Es gibt 109 Antworten in diesem Thema, welches 21.857 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (17. Januar 2010 um 13:55) ist von Wiesel.

  • Mal ein ganz anderer Gedanke: Schonmal überlegt, dass das Kontaktproblem auch beim Sockel liegen kann? Mal den VIC aus dem Sockel nehmen, die verdächtigen Pins 28 und 31 genauer anschauen, Sockel mit Spiritus und ner alten Zahnbürste sauber machen?

    Wenn der Chip schon raus ist, auch mal die Leiterbahnen genau angucken, die da drunter sind. Vielleicht hat der Vorbesitzer ja den VIC mit einem Schraubenzieher ausgehebelt und mit der Spitze des Schraubenziehers die Leiterbahnen beschädigt?

    Jens

    Das wiederum halte ich für viel schwieriger zu bewerkstelligen als die Lötbrücke. Der IC ist meines Wissens original nie gesockelt. Schon mal so'nen Multifunktions-Chip mit zig Beinchen ausgelötet...? ;)

  • Das wiederum halte ich für viel schwieriger zu bewerkstelligen als die Lötbrücke. Der IC ist meines Wissens original nie gesockelt. Schon mal so'nen Multifunktions-Chip mit zig Beinchen ausgelötet...? ;)

    Ich meinte den VIC, nicht den 64-Beiner. Der VIC ist immer gesockelt.

    Jens

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  • Okay, stimmt, habe ich überlesen, sorry.

    DAS(<--also VIC pullen und Beinchen/Sockel reinigen) könnte/sollte man versuchen. :thumbup:

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    2 Mal editiert, zuletzt von TheRyk (6. Januar 2009 um 23:13)

  • Hallo Leute,

    da hat sich ja einiges getan seit gestern! :thumbsup:

    Was das Löten betrifft: Ich bin in dieser Hinsicht nicht ganz unbeholfen, es ist nur schon einige Jahre her, seitdem ich einen Lötkolben in der Hand gehalten habe. Und 2 linke Hände hab ich auch nicht unbedingt; ich bastle ziemlich gerne herum, nur an Elektronikteilen habe ich bisher noch nie gearbeitet. Aber danke für eure Sorge: Ich hab schon jemanden, der mir ein bisschen unter die Arme greift; und nach einem guten Lötkolben werde ich mich auch umschauen.

    Mir ist auch durchaus klar, dass die (einfach geniale) Erklärung von Wiesel nicht zwingend korrekt sein muss, aber ich denke, es ist unser bester Ansatz bisher. Sollte tatsächlich ein ganzer IC hinüber sein (z.B. der Multifunktions-IC), sieht die Sache wieder anders aus. Da ich aber keine Vergleichsmöglichkeiten mit funktionierenden C64 hab, geht das ganze auf gut Glück. Viel hab ich dabei aber auch nicht zu verlieren - hin isser ja schon, der CeVi :D

    Zitat

    Mal ein ganz anderer Gedanke: Schonmal überlegt, dass das Kontaktproblem auch beim Sockel liegen kann? Mal den VIC aus dem Sockel nehmen, die verdächtigen Pins 28 und 31 genauer anschauen, Sockel mit Spiritus und ner alten Zahnbürste sauber machen?

    Wenn der Chip schon raus ist, auch mal die Leiterbahnen genau angucken, die da drunter sind. Vielleicht hat der Vorbesitzer ja den VIC mit einem Schraubenzieher ausgehebelt und mit der Spitze des Schraubenziehers die Leiterbahnen beschädigt?

    Das werde ich gleich morgen oder übermorgen ausprobieren (hab derzeit anderweitig zu tun) und euch bescheid sagen. (BTW, wie nimmt man eigentlich IC-freundlich einen Chip aus dem Sockel?!)

    Gut, danke nochmal!
    Albert

    Liebe Grüße vom Käptn, einem C64-Fan aus Wien :) ... Echt jetzt, Junge, Alde! Oder wem?

    (DISCLAIMER zu Insider-Humor: Alle Kommentare mit deftiger Ausdrucksweise, ggf. versehen mit "Junge", "Alde", "Fresse", "echt jetzt", "wie, wat" o.ä., sind an die Star Trek Parodie "Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen." angelehnt und sind daher NICHT ernst gemeint, sondern ausschließlich scherzhaft. Eine ernsthafte Beleidigung wird NICHT beabsichtigt.)

  • Wenn Du keine IC-Zange ("Chip-Puller") hast, (Bilder davon Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., das gelbe Modell ist für C64 sehr gut geeignet und kostet 2-3 Euro), reicht ein flacher Schraubenzieher.

    Erstmal Heizung oder Wasserroher anfassen, um Deinen Körper zu erden (wegen statischer Ladungen, so ein kleiner "Wisch" ist für einen Chip, als wenn ein Blitz in 'nen Baum einschlägt).

    Dann wie die Igel beim Sex, also ganz vorsichtig erst an der einen schmalen Seite des ICs, dann gegenüber den IC mit dem Schraubenzieherende anhebeln. Wenn der VIC dann ein gutes Stück herausschaut, kannst Du vorsichtig per Hand den Chip gleichmäßig in rechtem Winkel nach oben ziehen. EDIT: Kannst natürlich auch die ganze Hebelarbeit mit dem Schraubenzieher machen, aber oft fliegt dann der Chip am Ende mit verbogenen Beinchen quer durch den Raum /EDIT

    Aufpassen, dass die Beinchen alle dran bleiben. Verbogene Beinchen kann man vorsichtig z.B. mit einem Stift o.ä. wieder gerade biegen. EDIT: BTW Auch zum Geradebiegen ist die ganz simple IC-Zange hilfreich /EDIT

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    2 Mal editiert, zuletzt von TheRyk (7. Januar 2009 um 21:11)

  • Zum Thema Unterätzung:
    Ich hatte mal ne Tastatur zur Reparatur,bei welcher einige Tasten nicht mehr funktionierten.
    Es stellte sich heraus,dass jemandem irgendeine Brühe in die Tastatur gelaufen war,dadurch wurde bei einigen Leiterbahnen über die Jahre das Kupfer zu Kupfer(I)-oxid (rotbraunes Pulver) oxidiert.
    Die Leiterbahnen sahen optisch aber ganz gut aus,das Multimeter zeigte aber nix an.
    Vielleicht mal schauen,ob bei dir auch son Zeug auf der Platine breitgelaufen ist. :)

  • Evtl. war die 'Brühe' dann Cola. Es gibt kaum was Schlimmeres: der Zucker sorgt für eine gute Haftung und die Säure erledigt den Rest. Dauert Wochen oder Monate, bis sich Auswirkungen zeigen, die zeigen sich aber auf jeden Fall zuverlässig.

  • Wenn irgendeine Brühe in etwas reinläuft und dort was zerstört, dann ist das keine Unterätzung. Der Begriff ist in der Leiterplattenproduktion geprägt worden und meint wirklich das Unterkriechen des Ätzmittels unter die Kupferschicht. Normalerweise wird der Ätzvorgang chemisch beendet (ähnlich wie der Fixierer beim Entwickeln von Fotos - falls das mal jemand von Euch gemacht hat), aber wenn das Ätzmittel zwischen das Platinenmaterial und die Kupferschicht gekrochen ist, ist es nur sehr schwer, den chemischen Vorgang zuverlässig zu beenden.

    In weiteren Produktionsschritten wird dann der Stopplack aufgetragen, aber trotzdem geht der Ätzvorgang weiter. Nach einiger Zeit (und mit ein bischen Pech) ist die Leiterbahn dann durch. Man könnte sich als Eselsbrücke heranziehen, dass Unterätzung unter dem Stopplack stattfindet. Ist zwar technisch richtig, kann aber auch ohne den Stopplack passieren, denn gemeint ist, dass es unter dem Kupfer passiert.

    Was ist jetzt mit Reparaturversuch hier? das "übermorgen" ist "heute" und in 23 Minuten vorbei :smile:

    Jens

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  • ...alles ist relativ... :)
    eine normale Ätzung ist auch nur ne Oxidation,was man da für ne Brühe nimmt,ist im Prinzip wurst,ob nun Cola,Eisen(III)-clorid,oder Salzsäure,bei Cola dauerts halt nur "etwas" länger :)
    Bei mir war der Lötstopplack über den Leiterbahnen definitiv noch i.O.,die Leiterbahnen darunter halt nicht...

  • Hallo,

    sorry, ich weiß, ich sagte dass ich demnächst mal mit der Reparatur beginne, allerdings ist einiges dazwischen gekommen und ich habe deswegen jetzt keine Zeit dafür.
    Das heißt aber nicht, dass ich die Reparatur nicht versuchen werde - nur eben nicht jetzt. Ich hab jetzt einige Uni-Prüfungen, für die ich lernen muss. :böse

    Danke aber für eure Hilfe - ich sag euch dann Bescheid, wenn ich mit der Reparatur beginne und was das Ergebnis ist. Könnte aber ein, vielleicht zwei Wochen dauern bis dorthin; ich muss ja das ganze Zeug (Lötkolben + Zinn) auch erst besorgen (werde ich wahrscheinlich bei Conrad bestellen, das dauert aber auch ein Weilchen, bis es geliefert wird).

    Grüße,
    Albert

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  • (werde ich wahrscheinlich bei Conrad bestellen,

    Schau mal auch bei Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. vorbei und vergleich die Preise.
    Conrad ist oft etwas teuer.

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  • Und WENN Du eh bei C oder R bestellst,
    dann investiere auch 2€ +/- X in eine IC Zange ;)

    Damit sich die Versandkosten auch lohnen,
    empfehle ich Dir, auch gleich mal nach ein paar anderen Sachen zu schauen
    (je nachdem was Du gebrauchen kannst, z.B. Druckluft zum Reinigen, IC-Kühlkörper, Sockel etc.)
    <-- EDIT Entlötlitze solltest Du bei der Bestellung auf keinen Fall vergessen, falls Versuch 1 der Lötbrücke fehlschlägt /EDIT

    :winke:

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    2 Mal editiert, zuletzt von TheRyk (10. Januar 2009 um 15:44)

  • Hallo Leute,

    hab heute zumindest mal den VIC aus dem Sockel genommen und die Platine vom Gehäuse abgeschraubt. Ich hab nichts Ungewöhnliches entdeckt; keine Kratzer und auch keine sonstigen Spuren. Hier ein paar Photos:

    Der Sockel vom VIC:

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    Die Lötpunkte des VIC-Sockels von unten gesehen:

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    Und dann noch der Multifunktionschip von unten. Einzig und allein hier kann man an 3-4 Pins ein paar Unreinheiten erkennen - hat das was zu bedeuten?

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Grüße,
    Albert

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  • gut möglich, mach sie mal sauber und Löte sie nach.

    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.

  • Vielleicht gleich noch ein Ohmmeter mitbestellen, dann hast Du Gewissheit in Sachen "Unterbrechung oder nicht".

    Jens

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    Hallo,

    hab heute mal den Sockel gesäubert, wie empfohlen, und den VIC wieder eingebaut - ohne Erfolg. Alles gleich wie vorher. Geschadet hats aber zumindest nicht :hammer:

    Es wurde eh schon geschrieben, ich wollte es hier nur nochmal bestätigen: So wie es scheint, funktioniert der CeVi an sich einwandfrei. Ich hab heute mal aus Spaß die klassische Endlosschleife eingegeben (unabhängig davon, was der Monitor für Zeichen anzeigt).

    Code
    1 PRINT "HALLO WELT!"
    2 GOTO 1
    RUN

    Das Ergebnis war wie erwünscht - der CeVi ratterte Zeile für Zeile das Eingegebene immer und immer wieder runter, nur eben mit völlig falschen Zeichen. Der Prozess ließ sich sogar ganz normal mit der Run/Stop-Taste stoppen.

    Weiters kann man sogar die 08/15-Anzeigen am CeVi entziffern: So steht "RUQTY>" für "READY." und "?SY(Pfeil-oben)­­­­TQX URR(Pfeil-links)R" für "?SYNTAX ERROR".

    Wollte diese Vermutung nur mal bestätigen.

    Gut, so wie's aussieht, gehts jetzt ans Löten! :freude

    Grüße,
    Albert

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  • Weiters kann man sogar die 08/15-Anzeigen am CeVi entziffern: So steht "RUQTY>" für "READY." und "?SY(Pfeil-oben)­­­­TQX URR(Pfeil-links)R" für "?SYNTAX ERROR".

    Wollte diese Vermutung nur mal bestätigen.

    Das war schon mit meiner ersten Mail erklärt: Jedes "falsche" Zeichen wird zum "richtigen" Zeichen, wenn man vom Bildschirmcode 16 subtrahiert, da ist was mit A4 in der VIC-Adressierung nicht in Ordnung (kurz: VA4 scheint immer gesetzt).


    Gut, so wie's aussieht, gehts jetzt ans Löten! :freude

    Einspruch: Zuerst messen! Wenn der Widerstand zwischen zwei Punkten die wie beschrieben "zusammen gehören" niedrig genug ist (10 Ohm oder kleiner), dann mußt Du nicht löten. Sollte das der Fall sein, könnten entweder der VIC oder der große 64-polige Logikchip defekt sein.

    Hast Du jetzt ein Ohmmeter?

    Jens

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  • Zehn Tage später.. schon gemessen? Ich find' das Thema nach wie vor spannend!

    Jens

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