Angepinnt FAQ: Pegelprobleme und Störgeräusche?

  • FAQ: Pegelprobleme und Störgeräusche?

    Hallo,

    ich denke das es Sinnvoll ist, mein Problem einzeln zu behandeln und aus dem Projekt-Thread herraus zu lösen.

    Problembeschreibung:

    Ein Kanal hat nur ca. die halbe Lautstärke (ich denke rechts) wie der andere. Zusätzlich höre ich bei Abspielen von Musik "Störgeräusche".
    Beim Einschalten des Rechners oder Reseten höre ich auf der rechten Seite einen Piepston.

    Das habe ich bisher unternommen:

    Bauteileanordnung kontrolliert und obwohl ich nichts "schlechtes" gesehen habe ... nachgelötet.
    Ich habe die verschiedensten Jumpereinstellungen getestet, die SID gegenseitig getauscht und und einen SID ausgetauscht.
    Aktivlautsprecher ausgetauscht.
    Der Fehler ist immer gleich geblieben.

    Mein Ersttest habe ich mit dem Jaguar Tune gemacht auf $D420. Das Ergebnis war erschreckend. Den Tune kenne ich vom Emu64 her und weiss in wie weit sich das ganze anhören sollte.

    Das Testprogramm 03 von Kratznagel zeigt mir,

    egal ob $D400 oder $D420, denn hier höre ich nur auf der linken Seite etwas.


    Das Testprogramm 08 von Kratznagel sagt mir,

    Adresse $D420
    Anzeige SID1 EIN:
    Linker Kanal, wobei über der rechten Seite sehr leise ebenfalls was zu hören ist.

    Anzeige SID2 EIN:
    Rechter Kanal, ich höre nichts.

    Anzeige SID 1 + 2 EIN:
    Links klar und deutlich, rechts viel leiser, wobei ich das Gefühl habe das rechts nicht alles gespielt wird.

    Anzeige SID 1 + 2 aus:
    Ruhe

    Da bei mir ja was nicht stimmt, habe ich das ganze auch mit $D400 probiert.
    Anzeige SID1 EIN:
    Rechter Kanal und links höhe Töne (aber nicht unangenehm)

    Anzeige SID2 EIN:
    Linker Kanal (doppelt so laut wie der rechte davor) wobei der rechte ebenfalls die Tonabfolge wieder gibt. Auf der rechten Seite höre ich zusätzlich einen hohen Ton.

    Anzeige SID 1 + 2 EIN:
    Links und rechts klar und deutlich. Hier habe ich die gleiche Lautstärke !

    Anzeige SID 1 + 2 aus:
    Die Tonfolge wird leise und ist aus. Ich höre aber auf beiden Seiten diesen hohen Ton. Es könnte eine Art octave vom Synthi sein. Der Ton kommt auf jedenfall aus dem C64 und ist kein Fremdsignal.

    Diesen Tests habe ich über meinen Lautsprecher mit Kopfhörer gemacht.

    Hier nochmal meinen Dank an Kratznagel für die Testprogramme. Alles Sounds die Stereowiedergabe ermöglichen haben mir nicht solche klare Ergebnisse geliefert.

    Meine Schlußfolgerung:
    Bei mir ist der Wurm drin. Ich denke das meine SID's in Ordnung sind. Was ich nicht weiss, was ist mit dem IC ? Spinnt der vielleicht ? Leider habe ich keinen Ersatz da um es schnell zu testen.

    Weitere Infos über meine STEREOinSID Platine:



    Zum Löten habe ich bleifreis Lot verwendet. Auch wenn der Sockelstecker etwas tricky war zu verlöten, habe ich vom prinzip keine Probleme gehabt.
    Ich habe zwei 8085 im Einsatz.

    Einbau der Platine:



    Die Platine ist in einem C64C eingesetzt. Da ich einiges an Schaltern und Leds in meinen Deckel verbaut habe, ist ein offener Betrieb nicht ganz so einfach. Aus diesem Grund habe ich einen Umschalter (2 Pol) für die Adressierung $D400 und $D420 genutzt. Entsprechend der Schalterstellung ist nur eine Adresse aktiv ! Das Umschalten der Adresse funktioniert.

    Die Klemmfüße die Thunder.Bird bei meinen Bausatz mitgeliefert hat, sind zwar schön klein, aber haben nicht immer an meiner CPU gehalten. Der Grund hierbei ist, das ich eine Kernelumschalter drin habe. Die Platine ragt teilweise über die CPU. Aus diesem Grund weiss ich, das das Betreiben ohne die Verbindungen zur CPU und Exp. Port nicht geht.

    JP6 1 (links) geht zu einen Umschalter -> Wurzel. Vom Schalter geht eine Verbindung zum Exp. Port 7 und eine weitere Verbindung zum Pin 10.
    JP6 2 geht zur CPU Pin12 ( A5 )
    JP6 4 geht zur CPU Pin15 ( A8 )

    Durch die Probleme mit den Klemmfüßen, habe ich nun die Verbindungen verlötet.

    JP2 und JP4 sind bei mir gleich gebrückt. Nach dem Bestückungsdruck aus dem Handbuch Reihe 2 und 3. Je in Reihe 1 (Diodenbrück) ist nicht gejumpert.

    Die Audioverbindung erfolgt über den JP3 mit der mitgelieferten Klinkenbuchse. Ich habe zwar die Drähte verlängern müßen, da ich sonst die Buchse nicht hätte rausführen können, aber habe die Verbindungen durchgeklingelt.



    Wie man an meinen Deckel sieht, habe ich da einiges verbaut. Das Eingebaute funktioniert ohne Probleme. Die weisse Platine ist eine Peter Sieg MMC2IEC die ich ebenfalls selbst gelötet habe.
    Um Fragen vorzubeugen:
    Das schwarze Band ist nur eine Fixierung. Ich habe vor mein Gehäuse neu zu lackieren und werde später den SD-Slot mit etwas "Platik" verkleben.



    Der Deckel ist nicht richtig verschlossen, um schnell an die innereien zu kommen. Der Fehler zeigt sich auch bei geöffneten Deckel. Vom Platzbedarf passen die Platinen wunderbar nebeneinander.


    Ein langer Text und ich hoffe es kann mir jemand helfen und das Problem lösen.

    Gruß,
    Mugg
  • Mugg schrieb:

    Da bei mir ja was nicht stimmt, habe ich das ganze auch mit $D400 probiert.
    ...
    Anzeige SID2 EIN:
    Linker Kanal (doppelt so laut wie der rechte davor) wobei der rechte ebenfalls die Tonabfolge wieder gibt. Auf der rechten Seite höre ich zusätzlich einen hohen Ton.
    Da ist irgendwas oberfaul. In diesem Zustand dürfte auf keinem der Kanäle was zu hören sein, da hier nur Adresse $d420 angesprochen wird. Ich habe das eben nochmal gegengecheckt.

    Da läuft offensichtlich etwas mit der Selektierung der beiden SIDs verkehrt. Vielleicht ist tatsächlich der HC139 hinüber (z.B. durch ESD oder zu große Hitze beim Einlöten). Das könnte auch das Piepsen beim Reset erklären.

    Ich würde aber auch nochmal ganz genau die Leitungen/Lötstellen zur CPU und Exp.Port überprüfen.

    CU
    Kratznagel

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kratznagel ()

  • Lötstop! Falsche Kondensatorwerte geliefert!

    Leider musste auch ich die Erfahrung machen, dass der Bausatz nicht funktioniert.

    Auf der Bunckerparty in Bochum habe ich gleich drei Platinen gelötet
    und keine der drei funktionierte in meinem C64c. Leider konnte ich keinen C64 testen.

    Auch bei mir: hohes Pfeifen, knacksen beim ein/ausschalten und keinen Ton.

    Dann habe ich mir die Kondensatorwerte angesehen und bin fast vom Stuhl gefallen.
    470 und 222 war da zu lesen.
    Nach meinen Kenntnissen bedeuten die ersten beiden Ziffern den PicoFarad Wert
    und die letzte Ziffer die Nachgestellten Nullen, also haben wir hier 47pF und 2,2nF

    Scheibeinkleister! :baby: Da ist dem Tütchenpacker ein grober Fehler unterlaufen, oder?
    Anders kann ich mir das nicht erklären, denn die Platinen habe ich mit mindestens 2 Promille gelötet,
    die müssen also funktionieren :bia ... Auf den 74HC139 habe ich auch geachtet und behutsam eingelötet.

    Da Kratznagel seine Bauteile selbst gekauft hat, funktioniert sein Bausatz auch.
    Die Nachfolger, welche die Bauteile in den Tüten bekommen haben, werden natürlich entschädigt.
    Folgeschäden für SIDs, C64 oder Bausatz gibts wohl nicht, soweit ich weiß,
    testet aber die SIDs trotzdem mal pur, ohne den STEREOinSID.
    Avatar: „Crooked Beak of Heaven Mask“ Foto von PierreSelim. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons. Dokumentation
    "Zeit ist der Lebensabschnitt, den Viele als zu knapp beschreiben, weil sie zu langsam leben"
  • Thunder.Bird schrieb:


    Dann habe ich mir die Kondensatorwerte angesehen und bin fast vom Stuhl gefallen.
    470 und 222 war da zu lesen.
    Schön Schrank ... Jetzt wo du es schreibst ... ich habe es nicht gesehen :encolere20: ... Asche über mein Haupt :rotwerd: ...

    Thunder.Bird schrieb:

    Scheibeinkleister! :baby: Da ist dem Tütchenpacker ein grober Fehler unterlaufen, oder?
    Ja, sieht wohl so aus ...

    Schön habe mir heute zwei neue IC's bestellt ... aber was solls.

    Die Sid's werde ich morgen einzeln testen...

    Wie lange dauert es bis der Ersatz eintrifft ?

    Gruß,
    Mugg
  • Jo, der Gedanke kam mir auch....
    bevor alle (wie ich ja auch) die fitzeligen Dingers einlöten und sich nachher ärgern.

    Ich bestelle die richtigen Werte, tüte alles neu ein und schicke zwischendurch die richtigen Werte nach, wer schon ein Bausatz hat.
    Sorry Jungs für die mehrarbeit nun. Ende der Woche sollte Reichelt mir die richtigen Kondis geschickt haben,
    die sind ja zum Glück recht schnell mit ihren Lieferzeiten. Herr Steed, du bekommst dann als erster den Bausatz mit den richtigen Kondensatoren zugeschickt.

    Den Tütchenpacker habe ich übrigens schon gefaltet -auf der Bunkerparty- :argue
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  • Die richtigen Kondensatoren sind eben eingetroffen.
    Ein Hoch auf die Lieferzeit von Reichelt Elektronik!

    Dann mach ich mich mal ans Verpacken der Brief-Nachsendungen an euch.

    :winke: und ein schönes Wochenende
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  • :grr: Bleifreies Lot ...

    Mein Problem hat sich zum Teil nach dem austausch den Kondensatoren verbessert, aber ich hatte beim Auslöten der alten Kondensatoren mächtige termische Probleme.
    Ich habe beschlossen nicht mehr an dieser Platine weiter Energie zu verschwenden ... Ich denke das ich beim Auslöten mehr zerschossen habe. Es ist einfach zu eng ...

    Den IC hatte ich nicht ausgelötet und da die Soundausgabe sich verbessert hat (aber ich vermute das bei den Filtern jetzt was nicht stimmt), werde ich einen neustart probieren.

    Meine Lehre aus der ganzen Sache:
    Ich habe das erste mal bei einen neuen "Bausatz" bleifreies Lot verwendet. Als Privatmann werde ich weiterhin auch bei neuen Sachen mit verbleiten arbeiten. Für mich schein es doch das bessere Zeug zu sein.

    @Thunder.Bird:

    Pack Bitte einen neuen Bausatz für mich ;-).

    Rest per PM.

    Gruß,
    Mugg
  • Bisher habe ich beim Löten von D-Sub Steckern mit Bleifreien Lot gearbeitet (durch die Arbeit halt). Ich fand das es Zeit war, auch mal eine Platine mit Bleifreien zu bearbeiten. Fakt ist ja, alles was an Bauteilen vorverzinnt ist, ist heut zu Tage auch Bleifrei. Das Verlöten mit Bleifrei geht ja auch, es sieht nicht so schön aus, weil alles Matt wirkt und ich habe immer das Gefühl kalte Lötstellen zu produzieren. Was aber schwierig ist, das entlöten ... hier wird es doch eklig ...

    Was solls, ich habe mein Lehrgeld bezahlt, das passiert mir nicht mehr ...

    Grüße,
    Mugg
  • Hey DerSchatten,
    haste nix bekommen?
    Na denn schick ich dir die richtigen Kondis mal zu, wa?
    Funzt dein Bausatz etwa auch nicht? Klingt komisch?
    PM mir nochmal, damit du die richtigne Kondis bekommst. :winke:
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  • Grüß euch.
    Sorry das ich diesen Beitrag wieder ausgrabe, aber ich habe masive Probleme mit meinem STEREOinSID.
    Da ich erst heute dazugekommen bin das Teil ausgibig zu testen melde ich mich erst jetzt diesbezüglich.

    Kurz mal geschildert:
    Die Soundausgabe im STEREO-Modus ($D420) klingt erschreckend bescheiden. Andere Stereo-Modi konnte ich noch nicht testen.
    Als Testsound habe ich das Stereo SID Phat Frog hergenommen (im Anhang).

    Hört euch doch bitte mal die Tunes an. Besonder der Teil ab 1:46:

    STEREOinSID ALT ... mit den "falschen" Kondensatoren
    STEREOinSID NEU ... mit den "richtigen" Kondensatoren

    Zum Vergleich der gleiche Sound mit einem SwinSID X2abgespielt.

    Das üble daran ist das der Sound an dieser Stelle mit den richtigen Kondensatoren noch übler klingt.

    Die SID selbst sind in Ordnung, da diverse Spiele-Sounds in Ordnung klingen.

    Habt ihr eine Idee was da faul ist?
    Oder hört sich das bei euch genauso an?

    Gut der SID ist für den 8580 geschrieben, aber das sich der gleich so grottenschlecht auf einem 6581 anhört?

    Gejumpert habe ich JP7 - 3-4 obere Reihe und der Jumper für PseudoSTEREO zum deaktivieren.
    Verwendet werden 2 x 6581 mit Jumper JP2 und JP4 jeweils die linke Seite.
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    Nichts hält länger als ein Provisorium