Edge of Disgrace - Booze Design

Es gibt 44 Antworten in diesem Thema, welches 8.589 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. Mai 2009 um 17:02) ist von sauhund.

  • Das ist ja gerade das miese an dieser AR-Schnellformatgeschichte: Dass das Scheiße ist, merkt man erst, wenn die Daten verschwinden ;)

  • Es ist ja schoen, dass Ihr diese Meinung habt, aber ich wuerde dazu auch gerne die technischen Gruende wissen.
    z.B. sehe ich eine ungleichmaessige Sektorverteilung nicht als Problem an. Die hat man immer und deshalb gibt es vor jedem Sektor eine Sync Markierung.

    Ich haette da z.B. folgendes Argument:
    Wenn ich eine Formatierroutine habe, die nicht eine Spur in einem Rutsch schreibt, dann muss sie auf der Spur immer wieder am letzten Sektor ansetzen, um den naechsten zu schreiben. Dieses wiederansetzen bringt automatisch Latenzen und Timingungenauigkeiten mit sich.
    Wenn ich eine Formatierroutine habe, die eine Spur in einem Rutsch schreibt, kann ich das Timing sehr genau definieren, da ich irgendwo anfange zu schreibe und dann die Sektoren taktgenau schreibe.
    Was die Magnetisierung betrifft, wird auch nicht weniger lang geschrieben als mit einem normalen Schreiben auf Diskette. Da ist also kein Unterschied.
    (Wer natuerlich soft sectored DD Disketten vorher mit einem HD Laufwerk magnetisiert hat, muss mit den sich daraus ergebenden Problemen leben.)

    Ich habe damit keine schlechten Erfahrungen bisher gemacht. Es ist eben eine Formatierroutine, die im AR eingebaut ist und damit schnell aufgerufen.
    Mir ist klar, dass da keine Pruefung vorhanden ist und man auch Pappscheiben formatieren kann, aber etwas zu schreiben ohne Verify ist noch kein Kriterium fuer schlechtes schreiben.
    Ich will auch den AR Formatter nicht hochjubeln, es gibt auch eine Menge anderer. z.B. den 11 Sekunden Formatter oder die ganzen andren Multifunktionsmodule.
    Mich interessiert ganz allgemein, was gutes und schlechtes formatieren sein soll und wo die Probleme/Unterschiede sind und letztendlich warum welche Routinen empfehlenswerter sind.


    @Mod: Vielleicht waere es gut, das abzucutten und in z.B. C64 Allgemein oder ein andres passendes Forum zu schieben.


  • z.B. sehe ich eine ungleichmaessige Sektorverteilung nicht als Problem an. Die hat man immer und deshalb gibt es vor jedem Sektor eine Sync Markierung.


    Die Verteilung kann recht schnell zu einem Problem werden. Wenn die Sektoren ungleichmässig verteilt sind, dann werden Lese-/Schreibroutinen mit optimierten Interleave auf einmal saulangsam, weil sie nicht mehr sofort den nächsten Sektor bekommen, sondern erst immer eine komplette Umdrehung warten müssen. Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn die Sektorlücken eher klein gewählt wurden.

    Wird aber eine eher grosse Sektorlückeneinstellung gewählt, kann es zu einem viel schlimmeren Problem kommen: Einige Laufwerke mit leicht schnellerer Umdrehungszahle werden dann mit dem Ende des letzten Sektors den Anfang des ersten Sektors überschreiben.

    Zitat

    Ich haette da z.B. folgendes Argument:
    Wenn ich eine Formatierroutine habe, die nicht eine Spur in einem Rutsch schreibt, dann muss sie auf der Spur immer wieder am letzten Sektor ansetzen, um den naechsten zu schreiben. Dieses wiederansetzen bringt automatisch Latenzen und Timingungenauigkeiten mit sich.


    Solch eine Formatierroutine gibt es nicht. Es wird immer die komplette Spur in einem Rutsch geschrieben, auch beim Commodore-Format (welches übrigens nicht sooo langsam ist wie manche in Erinnerung haben).

    Zitat

    Wenn ich eine Formatierroutine habe, die eine Spur in einem Rutsch schreibt, kann ich das Timing sehr genau definieren, da ich irgendwo anfange zu schreibe und dann die Sektoren taktgenau schreibe.


    Genau. Nur sparen sich die meisten Fastformats das Spurvermesse und formatieren einfach mit einer festen Länger der Sektorlücke.

    Zitat

    Mir ist klar, dass da keine Pruefung vorhanden ist und man auch Pappscheiben formatieren kann, aber etwas zu schreiben ohne Verify ist noch kein Kriterium fuer schlechtes schreiben.


    Also mir geht es schon enorm auf die Nerven, wenn eine Disk auf einmal nicht mehr 35 Sekunden zum Beschreiben mit Warpcopy braucht, sondern doppelt so viel. Dann weiss ich: Ok ich muss die Disk mal ordentlich formatieren.

    Und noch ein Problem bei einigen Fastformats: Track 1 wird nicht entsprechend der Commodore-Format-Routine gesucht. Es kann so zu verschiebungen der Spuren kommen, welche dann bei einigen Laderoutinen Probleme bereiten, sofern diese Laderoutinen für die Track 1 Suche eben per Bump vorgehen bzw den Spurzähler im 1541-RAM verwenden, welcher noch von einer anderen Diskette initialisiert wurde.

  • Danke, das macht einiges klarer. Vielleicht habe ich auch deshalb bisher noch keine Probleme gehabt, weil ich hauptsaechlich ein Laufwerk nutze. (Auch wenn ich ne ganze Menge habe).
    Wolfgang Moser hatte mir auch noch direkt etwas ausfuehrlich dazu geschrieben.

    Fuer mich stellt sich jetzt noch die Frage, da ich z.B. nicht OpenCBM mit dem optimierten Formatierer habe, welche Routinen gut sind.

    Standard? Star Commander?
    Wie ist das mit FC3, Magic Formel 2.0? (Die haette ich noch als Multifunktionsmodule da)
    Irgendein andres Programm auf dem C64?
    Sollte ich vielleicht eine 1571 nehmen, um Disketten im 1541 Format zu formatieren?

    Gibt es Profiling Programme mit denen man z.B. eine Diskette auf Laufwerk A formatiert und damit Laufwerk B,C,D,E usw. ausmisst?
    Man koennte das fortsetzen mit einer Disk die in Laufwek B formatiert wurde und eine Art Matrix der Messwerte erstellen.
    Es waere ja sicher doch recht interessant, wenn man viele Laufwerke hat, wie die so zueinander stehen, von den technischen Parametern her.

    Wenn sich da jemand gut auskennt, koennte er ja mal einen Guide schreiben, wie man sein Diskettenhandling organisieren sollte. Welche Programme empfehlenswert sind, wann man welche Laufwerke nehmen soll usw.

  • Zitat

    Einige Laufwerke mit leicht schnellerer Umdrehungszahle werden dann mit dem Ende des letzten Sektors den Anfang des ersten Sektors überschreiben.

    der berühmte read error 18,01 :)

    Zitat

    Fuer mich stellt sich jetzt noch die Frage, da ich z.B. nicht OpenCBM mit dem optimierten Formatierer habe, welche Routinen gut sind.

    die vom final cartridge oder die im final replay zb. von allem was so schnell ist wie AR (sämtliche 11 sekunden teile o.ä.) würde ich bei wichtige(re)n disks die finger lassen. eine ordentliche routine kann nicht schneller als ~21 sekunden sein, da sie pro spur 3 umdrehungen braucht (1. vermessen, 2. formatieren, 3. verify). (mmmh wobei, vermessen braucht schon zwei oder? *kratz*)