Amiga 1000, seltsamer Eigenbau, Relais ?


  • MIG
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  • Amiga 1000, seltsamer Eigenbau, Relais ?

    Ich bin in einem Amiga 1000 auf einen seltsamen Eigenbau gestoßen. Der Vorbesitzer konnte mir leider auch nicht sagen, für was dieses Ding gut ist.
    Das Ding hat einen Schalter. Ich hab den mal umgelegt und den 1000er angeschaltet. Das Relais (?) auf der Eigenbauplatine hat sofort angefangen wie wild hin und her zu klackern. Habs dann erst mal mit der Angst zu tun bekommen und hab gleich wieder ausgeschaltet und den Schalter zurückgestellt.
    Zwei Leitungen gehen übrigens ins Netzteil (nicht auf den Fotos).
    Bilder
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  • Das ist schon sinnvoll. Die Filterumschaltung mittels LED ist Standardverhalten neuerer Amigas ab A500. Manche Samples klingen mit / andere ohne Filter besser. Deshalb schalten einige Programme den Filter, je nach Bedarf, an oder aus. Es gibt Schaltungen, die dies am A1000 mittels eines Relais nachbilden, das die Filter entsprechend brückt.
  • okay, kann sein. hatte vorher auch nicht die lautsprecher angeschlossen.
    das eingebaute laufwerk scheint den üblichen knacks zu haben. diskette rein: tut sich nix. diskette raus, nochmal rein, bisschen im schacht nach unten drücken und siehe da: läuft. wenn ich die diskette loslasse motzt er sofort rum "You MUST replace volume Workbench...blabla in DF0:" Also dürfte der Anwesenheitsschalter hier mal wieder ausgelutscht sein.
    Umschalten auf das externe Laufwerk lässt sich der Bootvorgang aber nicht. Das externe Laufwerk wird erst angesteuert (ganz normal) wenn ich nach der Kickstartfloppy die Workbenchfloppy eingelegt habe und diese dann lädt. Aber das die Kickstartfloppy quasi aus DF1: gelesen wird: is nich.
  • Diesen Wackler am Floppy kann man beheben. Dazu muss der disc-insert Taster gereinigt werden. Manchmal hilft das Einsprühen mit Kontaktreiniger schon, aber die Wirkung lässt auch schnell wieder nach. Dann muss der Taster vorsichtig auseinandergenommen und innen gründlich gereingigt werden. Danach sollte das Floppy wieder naormal funktionieren.

    Die Leitungen am CIA haben was mit der Power-LED bzw. dem Filter zu tun. Anscheinend kann man die LED+Filter mit dem Schalter direkt ein/aus schalten. Das ist eigentlich nicht gesund für den CIA, da dessen Ausgang entweder direkt auf +5V oder GND gezogen wird. Besser diese Sache entfernen!

    Den Audiofilter sollte man eigentlich generell mit 2 Brücken am U5G abschalten. Dazu Pin #3 mit #14 und Pin #5 mit #8.
    Dieser dumpfe "Hochtöner kaputt Sound" klingt grausam. Für einige wenige Sample mag er vllt. gut sein, doch generell ist es nix. Selbst Jay Miner hat sich über dieses Commodore-Feature ziemlich aufgeregt. Angeblich musste es sein, damit der Amiga sprachlich telefontauglich wird.
    Die ersten A2000 Rev.4 und A500 Rev.3 Modelle hatten den Filter auch noch permanent eingeschaltet. Erst ab A500 Rev.5 und A2000 Rev.4.1 war dieser mit der Power-LED gekoppelt.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von boing4000 ()

  • Hmm, ok, dann spielt mir bei Lotus II meine Erinnerung einen Streich. Dennoch bin ich mir sicher, dass es Software gibt, die den Filter nutzt. Auch der Soundtracker unterstützt das Feature. Ich habe hier mindestens ein MOD-File (aus einem Demo), dass davon Gebrauch macht. Mag sein, dass der Anteil der Software relativ gering ist. Aber warum dieses Feature hardwaremäßig beschneiden? Ich persönlich lasse solche Dinge lieber variabel. Allerdings weiß ich nicht, wie hoch der Aufwand dafür am A1000 wäre.

    CU
    Kratznagel
  • Natürlich gibt es MOD's und Demos, die mit der Power-LED (und dem Filter) herum spielen ;)
    Manchmal klingt das auch ganz OK, aber gerade bei ganz alten Demos wird die LED oft an/aus geschaltet und wenn in dem Fall der Filter auch betroffen ist, klingt das sehr unschön. Diese Demos wurden auf einem A1000 oder einer der ersten A500/2000 programmiert, bei denen der Filter immer aktiv war. Daher hat es klanglich keinen Unterschied gemacht.

    Bei allen meinen Amiga's ist dieser Filter permanent aus, damit Paula auch so klingt wie es sein soll. Einen solchen Tiefpass bei so einem Soundchip kann sich echt nur Commodore einfallen lassen :P

    Beim A1000 habe ich es ja beschrieben: 2 Käbelchen an einen Chip löten.
    Beim A500/600/1200/4000 ist es noch einfacher: 2 Pinne an 2 Transistoren brücken.
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  • Ich finde nur die Realisierung dieser Überbrückungsschaltung super. Fliegende Lochplatine, krumm und schief die Bauteile draufgetüdelt, mit Telefon(!)draht verdrahtet und die Schachtel in ne Streichholzbox gesteckt. Könnte glatt von Commodore selbst sein, wenn man sich mal die ganzen nachträglichen "Fehlerlösungen" auf den Boards anschaut ;)
  • Amiga 1000, fehlende Soundkanäle?

    Habe eben meinen A1000 dazu genötigt den Flugsimulator "F/A 18 Interceptor" von EA zu starten. Hat geklappt. Wundere mich jetzt nur, dass offensichtlich ein Teil des Sounds fehlt. Hat der A1000 nicht "alle" 4 Kanäle? Die letzte Workbench-RAM Anzeige vor Spielstart waren klägliche 5000... kann es vielleicht auch am mangelden RAM liegen, dass der Sound nicht voll gespielt wird?

    Zum "Eigenbau" von oben: Beide Schalterstellungen ändern nichts am Sound. Ich höre lediglich ein leises "Brummen" in den Boxen wenn ich den Schalter betätige.
  • Nun ich würde erst mal ein anderes Spiel oder Demo laden, um das Fehlen der Soundkanäle zu bestätigen.
    Eigentlich kann nicht einer der 4 Kanäle ausfallen, da Paula nur die Signale L und R ausgibt. Somit würde die gesamte rechte oder linke Seite stumm sein. Einen Schaden an Paula nehme ich auch nicht an, dieser Chip ist beinah unverwüstlich.

    Teste den A1000 mal mit einem anderen Programm, dann wird sich weiteres zeigen.

    Wenn Du dieses Kabelgewirr und den Filter los werden willst, ist es recht einfach:
    Folgende Pinne am IC U5G brücken/kurzschliessen:
    Pin 3 > Pin 14
    Pin 5 > Pin 8
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von boing4000 ()

  • Werde ich mal testen.
    Die Sache ist halt nur etwas "seltsam". Die Kanäle L und R funktionieren beide, habe sie abwechseld ab und abgestöpselt mit entsprechendem Ergebnis. Ich komme auf die Idee mit den Fehlenden Kanälen, weil bei der Titelmusik nur sozusagen die "Bassstimme" gespielt wird, aber nicht die eigentliche Melodie.

    Okay also ich prüf dass mal andere Spiele auf funktionalität. Das BASIC-Extra "music" läuft beispielsweise problemlos...

    Das mit dem Hardwarebereinigen: Danke für den Tip, werd ich machen, das sieht nämlich alles sehr "alternativ" aus in der Kiste ;)
  • MIG schrieb:


    Okay also ich prüf dass mal andere Spiele auf funktionalität. Das BASIC-Extra "music" läuft beispielsweise problemlos...


    Dann ist schon bewiesen, dass es sich um keinen Hardwarefehler handelt. Dieses Musikstück verwendet alle 4 Soundkanäle und Interceptor wird irgend ein anderes Problem haben. Entweder zu wenig freien Speicher oder das Diskimage ist defekt.
    Beim A1000 müsste der Einschaltsound auch eine gute Diagnose sein. Er ist zwar nur kurz und ziemlich leise, aber dort werden ebenfalls alle 4 Kanäle angesprochen. Es müssten ca. 8 Töne zu hören sein, die direkt nacheinander abgespielt werden, also solle keine Tonlücke auftreten.

    EDIT: Hier ein Sample des A1000 Bootsound.
    Dateien
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