HowTo zum Lackieren von Gehäusen

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 6.094 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. November 2009 um 20:32) ist von Spacecop.

  • Da ja nun schon oft die Fragen gestellt wurde wie und mit welchem Lack kann ich ein Gehäuse richtig Lackieren habe ich mich mal entschlossen ein kleines HowTo zu erstellen!!

    1-Was wird benötigt:

    Schleifpapier der Körnungen 180,240,800er oder sogar noch feiner
    Kunststoffgrundierung,Acryl-Lack in der Wunschfarbe eventuell auch noch Acryl-Klarlack fals ihr keinen Hochglanzlack verwendet.
    Spachtelmasse (Für kleine Unebenheiten/Löcher 1 Dose Füllspachtel) oder (Für große Unebenheiten/Löcher 1 Dose Glasfaserspachtel)
    Eine Japanspachtel zum verspachteln (Wenn erforderlich)
    Wasser zum Naßschleifen

    2-Wie gehe ich richtig vor:

    Als erstes beginnt man das Gehäuse mit dem 180er Papier vorzuschleifen danach das selbe mit dem 240er hat man dies geschafft nimmt man sich das 800er Papier zur Hand und beginnt das Gehäuse Naß zu schleifen denn dadurch bekommt man eine sehr feine und Glatte Oberfläche ohne Kratzer zu stande.
    Hat das Gehäuse allerdings Kratzer oder Kleine Löcher muß man vorher das Gehäuse natürlich an den entsprechenden Stellen Spachtel wie oben auch schon beschrieben.

    3-Vorbereiten und Lackieren

    Ist man mit den Schleif und Spachtelarbeiten fertig muß zunächst das Gehäuse von Staub und Fett gereinigt werden da sonst der Lack nicht richtighält und sich später lösen wird.Ist man auch hier wieder fertig kümmern wir uns um die Räumlichkeiten wo das ganze lackiert werden soll!!!
    Wichtig ist hierbei das der Raum nahezu Staubfrei sein sollte sowie eine Zimmertemperatur von ca.19-25C aufweisen sollte denn nur so kann der Lack richtig trocknen und durch die fast Staubfreie Zone auch schön Glatt (Ohne Knüppel durch rumfliegenden Staub)aushärten.
    Solltet ihr keinen Glanzlack verwenden ist unbedingt darauf zu achten das ganze wenn es getrocknet ist mit einer Schicht Klarlack zu überziehen,fals ihr allerdings Hochglanzlack verwendet könnt ihr den Klarlack weglassen.
    Habt ihr alle Punkte durch dann lasst das Gehäuse ca. 2 Tage liegen und gut durchtrocknen lassen.


    4-Welche Lacke sind am besten:

    Zur Verwendung von Kunststoff sind folgende Lacke am besten Geeignet:

    Kunstoffgrundierung zur Vorbehandlung und Haftvermittlung auf Acrylbasis sowie zur Lackierung anschließend einen Lack auf Acrylbasis
    Nie Kunstharzlacke und Acryl-Lacke zusammenverwenden denn dies Verträgt sich nie und frisst den Lack kaputt!!!!
    Entweder immer nur Acryl für alle Komponennten benutzen oder immer nur Kunstharz nie mischen!!!

    5-Welche Hersteller von Lacken soll ich benutzen:

    Die besten erfahrungen habe ich mit den Lacken der Firmen:

    Belton und DupliColor gemacht wobei es mittlerweile einen neuen Lack der Oberklasse von DupliColor gibt!!
    Der neue DupliColor Lack nennt sich Platinum und es handelt sich dabei um einen Speziallack der so elastisch ist das sich kaum Naßen bilden können sowie als auch ist der Lack extrem schnelltrocknet und Kratz/witterungbeständig.Zu dieser Sprühdose kann man ein Set Spezialsprühköpfe kaufen die es erlauben eine Oberfläche zu Lackieren die einer Oberfläche wie mit Lackierpistole sehr nahe kommt.

    Wenn ihr sorgfälltig arbeitet und alle punkte genau beachtet sollte auch eure lackierung gut gelingen!!!


    PS:Ich hoffe es hilft einigen die mal etwas Lackieren wollen ein bischen weiter!!


    MFG C-Fan

    2 Mal editiert, zuletzt von Commodore-Fan (16. Oktober 2009 um 14:20)

  • Hallo :)
    Das finde ich super gut zusammen gefaßt und sehr hilfreich. Ich werde mir mein Amiga 500 Gehäuse vornehmen. Der Vorbesitzer hat Sie dunkel blau über gesprüht (sieht furchbar aus!) Farbe hält nicht, und die Laufwerke schwarz besprüht (HILFE!!!) Farbe blättert ab. Also ein Kunstwerk ;) Was kostet ein guter Lack, würde vielleicht mehr Farbig verfahren . Mal gucken. Vielen Dank für die nützlichen Tips!

  • Also der von mir erwähnte DupliColor Platinum Lack ist ein sehr guter Lack für solche Arbeiten da kostet die Dose 13,90 + Ca 10Euro für Grundierung!!

    Die Spezial Sprühköpfe kosten 2,99 das Set (Inhalt der Sets 1Kopf für schmale Striche,1Kopf für breite Striche und das geht dann bis hin zum superfeinen Sprühkopf der einer Lackpistole entsprechen soll!!
    Wie mit einer Lackierpistole wird es zwar nie werden aber sehr nahe dran dafür das es Dosenlack ist.Und für Private Zwecke allemal perfekt!!!

  • Hallo,

    ich will an dieser Stelle noch vor "Nigrin Kombi-Spachtel" warnen -obwohl da draufsteht, dass er für Kunststoffe geeignet ist, hat er mein Gehäuse angefressen...

    für den Lack kann ich auch Nigrin Auto-Hochglanzlack empfehlen, ist recht günstig (5,70 € für 400ml) und hat sich bisher ganz gut mit dem Gehäuse vertragen (vorher mit Nigrin Haftgrund grundiert)

    Gruß Deep Thought

  • Könnt ihr ein paar Hersteller von Füllspachtel nennen?

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    Nichts hält länger als ein Provisorium

  • Also der von mir erwähnte DupliColor Platinum Lack ist ein sehr guter Lack ...


    Was mich interessiert: Hast du mit den so lackierten Rechnern schon lange gearbeitet? Also die (schwitzenden) Hände lange auf dem Gehäuse liegen gehabt? Selbst manch professioneller Lack hält das nicht aus (siehe TRS 80 oder einige Notebooks) und da wäre natürlich interessant, ob es schon "Langzeitstudien" gibt, was die Haltbarkeit von Einkomponenten-Sprühdosenlack angeht.

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  • Was mich interessiert: Hast du mit den so lackierten Rechnern schon lange gearbeitet? Also die (schwitzenden) Hände lange auf dem Gehäuse liegen gehabt? Selbst manch professioneller Lack hält das nicht aus (siehe TRS 80 oder einige Notebooks) und da wäre natürlich interessant, ob es schon "Langzeitstudien" gibt, was die Haltbarkeit von Einkomponenten-Sprühdosenlack angeht.

    Das hängt von verschiedenen Faktoren ab:
    - zum einen von der Qualität des Schweißes Deiner Hände (manche Leute schwitzen sehr viel, auch ist der Schweiss aggressiver, andere haben kaum feuchte Hände. Ich sammele nebenbei alte Fotoapparate, die früher oft mit Kunstleder bespannt waren. Dieser hat sich bei einigen Apparaten bereits nach kurzer Zeit aufgelöst, andere halten jahrelange Dauerbenutzung durch. Das hängt sehr von der Person ab, die das Teil benutzt.)
    - Hornhaut, scharfe Fingernägel können den Lack auch matt machen.
    - weiterhin ist ein wichtiger Faktor die Pflege des Lacks. Ähnlich wie bei einem Auto sollte man die beanspruchten Stellen alle paar Wochen mit Wachs (KFZ) einreiben. Und Vorsicht: Niemals mit Spüliwasser das Teil waschen. Darin sind starke Fettlöser, die die Wachsschicht sofort ablösen und der Lack ist anschl. ungeschützt.
    Bei entsprechender Pflege hast Du sicherlich jahrelang Freude an Deinem lackierten Gehäuse.

  • Das stimmt es hängt in der Tat davon ab wie man die Lackierten flächen behandelt!!!

    Eine direkte Langzeitstudie gibt es natürlich nicht jedoch habe ich mit diesen Lacken nicht das erste mal gearbeitet und schon viele Sachen damit Lackiert die nun schon 2 Jahre alt sind und immer noch gut aussehen außer bei dem Platinum Lack den habe ich auch das erste mal verwendet!!


    Wobei ich eines mit Sicherheit sagen kann es gibt Farbengeschäfte die bieten richtige Autolacke auf Acrylbasis oder Wasserbasis an die den echten Autolacken voll ensprechen da es sie nicht fertig gibt sondern auf Kundenwunsch frisch gemischt und Vorort in Spezielle Sprühdosen abgefüllt werden auch mit entsprechenden Spezial Sprühköpfen die sehr fein Arbeiten.Mit diesen Lacken habe ich schon mehr als genug gearbeitet und kann mit Sicherheit sagen die halten fast allem Stand wie auch bei Autos.Jedoch sind diese nicht Billig denn eine Dose 400ml kostet hier 20Euro.


    Wer also auf höchste Qualität und Haltbarkeit aus ist wäre hier an der richtigen Stelle.

    Wenn man hier nicht wie ein Grobian mit dem lack umgeht wird er auch auf dauer halten aber wiegesagt alles hängt vom Faktor Pflege/Umgang ab.

  • Ich möchte einfach mal den Tip geben, beim örtlichen Lackierer vorbei zu schauen.
    Der kann sicherlich noch ein paar Tips bzgl Autolack und Verarbeitung geben.
    Evtl hat er auch noch einen Rest von der einen oder anderen Farbe übrig, den er billig überlassen kann.
    Wenn ihr einen guten Tag erwischt, lackiert er euch das Gehäuse evtl sogar mit.
    Zur Verarbeitung noch 2 Sachen:
    - Nach der Vorbereitung (Schleifen, Spachteln, etc.) unbedingt das Gehäuse von Fingerabdrücken und Fett der Haut befreien. Am besten mit einem frischen Tuch und Silikonentferner (gibts im Baumarkt, 1L ca 3 Euro) großzügig abwaschen.
    - Für Farben aus der Dose ist evtl ein Weichmacher erforderlich, damit der Lack auf dem Kunststoff geschmeidiger wird und nicht einreisst, wenn das Gehäuse etwas Druck bekommen sollte. Aber da kann auch der Lackierer beraten.

    Ich hatte vor einiger Zeit mal zuhause ein paar Möbelstücke lackiert, dazu hatte ich mir eine Sprühpistole von Wagner (W550) besorgt. Damit hatte ich super Ergebnisse erzielt. Vielleicht hat ja jemand so ein Teil im Keller liegen....

    Und noch ein Tip: Probieren geht über studieren. Für jemanden, der sich das erste mal an eine Lackierung wagt, kann ich nur empfehlen, sich ein altes Stück Kunststoff zu nehmen und einfach mal zu testen, wie es funktioniert.

    Ach ja, bei Duplicolor gibts kleine Filmchen zum Anschauen, die Ausbesserungen mit der Sprühdose am Auto beschreiben. Das ist sicherlich auch für Ceci-Lackierungen sehr interessant: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ich bin ja selbst gelernter Maler und Lackierer und kenne das Spiel nur zu gut wie auch schon von einigen erwähnt wurde stimmt es schon ein Spraydosenlack wird immer ein Spraydosenlack sein man kann noch so gut Lackieren/Schleifen/Vorbereiten können aber wie eine Professionelle Lackiererei es hinbringen würde so kann man es als Privatperson nie hinbekommen auch was die Haltbarkeit oder das Ergebniss selbst betrifft.Der Grund hierfür sollte bekannt sein!!


    1-Eine Lackiererei besitzt eine Lackierhalle/Raum mit Absauganlage die jeden Partikel beim Lackieren oder auch Staub aufsaugt so das keinerlei Staub/Körnchen sich auf der lackfläche bilden können und somit ein absolutes top ergebniss erziehlt.

    2-Eine Lackiererei besitzt auch eine Trockenkammer mit hilfe dessen die Teile schnell getrocknet werden können.

    3-Eine Lackiererei verwendet sehr Hochwertige Lacke sowie auch Lackierpistolen der Oberklasse der keine Baumarktlackierpistole jemals das Wasser reichen könnte.

    4-Sowie Jahrelange erfahrungen der Mitarbeiter erziehlen dann eben 100%ge ergebnisse.


    Alle diese Punkte kann man als Privatperson kaum oder garnicht erfüllen was zur folge hat das man selbts wenn man noch so gut ist kaum an solche Lackergebnisse rankommen würde.Was den Spraydosenlack betrifft ist es so man kann gute ergebnisse erziehlen auch solche die sehr gut halten aber so wie es die profis machen sowie auch die Haltbarkeit so wird es nie werden es ist und bleibt nur eine Notlösung oder eben eine Lösung für Hobbyprojekte.

    Geht man richtig vor bei den Arbeitsschritten sowie beim Kauf des richtigen Lackes kann man auch hier gute und Langhaltente Ergebnisse erziehlen.

  • Ich wollte nicht noch nen neuen Thread aufmachen und grabe daher diesen noch einmal aus.

    Ich möchte demnächst auch ein Computergehäuse lackieren. Dazu habe ich mir schon mal Sprühlack und Spühklarlack gekauft. Beides aus dem Baumarkt, beraten von einem Mitarbeiter. Trotzdem möchte ich mich noch mal hier vergewissern, bevor ich mir die Mühe mache und es aufgrund falsch ausgewählter Sachen in die Hose geht. Daher geht die Frage nun an euch Profis.

    Vertragen sich meine Farbe und mein Klarlack?
    Farbe ist auf Nitrokombibasis (was ist das überhaupt?) und Klarlack ist auf Kunstharzbasis.

    Für eine kurze, knappe und schnelle Antwort wäre ich superdankbar.

    Ach ja... und dann noch zwei Fragen zum Lackieren an sich:

    1) Wollte drei Lackschichten aufgragen. In welchen Abständen soll ich die auftragen (Lack ist laut Dose sofort übersprühbar / Staubtrocken nach 1min. / Duchgetrocknet nach 24Std.)

    2) Wann soll der Klarlack drauf?

    MfG
    Dirk