Angepinnt [Anleitung] VC 1541 mit neuer Spannungsversorgung

  • [Anleitung] VC 1541 mit neuer Spannungsversorgung

    Extra für Quarkbeutel mache ich nun ein leicht verständllchen Comic, damit er sein VC1541 in sein PC Gehäuse bekommt.

    So, da isser, der Kleine. Hat mich mit dem passenden 64 ohne Kabel und irgenwelche NTs nur 2 Euronen gekostet.

    Auf damit


    Wenn wir die Elektronik abschrauben (hier 7 Schrauben mit Zahnscheibe) die kleinen Stecker ziehen und umdrehen, sehen wir die Anschlüsse der Spannungsregler welche unter anderem einen grossen Anteil an der Abwärme des Systems hier haben.
    Mit einem Multimeter kann man mal loslegen und schaun was da so anliegt. Masse sollte klar sein. Wenn nicht: Die gemeinsame Masse der Spannungsregler ist ihr Gehäuse und die 4 Schrauben haben somit ein gemeinsames Potenzial. Da die 4 Flächen an der Oberseite verbunden sind müssen wir uns keine weiteren Gedanken mehr darum machen.

    Und die 12 Volt

    Soweit so einfach


    Diese Lötpunkte an denen ich messe sind die Beine der Gleichrichter und somit der fast optimalste Punkt um dort unsere Spannung auf das Board zu geben.

    Edit by FXXS: hierher kopier, Titel editiert und sticky gemacht
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  • So...habe meiner Cam noch einen Satz Akkus spendiert. Dafür bekommt ihr die Fortsetzung.
    Selber schuld.

    Da ich gerade kein PC NT hier herum liegen habe nutze ich einfach meinen alten Server. Ich hatte mal jeden SCSI kram den ich hatte da hinein geschraubt. Ein P2 400 auf einem GA6BA mit einem AHA2940UW tut ihr übriges. Was soll die Kiste auch in der Ecke dumm rumstehen, als Spannungsversorgung für ein Diskettenlaufwerk taugt das alle mal. Irgenwie will ich den Kasten nie wegschmeissen.


    Nun muss ich nur noch das PC Spannungsgebastel mit der 1541 verbinden. Als erstes muss ich ja ein die Spannung auf das Board bekommen. 5V sind Rot und 12V Gelb, Schwarz ist Masse.


    Da ich zu faul war einen Y Verteiler zu opfern habe ich einen eine Verbindung zwischen 2 Molexkupplungen gefrickelt. Höchst provisorisch.
    Kids, dont try this at home.
    Noch einen passenden C64 dran und das Alufwerk wieder mit einer Elektronik verbunden...


    Wer das nicht glaubt kann sich es hier ansehen. Leider muss ich das alles zu Haus ein wenig improvisieren da ich keine Werkstadt mehr habe.

    Video

    Ich hoffe ich habe hiermit deutlich gemacht das es nun wirklich nicht das Problem ist eine 1541 mit einem externen Netzteil zu betreiben. Die 1541-II macht doch nichts anderes.
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  • Sheltem schrieb:

    Wenn nicht: Die gemeinsame Masse der Spannungsregler ist ihr Gehäuse und die 4 Schrauben haben somit ein gemeinsames Potenzial. Wenn Jemand auf die Idee kommt die nutzlos gewordenen Spannungsregler mitsamt Kühler zu entsorgen, so müssen sie 4 Masseflächen mittels Draht zusammengelegt werden.



    Da bin ich anderer Meinung. Die Spannungsregler sollte man entfernen, aber die Massepunkte sind ja durch Leiterbahnen auf der Oberseite verbunden. Also kein Grund Drähte einzulöten.

    Ich habe zusätzlich noch die Gleichrichter entfernt, und die Masse dann dort angelötet :)

    Kondensatoren und anderen Kleinkram hab ich auch entfernt, ist ja dann überflüssig.
    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!
  • Echt? Wusste ich nicht das die auf der Oberseite verbunden sind...wenn ja seh ich das erst wenn ich den Kühler abnehme das der das meisste dort verdeckt.

    Unnützes Zeug muss immer weg...vorallem wenn es nix zu tun hat. Daher würde ich auch die Spannungsregler mitsamt Kondensatoren und Gleichrichtern entfernen.

    Die Tasten des anderen C64 sind nicht weg sondern nur in der Wäsche.
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  • Ich hab mal gehört, es ist auch nicht so gut, wenn man an Spannungsregler am Ausgang eine grössere Spannung anlegt als am Eingang ... Das ist ja der Fall wenn man gar keine Eingangsspannung hat. Wer weiss was da schlimmes passieren kann?
    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!
  • Das Gebastel hat ne halbe Stunde Betrieb hinter sich und läuft auch im Urzustand wieder prima. So fies kann das nicht sein. Was allerdings nicht davon abhalten soll bei dauerhaften PC Betrieb die Teile da runter zu schnibbeln. Zusammen mit den grossen Elkos und den Gleichrichtern.

    Ausserdem..."ich habe mal gehört" ist in meinem Beruf und in deinem mit "habe keine Ahnung" gleich zu setzen.
    Ich habe auch mal gehört das Ornanieren blind machen soll...was nicht unbedingt der Grund für die -6,5 Dioptrin auf meinem linken Auge sein muss. :bgdev
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  • So, für die elektrisch unexperieced Members unter uns...



    1. Spannungsregler, hier 2 Stück, mitsamt Kühlerblech. Nutzlos geworden und mag es möglicherweise nicht am Ausgang eine höhere Spannung anliegen zu haben als am Eingang (jetzt 0V).

    2. Gleichrichter, eigentlich recht unkritische Bauteile, müssen keine Wechselspannung vom Trafo mehr gleichrichten.

    3. Kondensatoren. Die dicken Brummer sorgten einst dafür das die recht wellige Gleichspannung der Gleichrichter zu etwas brauchbarem wird. Da diese aber zwischen Gleichrichter und Spannungsregler hängen ist deren weiterer Nutzen dort ebenfalls fragwürdig.
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  • x1541 schrieb:

    Ich hab mal gehört, es ist auch nicht so gut, wenn man an Spannungsregler am Ausgang eine grössere Spannung anlegt als am Eingang ... Das ist ja der Fall wenn man gar keine Eingangsspannung hat. Wer weiss was da schlimmes passieren kann?
    Das ist korrekt und problematisch bei Liniar-Spannungsreglern der Reihen 78XX, 79XX und LM317 . Die Spannungsregler können nämlich kaputt gehen, wenn am Ausgang eine wesentlich höhere Spannung anliegt als am Eingang.

    Das Problem:
    der Defekt äußert sich darin, daß nach dem kaputtgehen die Eingangsspannung nahezu unverändert am Ausgang anliegt, was ein Sterben der nachfolgenden Schaltung zur Folge hat. Aus diesem Grunde hat ein vernünftiges 78XX-Schaltungsdesign auch bis zu 2 Schutzdioden mit drin (hier D1 und D2). Siehe auch elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ureg3pin.htm
    Falls also nach dem Betrieb mit PC-Netzteil nochmal der alte Trafo an der unveränderten Platine angeschlossen werden würde, könnte man es nicht ausschließen, daß Alles kaputt geht.
    Aus diesem Grunde wie Sheltem schon in Punkt 1 schrieb: Spannungsregler MÜSSEN RAUS ! Alles Andere wäre nicht so schlimm, wenn man es drin lassen würde (z.B. aus Löt-Faulheit :whistling: )

    Die Elkos, die (EDIT: elektrisch gesehen) hinter den Spannungsreglern sitzen, würde ich auf jeden Fall drin lassen (ggf. gleich durch Neue ersetzen), denn diese Elkos stabilisieren/puffern die Spannung, die ja dann neuerdings über ein langes Netzteilkabel geliefert wird - ist wichtig da es sonst zu einem "Schwingen" der Schaltung kommen könnte.

    Und GANZ WICHTIG bei PC-Netzteilen: NOTFALL-SICHERUNGEN EINBAUEN (5V-Seite -> 5A , 12V-Seite - 2,5 A ) ! Ich bevorzuge KFZ-Sicherungen, da sie einen geringeren Spannungsabfall haben ! Ohne Sicherungen könnte ein PC-Netzteil {im Fehlerfall der 1541-Platine} mehr als 20A liefern, da möchte ich die Leiterbahnen der Platine danach nicht sehen (und Eure Bude hätte auch Smog-Alarm !)
  • x1541 schrieb:

    Ich hab mal gehört, es ist auch nicht so gut, wenn man an Spannungsregler am Ausgang eine grössere Spannung anlegt als am Eingang


    Das ist richtig, es steht im Zweifelsfalle im Datenblatt (je nach Hersteller allerdings eher versteckt in den 'absolute max. ratings' oder als Fußnote in einer app note die für so'n Feld-, Wald- und Wiesen-Teil eh niemand mehr liest) und es ist hier eher irrelevant, weil die 1541 (genau wie die 1571) Schutzdioden hat. Bei der 1551 fehlen die allerdings laut Schaltplan...

    (im Normalbetrieb scheint das aber eh kein Problem zu sein, solange kein Schalter hinter dem Regler liegt und der Filter-Kondensator vor dem Regler deutlich größer ist als der dahinter (zzgl. aller Entkopplungs-Kondensatoren in der Schaltung); ich kenne jedenfalls genug Beispiele, die ohne Schutzdioden problemlos laufen.
  • mc71 schrieb:

    ich kenne jedenfalls genug Beispiele, die ohne Schutzdioden problemlos laufen.
    Das stimmt wohl.
    Ich baue jedenfalls immer eine Schutzdiode als Sicherheit mit ein, kostet mich nur Cents und kaum mehr Zeit (im Gegensatz zu einer evtl. defekten Schaltung).
    Außerdem beruhigt es noch ein bißchen, das Richtige getan zu haben ^^

    mc71 schrieb:

    1541 (genau wie die 1571) Schutzdioden hat.
    Ich hatte die Schaltpläne gerade nicht vor Augen - is ja interessant, daß Commodore bei der 1551 gepfuscht hat :whistling:
    Ich würde trotz dem bei allen solchen Umbauten die Spannungsregler ausbauen, MICH macht sowas immer etwas glücklicher ;)
  • GI-Joe schrieb:

    ch hatte die Schaltpläne gerade nicht vor Augen - is ja interessant, daß Commodore bei der 1551 gepfuscht hat


    Bei der 1551 ist die Platine deutlich beengter und man hat sich wohl gedacht, daß es keinen Betriebszustand geben kann an dem die Spannung nach dem Regler größer sein kann als davor. Scheint ja auch zu stimmen.

    Bei der 1541 ist das wegen der Pullups für den IEC-Bus theoretisch beim 7805 möglich.

    Nach alles was ich zu diesem Rückspeisungsproblem finden konnte ist der 7805 allerdings kaum so zu zerstören, ein 7812 hingegen schon.

    Trotzdem... bei eigenen Schaltungen oder wenn möglich nachzurüsten: Diode rein und fertig.
  • YugoAmaryl schrieb:

    Der C64 hat einen Netzschalter.


    C64-Netzteile (besonders einige frühe Bauserien) sind dementsprechend auch berüchtigt dafür durchzubrennen. Das Problem wird etwas gemildert, weil vor dem Regler ein recht dicker Kondensator im Netzteil liegt, dahinter aber gar keiner oder nur ein sehr kleiner- die 'Dickschiffe' kommen dann erst im Rechner, hinter dem Schalter, und von daher ungefährlich.