Danke fürs Hochladen, ich fand die Doku ziemlich öde gemacht. Mir persönlich stieß die Fragestellungen des Reporters sehr ungeangenehm auf. Seine persönliche
Haltung schwingt permament mit. Warum muss jeder draußen sein, Fußball spielen etc. Warum ist es so viel besser 5h im Wald zu hocken als 5h zu programmieren.
Absolut, das ist mir auch aufgefallen. Das hat genervt, traf aber damals auch irgendwie die vermeintlich gängige Meinung oder Haltung, die völlig unreflektiert, iterativ durch die Doku getragen wurde. Da war dann schon absehbar, welche Reaktion damit bei der sogenannten "Durchschnittsbevölkerung" hervorgerufen wird.
Wobei ich witzig fand, dass die eine Mutter voll glücklich damit war, das ihr Kind quasi im heimeligen Schoß in "Sicherheit", nicht draußen bei den bösen Jungs ist oder zu so einem wird ... das muss den Reporter aber gewurmt haben. Ein Wunder, dass der (oder die Macher) diesen Aspekt nicht gleich verworfen haben.
Nur, wenn die Kinder z.B. auch vorher Hobbys wie Aquarium, Carrerabahn, Eisenbahn, Briefmarkensammeln hatten, sind die damit auch nicht nach "draußen" gekommen ... als wäre das ein besonderes Qualitätsmerkmal. Schon klar, dass das Thema zum damaligen Zeitpunkt besondere Aufmerksamkeit auf sich zog, weil es so schnell aufkam, aber so eine Doku hätte man über jedes andere Hobby auch machen können und dann kritisch beleuchten können, dass die Kinder vorm Aquarium, bei der Cararra-Autobahn oder was auch immer "verblöden" ...
So hat das den Eindruck, als würden die Masse von Kindern von einem Virus oder "Droge" befallen sein, der/die sie dahinraft und sie schließlich zu lebensunfähigen Menschen macht.
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