Durch Batteriesäure zerfressendes highend 386 Board retten?

Es gibt 31 Antworten in diesem Thema, welches 7.794 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Juli 2009 um 22:13) ist von Schmitti.

  • Bessere 386er Boards waren auch schonmal mit EISA und VLB bestückt... hab so ne Geschichte mit ET4000 ISA und Graphic Blaster 3D VLB bestückt, da macht Doom schonmal Meter... und auch manch anderes unter Win95 rockt ab...

  • Ja schön...aber so viel Charme die 386 er haben, so richtig den Fisch von Teller haben erst die überdrehten 486er gezogen mit VLB. EISA hatte ich nie...

    OK...HT13 war falsch. Entweder 113 oder 310 oder sowas. Kann mich nicht mehr so genau erinnern.
    Anno 92 wurde Headland von LSI geschluckt.

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  • Auch an der DOSe ist Schnelligkeit nicht alles und nicht alles funktioniert mit BREMZE und Konsorten.

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    Ein Terminal und ein Z80 :D

  • Gibt's nicht eine Webseite, auf der man Retro-Rechner präsentieren kann und sich Anregungen an anderen Konfigurationen nehmen kann?

    Headland war also im Großen und ganzen gut? Früher gab es ja sowieso viel mehr Chiphersteller als heute, sei es für CPUs oder für Chipsätze. Heute ein Board, auf dem nicht mal der Hersteller zu finden ist, das wäre ja undenkbar!

    386er mit VLB hab ich im Leben noch nicht gesehen! Was gab's da für Mainboard-Modelle?? Das würde ja für die Grafikkarte ganz neue Möglichkeiten eröffnen! Was würde Windows rocken mit einer Weitek Power9000 mit 4MB im VLB!! EISA kenne ich leider selber nur von Hörensagen, aber soweit ich weis, ist das mit der Konfiguriererei genau so ein Akt wie mit MCA oder?

    Achja, nochmals... kennt jemand ein 386er Board, das mit 16MB-Modulen klarkommt?

    Schmitti,

    ich habe auch mal gehört, daß ein EIDE-Controller auf ISA performanter ist als SCSI, wegen der höheren Übertragungsrate. Ich bekomme mit dem AHA-1542CP nur max. 5MB/sec stabil hin, sonst stürzt er ab. Das ist natürlich ziemlich mager. Das Problem bei ESDI wäre, solch große Festplatten zu bekommen. Momentan habe ich eine 9GB-Platte drin, die in 4x2GB-Partitions aufgeteilt ist. Gab es eigentlich SCSI-Controller mit Hardwarecache? So wie heute die RAID-Controller? Ich hatte mal eine VLB-IDE-Karte mit 30pol. Sockeln, die ging mit 4MB Cache richtig ab!! Da konnte kein SmartDrive o.ä. mithalten!

    BastetFurry,
    nein, Geschwindigkeit ist nicht alles, das stimmt. Sonst würde ich mir einen P-III 933MHz zusammenbauen und DOS drauf installieren. Die Komponenten für so eine Maschine wäre viel einfacher zu bekommen und deren Prozessoren hätte ich noch zu Hauf hier rumliegen. Aber gerade das macht es ja aus, eine originale alte Maschine mit alten Komponenten zu "pimpen" ;o)

  • Mir sind ISA IDE Controller bekannt mit Hardwarecache.
    Nen VLB SCSI Cachecontoller hab ich auch mal gesehen.
    Müsste das auch für EISA geben.

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  • *Irgendwo* liegt im Keller auch noch eine VLB IDE Busmaster Karte mit 4 SIMM Slots. 16 MB Cache in einer pre Win95 Zeit? Ja gerne doch!

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  • 386er mit VLB hab ich im Leben noch nicht gesehen! Was gab's da für Mainboard-Modelle?? Das würde ja für die Grafikkarte ganz neue Möglichkeiten eröffnen! Was würde Windows rocken mit einer Weitek Power9000 mit 4MB im VLB!!

    386er Mainboard mit VLB halte ich für ein Gerücht. Wenn jedoch wirklich jemand so eines hat, dann bitte mal ein Foto.

  • Okay, die wildeste Hardware ist hier im Gespräch...

    da ich ernsthaft solche Hardware suche, habe ich mal folgenden Thread eröffnet: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.


    Würde mich freuen, dort etwas zu finden, was es wirklich gibt :wink:


    Merci & schöne Grüße

    Dave

  • @Dave84620 : Also 5 MB/s auf dem ISA-Bus mit dem SCSI-Hostadapter ist ein klasse Wert. Ich würde mal davon ausgehen, dass mehr einfach nicht geht und der Chipsatz am Ende ist. Wenn da noch mehr kommen soll, müsstest Du den Chipsatz und ISA-Bus übertakten. Mit ESDI wirst Du in der Praxis auch nicht mehr erzielen. Bei ESDI-Festplatten ist meines Wissens nach auch bei etwa 750 MB/Festplatte Ende im Gelände und selbst diese Festplatten sind kaum zubekommen, da die damals extrem teuer waren. In der Preisregion gibt es heute gar keine Platten mehr (waren damals teilweise über 4000 DM für eine Festplatte). Im Vergleich zur Massenware, sind die damals aber auch extrem schnell gewesen. Deine 9 GB SCSI-Festplatte spielt aber auch zu einer ganz anderen Zeit. Das kannst Du also nicht vergleichen.
    Zum Thema Cahce-Kontroller: Ja, es gab alle Varianten damals für den ISA-Bus. Die Firma DPT hatte z. B. einen der Modular aufgebaut war. Basiskarte und dann ein Modul mit der jeweiligen Schnittstelle (z. B. ST412, ESDI, SCSI). Das waren damals sehr exotische Karten und entsprechend teuer. Im Privatbereich vermutlich kaum zu finden damals.

    Zum Thema VLB auf 386'er-Hauptplatinen: Das gab es schon. Meist haben die dann die Chipsatze drauf, die sowohl für 486'er als auch für 386'er geeignet sind. Ich habe irgendwo im Keller noch eins eingemottet, das von der Bestückung sowohl für 386'er als auch 486'er Prozessoren vorgesehen war. Das hat den Opti-Chipsatz 495SX. Es hat einen VLB-Steckplatz. Meins ist jedoch mit einem 486'er Sockel bestückt. Mit viel Arbeit und BIOS-Tausch wäre aber auch ein Umbau denkbar. Einfacher ist aber wahrscheinlich ein passendes Board zu suchen. Handbuch müsste ich dazu auch noch haben. Darin ist ebenfalls der 386'er beschrieben.
    Auch gabe es eine Reihe Mainboards, die mit propritären LB-Steckplätzen ausgestattet waren, bevor die Vesa den VLB normiert hat. Da passen dann natürlich nur die herstellerspezifischen Karten rein. Schnell waren die jedoch auch, gerade weil die meist auch mit mindestens 40 MHz liefen.

    Eine VLB-IDE-Cache-Kontrollerkarte mit bis zu 16 MB Cache gab es z. B. von Promise. Aber auch andere Hersteller hatten dazu was vergleichbares für VLB und ISA im Angebot.

    Da auf den anderen Beitrag zum Thema Komponenten nicht öffentlich geantwortet werden kann und die information auch anderen interessieren könnten hier noch ein paar Infos zum Thema Grafikkarte:
    Von Eizo gab es eine mit 4 MB VRAM für den 16-Bis-ISA-Bus. Diese liefert auch ein sehr gutes Bild. Eizo war ja früher auch bekannt für eine hervorragende Bildqualität ihrer Monitore. Damit das richtige Signal auch dort an kam, haben sie die Grafikkarte mit einem im PC-Bereich eher unüblichen 13W3-Stecker ausgestattet. Diesen findet man häufig bei den sehr hochwertig aufgebauten Sun Workstations. Damit wird auch klar, dass die Karte damals in eine anderen Liga gespielt hat. Gab sogar Windows 95 Treiber für die Karte.
    Auch in der Profiklasse angesiedelt waren damals die Grafikkarten von Miro. Diese sind damals groß geworden mit Profikarten für den CAD-Bereich. Dort gabe es z. B. die Crystal-S-Serie mit der 16S (2 MB VRAM), die 24S (3 MB VRAM) und die 32S (mit 4 MB VRAM). Das sind jetzt nur einige hochwertige Karten von denen. Die Crystal 24S lässt sich übrigens mit etwas Lötarbeit und passenden Bauteilen zur 32S aufrüsten. Die Karten gab es sowohl für den 16-Bit-ISA-Bus als auch für den VLB-Bus. Von Spea gab es vergleichbare Karten. Viele Informationen findet man auch, wenn man in alten (der Zeit entsprechenden) Computer-Zeitschriften blättert. Entweder in der Werbung oder den Tests von damals. Die Zeitschriften haben natürlich früher auch gerne die High-End-.Karten mal getestet, auch wenn die sich kaum jemand leisten konnte.

    Zum Thema Cache-Kontroller für ISA und VLB gab es vor Jahren mal einen sehr umfangreichen Artikel in der c't. Wen das Thema interessiert, sollte sich den Artikel auf jeden Fall besorgen. Ich jedenfalls fand den klasse und der hatte damals noch richtig Informationsgehalt, der in die Tiefe ging.

    So, das wars dann aber heute erstmal zu dem Thema. :wink:

  • nur so mal in den raum gestellt:

    Ich besitze einen 486 Prozessor im 386er gehäuse .

    er ist von texas instruments und mit 40 mhz getaktet.

    ausserdem habe ich noch 8 mal 4 mb simm 30 polig

    ich warte nur aufs richtige board. :bgdev

    das es die 386 boards mit vlb gab habe ich nicht gewust. jetzt suche ich sowas danke.....

    der tseng et4000 auf dem vlb geht ab wie öl

  • Schmitti,

    danke für die ausführliche Antwort!

    Schade, daß es im Internet so wenig dieser Insider-Infos gibt. Damals hatte ich so wenig Kontakt mit so hochwertigen Komponenten, weil es einfach alles unbezahlbar war. Somit gibt es einiges aufzuholen ;o)

    Du möchtest nicht zufällig etwas Hardware loswerden? ;o)

    Schöne Greetz

    Dave

  • @Dave84620: Gerne geschehen. Ich freue mich, wenn es in der heutigen Zeit noch Interessierte gibt, die sich auch noch mit älteren PC-Komponenten beschäftigen. Direkt loswerden will ich meine "Schätzchen" eigentlich nicht. Hat auch recht lange gedauert, bis ich die teilweise bekommen habe. Die waren halt damals schon selten und sind heute natürlich noch seltener, da die Firmen, die die High-End-Sachen damals gekauft haben inzwischen typischerweise alles entsorgt haben. Wenn Du an einer 2 MB Grafikkarte für den 16-Bit-ISA-Bus interessiert bist, hätte ich vielleicht noch was abzugeben. Könnte sogar sein, dass die VRAM hat. Das müsste ich aber nochmal prüfen. Die meisten ISA-Bus-Grafikkarten hatten ja höchstens 1 MB. Habe auch noch ein oder zwei Grafikkarten mit 1 MB VRAM für den 16-Bit-ISA-Bus. Die haben Chipsätze von S3. Müssten der 86C911 und 86C924 sein. Die sind unter Windows sicherlich auf den alten Rechnern besser als eine ET4000AX-Grafikkarte. Die ET4000AX sind gut unter DOS. Da sind dafür die früheren S3-Chips nicht so flink. Eine interessante Grafikkarte ist auch die Spea FGA-1 für den ISA-Bus. Das sind quasi zwei Grafikkarten auf einer. Die ist auch geeignet Festfrequenz-Monitore anzusteuern, wie sie früher im Workstation-Bereich gängig waren.
    Wenn Du übrigens Interesse an relativ alten 486'er-Mainboards hast, die parallel zu den letzteren 386'er-Mainboards produziert wurden, da hätte ich noch was, falls es nicht unbedingt ein 386'er-Mainboard sein muss. Die sind heute auch inzwischen praktisch von der Bildfläche verschwunden, da die meisten sie weggeschmissen haben. Wenn es da bei etwas konkreter werden sollte, meldest Du Dich aber vielleicht besser per E-Mail.