den Norwegischen Blauling denken?
Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. -
Das sage ich ja. Entweder bleibe ich bei der alten Hardware, dann reicht mir AmigaOS 3.9 (maximal). Amiga One und Pegasos ist ja auch schon Classic, weil es abgeschlossene Sammelgebiete einer toten Plattform sind. Oder Es wird Zeit und Geld in ein AmigaOS 5 gesteckt, um das System auf den Level der Zeit zu pushen, gerne für eine besondere Nischenhardware. Aber ein AmigaOS 4 um es auf alten Macs laufen zu lassen, das ist mir kein Pfifferling wert! Das ist genauso ein Schwachsinn, als würde heute jemand MS-Dos für Atari ST portieren.
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Wenn die Entwickler vom AmigaOS nicht alles falsch gemacht haben, dann ist es wohl zum größten Teil in C geschrieben worden, was eine Portierung auf eine x86 Prozessorarchitektur stark vereinfacht. Hardwarenahe Geschichten müssen halt neu programmiert werden... da müsen sich die Sesselfurtzer bei Hyperion ( oder wie auch immer ) eben mal hinsetzen und etwas "neues" lernen.... aber genau dafür sind sie wohl zu eingefahren/verblendet?
Immerhin ist es ihnen ja auch gelungen, die Standard-Schnittstellen auf SAM&Co auch zu programmieren.
Gerade eine Portierung auf x86 würde das OS eine großen Horde junger/alter/ehemaliger Programmierer öffnen, die evtl. Lust/Freude versprüren, etwas für ein anderes OS zu programmieren, ohne zusätzlich in überteuerte, gebrauchte lahme PPC Hardware zu investieren.
Ich hätte zum Beispiel auch Lust etwas neues für ein aktuelles AmigaOS zu schreiben, nur mir deshalb neue lahme Hardware kaufen??? nööö oder mir gebrauchte Apple-Hardware kaufen??? doppel nööö. Und Software schreiben, die "nur" in einem Emulator läuft? dreifach nööö....
Ich habe das Gefühl, das der einzige wirkliche Grund, nicht auf x86 zu portieren, ein ideologischer ist. Sowohl bei Hyperion, als auch bei einigen "übriggebliebenen" Hardcore-Amiganern.... Ewiggestrige sagt man wohl zu denen. -
Zitat
Ich habe das Gefühl, das der einzige wirkliche Grund, nicht auf x86 zu portieren, ein ideologischer ist.
der das sich das keinesfalls rechnet kann es ja kaum sein o_O -
der das sich das keinesfalls rechnet kann es ja kaum sein o_OUnd der, dass die Hardwarebasis im kleiner wird wohl auch nicht. Wieviele sind denn bereit in PPC Architektur zu investieren nur um da Amiga OS drauf laufen zu lassen? Mit einem x86 Port lassen sich bessere Gecshäfte machen ( auch dann, wenn nur jeder 3.000.000 x86 User ein Amiga OS kauft, sind das immer noch 3.000.000 User mehr, als mit der PPC-Architektur ). Das mit dem "es rechnet sich nicht" halte ich schlicht für eine Ausrede.
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Mit einem x86 Port lassen sich bessere Gecshäfte machen
damit lassen sich überhaupt garkeine geschäfte machen, da es für x86 schon mehr als genug moderne betriebssysteme für praktisch jeden anwendungsfall gibt, und ausser ein paar freaks keine sau ein "amigaOS" darauf will. das macht wirtschaftlich ungefähr so viel sinn wie eine neuauflage von GEOS. -
Was er sagen will: Die Entwicklung von AmigaOS ist eine Sackgasse im Nieschenmarkt der PPC Welt und auf jeden Fall absolut überflüssig in der x86 Welt.
Warum verschwenden diese Ethusiasten ihre Lebenszeit für ein Produckt das nur ein paar hundert Leute angeht und noch weniger bezahlen würden? -
Es gabe schlichtweg keine Hardware zu kaufen, als OS4 erschienen ist. Natürlich hätte man PCs oder Macs bedienen können und müssen. Selbst ein Freak OS von Freaks für Freaks programmiert braucht Hardware. Die drei Hansel, die schon Hardware hatten, zählen doch überhaupt nicht. Das es für den x86 Markt für die Masse letztlich überflüssig ist spielt doch überhaupt keine Rolle. Weiß auch nicht, was es dagegen zu argumentieren gibt.
So wie gelaufen ist hat es wohl 0 Cent in die Kasse gebracht. Aber die Herrn Studenten/Idealisten Programmierer haben sowieso andere Einnahmequellen, da kann ja keiner von leben.
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- Offizieller Beitrag
Mit einem x86 Port lassen sich bessere Gecshäfte machen ( auch dann, wenn nur jeder 3.000.000 x86 User ein Amiga OS kauft, sind das immer noch 3.000.000 User mehr, als mit der PPC-Architektur ).
Ich glaube, du überschätzt die Marktaussichten. Die Frage ist doch nicht, ob potentielle Kunden AmigaOS laufen lassen KÖNNTEN, sondern warum sie es SOLLTEN. Nur weil das OS für X86 zu haben wäre, würden sich die Marktaussichten nicht automatisch verbessern. Hyperion möchte ja AmigaOS nicht verschenken, sondern verkaufen. Und zwar für einen nicht ganz unerheblichen Preis, etwa so viel, wie für ein ausgewachsenes, aktuelles OS von Microsoft oder Apple. Wer installiert sich für 125 Euro ein Zweit-OS, das nicht mehr kann, als das Erstsystem? Auf dem ein Hand voll Programme läuft? Außer noch vorhanden Amiga Fans wohl niemand.Und für diese zweifelhaften Aussichten soll der Hersteller einen riesigen Aufwand betreiben, der die paar Entwickler, die sie haben, komplett für ein bis zwei Jahre bindet? So ein Architekturwechsel ist nämlich mit recht großem Aufwand verbunden, inkl. Emulationsschicht für bisherige Software etc. Das macht man nicht mal eben so nebenbei! Apple hat mehrere Jahre gebraucht, bis ihr altes OS auf PPC besser lief als auf 68K – sie haben ganz langsam über mehrere Systemgenerationen den PPC Code immer erhöht und immer weniger über die 68K Emulation laufen lassen. Und dass der Umstieg auf X86 so reibungslos und zügig lief, lag daran, dass sie das OS gar nicht portieren mussten, sondern es immer parallel als X86 existierte (Als Fallbacklösung um IBM/Motorola unter Druck zu setzen und weil es die Basis Open-Step ohnehin für X86 gab). Und auch hier gab es einen im System integrierten Emulator, um zu alter Software kompatibel zu bleiben.
Ich denke, Hyperion muss zusehen, dass sie etwas für die noch existierende Amiga Gemeinde tun. Und die Mehrheit dieser Nutzer wird nicht gerne zu Intelkisten wechseln. Und neue Nutzer wird das System nicht bekommen. Es geht nicht darum, die Nutzer-Basis zu vergrößern (das wäre utopisch), sondern sie nicht unnötig zu verringern. Amiga-Fans geben für ihre Systeme meist eine Menge Geld aus (oft mehr als PC-User) und es wird für diese Kunden kein Problem sein, sich ein PowerBook oder einen PowerMac G5 zu kaufen, um das AmigaOS4 darauf zu fahren. Das letzte, was diese Kunden wollen, ist, sich einen Intel-PC zu kaufen, um dort neben Windows ein AmigaOS zu haben.
Und wenn irgend ein "Hersteller" Hardware für ein zukünftiges AmigaOS anbieten möchte, wäre er meiner Meinung nach gut beraten (statt etwas eigenes zu entwickeln), wenn er einfach bei einem Betreiber einer obsoleten PowerMac G4/G5 Serverfarm (es gab Supercomputer mit tausenden PPC-Macs) anfragt, ob er die Geräte übernehmen kann. Dann einfach den Apfel mit einem Amiga-Ball überkleben und mit 200 Euro Gewinn pro Stück verticken. Die Hardware wäre immer noch billiger und leistungsfähiger als eine selbst entworfene PPC-Platine ohne Gehäuse und Grafikkarte.
AmigaOS auf X86 wäre eine wirtschaftliche, wie technische Totgeburt.
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um hätte würde sollte könnte ging es aber doch garnicht, sondern darum was *jetzt* der status ist und was daraus wohl noch werden kann.
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Es gibt noch einen Status? OS5 oder was? OS4 hat keinen Status mehr, das war von Anfang an tot.
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aber warum kein Netbook?
Ich denke, dahin wird es gehen in Zukunft, weg von den stromfressenden Desktop-Rechnern. Amiga OS sollte ja so klein sein, das es auf den Netbooks richtig Dampf machen könnte. Das coole dabei ist, das die meisten Netbooks alle ähnliches Design haben, so dass die Treiberanzahl gering gehalten werden kann. Monitor und Tastatur angesteckt und ich habe einen "Desktop".
Das jetzige AmigaOS ist auch nur durch viel Drittsoftware und Treiber wirklich benutzbar. Man denke nur an USB, CD-ROM, Grafikkarten. Treiber etc. OS4.0 als auch 3.9 sind doch mit sowas zusammen gebastelt, eigentlich alles um ein 3.1 herum. Gut, nehme ich jetzt noch zukünftig einen zu schreibende Akku-Auslese-Software damit zu. Was soll es... Der Code ist dann x86er-basierend und kann dann später auch auf eine spezifizierte Hardware portiert werden (das Board, die Grafikkarte, etc.) ähnlich eines Apple-Macs. Ich denke die wenigsten Menschen auf der Welt wollen unbedingt die Hardware eines Amigas, den meisten ist das Look & Feel der Workbench wichtig und die Games von früher. Beides sollte ein Atom hinbekommen.
Viele kennen nicht einmal den Unterschied von einem damaligen PC und einem Amiga. Die meisten sagen doch, bei einem Amiga war alles irgendwie in der Tastatur eingebaut! O-Ton von einem Kollegen.
Hätte ich einen 6er im Lotto, würde ich es auf Netbooks portieren lassen und dem Markt anbieten.
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- Offizieller Beitrag
aber warum kein Netbook? Ich denke, dahin wird es gehen in Zukunft, weg von den stromfressenden Desktop-Rechnern. Amiga OS sollte ja so klein sein, das es auf den Netbooks richtig Dampf machen könnte. Das coole dabei ist, das die meisten Netbooks alle ähnliches Design haben, so dass die Treiberanzahl gering gehalten werden kann. Monitor und Tastatur angesteckt und ich habe einen "Desktop".
Warum in die Ferne schweifen? Wenn man eine Art Amiga-Netbook haben möchte, gibt es auch etwas im PPC-Bereich: das PowerBook G4, 12" (von 2003 bis 2006 gebaut, 867 MHz bis 1,5 GHz, GeForce GPU, WLAN, Blutooth, USB, FW, bis zu 2GB RAM, durchschnittlich 300 Euro). Dieses Gerät zu unterstützen, wäre für Hyperion wesentlich weniger aufwändig als ein Atom-basiertes Netbook. Und sehr viel langsamer ist es wahrscheinlich auch nicht. -