Durch Batteriesäure zerfressendes highend 386 Board retten?

Es gibt 31 Antworten in diesem Thema, welches 7.802 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Juli 2009 um 22:13) ist von Schmitti.

  • Hab aufm Flohmarkt für 4E ein echten 40 Mhz 386 samt 1,2 MB Floppy und Festplatte gekauft :)
    Nur scheint die böse böse ausgelaufene Batterie ein paar Leiterbahnen weggeätzt zu haben, nungut da es meine Pflicht ist alte Hardware zu reparieren (wer hat schon so ein geiles 386er Board?) wollte ich nun per Draht die Leiterbahnen ersetzen :)
    Aber nun das Problem ist, dass die Lötstellen von der Säure so zerfressen (Schwarz) ist, dass da kein Lötzinn mehr dranhaftet, hat da jemand ne Idee? :(

  • Da wirst Du wohl eher Pech haben: wenn auch die Lötpads der Anschlüsse von Bauteilen zerstört sind, sehe ich schwarz für das Board. Mainboards moderner Computer sind prinzipiell Multilayer-Boards, was bedeutet, daß Du gar nicht alle Leiterbahnen siehst, weil weitere im Innern der Platine verborgen sind. Die Kontaktierung zwischen diesen Layern erfolgt durch sogenannte 'Vias' (kleine Löcher mit Kupferschicht ausgekleidet) oder eben auch an Löchern für Bauteilanschlüsse. Wenn eine solche Stelle jetzt zerstört ist, hast Du ein Problem, die inneren Layer zu kontaktieren. Und weil Du ganz sicher keinen Schaltplan hast (also nicht weißt, was mit was verbunden sein muß), kannst Du auch nicht mal kurz mit einen Stück Fädeldraht an der Oberfläche der Platine nachhelfen. Vermutlich ist das Schwarze, was da sichtbar ist der Kleber, mit dem die Kupferschicht auf das Basismaterial geklebt war. Und da kann man nix löten und das leitet natürlich auch nicht. Alles Metallische (Kupfer, Zinn) ist an der Stelle der chemischen Reaktion zum Opfer gefallen. Sorry.

  • Dem kann ich mich nur anschließen, sieht schlecht aus.
    Oberflächlich zerstörte Leiterbahnen flicke ich gerne mit Draht aus Elektromotroren, aber bei Dir siehts düster aus.
    Schade...

    Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vogel wär, so irrt sich der.

    Wilhelm Busch

  • :(
    Man findet so selten so ein tolles 386 Board, wenn überhaupt älteres als Pentium :S
    Übrigens das Board ist praktisch tot, per POST Diagkarte zeigt er keinerlei Lebezeichen in Form von POST-Codes an, allerdings sind auch zwei Leitungen abgeätzt wurden vom Chipsatzchip

  • Dann tausch doch das 386'er Mainboard einfach durch ein 486'er Mainboard. Wenn Du dort einen 486DX25 oder DX33 draufsetzt ist das mit einem 386DX40 durchaus vergleichbar. Die haben ja teilweise auch die gleichen Chipsätze verwendet. Alle anderen Komponenten kannst Du ja weiterverwenden.

  • Dann tausch doch das 386'er Mainboard einfach durch ein 486'er Mainboard. Wenn Du dort einen 486DX25 oder DX33 draufsetzt ist das mit einem 386DX40 durchaus vergleichbar.

    Um "vergleichbar" geht es ihm aber wohl nicht :)
    Zitat: "wer hat schon so ein geiles 386er Board"...

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  • Hab schon eine 486er Rennkiste, 160 Mhz (übertaktet) AMD Power :hammer:
    386er haben irgendwie was tolles ansich, keine neue Technik wie PCI :thumbup:

  • Bei so nem Board ist leider Hopfen und Malz verloren,da lohnt die Mühe nicht,weil Multilayer.
    Heisst,verwertbare Teile schlachten,dann Tonne auf,Board rein,Tonne zu.
    Es ist ja zum Glück nicht das letzte 386er Board. :)

  • @chiaki: Wenn Du kein PCI-Bus haben möchtest, kannst Du ja auch ein 486'er Mainboard mit auschließlich ISA-Steckplätzen nehmen. Da einen 486'er mit 25 bis 50 MHz drauf und das ganze ist von der Art und Aufbau ähnlich einem 386'er. Nur dass der Koprozessor beim 486'er halt im Prozessor mit etwas Cache integriert ist.
    Was ist das denn für ein 386'er Mainboar, dass es das so besonders macht?

  • Ist es vielleicht so eines: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ?
    Das ist schon ziemlich luxurioes fuer einen 386er.

  • In der Tat....2 Speicherbänke, 8 ISA-Slots, Ports und Floppy/IDE-Controller onboard....schniekes Teil!

  • Zwei Speicherbänke und 7 oder 8 ISA-Steckplätze sind aber standard. Das finde ich bei den älteren 386/486'er Mainboard fast immer. Mit den weiteren Schnittstellen wird es eng. Das war damals nicht gängig. Jedoch kann ich dafür eine Multi-E/A-Karte einsetzen. Dann ist der Teil auch erledigt. Interessant wird es, wenn mehr als zwei Speicherbänke vorhanden sein sollen. Aber ok, das mit einem 486'er Board als Alternative war auch nur als Tipp gemeint.
    Ich würde das 386'er Board somit auch schlachten und sinnvolle Teile aufheben, den Rest entsorgen.

  • Ich hab hier noch ein paar alte Boards, die ich Dir gegen aufgerundetes Porto überlassen könnte. Wollte die sonst eigentlich in den nächsten Wochen "entsorgen". Keine Ahnung ob die es noch tun!? Kann Dir vorab auch gerne Fotos zukommen lassen ...

  • Aeltere 386er Boards koennen den Vorteil haben, dass sie den Speicher per Steckkarte angebunden haben.
    Eigentlich war das ein Tribut daran, dass ein Grossteil des Boards schon mit Chips bestueckt war und kein weiterer Platz fuer SIMMs vorhanden war.
    Auf den extra Steckkarten kann man meistens mehr SIMMs stecken.
    z.B.: Board Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    dazugehoerige Speichersteckkarte Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Das verlinkte Board kann leider nur 1 MB SIMMs, so dass man damit max. 16 MB bekommt. Vielleicht eine Einschraenkung vom 82385.
    Es gibt aber auch welche, die mit 4 MB SIMMs zurechtkommen. So kann man dann auch lockere 64 MB erreichen mit einem 386er.

  • Zuerstmal hallo, bin gerade per Google über dieses Board gestolpert und muß sagen, das sieht ja garnicht schlecht aus! Werde demnächst nochmal öfter hier vorbeischauen!

    Dann sorry, daß ich den Thread nochmal ausgrabe, aber die Diskusion um 386er hat mich an mein (leider vernachlässigtes) Hobby erinnert.

    Ich habe selbst ein 386er Board mit 8x 4 MB SIMMs drauf, aber so eine Karte wie von enigma habe ich noch nie gesehen! Weiß jemand, wonach man suchen muß, um an solche Boards zu kommen? Oder kennt jemand Board mit mehr als 256kB Cache oder Unterstützung von 16MB-SIMMs?? Was kann man an einem 386er sonst noch "pimpen"? Habe momentan einen AM386-40 drin, einen 387er Coprozessor von ITT glaube ich, 256kB Cache auf dem Board und 32MB RAM. Ich habe mal was von den IBM Blue Lightning-Prozessoren gelesen, die richtig hohe Taktraten ermöglichen auf einem 386er Board, aber das wird die Hardware in der Regel nicht mitmachen oder? Ich hatte schonmal einen Cx486 aufgesteckt (soll wohl ein Prozessor mit 486er Befehlssatz, aber 386er PinOut sein), aber damit tat sich bei dem Board garnichts. Ich hab auch keine Ahnung, um welchen Hersteller oder welches Modell es sich dabei handelt, demnach habe ich auch leider keine Anleitung von dem Gerät.

    Vielleicht hat ja hier jemand konstruktive Tipps, was man da noch machen kann, oder nach welchen Boards man Ausschau halten sollte, um einen richtig flotten 386er zusammenzubauen...?

    Danke schonmal und schöne Grüße

    Dave84620

  • Such nen Board mit nem HT13 Chipsatz.

    Mein ignorierter Beitrag zur Netzteildiskusion:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da er nicht mehr verfügbar ist.

  • Hey Sheltem,


    danke für die Antwort.

    Nur konnte ich unter HT13 rein garnichts finden, was nach Chipsatz oder 386er Mainboard aussieht. Hast Du weitere Details dazu? Oder den Namen eines Mainboards, auf dem der Chipsatz verbaut ist? Was zeichnet ihn aus? (RAM-Größe?) Und, von welchem Hersteller ist er??


    Merci,

    schöne Grüße

    Dave

  • Interessant.

    Headland Technology scheit den HT13 (Nachfolger des HT12 für x286) nicht mehr verkauft zu haben. Hatte ich da eine der wenigen tausend Boards die nen HT13 darauf hatten?
    Stand wohl hinterher LSI drauf...
    Hätte das Board wohl einrahmen sollten... :roll:

    Die Blue-Lightning Dinger waren Upgrade CPUs (Intel hätte sowas Overdrive genannt) für 386. Das waren kleine 486DLC/SLC Prozzies auf ner Prozessorkarte mit Umsetzung auf das PGA Pinout der 386er.

    Obwohl...was soll ich groß sagen zu den Chipsätzen? Meist waren das eh gepimte 286 Chips.
    Optis waren mitunter übel, LSI lief meistens so lala...subjektiven Empfinden.

    Mein ignorierter Beitrag zur Netzteildiskusion:

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    2 Mal editiert, zuletzt von Sheltem (5. Juli 2009 um 02:23)

  • @chiaki:
    Mach mal Bilder, dann kann man eher was sagen.
    Wenn alles fehlschlägt, ich könnte dir bei einem Bunkerbesuch noch ein 386er Brett geben.
    Bezahlung ist, wie gesagt, besagter Bunkerbesuch. :)

    @Multilayer...
    Bei einem 386 kann man noch Glück haben das die Platine noch stink normales Doppelseitig ist.

    Blog: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - The Seventies Board: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Ein Terminal und ein Z80 :D

  • Der Headland-Chipsatz hatte ein recht schnelles Speicher-Interface. Mit Cache waren die anderen jedoch nicht viel langsamer. Der Vorteil des Headland-Chipsatzes war besonders beachtlich wenn kein Second-Level-Cache vorhanden war.
    Sinnvolle Erweiterungen sind 2 RAM-Bänke mit gleichen Speichermodulen bestücken, dann geht oft Speicher-Interleaving.
    Die Taktfrequenz kann weiter erhöht werden. Ist natürlich abhängig, welcher Porzessor zum Einsatz kommt und wie gut der Chipsatz, wie schnell das DRAM und der Cache ist.
    Schnelle Prozessoren außerhalb der Intel- und AMD-Schiene sind die Cyrix-Typen die eine Mischung aus 386'er und 486'er darstellen. Diese gibt es auch mit doppeltem internem Takt. Interessant ist auch der Intel Rapid CAD Prozessor. Läuft in der Regel auch mit mindestens 40 MHz.

    Allerdings machen diese Komponenten alleine noch keinen schnellen 386'er PC aus. Die restlichen Komponenten wie Grafikkarte, Netzwerkkarte, SCSI-Hostadapter und was sonst noch drin ist spielen auch eine gewichtige Rolle. Eine Komponente alleine reist es nun mal nicht. Alles muss ein rundes Bild abgeben. Mit SCSI- oder ESDI-Kontrollern kann man den 386'er allgemein schon mal kräftig auf die Sprünge helfen, da die Plattenperformance mit den IDE-Kontrollern im ISA-Bus bzw. am ISA-Bus meist nicht so toll ist. Gerade ESDI bringt hier mit den richtigen Komponenten noch ein Quentchen mehr, als SCSI das kann. SCSI hat halt den Nachteil des hohen Protokoll-Overheads. SCSI ist natürlich dann super, wenn ich viele Platten gleichzeitig anschließen will.